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	<title>MEDIENBLICK BONN &#187; Soziale Netzwerke</title>
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		<title>Social Networks für Haustiere?!</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 20:33:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadine Fitzke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: center"></p>
<p style="text-align: justify">In den Weiten des Internets findet man social networks für so ziemlich jede Berufsgruppe oder Lebenseinstellung. So gibt es Plattformen für Architekten, Sportler oder Veganer, ganz abgesehen von den „alten Hasen“ Facebook und StudiVZ. Da ist es fast die logische Konsequenz, dass social networks für Haustiere nicht lange auf sich warten <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/social-networks-fur-haustiere">Social Networks für Haustiere?!</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><a rel="attachment wp-att-16790" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/social-networks-fur-haustiere/attachment/neues-bild"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/social-networks-fur-haustiere"><img class="size-full wp-image-16790 aligncenter" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/11/Neues-Bild.jpg" alt="" width="448" height="254" /></a></a></p>
<p style="text-align: justify"><strong>In den Weiten des Internets findet man social networks </strong><strong>für so ziemlich jede Berufsgruppe oder Lebenseinstellung. So gibt es Plattformen für <a href="http://www.architizer.com/" target="_blank">Architekten</a>, <a href="http://www.dailymile.com/" target="_blank">Sportler</a> oder <a href="http://www.veganpassions.com/" target="_blank">Veganer</a>, ganz abgesehen von den „alten Hasen“ <a href="http://www.facebook.com/">Facebook</a> und <a href="http://www.studivz.net/">StudiVZ</a>. Da ist es fast die logische Konsequenz, dass social networks für Haustiere nicht lange auf sich warten lassen.</strong></p>
<p><span id="more-16789"></span></p>
<p style="text-align: justify">Sinn und Unsinn so mancher sozialer Plattform mag dahingestellt sein. Doch musste es wirklich so weit kommen, dass jetzt sogar Haustiere (respektive ihre Frauchen und Herrchen) auf Seiten wie <a href="http://mysocialpetwork.com/" target="_blank">My Social Petwork</a> oder <a href="petbook.org">Petbook</a> munter drauflos posten können? Oder erscheint das nur mir etwas fremd? Anfangs habe ich wirklich versucht, die ganze Sache zu ignorieren. Doch als eine Freundin ein Facebook-Profil für ihre Katze anlegte, habe ich dann doch angefangen, mich mit der Frage zu beschäftigen, wie weit die Liebe zum Haustier eigentlich gehen sollte. Meine Recherche hat mich überrascht: 800 Millionen aktive Nutzer hat Facebook zurzeit, und bereits jedes zehnte Haustier hat sein eigenes Profil. Während Facebook-Profile für Hund, Katze und Maus jedoch etwas seltsam anmuten und es sogar noch seltsamer ist, anzugeben, mit eben diesem Tier in einer Beziehung zu sein, so können sich Tierbesitzer auf den social petworks ganz frei unter Ihresgleichen bewegen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Wau“ statt „Like“</strong></p>
<p style="text-align: justify">My Social Petwork und Konsorten funktionieren ganz ähnlich wie Facebook. Man lädt Fotos und Videos hoch, findet Freunde und schließt sich in Gruppen zusammen. Erste Unterschiede lassen sich jedoch auch schnell festellen. Statt „anstupsen“ gibt es „Kraulen“, ein „Wau“, unabhängig von der Tierart, löst das „Like“ ab. Und obwohl die Statusmeldungen auf den ersten Blick ein wenig befremdlich wirken, ist auch hier das Prinzip genauso wie bei Facebook. Schon nach kurzer Zeit wird jedoch ziemlich deutlich, dass alle Nutzer ihre Haustier-Rolle sehr ernst nehmen und auch richtig ausfüllen. „Wir Tiere haben vielleicht keinen Verstand und keine Sprache, doch wir haben Gefühle, ein Herz, und eine Seele!“, diese Statusmeldung konnte ich unter einem Bericht über <a href="http://mysocialpetwork.com/blog/grausam-kaninchenmoerder-im-raum-muenchen" target="_blank">Kaninchenmörder in München</a> lesen.</p>
<p style="text-align: center"><a rel="attachment wp-att-16791" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/social-networks-fur-haustiere/attachment/neues-bild-1"><img class="size-full wp-image-16791 aligncenter" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/11/Neues-Bild-1.jpg" alt="" width="435" height="336" /></a></p>
<p style="text-align: justify"><strong>“Woof! Ruff&#8230;Grrrr. Sorry &#8211; had to clear my throat.”</strong></p>
<p style="text-align: justify">Ich bin mir sicher, dass diese Entwicklung nicht nur bei mir Kopfschütteln hervorruft. Dennoch findet Social Media-Experte <a href="http://stedavies.com/page/2/">Steve Davies</a> das alles wenig überraschend oder gar seltsam. „Social networking spielt eine immer wichtigere Rolle in unseren Leben und somit ist es klar, dass wir auch unsere Haustiere daran teilhaben lassen wollen“, sagt Davies. Da wir Menschen nun mal dazu neigen, Haustiere als Familienmitglieder oder Beziehungsersatz anzusehen, ist es von dort aus nur ein kleiner Schritt, den Tieren richtige Persönlichkeiten, Gedanken und Gefühle zuzuschreiben, erklärt Davies. Ungewöhnliche Tierliebe gab es schon immer: Frauchen, die ihren Katzen Pullover stricken oder Herrchen, die ihrem Hund das Fressen selber kochen. Und wenn diese Tier-Verliebtheit im eigenen Familien-und Freundeskreis nicht geteilt wird, ist der Online-Austausch eine willkommene Abwechslung. Und als ich schließlich entdecke, dass Mark Zuckerbergs Hund <a href="https://www.facebook.com/beast.the.dog">Beast</a> ebenfalls eine eigene Online-Persönlichkeit mit ansehnlicher Berühmtheit geworden ist, wundert mich gar nichts mehr. Und irgendwie ist Beast sogar richtig unterhaltsam und witzig.</p>
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		<title>Etwas mehr Professionalität bitte!</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 14:22:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>danielkopp</dc:creator>
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		<category><![CDATA[November 2011: Cyberia]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Gerd Altmann / pixelio.de</p>
<p style="text-align: justify;">LinkedIn und XING sind sogenannte Business-Netzwerke. Das soll soviel bedeuten wie strikte Trennung des Beruflichen vom Privaten. Ob sie dieses Versprechen halten? Und welche Rolle spielt Facebook in dieser Branche?</p>
<p style="text-align: justify;">Der Werbespruch beim Betreten des sozialen Business-Netzwerks XING lautet „Für Privates gibt’s Facebook, für Berufliches gibt’s XING!“. Daran <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/etwas-mehr-professionalitat-bitte">Etwas mehr Professionalität bitte!</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_16543" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-16543" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/etwas-mehr-professionalitat-bitte/attachment/543479_r_k_b_by_gerd-altmann_pixelio-de"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/etwas-mehr-professionalitat-bitte"><img class="size-medium wp-image-16543" title="543479_R_K_B_by_Gerd Altmann_pixelio.de" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/543479_R_K_B_by_Gerd-Altmann_pixelio.de_-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></a><p class="wp-caption-text">Gerd Altmann / pixelio.de</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>LinkedIn und XING sind sogenannte Business-Netzwerke. Das soll soviel bedeuten wie strikte Trennung des Beruflichen vom Privaten. Ob sie dieses Versprechen halten? Und welche Rolle spielt Facebook in dieser Branche?