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Vielleicht lieber heute (Teil 2): Plastik im Menschen

Plastik zu vermeiden ist schwer, für manche gar unmöglich. Doch nachdem Forscher nun erstmals Plastik im Menschen fanden, sollte das die Bevölkerung wachrütteln – oder etwa nicht?

Von Maike Velden

Erschreckend ist es, aber überraschend keineswegs. Denn wer sich ganz normal, ernährt, das heißt in Plastik eingepackte – und geschweißte Produkte konsumiert, der nimmt auch Plastik in seinen Körper auf. Dass das nicht gesund sein kann, kann sich wohl jeder selber ausrechnen. Doch bewiesen ist es noch nicht. Das ergab eine Studie von österreichischen Wissenschaftlern.

Acht Studienteilnehmer führten eine Woche lang Ernährungstagebücher. Keine Person ernährte sich ausschließlich vegetarisch oder vegan. Dementsprechend gab es auch Fisch oder Meeresfrüchte. Außerdem tranken die Probanden aus PET- Flaschen und aßen in Plastik verpackte Lebensmittel. In den Stuhlproben fanden die Forscher aus Österreich vor allem Kunststoffpartikel aus PET Flaschen, insgesamt aber fanden sie neun verschiedene Kunststoffarten. Dabei lässt sich bemerken, dass die Probanden, sich nicht kannten, in verschiedenen Ländern und auf verschiedenen Kontinenten leben.

Die Folgen von Mikroplastik bleiben unklar

Noch wissen die Forscher nicht, wie gefährlich oder ungesund Plastik im Menschen ist. Das soll aber weitestgehend erforscht werden. Dazu soll es laut deutschem Forschungsministerium 18 Projekte geben, in Kooperation mit Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Kommunen. Diese sollen ein Gesamtbild zum Thema Plastik erstellen. Geringe Mengen an Plastik in beispielsweise Peelings oder Duschgelen seien aber nicht schädlich, teilte das Bundesinstitut für Risikobewertung mit. Trotzdem bleibt Plastik ein unerforschtes Gebiet, Folgen, Herkunft und Verbreitung davon sind noch nicht bekannt.

Für den Menschen sind Peelings vielleicht nicht schädlich, aber wie sieht es mit den Meeren und der Umwelt aus? Gehen die ebenfalls so einfach mit Plastikpartikeln um, wie der Mensch?

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