Sonnenuntergang in Quintana Roo (Foto: Hoan Huynh)
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Wenn Studenten reisen – Tipps für Deinen nächsten Urlaub

Reisetipps von Studenten für Studenten. In der vorlesungsfreien Zeit wollen wir uns erholen oder Abenteuer erleben. Egal wohin, Hauptsache weg und den Stress hinter sich lassen. Tapetenwechsel, fremde Kulturen und neue Freunde. Warum Deine nächste Reise nach Mexiko, Portugal oder ins Baltikum gehen sollte.  

Von Ksenia Felker

Ein Städtetrip durch Osteuropa oder doch lieber die Seele baumeln lassen am anderen Ende der Welt? Falls Du noch nicht weißt, wo Deine nächste Reise hingehen soll oder Du das Gefühl hast, Dein Kontostand lässt nicht mehr als Urlaub auf Balkonien zu, dann habe ich ein paar Ideen für Dich. Ich habe mich in meinem Freundeskreis umgehört und kann Dir sagen: Ein Student kommt gut und günstig durch die ganze Welt! Bevor Du also Deinen nächsten Flug buchst, nehme ich Dich mit auf eine kleine Reise.

Länder-Hopping in Osteuropa

Wenn ich an meinen letzten Urlaub denke, dann packt mich das Fernweh. Nordöstlich von Deutschland reihen sich die baltischen Staaten aneinander: Estland, Lettland und Litauen.  Das Baltikum, das sind drei Länder, etwa sechs Millionen Menschen und fünf Sprachen. Fernab der drei Hauptstädte gibt es viel zu sehen, insgesamt 14 Nationalparks und unzählige märchenhafte Dörfer. Insidertipp: Als erstes die Touristeninformationen ansteuern, denn die haben nicht nur praktische Stadtkarten parat, sondern können Dir auch bei Deiner Weiterreise helfen.
Tallinns wunderschöne Altstadt, die estnisch-orthodoxe Kathedrale, sowie die mittelalterliche Atmosphäre beeindrucken jeden Touristen. Einen Flug von Düsseldorf nach Tallinn bekommt man bereits ab 25 Euro, Ryanair sei dank. Und auch vor Ort bist Du günstig unterwegs, denn vor allem die Reise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist absolut bezahlbar. Von Tallinn aus erreichst Du die sympathische Studentenstadt Tartu bequem mit dem Fernbus für gerade mal zehn Euro. Besonders in größeren Städten gibt es eine Vielzahl an preiswerten Hostels, welche nebenbei eine gute Möglichkeit bieten neue Leute kennenzulernen. Wen es in die Natur verschlägt, der wird sich freuen, dass selbst in entlegensten Orten Airbnb-Unterkünfte zu finden sind. Der Nationalpark Gauja in Lettland lädt zum Entspannen ein, bevor man sich in Riga ins Nachtleben stürzen kann. Im Süden des Baltikums liegt Litauen mit der geschichtsträchtigen Hauptstadt Vilnius. Einen Abstecher an die Kurische Nehrung, wo Du bei gutem Wetter einen entspannten Tag am Strand verbringen kannst, wirst Du nicht bereuen.
Ich kann Dir empfehlen im Spätsommer oder frühen Herbst zu reisen, denn die Temperaturen sind zu dieser Jahreszeit noch angenehm warm und Regen ist selten der Fall. Die englische Sprache ist weitestgehend und vor allem in touristischen Regionen verbreitet, aber auch Russisch wird noch von vielen Balten gesprochen. Ein Visum brauchst Du für das Baltikum nicht. PS: Von Estland aus lohnt sich ein Kurztrip nach Finnland und den Heimweg kannst Du nutzen um Polen zu erkunden.

Mein schönstes Erlebnis:
Eine abgelegene Holzhütte mit Sauna und einem Teich mitten in der Natur.
Mein schlimmstes Erlebnis:
Die Holzhütte war so abgelegen, dass ich sie kaum gefunden habe.
Warum es sich trotzdem lohnt:
Eine unvergessliche Zeit: Gastfreundliche Einheimische, leckeres Essen und ein perfekter Mix aus Kultur und Natur.

 

 

Mit dem Zug entlang der portugiesischen Küste

Meinen Freund David hat es nach Portugal verschlagen, dem kleinen Land, welches sich eng an die westliche Seite Spaniens schmiegt. Warum? „Ich habe mich entschieden, dieses Land zu bereisen, weil es vergleichsweise günstig ist, eine übersichtliche Größe hat, das Klima angenehm ist und es viel Küstenregion zu bieten hat.“ Portugal, das ist Sonne, guter Fußball, Portwein, die Algarve und viel, viel mehr. Elf Millionen Einwohner, über 800 km Westküste und unzählige Sehenswürdigkeiten.
Insidertipp: Ein Interrailticket für Portugal, mit dem Du bequem das Land per Zug erkunden kannst, bekommst Du bereits ab 59 Euro. David ist so vom Norden bis in den Süden Portugals gereist: „Ich bin in Porto angekommen und habe dort den Hostelbesitzer gefragt, welche Orte ich unbedingt bereisen sollte. Mit ihm zusammen habe ich dann meine Route geplant.“ Wenn Du mutig bist, kannst Du also Deine Reise vor Ort planen –  wer auf Nummer sicher gehen will, organisiert von zu Hause aus. David‘s Reiseroute: Von Porto über Aveiro, Peniche, Lissabon und Faro wieder nach Porto, von wo er zurück nach Deutschland geflogen ist.

