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„Soll hier dem Kruge nicht sein Recht geschehen?” Der zerbrochne Krug als moderne Gesellschaftskritik

Als Marthe Rull wegen ihres zerbrochenen Kruges, ein ihr überaus wertvolles Familienerbstück, vor Gericht zieht, scheint ihr die Sachlage klar: Ruprecht, der Verlobte ihrer Tochter Eve, habe den Krug zertrümmert, als er sich nachts in ihr Zimmer schlich. Dieser schwört jedoch auf seine Unschuld und bezichtigt Eve der Untreue. In einem rasanten Gerichtsprozess entfalten sich schnell die Abgründe des Justizsystems zwischen Amtsmissbrauch, Sündenfall und einem Richter, dem die Wahrheit zu unbequem ist.