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-16534"></span>Der Werbespruch beim Betreten des sozialen Business-Netzwerks XING lautet „Für Privates gibt’s Facebook, für Berufliches gibt’s XING!“. Daran lässt sich gut ablesen, was das Alleinstellungsmerkmal der Business-Netzwerke sein soll: Die Trennung von Beruflichem und Privatem. XING nennt sich auch „Das professionelle Netzwerk“. Während also Facebook den Nutzern eine Plattform für mehr oder weniger privaten Austausch bietet, verschreiben sich <a href="https://www.linkedin.com/" target="_blank">LinkedIn</a> und <a href="http://fbx.xing.com/?dpt=makhh&amp;ttp=sem&amp;plf=goo&amp;xtr=de11&amp;pid=brte" target="_blank">XING</a> dem Pflegen und Erweitern von beruflichen Kontakten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Es klappt</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Kurz zur Geschichte der beiden Netzwerke: XING wird 2003 vom Deutschen Lars Hinrichs unter dem Namen OpenBC gegründet, durchbricht 2006 erstmals die magische eine Million-Mitglieder-Grenze und wird im selben Jahr in XING umbenannt. Der Name bedeutet zum einen „Es klappt“ auf Chinesisch und ist in den USA die Abkürzung für „Crossing“, in übertragener Bedeutung „sich treffen“. Heute zählt es ca. elf Millionen Mitglieder, ungefähr fünf Millionen davon in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz). Damit ist es das meistbenutzte Business-Netzwerk in Deutschland.</p>
<p style="text-align: justify;">
Konkurrenz bekam Xing 2009 durch die deutschsprachige Version des Business Netzwerke-Goliaths LinkedIn. Das ebenfalls seit 2003 verfügbare Netzwerk ist weltweiter Branchenführer der beruflichen Netzwerke mit mittlerweile 120 Millionen Mitgliedern, davon circa zwei Millionen in der DACH-Region. Tendenz steigend.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir sind professionell</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Frage ist nun, inwiefern sich dieser Anspruch der Professionalität auf das Design auswirkt. Erste Differenzen lassen sich bereits bei der Registrierung erkennen. Die Netzwerke bitten um Angabe des Arbeitgebers und der Branche, in der man tätig ist. Zudem werden eine kostenlose und eine Premiumversion angeboten, in vollem Umfang sind die Netzwerke erst in letzterer nutzbar. Nach dem ersten Einloggen wird vorgeschlagen, das eigene Profil durch ein, natürlich professionelles, Foto und eine Vita zu ergänzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Daraufhin werden lohnenswerte Kontakte vorgeschlagen, mit denen man sich ein eigenes Netzwerk im Gesamtnetzwerk aufbaut. In diesem ist dann Austausch von fachspezifischem Wissen, Akquise neuer Kunden bzw. Bewerbung auf einen Job möglich. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die „Einladen“-Funktion, um sein eigenes Netzwerk durch nicht registrierte Kollegen zu erweitern.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Kontaktnetzwerke macht XING durch Anwendung des „Kleine-Welt-Phänomens“ transparent. So kann man erkennen, um wie viele und welche Ecken man jemanden kennt, die Zahl übersteigt selten fünf. Ein markantes Unterscheidungskriterium zu z.B. Facebook ist die Möglichkeit, einen kostenpflichtigen Premiumaccount zu erwerben, der je nach Laufzeit bei XING zwischen fünf und sieben Euro im Monat liegt. Dieser räumt dem Nutzer weitere Funktionen ein, wie Nachrichten an Nicht-Kontakte zu versenden oder die Besucher des eigenen Profils zu sehen. Also zahlt man hier eigentlich mehr oder weniger für Basisfunktionen, ganz klar ein anderes Geschäftsmodell als das von Facebook.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Verschwimmende Grenzen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Trotz dieser offensichtlichen Unterschiede zwischen „privaten“ und „beruflichen“ sozialen Netzwerken scheinen sich die beiden Konzepte einander anzunähern. So implementierte Facebook zuletzt <a href="http://www.computerwoche.de/netzwerke/web/2493064/index9.html" target="_blank">Apps</a>, die z.B. die Einladungsfunktion kopieren und die Trennung von Beruflichem und Privatem herstellen sollen. XING ermöglicht es den Nutzern mittlerweile, private Daten zu speichern und damit das Umschalten zwischen „privatem“ und „geschäftlichem“ Profil.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Tendenz, dass nun drei Plattformen um die Gunst der onlineaffinen Arbeitnehmer und Arbeitgeber werben, führt dazu, dass die Alleinstellungsmerkmale der einzelnen Netzwerke verloren geht. Man kann bezweifeln, dass dies eine positive Entwicklung ist.</p>
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		<title>Leben im Netz</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 15:37:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verena Jungbluth</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Symbolbild für die Vernetzung der Welt; Kölner Kinder stehen um die Erdkugel im Odysseum in Köln (Quelle: dpa)</p>
<p style="text-align: center;">  </p>
<p style="text-align: justify;">Die Menschen schaffen sich heute eine neue, eine digitale Welt. Ein großer Teil der Kommunikation und des sozialen Lebens verlagert sich ins Internet. </p>
<p></p>
<p style="text-align: justify;">Nahezu die gesamte menschliche Kommunikation findet <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/leben-im-netz">Leben im Netz</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_16733" class="wp-caption aligncenter" style="width: 374px"><a rel="attachment wp-att-16733" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/leben-im-netz/attachment/koelner-schulkinder-stehen-um-erdkugel-im-odysseum-in-koeln"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/leben-im-netz"><img class="size-full wp-image-16733 " title="koelner schulkinder stehen um erdkugel im odysseum in koeln" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/11/1.jpg" alt="" width="364" height="204" /></a></a><p class="wp-caption-text">Symbolbild für die Vernetzung der Welt; Kölner Kinder stehen um die Erdkugel im Odysseum in Köln (Quelle: dpa)</p></div>
<p style="text-align: center;"><strong> </strong><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Menschen schaffen s</strong><strong>ich heute eine neue, eine digitale W</strong><strong>elt. Ein großer Teil der Kommunikation und des sozialen Lebens verlagert sich ins Internet. </strong></p>
<p><span id="more-16732"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Nahezu die gesamte menschliche Kommunikation findet heute auf einer globalen Ebene und ohne die Abhängigkeit von Zeit und Raum statt. Durch die Vernetzung des Internets ist es möglich, nahezu überall, zu jeder Zeit miteinander zu kommunizieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Alle sind jederzeit erreichbar. Schnelllebigkeit und Gleichzeitigkeit bestimmen den Alltag. Kommunikation heute ist multimedial und digital. Das klassische Sender- Empfänger- Modell fällt weg. Auf der Basis des Web 2.0s wird nahezu jeder Rezipient zum aktiven Produzenten. Dr. Axel Bruns prägt den Begriff &#8220;Produsage&#8221; und bezeichnet so die Vermischung von &#8220;Produzent&#8221; (&#8220;producer&#8221;) und &#8220;Nutzer/Rezipient&#8221; (&#8220;user&#8221;). Fast der gesamte Inhalt des Internets wird von den Nutzern und für die Nutzer gestaltet; User-generated-content heißt das in der Fachsprache.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Alle sind gleich</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die sogenannte Computer mediated communication (CMC), die Kommunikation, die auf der Basis eines Computers stattfindet, verändert die Art und Weise der Kommunikation. Das Persönliche, Augenkontakt, Mimik und Gestik fallen weg. Dadurch können Vorurteile verschwinden, weil auf den ersten Blick alle gleich sind. Der Nachteil ist, dass die Kommunikation kühler und weniger emotional wird bzw. werden kann. Negative Inhalte, wie z.B. eine Kündigung sind leichter zu vermitteln, wenn man den Menschen nicht persönlich trifft.