Einige der Exponate der aktuellen Ausstellung “Klangbilder” der Bonner MedienwissenschaftlerInnen sind abhanden gekommen. Von Tätern und Opfern fehlt bislang jede Spur. Gegen weitere Diebstähle sichert man sich nun ab.
Die Ausstellung „Klangbilder“ im Obergeschoss der alten Sternwarte in Bonn lebt von seiner Gesamtheit. Die einzelnen Werke werden umso interessanter, wenn man sich die Lösungs- und Darstellungsansätze der jeweiligen KünstlerInnen im Vergleich ansieht, die ihre Themen mit ganz anders akustisch darstellen. Insgesamt erscheinen dann die Semesterarbeiten des Masterkurses “Klangbilder” als Einheit. Deshalb wurden sie zusammen im zweiten Obergeschoss der alten Sternwarte „im Kreis“ ausgestellt: als geschlossenes, rundes Werk.
“Störe meine Kreise nicht”
Solange, bis es auseinander gerissen wurde: Fünf Exponate sind geklaut worden. Hierbei handelt es sich eigentlich um unspektakuläre iPod-Imitate: das Clip-Modell, das vorzugsweise zum Sporttreiben verwendet wird. Welche Dreistigkeit auch immer die Diebe dazu getrieben hat, sie erfüllt die Veranstalter mit herber Enttäuschung. Diese offene, freundliche Atmosphäre in diesem so interessanten alten Gebäude derart mit Füßen zu treten und das Vertrauen derer zu missbrauchen, die ihre Arbeit Kulturinteressierten gerne zur Verfügung stellen möchten, ist einfach skrupellos.
Die Diebe werden dazu aufgefordert, die Geräte ungesehen in eines der Mitarbeiterfächer zu werfen.
Die Klangbilder-Ausstellung wird von einer Webcam überwacht fortgeführt und lädt weiterhin alle Besucher ein, in eine Welt voller klanglicher Vielfalt und interessanter akustischer Geschichten einzutauchen. Trotz des faden Beigeschmacks des Diebstahls.
