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Vielleicht lieber heute (Teil 13): Filmrezension – „A Plastic Ocean“

„The animals of the ocean deserve a blue ocean, not that sort of shit.“- Ursprünglich auf der Suche nach Blauwalen, entdeckt der australische Journalist Craig Leeson den durch die Menschen entstandenen, erschreckenden Zustand der Ozeane – und der Dokumentarfil „A Plastic Ocean“ entsteht.

Von Nadja Hochholz

Der Film wurde 2017 veröffentlicht und setzt er sich mit einem Thema auseinander, welches ein schwerwiegendes Problem darstellt: den negativen Einfluss des Plastiks auf die Umwelt.

Unterstützt von dedead-bird-3289550_1280m ehemaligen BBC Blue Plant Produzenten Jo Ruxton und der Weltmeisterin im Freitauchen Tanya Streeter, bereisen Craig Leeson und sein Team über 20 verschiedene Standorte, in einem Zeitraum von 4 Jahren. Das Ergebnis sind eindrucksvolle Aufnahmen, welche die globalen Effekte der Plastikverschmutzung dokumentieren.

Ich möchte nicht zu viel über den Inhalt verraten, sondern euch mit einem kurzen Überblick dazu animieren, ihn euch selber anzusehen. Der Film führt uns vor Augen, wie wenig Gedanken man sich um den Plastikkonsum macht. Das Problem wird von Filmemachern so beschrieben: „A Plastic Ocean dokumentiert die neuesten Forschungserkenntnisse, die beweisen, wie Plastik, wenn es in die Ozeane gelangt, in kleine Partikel zerfällt, die dann in die Nahrungskette gelangen, wo sie Giftstofffe anziehen wie Magnete. Diese Giftstoffe werden im Fettgewebe von Meerestieren eingelagert und letztendlich von uns gegessen.“

Jedoch weißt „A Plastic Ocean“ nicht nur unsere Probleme auf, sondern präsentiert uns bereits funktionierende Lösungen, wie zum Beispiel das Verbot von Plastiktüten in Runada. Auch wird deutlich gemacht, dass Essen nicht in Plastik eingepackt werden muss, vor allem Obst und Gemüse. Und dass wenn wir eines der in Plastik eingepackten Lebensgarbage-1198693_1280mittel kaufen sollten, das Plastik im Laden lassen sollten. Denn erst wenn es für die Firmen von einem Profit zu einem Problem wird, sie etwas dagegen tun werden. Des Weiteren wird empfohlen Unternehmen wie „plastic bank“ zu unterstützen. Dieses Unternehmen zahlt Menschen Geld für ihre Plastikabfälle. Dadurch wird Plastik so wertvoll, dass es sich nicht mehr lohnt, es einfach wegzuwerfen. So werden zum Beispiel Haitis Bewohner dafür bezahlt, Plastikmüll zu sammeln und ihn zu einer Sammelstelle zu bringen. The Plastic Bank verwertet den Wertstoff dann in einer Recyclinganlage und verkauft es als “Social Plastic” weiter, das konventionell bezogenes Plastik ersetzt.

Meiner Meinung nach, ist der Film visuell sehr interessant gestaltet und aufgebaut. Normalerweise finde ich es immer schwer, Dokumentarfilme in einem durchzusehen, doch bei diesem war das nicht der Fall. Denn von Anfang an, hat der Film mich durch die ehrliche Geschocktheit gefesselt , als gezeigt wurde, wie sie gerade nach Blauwalen Ausschau hielten und dann auf Mengen an Plastik im Meer stießen. Außerdem spiegelt der Film eine Wissenschaftlichkeit wieder, welche durch das Aufzeigen von Zusammenhängen und einer Vielfalt von Beispielen sehr verständlich gestaltet ist. Ich halte den Film, welchen ihr, bei Interesse, auch auf Netflix finden könnt, für absolut sehenswert.

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