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_16734" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a rel="attachment wp-att-16734" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/leben-im-netz/attachment/zwei-teenager-mit-laptop"><img class="size-full wp-image-16734" title="zwei teenager mit laptop" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/11/2.jpg" alt="" width="290" height="163" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Zwei Teenager vor Laptop (Quelle: mev)</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Vor allem die Nutzung der sozialen Netzwerke ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Nachrichten schreiben, chatten, sich verabreden, neue Freunde finden. Die Nutzer haben reale und digitale Freunde im Internet. Man trifft sich, stellt seine Urlaubsphotos online oder verlinkt sein aktuelles Lieblingslied. Durch die Smartphones sind auch die Sozialen Netzwerke fast überall nutzbar. Ein großer Teil der Kommunikation, gerade unter den jungen Leuten, spielt sich heute in den sozialen Netzwerken ab.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch emotional ist das Internet mittlerweile ein wichtiger Marktplatz geworden: Bandelte man früher in der Schule, der Kneipe oder der Diskothek an, gibt es heute immer mehr Dating-Plattformen im Internet mit Millionen angemeldeten Usern. Diese gehen von seriösen Partnerschaftsseiten, auf denen man die Frau/den Mann fürs Leben sucht, bis zu Dating-Seiten, deren Name und Zweck an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig lässt: &#8220;Casual Dating&#8221; genannt.</p>
<p style="text-align: justify;">Was bewegt Menschen, bei solchen Plattformen mitzumachen? Wer sind die Macher hinter den Websites, wie verdienen diese bei oft kostenfreien Zugängen Geld? Wer sind die User – überwiegend Männer – oder nutzt auch &#8220;Frau&#8221; die anonyme Freiheit des Netzes?</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_16734" class="wp-caption alignright" style="width: 300px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a rel="attachment wp-att-16734" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/leben-im-netz/attachment/zwei-teenager-mit-laptop"><img class="size-full wp-image-16734" title="zwei teenager mit laptop" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/11/2.jpg" alt="" width="290" height="163" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Symbolbild Liebe, Herz auf einer Computertastatur (Quelle: colourbox)</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sex sells</strong></p>
<p style="text-align: justify;">– auch im Internet ist Zwischenmenschliches eine starke Triebfeder für die eigenen Online-Aktivitäten. Mit nur wenigen Klicks ist frei für alle zugänglich, was früher nur unter der Ladentheke schmuddeliger Geschäfte im Bahnhofsviertel verkauft wurde. Die Pornoindustrie setzt in Deutschland jährlich schätzungsweise alleine 800 Millionen Euro in der DVD Produktion um und ist damit einer der wirtschaftsstärksten Zweige überhaupt. Weltweit werden rund 20 Milliarden Dollar erwirtschaftet.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch damit nicht genug. Es erschließen sich immer mehr Märkte. Die Handypornografie ist auf dem Vormarsch. Allein für Deutschland wurden für das Jahr 2009 Umsätze von 2 Milliarden Euro prognostiziert.</p>
<p style="text-align: justify;">Ursachen für die stetige Steigerung der Bedeutung von Sex und Erotik ist auch das Internet. Allein mit der Suchmaschine &#8220;Google&#8221; finden sich unter dem Stichwort &#8220;Sex&#8221; 375 Millionen Links. Die neue Dimension des Mediums Internet ist die Interaktion. Pornografie wird nicht mehr nur passiv konsumiert, sondern auch aktiv produziert. Ein gutes Beispiel dafür ist das Internetportal &#8220;Youporn.com&#8221;. Der Provider ist auf Platz zehn der weltweit meist besuchten Internetseiten. Es gibt keine Sicherheitsbeschränkungen, so dass praktisch jeder User, ob Kind oder Erwachsener, problemlos Videos anschauen und hochladen kann.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_16736" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a rel="attachment wp-att-16736" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/leben-im-netz/attachment/glasstein-auf-facebook-startseite"><img class="size-full wp-image-16736" title="glasstein auf facebook-startseite" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/11/4.jpg" alt="" width="290" height="163" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Glasstein auf Facesbook-Startseite (Quelle: dpa)</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Digitale Identität</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Menschen generieren sich im Internet eine oder mehrere Identitäten. Es ist möglich, sich eine Parallelwelt zu erschaffen. Sie bauen sich ein neues Profil mit gesellschaftlich anerkannten Merkmalen auf. Aspekte des Aussehens oder Charakters, die gesellschaftlich nicht so anerkannt oder &#8220;in&#8221; sind, treten in den Hintergrund und werden verdrängt. Auf der anderen Seite können Attribute hinzugefügt werden, die real nicht existieren, aber gewünscht werden. Das Web 2.0 ermöglicht den Menschen, sich ein ideales Ich zu schaffen.</p>
<p style="text-align: justify;">
Der Zeitvertreib mit den verschiedensten Internetseiten, Computerspielen oder digitalen Versandhäusern ist groß. Viele Menschen, durch alle Generationen hinweg, verbringen täglich viele Stunden im Internet. Bei manchen besteht die Gefahr, dass aus dem Zeitvertreib eine Sucht wird. Heute gibt es bereits Kliniken, die auf Onlinesucht spezialisiert sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Was hat das &#8220;zweite, das digitale Leben&#8221; für Folgen für die Psyche der Menschen? Welche Konsequenzen gibt es für die tagtägliche, persönliche Kommunikation im Alltag? Wie verändern sich soziale Werte, soziale Kompetenzen und der zwischenmenschliche Umgang?</p>
<p style="text-align: justify;">Besteht die Gefahr, dass sich Menschen, die das Gefühl haben in der &#8220;realen Gesellschaft&#8221; nicht anerkannt zu sein, in die reale Welt und in das reale Ich zu flüchten und sich darin zu verlieren?</p>
<p><a href="https://twitter.com/share" class="twitter-share-button" data-count="none" data-via="MedienblickBonn" data-lang="de">Twittern</a><script type="text/javascript" src="//platform.twitter.com/widgets.js"></script></p>
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		<title>Die Fama in uns: Von Gerüchten und Cybermobbing</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/durchblick/die-fama-in-uns-von-geruchten-und-cybermobbing-2</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 09:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lili</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Sie entstehen täglich auf der ganzen Welt und fast jeder hat mal eins verbreitet. Nicht selten dominieren sie außerdem die Medienberichterstattung: Gerüchte. Egal ob in der Schule, in der Politik, am Arbeitsplatz oder auf dem Campus, sie kursieren überall. Wie ein Fluch lasten sie oft auf unseren Gesprächsinhalten. </p>
