pexels-photo-457496
Aktuelles Frauenfrage - Kolumne Gesellschaftsleben

Warum mich „Body Positivity“ nervt!

Seit 2-3 Jahren gilt nicht mehr dünn als Schönheitsideal, sondern curvy, Plussize Models werden immer präsenter und dünnen Frauen gesagt, dass sie keine richtigen Frauen sind.
Das nervt! Und hilft niemandem.

„Frauenfrage“, eine Kolumne von Louisa Albrecht

Zuallererst möchte ich eines klar stellen: Ich habe kein Problem mit Plussize Models (und damit meine ich nicht diese pseudo Plussize 38 – meine Schwester ist größer als ich, wiegt aber nicht mehr und trägt 38, das ist also nicht wirklich ein Indikator…) und dass kurvige Frauen jetzt zu ihrem Körper stehen sollen. Das ist gut, jede/r soll sich in der eigenen Haut wohlfühlen.

In letzter Zeit werden immer mehr Curvy Models gezeigt, die eben nicht dem Schlankheitsideal entsprechen, und die trotzdem gut aussehen. Viele Seiten feiern das als Triumph der Natürlichen Körper #bodypositivity .
Doch warum muss das auf Kosten der schlanken Menschen gehen? Warum müssen schlanke Frauen sich jetzt anhören, dass Knochen was für Hunde und nur Fleisch was für Männer sei und derlei Schwachsinn? Was ist daran Positiv, das Ganze jetzt einfach nur umzudrehen?
Ich persönlich bin stolz auf meinen schlanken, straffen Körper, weil er das Resultat von einer Menge Sport ist (den ich aber nicht mache, um abzunehmen, sondern weil er mir Spaß macht!). Aber wisst ihr was? Einige meiner Freundinnen sind nicht so schlank wie ich und sehen mit ihrer Figur trotzdem sehr gut aus!

Tendenziell scheinen die Kerle in meinem Umfeld kein Problem damit zu haben, wenn es an ihrer Freundin „was zum Anfassen“ gibt, ihr wisst, was ich meine. Das war auch schon so, als alle (Mode)Welt noch auf 1.75m Models mit Größe 32 stand.
Doch inzwischen vergeht quasi kein Tag im Internet, an dem nicht irgendetwas darüber gepostet wird, welche Figur jetzt die Richtige sei. Aktuell ist das eben curvy.
Manche halten am alten Ideal fest, andere propagieren das neue.
Doch so verschieden sie sind, in einem Punkt sind sie sich einig: Es kann nur ein Schönheitsideal geben und alles andere ist entweder nicht schön oder nicht natürlich oder am besten gleich beides.

Das ist unnötig! Nicht jede Frau sieht besser aus, wenn sie schlank ist, nicht jede sieht besser aus, wenn sie etwas mehr auf den Rippen hat.
Es gibt sportliche Frauen mit Übergewicht und unsportliche mit Untergewicht.
Es gibt so viele Arten von Frauen… warum können wir uns also nicht darauf einigen, dass es verschieden Ausprägungen von Schönheit gibt und in Modekatalogen, auf Werbeplakaten, im Fernsehen und so weiter einfach mal eine Bandbreite von allem zeigen? Dann müsste keine Frau sich mehr schlecht fühlen, nur weil sie vielleicht kräftigere Knochen hat und deswegen eine bestimmte Figur nicht erreichen wird und keine sich schlecht fühlen, weil sie einfach nicht zunehmen kann (und diese Art gibt es tatsächlich).

Wieso müssen wir uns immer gegenseitig schlecht machen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.