lips-651368_960_720
Aktuelles Frauenfrage - Kolumne Gesellschaftsleben

WTF is IDAHODB – und warum brauchen wir den überhaupt?

Wer gestern durchs Zentrum von Bonn schlenderte, konnte nicht nur die üblichen Gebäude und Menschen entdecken, sondern auch bunte Regenbogenflaggen und drei besondere Stände, die über LGBT*QI aufklären… sind wir nicht längst tolerant genug?

„Frauenfrage“, eine Kolumne
Von Louisa Albrecht

Feminismus ist für alle da und setzt sich nicht nur für Frauen- sondern vor allem für Menschenrechte ein. (#womenrightsarehumanrights). Und so eben auch für jene, die das gleiche Geschlecht lieben, alle, gar keins, ihr biologisches Geschlecht nicht als ihr wirkliches identifizieren, etc.

Gestern war der IDAHOTB, früher nur IDAHOT, was für International Day Against Homophobia, Transphobia and Biphobia steht. An diesem Tag informieren Gruppen und Verbände über die Diskriminierung, die jene Menschen, die nicht den allgemeinen gesellschaftlichen Normen entsprechen noch immer erfahren.
In Bonn haben sich gestern drei Stände zu einer Informationsinsel zusammengetan.

Das GAP – ein Jugendzentrum für queere Jugendliche, in dem die Besucher einfach SEIN können und keine Angst vor Diskriminierung haben müssen.

Das LSBT-Referat der Uni-Bonn, das ihr vermutlich inzwischen alle kennt. (Jede*r dürfte wohl schonmal die Plakate der Don´t tell Mom Party, sowie Aushänge zu Infoveranstaltungen gesehen haben).

Und schlau Bonn, was zu schlau NRW gehört und aus einem Team junger queerer Menschen besteht, die in Schulen Workshops übers Queer-Sein abhalten und Aufklärungsarbeit betreiben.

Viele denken sich sicher, dass die Gesellschaft inzwischen auf ganz schön viele Leute Rücksicht nehmen muss und dies auch täte. Ein Blick in einige andere Länder zeigt jedoch schnell, dass dort Menschen bis heute wegen ihrer Sexualität hingerichtet, gefoltert oder zumindest von der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Genauere Zahlen dazu findet ihr auf der Seite des IDAHOT.

Zu meiner Schulzeit, und ich würde mich nicht wundern, wenn es bis heute so ist, waren „Bist du Schwul oder was“, “Schwuchtel“, „Homo“ usw. relativ verbreitete Beleidigungen. Generell galten und ich behaupte gelten immer noch queere Menschen noch immer als negative Abweichung von der Norm, die herabgewürdigt werden dürfte.
Sowohl innerhalb der heterosexuellen, cis-Gesellschaft (cis = Identifizierung mit dem eigenen biologischenGeschlecht) als auch innerhalb der queeren Gemeinschaft erfahren Menschen aufgrund ihrer Sexualität Diskrimminierung.

Ich finde das ziemlich traurig, denn am Ende des Tages sind wir alle Menschen. Es ist wichtig, dass jeder Mensch als MENSCH akzeptiert wird.
Feminismus wird so definiert, dass an die Gleichheit der Geschlechtergeglaubt und danach gestrebt wird. Dieser Begriff sollte meinem Verständnis nach aber etwas breiter gefasst werden, wie seht ihr das?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.