<p style="text-align: justify;">Mal passiert es absichtlich, <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/die-fama-in-uns-von-geruchten-und-cybermobbing-2">Die Fama in uns: Von Gerüchten und Cybermobbing</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-16390" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/die-fama-in-uns-von-geruchten-und-cybermobbing-2/attachment/cyber-mobbing-opfer"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/die-fama-in-uns-von-geruchten-und-cybermobbing-2"><img class="size-full wp-image-16390 aligncenter" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/Cyber-Mobbing-Opfer.jpg" alt="" width="200" height="291" /></a></a><strong>Sie entstehen täglich auf der ganzen Welt und fast jeder hat mal eins verbreitet. Nicht selten dominieren sie außerdem die Medienberichterstattung: Gerüchte. Egal ob in der Schule, in der Politik, am Arbeitsplatz oder auf dem Campus, sie kursieren überall. Wie ein Fluch lasten sie oft auf unseren Gesprächsinhalten. <span id="more-16182"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mal passiert es absichtlich, mal unbewusst. Ohne den Wahrheitsgehalt überprüft zu haben, geben wir Informationen oft selbstverständlich weiter. Gerüchte sind schwer zu steuern. Wird einmal eins in die Welt gesetzt, so verbreitet es sich schnell. Manche verschwinden, doch einige können folgenreiche Konsequenzen auslösen. Massenmedien spielen dabei eine erhebliche Rolle, denn sie erreichen ein großes Publikum. Welche Auswirkungen sie haben können, wissen viele oft nicht. Und so werden falsche Inhalte ohne große Bedenken weitergegeben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fama</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Gerücht gab es bereits vor der Zeit der Massen- und Klatschmedien, als es noch per Mundpropaganda weitergegeben wurde. In der Antike wird <a href="http://www.sagengestalten.de/lex/grie_roem_F.html" target="_blank">Göttin Fama</a> zum personifizierten Gerücht. Fama hat tausende aufmerksame Augen und Ohren, sie schläft nie, ist immer wachsam und trägt alles was sie aufschnappt weiter. Und der Geist der Fama befindet sich scheinbar immer noch unter uns. Wir hungern nach Informationen und schlingen sie ins uns hinein. Überprüfung des Wahrheitsgehaltes? Keine Zeit, denn das nächste Gerücht überrollt uns schon.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Gerücht im Web</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In Zeiten der sozialen Medien erhält das Gerücht eine neue und noch unberechenbarere Form. Die Art und Weise, wie es in Umlauf gebracht wird, verändert sich. Durch das Internet und vor allem die neuen Medien lassen sich Gerüchte viel schneller verbreiten. Sie haben sich in die digitale Welt verlagert, mit schwerwiegenderen Konsequenzen für die Opfer. Mit einem Mausklick kann eine falsche Information an viele Menschen gleichzeitig kommuniziert werden. Das Web 2.0 hat sich schon längst zu einer Gerüchteküche entwickelt und zu einem Nährboden für die Entstehung falscher Inhalte. Die Möglichkeit der Anonymität im Netz senkt die Hemmschwelle.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Cybermobbing</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_16453" class="wp-caption aligncenter" style="width: 221px;">
<dt class="wp-caption-dt"><strong><a rel="attachment wp-att-16453" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/die-fama-in-uns-von-geruchten-und-cybermobbing-2/attachment/483880_r_k_b_by_gerd-altmann_pixelio-de"><img class="size-medium wp-image-16453" title="483880_R_K_B_by_Gerd Altmann_pixelio.de" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/483880_R_K_B_by_Gerd-Altmann_pixelio.de_-211x300.jpg" alt="" width="211" height="300" /></a></strong></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Bild: Gerd Altmann, www.pixelio.de</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Aus dieser hemmungslosen und raschen Verbreitung von Gerüchten resultiert das Cybermobbing. Darunter versteht man absichtliches Beleidigen und Bloßstellen anderer mit Hilfe moderner Kommunikationstechniken. Auch Gewaltandrohungen sind nicht selten. Der Begriff Mobbing stammt ursprünglich aus der Tierwelt und wurde vom Verhaltensforscher <a href="http://www.dieterwunderlich.de/Konrad_Lorenz.htm" target="_blank">Konrad Lorenz</a> geprägt. Damit beschreibt er die Angriffe von Tieren auf einen Fressfeind und andere überlegene Gegner. Heute taucht Mobbing insbesondere im Zusammenhang mit der digitalen Welt immer öfters auf. Beim modernen Mobbing werden neue Techniken, wie Soziale Netzwerke, Handys, Instant Messaging (z.B. ICQ) oder E- Mails, eingesetzt. Die Kommunikation wird im Internet beschleunigt und auch das Mobbing kennt keine Grenzen mehr. Demütigende Fotos oder Videos können hochgeladen und veröffentlich werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mobbing in den eigenen vier Wänden</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Konnte man früher von den Mobbingattacken auf dem Pausenhof nach Hause flüchten, so ist man heute nicht mal mehr in seinen privaten Räumen geschützt. Orts- oder Arbeitsplatzwechsel ist oft zwecklos. Mobbing rund um die Uhr, das ist die besondere Eigenschaft von Cybermobbing. Ein großer Teil unseres Lebens hat sich in die digitale Welt übertragen, soziale Netzwerke haben sich zu einem neuen sozialen und öffentlichen Raum und Ort der Interaktion entwickelt, hier findet ein großer Teil der Kommunikation statt. Soziale Interaktionen aus dem realen Leben übertragen sich auf Internet- Plattformen. Bedrohungen und Beleidigungen machen hier nicht Halt, im Gegenteil. Die Konflikte finden nicht mehr nur unter einer bestimmten Anzahl von Personen oder innerhalb einer sozialen Gruppe statt. Längst kann eine breite Öffentlichkeit Einblick in privat geteilte Inhalte erhalten, die Opfer müssen sich der Häme einer größeren Masse stellen. Sie sind den Attacken hilflos ausgesetzt. Werden Inhalte im Internet einmal veröffentlich und geteilt, so lassen sie sich schwer wieder löschen, denn sie können kopiert  und weiter verteilt werden. Ein tragisches Beispiel dafür biete die Geschichte der <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-79652690.html">Familie Bögerl</a>.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Kehrseite der neuen Kommunikationsmittel</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_16455" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><strong><a rel="attachment wp-att-16455" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/die-fama-in-uns-von-geruchten-und-cybermobbing-2/attachment/477153_r_by_erich-westendarp_pixelio-de"><img class="size-medium wp-image-16455" title="477153_R_by_Erich Westendarp_pixelio.de" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/477153_R_by_Erich-Westendarp_pixelio.de_-300x243.jpg" alt="" width="300" height="243" /></a></strong></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Bild: Erich Westendarp, www.pixelio.de</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Attacken und Diffamierung im Web sind etwas Alltägliches geworden. Das Ausmaß ist viel größer als beim direkten Mobbing. Da keine direkte Reaktion auf die Attacken folgt, ist es schwer für Täter ihre Grenzen zu erkennen. Gerüchte gab es schon immer. Jedoch waren sie nach einer Zeit oft schnell wieder vergessen. Das ist heute nicht mehr möglich. Das Internet vergisst nicht. Es ist die andere Seite der Goldmedaille der neuen Kommunikationsmittel. Nicht nur im Straßenverkehr, auch in der digitalen Welt sollte es heißen: Vorbeugend surfen. Erst denken und dann teilen oder kommentieren. Die Internetplattformen sind kein Ventil für Aggressionen und Wut. Schon am nächsten Tag könnte man seine digitale Rache bereits bereuen.<br />
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		<title>Statussymbol Freundschaft</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 09:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kerstin Siegburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Durchblick]]></category>
		<category><![CDATA[November 2011: Cyberia]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Freunde]]></category>
