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	<title>Kommentare zu: Ich habe keine Hobbys. Ich studiere auf Bachelor.</title>
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	<description>studentisches medienmagazin</description>
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		<title>Von: Sandy</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/ich-habe-keine-hobbys-ich-studiere-auf-bachelor/comment-page-1#comment-2346</link>
		<dc:creator>Sandy</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 12:55:12 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo,
ich studiere Soziologie im 3. Semester in Berlin und mir geht es zwar nicht so schlecht, wie Lilly, aber irgendwie bin ich ganz schön &quot;depressiv&quot;, wenn man das so nennen kann. Ich bin enttäuscht über den Verlauf des Studiums. Erhofft hatte ich mir wenigstens etwas Praxisbezug, wie beispielsweise Exkursionen oder mal kleinere Experimente. Stattdessen müssen wir jeden Tag ca. 20 Seiten Ausschnitte aus Fachbüchern lesen, was wirklich nicht besonders prickelnd ist, aber dennoch weiß ich, dass es nötig ist, um ein Grundverständnis zu erlangen. Ich geh auch nicht mehr so gerne mit Freunden weg, weil ich immer irgendwelche Sachen erledigen muss oder denke, wenn ich zulange wach bleibe, kann ich am nächsten Tag nicht mehr klar denken und lesen fällt dann schwer. Sicherlich liegt es auch an mir, denn ich könnte ja noch freie Wahlfächer belegen, um ein besseres Studium zu haben, doch irgendwie interessiere ich mich für nichts mehr. Selbst soziologische Themen finde ich nicht mehr prickelnd, da wir immer nur diese blöden Schachtelsätze durchkauen...
An die Bachelorarbeit mag ich jetzt noch gar nicht denken, da ich das Gefühl habe, dass ich bis jetzt noch gar kein Plan habe, wie ich die überhaupt machen soll....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,<br />
ich studiere Soziologie im 3. Semester in Berlin und mir geht es zwar nicht so schlecht, wie Lilly, aber irgendwie bin ich ganz schön &#8220;depressiv&#8221;, wenn man das so nennen kann. Ich bin enttäuscht über den Verlauf des Studiums. Erhofft hatte ich mir wenigstens etwas Praxisbezug, wie beispielsweise Exkursionen oder mal kleinere Experimente. Stattdessen müssen wir jeden Tag ca. 20 Seiten Ausschnitte aus Fachbüchern lesen, was wirklich nicht besonders prickelnd ist, aber dennoch weiß ich, dass es nötig ist, um ein Grundverständnis zu erlangen. Ich geh auch nicht mehr so gerne mit Freunden weg, weil ich immer irgendwelche Sachen erledigen muss oder denke, wenn ich zulange wach bleibe, kann ich am nächsten Tag nicht mehr klar denken und lesen fällt dann schwer. Sicherlich liegt es auch an mir, denn ich könnte ja noch freie Wahlfächer belegen, um ein besseres Studium zu haben, doch irgendwie interessiere ich mich für nichts mehr. Selbst soziologische Themen finde ich nicht mehr prickelnd, da wir immer nur diese blöden Schachtelsätze durchkauen&#8230;<br />
An die Bachelorarbeit mag ich jetzt noch gar nicht denken, da ich das Gefühl habe, dass ich bis jetzt noch gar kein Plan habe, wie ich die überhaupt machen soll&#8230;.</p>
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	<item>
		<title>Von: Nadine Preibisch</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/ich-habe-keine-hobbys-ich-studiere-auf-bachelor/comment-page-1#comment-2302</link>
		<dc:creator>Nadine Preibisch</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jan 2011 17:13:28 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Lilly, 

vielen Dank für den Einblick in Deine Erfahrungen mit dem Bachelor. Wie Du das Studium beschreibst, sollte es wahrlich nicht sein - Bleibt zu hoffen, dass Änderungen nicht mehr zu lange auf sich warten lassen. Studium soll das Leben bereichern, nicht kaputt machen.