„Die kleineren Orte an der Küste haben mir sehr gut gefallen, da sie nach der Reizüberflutung der großen Städte immer wieder einen schönen Gegenpol boten.“

Generell sind Hostels immer ein guter Weg um relativ preiswert auf Reisen zu übernachten. Bei der Suche im Internet kannst Du nach dem Preis filtern, wenn Du für möglichst wenig Geld übernachten willst. David ist nach den Bewertungen gegangen und hat damit gute Erfahrungen gemacht: Die Hostels waren nach wie vor erschwinglich und boten tolle Extras wie zum Beispiel eine Dachterrasse.
Für Portugal brauchst Du weder ein Visum, noch musst du Geld umtauschen. „Es ist trotzdem immer gut, wenn man bei Auslandsreisen eine Kreditkarte dabei hat, mit der man dann ohne Gebühren Geld abheben kann“ verrät David. Mit der Sprache gab es kaum Probleme, denn junge Portugiesen und Hostelmitarbeiter sprechen fließend Englisch. Deiner Reise steht also nichts mehr im Weg. PS: Während Deiner Reise solltest Du unbedingt Pastel de Natas probieren, denn die kleinen Puddingtörtchen sind eine portugiesische Spezialität.

Davids schönstes Erlebnis:
Ein Glas Portwein trinken auf der Dachterrasse des Hostels in Porto.
Davids schlimmstes Erlebnis:
Ein wirklich schlimmes Erlebnis gab es nicht. Etwas umständlich war, dass ich in Lissabon und später auch in Porto das Hostel wechseln musste, weil meine favorisierten Hostels bereits belegt waren.
Warum es sich trotzdem lohnt:
Angenehme Temperaturen, sehenswerte Städte, schöne Strände, gute Hostels, entspannte Atmosphäre und allgemein günstige Preise.

 

 

Auf den Spuren der alten Mayas

¡Hola! Mein letzter Reisetipp für Dich: Mexiko. Warum? „Ich war noch nie im lateinamerikanischen Raum und hatte das Gefühl, dass Mexiko einen guten Anfang darstellt. Vor allem, weil die Infrastruktur im Vergleich zu anderen Ländern sehr gut ist.“ Hoan hat das nördlichste Land Lateinamerikas bereist. Die Vereinigten Mexikanischen Staaten, wie es amtlich heißt, das sind etwa 120 Millionen Einwohner, 68 Nationalparks und über zwölftausend Kilometer Meeresküste.
Insidertipp:

„Den wahrscheinlich wichtigsten Tipp, den ich mitgeben kann, ist die spanische Sprache zu können. Du wirst schnell merken, dass Du mit Englisch in Mexiko nicht weit kommst.“

Hoan ist mit Eurowings nach Cancun geflogen, von wo er auch seine Rückreise angetreten ist. Inlands war er größtenteils mit Fernbussen unterwegs, ist getrampt oder hat ein Taxi genommen, um zu einer Unterkunft zu kommen. Dabei hat er viele Bundesstaaten bereist: Mexiko-Stadt, Puebla, Veracruz, Oaxaca, Chiapas und Quintana Roo. Vor allem die am Meer gelegenen Bundesstaaten kannst Du nutzen, um Dir eine Auszeit zu gönnen und die Seele baumeln zu lassen. „Ist man ein enthusiastischer Sparer, dann würde ich bei dieser Reise ein Zelt mitnehmen. Oft habe ich mir gedacht, dass ich eins gebrauchen könnte.“ Aber auch Hostels und Airbnb-Unterkünfte sind verbreitet. Wenn Du vor Ort die nächste Unterkunft suchst, dann lohnen sich Apps wie Hostelworld, Booking.com oder Airbnb.
In Mexiko ist Verhandlungsgeschick gefragt: Touristen wird oft ein höherer Preis genannt, dann geht es darum möglichst gut zu feilschen. Auf die Frage, ob das Land sicher ist, antwortet Hoan: „Richtig unsicher habe ich mich nicht gefühlt, weshalb ich auch getrampt bin und unter dem Sternenhimmel geschlafen habe.“ Für Mexiko brauchst Du, genau wie für das Baltikum und Portugal kein Visum, denn bei der Einreise erhältst Du eine sogenannte Touristenkarte, die Du während Deiner Ausreise wieder vorzeigen musst. Also pass‘ gut auf sie auf! Vor Ort kannst Du Dein Geld gegen den Mexikanischen Peso wechseln. PS: Tempel der Maya findest Du in ganz Mexiko, zum Beispiel die Ruine Teotihuacán in der Nähe von Mexiko-Stadt oder die Pyramide Cholula bei Puebla.

Hoans schönstes Erlebnis:
Sehr viele Orte, die mich fasziniert haben. Vor allem der Bundesstaat Oaxaca, sowie Belize haben mir sehr gefallen.
Hoans schlimmstes Erlebnis:
Meine Schuhe wurden gestohlen.
Warum es sich trotzdem lohnt:
Mexiko hat unglaublich viele Facetten und eine große Naturvielfalt zu bieten. Aber auch viele Reisemöglichkeiten, Kulturen, und leckeres Essen!

 

 

Und, wohin geht Deine nächste Reise?

 

 

 

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