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		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p></p>
<p class="wp-caption-text">Gerd Altmann  / pixelio.de</p>
<p></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Wie verändern sich unsere Freundschaften durch soziale Netzwerke? Sind Freunde aus dem richtigen Leben wertvoller als Freundschaften auf Facebook? Oder lassen sich Offline- und Onlinebeziehungen nicht so einfach trennen? </p>
<p>Über 750 Millionen Menschen weltweit haben einen eigenen Facebook Account und teilen persönliche Statusmeldungen, <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/statussymbol-freundschaft">Statussymbol Freundschaft</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_16560" class="wp-caption aligncenter" style="width: 376px"><a rel="attachment wp-att-16560" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/statussymbol-freundschaft/attachment/545086_r_k_b_by_gerd-altmann_pixelio-de"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/statussymbol-freundschaft"><img class="size-medium wp-image-16560" title="545086_R_K_B_by_Gerd Altmann_pixelio.de" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/545086_R_K_B_by_Gerd-Altmann_pixelio.de_-300x212.jpg" alt="" width="366" height="258" /></a></a><p class="wp-caption-text">Gerd Altmann  / pixelio.de</p></div>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Wie verändern sich unsere Freundschaften durch soziale Netzwerke? Sind Freunde aus dem richtigen Leben wertvoller als Freundschaften auf Facebook? Oder lassen sich Offline- und Onlinebeziehungen nicht so einfach trennen?</strong><strong> </strong></p>
<p><span id="more-16551"></span>Über 750 Millionen Menschen weltweit haben einen eigenen Facebook Account und teilen persönliche Statusmeldungen, Bilder, Videos und Interessen mit Freunden. Viele Benutzer haben gleich hunderte von Freunden. Dabei stellt sich die Frage nach der Bedeutung des Wortes „Freund“. Eine Gruppe aus einem anderen sozialen Netzwerk, <a href="http://www.studivz.net/Default" target="_blank">studiVZ</a>, bringt die Frage auf den Punkt:<br />
„Wird der Begriff Freundschaft durch das studiVZ sinnentleert?“ Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass das englische Wort „friends“ anders als das deutsche Wort „Freunde“ im Sprachgebrauch auch für eine flüchtige Bekanntschaft verwendet wird.</p>
<p><strong>Wa(h)re Freunde</strong></p>
<p>Thomas Wanhoff beschäftigt sich in seinem Buch <a href="http://www.springer.com/spektrum+akademischer+verlag/spektrum-sachb%C3%BCcher/book/978-3-8274-2783-0?changeHeader">„Wa(h)re Freunde“</a> mit der Frage, wie sich unsere Beziehungen durch soziale Netzwerke verändern. Er beschreibt eine neue, virtuelle, Währung: Das Profil. Nicht die Informationen, die wir durch Facebook über unsere Hobbys und Vorlieben erhalten stehen im Vordergrund, sondern Personen. Facebook, wie alle anderen sozialen Netzwerke natürlich auch, bietet eine Plattform um sich zu präsentieren. Und das nicht zwingend so, wie wir wirklich sind. Jeder kann sich so darstellen, wie er sich selbst sieht oder gerne gesehen werden möchte. Mit kunstvoll bearbeiteten Profilfotos, tiefsinnigen Sprüchen in der Profilbeschreibung und möglichst vielen verlinkten Bildern. Die neuen Pläne von Marc Zuckerberg unterstützen die Selbstdarstellung. Mit der <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/umfassende-aenderungen-beim-freundschaftsnetzwerk-facebook-wird-zum-eigenen-internet-1.1147897-2">„Timeline“</a> können wir bald, zusätzlich zu dem Profilbild, zum Beispiel auch noch Willkommensbilder hochladen.</p>
<p><strong>Statussymbol Freundschaft</strong></p>
<p>Je mehr Freunde ich habe, desto interessanter/ beliebter bin ich. Oder nicht? Online lässt sich das durch harte Zahlen vergleichen, denn direkt unter dem Profilbild steht gut sichtbar die eigene Freundeszahl. Wanhoff spricht von Relevanz durch Zuhörerschaft. Je mehr Menschen meine Einträge lesen, desto wichtiger erscheinen sie. So treten die wahren Freunde online in den Hintergrund, schließlich lassen sie sich meist an zwei Händen abzählen. Wichtig wird der virtuelle Freundeskreis als Statussymbol. Und dort zählt die Masse, denn die Qualität lässt sich nicht so einfach beurteilen. Freundschaft als Ware.</p>
<p><strong>Narzissmus oder Spiegelbild der Wirklichkeit?</strong></p>
<p>Zwei interessante Studien greift Wanhoff auf. Eine 2010 veröffentlichte Studie kanadischer Wissenschaftler zum Thema <a href="http://www.liebertonline.com/doi/abs/10.1089/cyber.2009.0257?journalCode=cyber">„Self Presentation 2.0: Narcissism and Self-Esteem on Facebook“ </a> kam nach der Befragung von 100 Studenten zu dem Schluss, dass narzisstisch veranlagte Nutzer mit wenig Selbstachtung  meist zu den Power Usern der sozialen Netzwerke gehören. Verglichen mit den Erkenntnissen amerikanischer Forscher muss das jedoch wohl nicht bedeuten, dass diese Menschen offline keine Freunde mehr haben. Denn diese Wissenschaftler sehen in den Facebook Aktivitäten der Nutzer „ein Spiegelbild der Wirklichkeit“. Soll heißen: Wer online aktiv ist und viele Freunde hat – der hat das auch im „richtigen“ Leben.</p>
<p><strong>Online = Offline?</strong></p>
<p>Das es das wahre Leben auch im Netz gibt, dafür plädiert Stefan Niggemeier von der<a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/cybergesellschaft-das-wahre-leben-im-netz-11447755.html"> FAZ</a>. Er ist der Ansicht, dass eine Unterscheidung in online und offline sinnlos sei. Online-Aktivitäten würden zwar nur die Illusion von Nähe vermitteln – es müsse allerdings nicht dabei bleiben, sondern man könne das gemeinsam Erlebte offline weiter führen. Außerdem spricht er von einer „Verklärung der realen Welt“ im Zuge einer Stigmatisierung des Internets.</p>
<p><strong>Facebook im Alltag</strong></p>
<p>Facebook hält einen auf dem neusten Stand. Bei Freundschaften, die eigentlich schon längst in die Brüche gegangen sind, ist es meistens die einzig verbliebene Informationsquelle. Auch wenn man mit einigen Schulfreunden seit Jahren kein Wort mehr gewechselt hat, weiß man oft erstaunlich viel über deren Leben. Es ist auch eine Möglichkeit, sich von Freunden zu trennen. Denn „entfernt“ man eine ehemalige Freundin von der Freundesliste auf Facebook, wird diese es früher oder später merken und deuten. Anders verhält es sich bei dem Großteil der Personen auf der Freundesliste. Es sind nur flüchtige Bekannte und oft genug kommt es vor, dass man sie in der Uni oder in der Stadt trifft und einfach vorbeigeht ohne zu grüßen. Denn eine Freundschaft auf Facebook bedeutet nicht, dass man sich im waren Leben etwas zu sagen hat.</p>
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		<title>Like or dislike?</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 09:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elenasebening</dc:creator>
				<category><![CDATA[Durchblick]]></category>
		<category><![CDATA[November 2011: Cyberia]]></category>
		<category><![CDATA[Datenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
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		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> </p>
<p class="wp-caption-text">Bild: www.flickr.com</p>
<p style="text-align: justify;">Wir leben in einer Gesellschaft, in der es kaum noch möglich ist, sich einen gemütlichen Abend mit Freunden zu machen ohne direkt bei Facebook verlinkt zu werden. Da fällt es einem manchmal schwer zu glauben, dass die sozialen Medien und Netzwerke nicht die Überhand gewinnen. Deine Meinung war gefragt.</p>
