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VinoKilo – Die Vintage-Revolution

#consumedifferently: Unter diesem Motto verkauft VinoKilo ausgewählte Vintage-Klamotten bei ihren zahlreichen Pop-Up-Events. Jedes Mal lockt sie tausende Vintage-Liebhaber an. Doch wie unterscheidet sich VinoKilo von gewöhnlichen Flohmärkten und welche Idee steckt hinter ihrem Konzept?

Von Erza Plava

Zahlreiche Kleiderstangen mit bunten Second-Hand-Klamotten füllen die Location des VinoKilo-Events. An jeder Ecke stehen Tische oder Bänke mit weiteren Vintage-Schätzen, sodass die Besucher überall die Möglichkeit haben, zu staunen und zu stöbern. Die gemütliche Atmosphäre wird mit guter Musik und leckerem Wein abgerundet. Das Besondere an dem Second-Hand-Verkauf: hier wird pro Kilo gezahlt. Mit diesem Konzept möchte VinoKilo Vintage-Mode für jeden zugänglich machen. T-Shirts und Shorts sind tolle Schnäppchen, doch auch für Jacken und Mäntel gibt es einen Extra-Rabatt. Anders als bei gewöhnlichen Flohmärkten werden bei VinoKilo die Kleiderstangen und Tische ständig aufgefüllt, sodass jederzeit neue Fundstücke erobert werden können.

VinoKilo in ganz Europa

IMG_2716Schon seit mehr als zwei Jahren veranstaltet das VinoKilo-Team ihre Vintage-Kilo-Verkäufe. Robin Balser, der Gründer von VinoKilo, hatte zuvor die App „DarpDecade“ ins Leben gerufen. Sie ermöglicht das Tauschen von Klamotten mit Menschen aus der eigenen Umgebung. Daraus entstand die Idee für den ersten VinoKilo-Vintage-Verkauf, welche in einer kleinen Wohnung in Mainz stattfand. Tomislav Petrov, Mitglied des VinoKilo-Teams, erklärt: „We startet doing VinoKilo as a proper business with our Fashion Show at the Berlin Fashion Week. It was amazing and now we are kind of all over the place“. Heute betreibt VinoKilo einen eigenen Online-Shop und veranstaltet die größten Pop-Up-Events für den Second-Hand-Verkauf in ganz Deutschland. Auch in Österreich, den Niederlanden, Dänemark, Schweden und Bulgarien konnte VinoKilo mit ihrem Konzept die Besucher begeistern. „We just try to spread some Vintage-Love“, erzählt Tomislav mit einem breiten Lächeln.

#stylishsustainabel

IMG_2715Eine Studie von Greenpeace zeigt, dass deutsche Verbraucher im Schnitt 60 Kleidungsstücke pro Jahr kaufen, jedoch jedes fünfte Kleidungsstück so gut wie nie getragen wird. Klamotten werden zur Wegwerfware. Jährlich werden mehr als 80 Milliarden Kleidungsstücke neu produziert, für die Unmengen an Wasser verbraucht wird. Hinzu kommen hunderte gesundheits- und umweltgefährdende Chemikalien. VinoKilo möchte diesem Problem durch ihr nachhaltiges Konzept entgegensteuern. Bereits 27 Tonnen Kleidung konnte VinoKilo letztes Jahr vor der Müllverbrennung retten. „We want to be as big as H&M and Zara and be their competitors because Fast Fashion destroys our world“, so Tomislav zu den Zukunftsplänen von VinoKilo. Mit ihrem Konzept möchten sie ein Umdenken im Umgang mit Kleidung einleiten. Die Besucher der Pop-Up-Events konsumieren bewusst nachhaltig und finden dazu noch einzigartige Vintage-Schätze zum kleinen Preis. VinoKilo plädiert für Second-Hand-Mode als eine „First-Hand-Alternative“ zur Fast-Fashion und möchte damit die Mode-Industrie revolutionieren.

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