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Auf der Jagd nach dem verlorenen Cache

Die Schnitzeljagd – das wohl beliebteste Spiel auf Klassenfahrten. Das Prinzip ist ganz einfach: man nehme eine wertlose Kleinigkeit und verstecke sie hinter einem Baum oder wahlweise einem Stein. Mit ein paar Tipps, die den Suchenden in den Wahnsinn treiben, gelangt dieser an das Ziel seiner Träume. Dieses Spiel aus Kindertagen erfährt seit wenigen Jahren, in Form des sogenannten Geocaching, ein großes Revival unter Erwachsenen.

An trüben Sonntagen verkriechen sich die meisten Menschen am liebsten hinter dem Fernseher oder einem guten Buch. Doch Anderen ist das schlichtweg zu langweilig. Sie sind lieber auf den Straßen und in den Wäldern unseres Landes unterwegs um dort das moderne Abenteuer zu suchen. Sie sind auf der Jagd nach dem verlorenen Cache.

Mit GPS-Empfänger über Stock und Stein

Das Wort Geocaching hat seinen Ursprung im Griechischen und Englischen. “Geo” bedeutet soviel wie Erde und ein “cache” ist ein geheimes Lager. Die geheimen Lager in der Erde werden nicht wie früher mithilfe von irreführenden Tipps gefunden, sondern durch handfeste GPS-Koordinaten. Die Koordinaten werden über ein Handy oder durch einen GPS-Empfänger ermittelt und im Internet veröffentlicht. Anschließend können sie dann wieder mit Hilfe eines GPS-fähigen Empfängers gesucht werden.

Der Geocache, auch kurz Cache genannt, ist das ursächliche Ziel der Suche. Ein Cache ist ein kleiner, meist wasserdichter Behälter. Darin befindet sich ein Logbuch und ein Tauschgegenstand.  Doch kein Spiel kommt ohne Regeln aus und so ist es auch bei der digitalen Schnitzeljagd. Übersteigt der Wert des entnommenen Gegenstandes den des Hinterlassenen, so wird dies als Downtrading bezeichnet. Der Downtrade ist in Geocacher-Kreisen verpönt. Es gilt der Grundsatz “Trade up, trade equal or don’t trade”.

Der Fantasie sind bei diesem Spiel fast keine Grenzen gesetzt – aber eben nur fast. Was wenn ein Kind den Cache findet oder er erst nach mehreren Wochen gefunden wird? Caches sollten keine verderblichen Gegenstände wie Lebensmittel oder Objekte enthalten, die nicht jugendfrei sind. Aber auch zeitlich begrenzte Artikel, wie Gutscheine, sind ungeeigenet als Inhalt eines Caches.

“Nimm Zeugs heraus und hinterlasse Zeugs”

Bereits Mitte der 1990er Jahre , mit Entwicklung der GPS-Technologie, wurde Geocaching in frühen Formen betrieben. Das Spiel in der heutigen Form initiierte der US-Amerikaner Dave Ulmer, damals unter dem Namen “The great American GPS Stash Hunt”. Er wollte ein weltweites Spiel starten, bei dem man an besonderen Orten Behälter mit Tauschobjekten und einem Logbuch versteckt. Als Regeln formulierte er „Get some Stuff, Leave some Stuff“ – „Nimm Zeugs heraus, hinterlasse Zeugs“. Aus dieser fixen idee wurde ein weltweiter Hype mit mehr als 900.000 aktivierten Caches.

Auf Internetseiten wie http://www.geocaching.de/ oder http://www.geocaching.com/ treffen sich Geocacher aus Deutschland und der ganzen Welt um Ihre Caches einzutragen und sich Koordinaten auszutauschen.  Überall in unserer Umwelt können sich Caches verstecken. Egal ob an der Bushaltestelle oder neben dem Fußballfeld des Heimatvereins- man muss sie nur finden. Wie Indiana Jones im Alltag kann man sich bei dieser Freizeitbeschäftigung fühlen, ohne jedoch sein Leben aufs Spiel setzen zu müssen.

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