<p style="text-align: <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/like-or-dislike">Like or dislike?</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_16469" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><strong><a rel="attachment wp-att-16469" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/like-or-dislike/attachment/5886232170_6a49a61989"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/like-or-dislike"><img class="size-full wp-image-16469 " title="5886232170_6a49a61989" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/5886232170_6a49a61989.jpg" alt="" width="400" height="288" /></a></a></strong><p class="wp-caption-text">Bild: www.flickr.com</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir leben in einer Gesellschaft, in der es kaum noch möglich ist, sich einen gemütlichen Abend mit Freunden zu machen ohne direkt bei Facebook verlinkt zu werden. Da fällt es einem manchmal schwer zu glauben, dass die sozialen Medien und Netzwerke nicht die Überhand gewinnen. Deine Meinung war gefragt.<span id="more-16466"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ist ein Leben ohne Internet für dich noch vorstellbar? Eine recht einfache und doch sehr aussagekräftige Frage. Denn wenn ein Leben ohne Internet nicht mehr denkbar ist, sind wir davon vielleicht abhängiger als wir es gern wären. Trotzdem haben bei unserer Befragung, zu der du in den letzten Woche via Facebook und Twitter eingeladen wurdest, 82% zugegeben, dass in ihrer Vorstellung nur noch ein Leben mit Internet existiert. Wie sollte es  auch anders sein, wenn der erste Schritt den wir morgens tätigen, meist der zum Computer ist. Ein Blick auf eines der meist genutzten sozialen Medien der heutigen Zeit scheint unvermeidbar.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die neue Weltmacht: Facebook</strong></p>
<p>Mittlerweile sind über 800 Millionen Menschen auf Facebook. Facebook hat damit eine <a href="http://ht.ly/6SmMF" target="_blank">größer Nutzerschaft</a> als Europa und Russland Einwohner. Immer mehr Menschen erstellen sich einen Facebook-Account, um mit Freunden, Familie und Bekannten in Kontakt zu bleiben oder neue Kontakte zu knüpfen.</p>
<p>Doch die Kritik an Facebook wird immer lauter. Die Breite der Datenspeicherung und die daraus folgenden Gefahren des Datenmissbrauchs könnten unterschätzt werden. Besonders ist die bald erscheinende Facebook <a href="http://www.zeit.de/2011/40/Facebook-Timeline" target="_blank">Timeline</a> in den Fokus der Medien gerückt. Mit ihr wird es möglich sein, das Leben eines Users von seiner Geburt an zu verfolgen und es minütlich mit Verlinkungen und Beiträgen auf der Pinnwand zu ergänzen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Everyday i’m facebooking</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><object width="560" height="315"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/nqFR-l4riuc?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/v/nqFR-l4riuc?version=3&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Wir wollten von dir wissen, was dir das Internet, soziale Netzwerke und hier besonders <a href="www.facebook.com" target="_blank">Facebook</a> bedeuten. Insgesamt haben über 200 Personen an unserer Onlinbefragung teilgenommen. Etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer war zwischen und 18 und 25 Jahr alt, ein Fünftel der restlichen Teilnehmer zwischen 25 und 50 Jahren.</p>
<p style="text-align: justify;">Es zeigt sich, dass die klare Mehrheit der Befragten regelmäßig Facebook nutzt. <a href="http://www.schuelervz.net/Default" target="_blank">SchülerVZ</a>, <a href="http://www.studivz.net/Default" target="_blank">StudiVZ</a>, <a href="http://www.myspace.com/" target="_blank">MySpace</a>, <a href="http://twitter.com/" target="_blank">Twitter</a> und <a href="https://plus.google.com/?hl=de" target="_blank">Google+</a> scheinen (noch) nicht so beliebt zu sein, wie das „Vorzeigemedium“ der sozialen Netzwerke. Im Hinblick auf die drohenden Gefahren ist die Mehrzahl der Befragten dann doch lieber optimistisch und plädiert dafür, &#8220;auch die positiven Aspekte von Facebook zu sehen&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;">Nichtsdestotrotz ist ein beachtlicher Teil der Befragten nicht ganz happy über die Gefahren, die bei der digitalen Kontaktpflege drohen. Fünf Prozent der Befragten sieht in Facebook sogar eine &#8220;neue unaufhaltsame Weltmacht&#8221;.</p>
<div id="attachment_16468" class="wp-caption aligncenter" style="width: 483px"><a rel="attachment wp-att-16468" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/like-or-dislike/attachment/unbenannt-7"><img class="size-full wp-image-16468" title="Unbenannt" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/Unbenannt1.png" alt="" width="473" height="276" /></a><p class="wp-caption-text">Was hältst du von der rapiden Verbreitung von Facebook? </p></div>
<p style="text-align: justify;">Auch die weiteren Ergebnisse der Umfrage stellen heraus, dass es niemandem so richtig wohl damit geht, wenn all seine Daten gespeichert werden und dann auch noch von Facebook an Dritte weitergegeben werden dürfen um mehrere Millionen, ach was: Milliarden, damit zu verdienen. Unvorstellbar scheint auch die Tatsache, dass jeder „Like“, jeder Post und jede andere Aktivität von Facebook gespeichert werden und es offenbar kaum rechtliche Schritte gibt, dagegen vorzugehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner ist sogar <a href="http://www.zeit.de/2011/41/P-Aigner" target="_blank">in die USA geflogen</a>, um bei Facebook persönlich mal nach dem Rechten zu sehen. Allerdings mit eher mäßigem Erfolg. Vielleicht machst du es ja auch wie der Jurastudent <a href="http://www.rtl.de/cms/news/rtl-aktuell/wie-holt-man-sich-seine-facebook-daten-1a93d-51ca-76-881716.html" target="_blank">Max Schrems</a> und verschaffst dir selbst einen Überblick über die Daten, die Facebook von dir seit immer sammelt. Aber auch bei diesem Vorhaben musst du eine Menge Daten eingeben und abschicken.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Konkurrenz für Zuckerbergs Imperium?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<div style="text-align: justify;"><strong> </strong></div>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong>Google+, ein relativ neues soziales Netzwerk der heutigen Zeit, scheint wie eine gelungene Kombination aus Twitter und Facebook. Nutzer können hier zusätzlich eigene <a href="http://mrtopf.de/blog/de/google-kreise/" target="_blank">„Kreise“</a> einrichten und Posts nur für bestimmte Freunde zugänglich machen. Allerdings braucht Google+ noch eine Weile, um an die Beliebtheit von Facebook heranzukommen. Bei unserer Befragung zeigt sich allerdings, dass es gut möglich wäre, dass G+ das Zeug zu einem neuen Favoriten hat.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Reale Freunde, wer braucht die schon?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zum Glück konnte diese Aussage in unserer Befragung kaum Befürworter finden. Trotz der scheinbar größer werdenden Angst vor <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-09/internet-sucht-experte" target="_blank">Internetsucht</a> sind fast alle Befragten der Meinung, dass man persönlichen Kontakt zu Bekannten und Freunden einfach nicht durch soziale Netzwerke ersetzen kann. Trotz alledem verbringen 70% fast oder mehr als die Hälfte ihrer „Surf-zeit“ auf Seiten sozialer Netzwerke. Dabei verbringen weitaus weniger als die Hälfte der Teilnehmer „nur“ eine bis drei Stunden täglich im Internet.</p>