Ich wünschen Dir viel Erfolg für die Bachelorarbeit und auch fürs zukünftige (Arbeits-)Leben,

Nadine</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Lilly, </p>
<p>vielen Dank für den Einblick in Deine Erfahrungen mit dem Bachelor. Wie Du das Studium beschreibst, sollte es wahrlich nicht sein &#8211; Bleibt zu hoffen, dass Änderungen nicht mehr zu lange auf sich warten lassen. Studium soll das Leben bereichern, nicht kaputt machen.<br />
Ich wünschen Dir viel Erfolg für die Bachelorarbeit und auch fürs zukünftige (Arbeits-)Leben,</p>
<p>Nadine</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Lilly</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/ich-habe-keine-hobbys-ich-studiere-auf-bachelor/comment-page-1#comment-2299</link>
		<dc:creator>Lilly</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jan 2011 20:10:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://medienblick-bonn.de/?p=4573#comment-2299</guid>
		<description>Hallo,
Ich bin Bachelor-Studentin in Potsdam und bin durch Zufall auf diese Seite geraten und was soll ich sagen? Sie sprechen mir aus dem Herzen!
Aber es ist nicht nur ein gefährliches Halbwissen das mich  mit meinem Studiengang jeden Tag mehr entzweit, sondern auch die Tatsache des Fachidioten. Man hat keine Zeit andere Kurse zu belegen, fächerübergreifend ist dies sowieso nicht mehr möglich. Mein Chemie-Studium würde ich gerne mit Kursen aus der Physik und Biologie vertiefen, aber das ist unmöglich. Und auch privat ist nur noch wenig machbar. Bevor ich zu studieren begann habe ich viel gelesen, angefangen Japanisch zu lernen, Klavir gespielt, war jedes Wochenende unterwegs. Das alles muss es ja gar nicht sein, aber eigentlich ist nichts davon geblieben. Seit drei Jahren spiele ich kein Klavir mehr, habe keine Vokabel mehr gelernt, im vergangenen Jahr habe ich wenn es hoch kommt zwei Romane gelesen und auch mit Freunden trifft man sich nur noch selber, jeder ist im gleichen Stress. Über das Abbrechen des Studiengangs denkt man dabei weniger nach als daran, wie lange Körper und Geist das Spiel noch mitspielen. 
Und das ist ein weiteres Problem, das er so erst seit Bachelor gibt: Medikamente, Beruhigungsmittel, Koffeintabletten, einige nehmen Drogen, die die Leistung des Gehirns verbessern sollen. Auch ich würde mich zumindest als koffeinabhängig bezeichnen.
Stress kommt auch durch das, was bei uns &quot;wegbrechen&quot; heißt. Wir haben mit etwas mehr wie 400 Mann begonnen, jetzt, kurz vor der Bachelorarbeit sind wir in unserem Jahrgang noch 13!!! Mit jeder Klausur sieht man die Studenten, die noch schlechter waren als man selber, scheitern. Selbst Studenten mit dem nc von 1,0 sind diesem Druck manchmal nicht gewahsen und hören lieber auf, bevor man sie &quot;rauswirft&quot;, aufgrund nicht bestandener Leistungen exmatrikuliert.
Auch bei mir ist es heute mal wieder so weit, die Klausur ist geschrieben, ein Glanzstück ist es nicht, bereits am Ende der Woche gibt es die Ergebnisse. Für mich heißt es: Bachelorarbeit oder Exmatrikulation.
Und der Druck ist enorm, so groß, das ich seit Weihnachten ein Mittel aus der Apotheke bekomme. Die Apothekerin sagte: Eigenartig, in letzter Zeit verkaufen wir das immer öfter...