<p style="text-align: justify;">Ob und wie gefährlich das Internet, soziale Netzwerke und Facebook nun tatsächlich sind, sollte weiter jeder für sich selbst entscheiden und auch, wie viel er von sich selbst im Netz preisgeben will. Denn auch wenn Facebook, Google und sämtliche Internetseiten unsere Daten speichern, liegt es doch an uns, mit welchen Informationen wir das Netz überhaupt füttern. Also sollte man nicht einfach nur auf die neuen Möglichkeiten der heutigen Zeit schimpfen, sondern ihre Vorteile anerkennen und die negativen Aspekte so gut es eben geht zu umgehen versuchen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Den Blick weiten</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<div style="text-align: justify;"><strong> </strong></div>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_16471" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a rel="attachment wp-att-16471" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/like-or-dislike/attachment/545569_r_k_b_by_gerd-altmann_pixelio-de"><img class="size-medium wp-image-16471  " title="545569_R_K_B_by_Gerd Altmann_pixelio.de" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/545569_R_K_B_by_Gerd-Altmann_pixelio.de_-300x207.jpg" alt="" width="240" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: Gerd Altmann</p></div>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong>Auch wenn die bekanntesten sozialen Netzwerke viele Gesprächsthemen füllen, scheint es wichtig sich auch den weniger populären Bewegungen zu widmen. Wie sieht es beispielsweise mit Online-Dating aus? Gibt es tatsächlich soziale Netzwerke für Haustiere? Welche Online-spiele dominieren das Netz? Wie entwickeln sich die beruflichen sozialen Netzwerke linkedin und xing? All diesen Fragen werden wir uns diesen Monat widmen.</p>
<p>Auch wenn die bekanntesten sozialen Netzwerke viele Gesprächsthemen füllen, scheint es wichtig sich auch den weniger populären Bewegungen zu widmen. Wie sieht es beispielsweise mit Online-Dating aus? Gibt es tatsächlich soziale Netzwerke für Haustiere? Welche Online-spiele dominieren das Netz? Wie entwickeln sich die beruflichen sozialen Netzwerke linkedin und xing? All diesen Fragen werden wir uns diesen Monat widmen.</p>
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		<title>Mehr Demokratie durch das Netz?</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 09:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Natalia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Durchblick]]></category>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p class="wp-caption-text">Foto: Volker Bohn</p>
<p style="text-align: justify;">Das Netz verändert das Land, die Menschen und deren Lebensweise. Der Siegeszug des Internet scheint unaufhaltsam zu sein. Hat das Netz auch Auswirkungen auf die Demokratie? Wir glauben schon. </p>
<p style="text-align: justify;">Soziale Netzwerke sind eine Vielfalt digitaler Medien und Technologien. Sie geben den Nutzern die <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/mehr-demokratie-durch-das-netz-die-bedeutung-von-social-media-am-beispiel-von-%e2%80%9estuttgart-21%e2%80%9c">Mehr Demokratie durch das Netz?</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<div id="attachment_16336" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/08/s21_volker-bohn.jpg"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/mehr-demokratie-durch-das-netz-die-bedeutung-von-social-media-am-beispiel-von-%e2%80%9estuttgart-21%e2%80%9c"><img class="size-medium wp-image-16336" title="s21_volker bohn" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/08/s21_volker-bohn-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></a></strong><p class="wp-caption-text">Foto: Volker Bohn</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Netz verändert das Land, die Menschen und deren Lebensweise. Der Siegeszug des Internet scheint unaufhaltsam zu sein. Hat das Netz auch Auswirkungen auf die Demokratie? Wir glauben schon. <span id="more-14722"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.focus.de/digital/internet/tid-12646/facebook-twitter-google-die-wichtigsten-online-netzwerke_aid_350981.html" target="_blank">Soziale Netzwerke </a>sind eine Vielfalt digitaler Medien und Technologien. Sie geben den Nutzern die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu gestalten. Dabei können die Nutzer Meinungen, Erfahrungen und Eindrücke schnell miteinander austauschen und durch Kommentare und Empfehlungen aktiv auf die Inhalte Bezug nehmen. Auf diese Weise wird eine soziale Beziehung zwischen den Nutzern aufgebaut. Das führt dazu, dass viele Menschen zeitgleich miteinander kommunizieren können und alle räumlichen und zeitlichen Grenzen überwunden werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch die Politik wird von Sozialen Netzwerken, allen voran <a href="http://www.facebook.com" target="_blank">Facebook </a>und <a href="http://www.twitter.com" target="_blank">Twitter</a> nicht ignoriert &#8211; im Gegenteil. Soziale Netzwerke nehmen zunehmend Einfluss auf die Politik, egal, ob von den Betroffenen gewollt oder nicht. So erging es beispielsweise dem ehemaligen Verteidigungsminister zu Guttenberg, der via Twitter und Facebook zuerst hochgelobt und dann abgeschrieben wurde. Ein aktuelles Beispiel ist die Demonstration für bzw. gegen <a href="http://www.spiegel.de/thema/stuttgart_21/" target="_blank">Stuttgart 21</a>.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Alles wird so dargestellt, wie es ist</strong></p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<div id="attachment_14723" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/08/S21info.jpg"><img class="size-medium wp-image-14723 " title="S21info" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/08/S21info-300x277.jpg" alt="" width="300" height="277" /></a><p class="wp-caption-text">Facebook-Gruppe &quot;KEIN Stuttgart 21&quot;</p></div>
<p>Facebook ist überfüllt mit Seiten zu „<a href="http://www.facebook.com/keinstuttgart21?ref=ts" target="_blank">Stuttgart 21</a>“. Auf der einen Seite gibt es die Gegner des Projekts, auf der anderen die Befürworter. Sie alle nutzen Facebook als eine Kommunikationsplattform. Hier können sie frei die Meinung äußern, Ängste und Befürchtungen aussagen, Politik und Medien kritisieren. Kurz: es findet ein ununterbrochener Informationsaustausch zu dem Thema statt. Eine Facebook-Gruppe verleiht den Menschen ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Freundschaften entstehen, es findet gegenseitige Unterstützung statt und man bekommt das Gefühl nicht alleine mit der eigenen Meinung zu stehen.</p>
<p><strong>&#8220;Live&#8221; Berichterstattung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Im Gegensatz zu den traditionellen Medien, bieten ihre digitalen Pendants die Möglichkeit, über Ereignisse unmittelbar zu berichten. Als am 30.09.2010 in Stuttgart eine Demonstration gegen den Bau des neuen Stuttgarter Bahnhofs von der Polizei massiv angegriffen wurde, wurde dies quasi in Echtzeit in unterschiedlichsten sozialen Netzwerken veröffentlicht. Twitter als wohl schnellstes Informations- und &#8220;Echtzeitmedium&#8221; war ganz vorne mit dabei. Im Radio, Fernsehen und in den Online-Zeitungen wurden die Geschehnisse erst später bekannt gegeben. Online werden hier die Ereignisse nicht verschönt dargestellt. Dank schnellem Foto- oder Videoupload wird alles genau so dargestellt, wie es ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Demokratie verteidigen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das führt dazu, dass einige Tatsachen, die früher vielleicht einmal verschleiert wurden, nicht mehr geheim gehalten werden können. Somit sorgen Social Media für mehr Transparenz. Das Netz bietet die Möglichkeit, Strukturen zu schaffen, die die politische Landschaft und Kultur nachhaltig verändern bzw. gestalten und die Demokratie verteidigen können.</p>