Ich denke ich werde bestehen, werde im Sommer meinen Abschluss machen. Danach? Danach gehe ich in Kur! Meine Ärztin wollte sie mir schon öfter verschreiben. Das Studium hat mich geschwächt, geistig und körperlich, so viel wie in den letzten drei Jahren habe ich in meinem ganzen Leben nicht geweint. Das mag bei anderen ja anders sein, aber ich bitte euch, seht euch die heutigen Studenten doch mal genau an! Heute morgen bei der Klausur hätte man meinen können, es wäre ein internationales Zombietreffen: weiße Haut, rote Augen, umrandet von tiefschwarzen Rändern. Ich will gar nicht wissen, wie das auf dem Arbeitsmarkt laufen soll. Wir stehen zwar früher zur Verfügung, aber nur weil wir dann schon da sind, kann man uns noch lange nicht verarbeiten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,<br />
Ich bin Bachelor-Studentin in Potsdam und bin durch Zufall auf diese Seite geraten und was soll ich sagen? Sie sprechen mir aus dem Herzen!<br />
Aber es ist nicht nur ein gefährliches Halbwissen das mich  mit meinem Studiengang jeden Tag mehr entzweit, sondern auch die Tatsache des Fachidioten. Man hat keine Zeit andere Kurse zu belegen, fächerübergreifend ist dies sowieso nicht mehr möglich. Mein Chemie-Studium würde ich gerne mit Kursen aus der Physik und Biologie vertiefen, aber das ist unmöglich. Und auch privat ist nur noch wenig machbar. Bevor ich zu studieren begann habe ich viel gelesen, angefangen Japanisch zu lernen, Klavir gespielt, war jedes Wochenende unterwegs. Das alles muss es ja gar nicht sein, aber eigentlich ist nichts davon geblieben. Seit drei Jahren spiele ich kein Klavir mehr, habe keine Vokabel mehr gelernt, im vergangenen Jahr habe ich wenn es hoch kommt zwei Romane gelesen und auch mit Freunden trifft man sich nur noch selber, jeder ist im gleichen Stress. Über das Abbrechen des Studiengangs denkt man dabei weniger nach als daran, wie lange Körper und Geist das Spiel noch mitspielen.<br />
Und das ist ein weiteres Problem, das er so erst seit Bachelor gibt: Medikamente, Beruhigungsmittel, Koffeintabletten, einige nehmen Drogen, die die Leistung des Gehirns verbessern sollen. Auch ich würde mich zumindest als koffeinabhängig bezeichnen.<br />
Stress kommt auch durch das, was bei uns &#8220;wegbrechen&#8221; heißt. Wir haben mit etwas mehr wie 400 Mann begonnen, jetzt, kurz vor der Bachelorarbeit sind wir in unserem Jahrgang noch 13!!! Mit jeder Klausur sieht man die Studenten, die noch schlechter waren als man selber, scheitern. Selbst Studenten mit dem nc von 1,0 sind diesem Druck manchmal nicht gewahsen und hören lieber auf, bevor man sie &#8220;rauswirft&#8221;, aufgrund nicht bestandener Leistungen exmatrikuliert.<br />
Auch bei mir ist es heute mal wieder so weit, die Klausur ist geschrieben, ein Glanzstück ist es nicht, bereits am Ende der Woche gibt es die Ergebnisse. Für mich heißt es: Bachelorarbeit oder Exmatrikulation.<br />
Und der Druck ist enorm, so groß, das ich seit Weihnachten ein Mittel aus der Apotheke bekomme. Die Apothekerin sagte: Eigenartig, in letzter Zeit verkaufen wir das immer öfter&#8230;<br />
Ich denke ich werde bestehen, werde im Sommer meinen Abschluss machen. Danach? Danach gehe ich in Kur! Meine Ärztin wollte sie mir schon öfter verschreiben. Das Studium hat mich geschwächt, geistig und körperlich, so viel wie in den letzten drei Jahren habe ich in meinem ganzen Leben nicht geweint. Das mag bei anderen ja anders sein, aber ich bitte euch, seht euch die heutigen Studenten doch mal genau an! Heute morgen bei der Klausur hätte man meinen können, es wäre ein internationales Zombietreffen: weiße Haut, rote Augen, umrandet von tiefschwarzen Rändern. Ich will gar nicht wissen, wie das auf dem Arbeitsmarkt laufen soll. Wir stehen zwar früher zur Verfügung, aber nur weil wir dann schon da sind, kann man uns noch lange nicht verarbeiten.</p>
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