<p style="text-align: justify;">Über Soziale Netzwerke können sich Menschen ein Forum schaffen. Über klassische Medien wäre das in diesem Umfang &#8211; wie zum Beispiel bei S21 unmöglich gewesen. Über Facebook und Twitter haben sich Gegner und Befürworter von Stuttgart 21 nicht nur Gehör verschafft, sondern auch etwas bewirkt. Durch die schnelle Kommunikation konnten viele Menschen erreicht und in Bewegung gesetzt werden. Die Proteste dauern noch an und werden bis zu den finalen Entscheidungen zum Bauprojekt auch in den Sozialen Netzwerken nicht ruhen.</p>
<p><a class="twitter-share-button" href="http://medienblick-bonn.de/?p=14722&amp;preview=true&amp;preview_id=14722&amp;preview_nonce=ec05d667b6">Tweet</a><script src="//platform.twitter.com/widgets.js" type="text/javascript">
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		<title>Die radikale Veränderung öffentlicher Politik</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/durchblick/interviews/die-radikale-veranderung-offentlicher-politik</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 04:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chaerthe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[September 2011: Hauptstadtmedien]]></category>
		<category><![CDATA[Bier]]></category>
		<category><![CDATA[Constantin Härthe]]></category>
		<category><![CDATA[Lars Klingbeil]]></category>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Soziale Netzwerke sind für viele längst ein alter Hut. Ihre Auswirkungen   auf die öffentliche Kommunikation sind jedoch nach wie vor nicht   absehbar. Fest steht nur das eine: Insbesondere die Politik steht vor   großen Herausforderungen. Ein sehr persönliches Gespräch mit dem netzpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag sowie <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/interviews/die-radikale-veranderung-offentlicher-politik">Die radikale Veränderung öffentlicher Politik</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Soziale Netzwerke sind für viele längst ein alter Hut. Ihre Auswirkungen   auf die öffentliche Kommunikation sind jedoch nach wie vor nicht   absehbar. Fest steht nur das eine: Insbesondere die Politik steht vor   großen Herausforderungen. Ein sehr persönliches Gespräch mit dem netzpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag sowie Mitglied der <a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/" target="_blank">Enquete-Komission &#8220;Internet und digitale Gesellschaft&#8221;</a>, <a href="http://www.lars-klingbeil.de/" target="_blank">Lars Klingbeil</a>. Er gibt Einblick in seinen Umgang mit – sowie den Chancen und Risiken von – Facebook,   Twitter &amp; Co.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_15756" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-15756" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/interviews/die-radikale-veranderung-offentlicher-politik/attachment/dsc_0535"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/interviews/die-radikale-veranderung-offentlicher-politik"><img class="size-medium wp-image-15756" title="DSC_0535" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/09/DSC_0535-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></a><p class="wp-caption-text">Foto: I. Mielke</p></div>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong><span id="more-15754"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Herr Klingbeil, Sie scheinen zu einer neuen Generation von Politikern zu gehören. Sie informieren Bürger nicht nur in sozialen Netzwerken über ihre Arbeit, sie nutzen diese Plattformen auch, um sich Meinungen einzuholen und Ihre eigene damit zu bilden. Ist es gerade für junge Politiker mittlerweile sowas wie eine Pflicht im Bereich Social Media aktiv zu sein?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nein. Es gibt überhaupt keine Verpflichtung für junge Politiker in Sozialen Netzwerken aktiv zu sein. Wenn man da keine Affinität zu hat und wenn man kulturell damit nicht klar kommt, dann funktioniert das einfach nicht. Es wird glaube ich auch gemerkt, wenn das nicht echt ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong> Überlegen Sie eigentlich jedes Mal ganz genau, was sie in Sozialen Netzwerken „zwitschern“?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mittlerweile ja. Ich habe auch mal getwittert ‚Ich bin auf dem DFB-Pokal-Finale‘ und da kriegt man gleich Antworten aus dem Wahlkreis, wie beispielsweise ‚ja klar, ihr Politiker bekommt Freikarten‘ und so weiter. Ich hatte auch eine Situation, da war ich in Washington und habe den ganzen Tag Termine gehabt. Und da ging ich abends nochmal in den Bücherladen Barnes &amp; Noble, checkte mich dort bei <a href="https://foursquare.com/" target="_blank">Foursquare</a> ein und guckte nach Büchern. Da kam dann auch ein Kommentar ‚Naja, Urlaub?‘. Da passt man dann halt schon auf.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Gab es auch schon mal die Situation, dass ein Tweet Ihnen nicht nur einen negativen Kommentar, sondern auch eine negative Schlagzeile einbrachte?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mein Wahlkreiskollege von den Grünen, Sven Kindler, und ich haben uns während der Konstituierung des Deutschen Bundestages über Twitter ausgetauscht. Ich war am Abend vorher auf einem Jan Delay Konzert und habe dann, weil bei der Veranstaltung immer ein Orchester spielt, vorher getwittert  ‚also wenn ich hier mal was zu sagen habe, dann wäre mein Wunsch, dass Jan Delay hier mal eröffnet‘. Und dann ging das hin und her und am nächsten Tag stand bei mir in der Lokalpresse auf Seite 1 groß „Kindler und Klingbeil twittern im Parlament. Und das war dann ein riesen Skandal, wo wir auch mehrere Briefe bekamen, das sei ja unangemessenes Verhalten und nicht würdig und so weiter.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Beobachtet die Partei, was man in Sozialen Netzwerken von sich gibt und schreitet vielleicht sogar an manchen Stellen ein?<em><br />
</em></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nein. Ich weiß, dass mein Mitarbeiter alle meine Gruppen bei MeinVZ durchforstet hat und ich dann aus diversen austreten musste. Ich bin aber noch nie aus meiner Partei auf irgendein Tweet angesprochen worden von wegen ‚das ging gar nicht‘. Da gibt es kein Kontrollgremium oder sowas.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie gehen Sie mit dem Spannungsverhältnis zwischen Privatheit und Politik in der Kommunikation über soziale Netzwerke um? </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es ist ein Spagat. Es gibt halt nicht den Politiker Klingbeil und den Privatmensch, sondern es gibt das Gesamtbild. Und da finde ich ist das eigentlich eine wunderbare Möglichkeit über Soziale Netzwerke den Gesamteinblick zu geben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wo ziehen sie denn die Grenze – was würden sie nicht in sozialen Netzwerken preisgeben? </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Grenzen macht man glaube ich immer individuell, je nach Situation aus. Aber ich würde sagen, dass was ich im großen Kreise nicht erzählen würde, würde ich jetzt auch nicht twittern. An Vatertag lohte ich auch immer wieder aus. Ich gehe an diesem Tag mit meinen Kumpels seit Jahren immer los mit dem Bollerwagen. Ich finde auch, dass ich als 33-jähriger das Recht habe das zu tun. Aber ich weiß, nach dem zweiten Bier ist Schluss. In dem Moment, wo ich ein Bier zu viel trinke, hat jeder von ein Handy mit, das YouTube-fähig ist. Mein Gott, ein Abgeordneter darf mal betrunken sein, er ist genauso ein Mensch wie jeder andere. Es ist aber eine Grenze für mich. Ich darf das nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt kein Handbuch mit den zehn goldenen Regeln des Kommunizierens via Twitter. Wir sind jetzt die Generation, die das herausfinden muss. Vielleicht ist es ja auch irgendwann so, dass bestimmte Dinge einfach nicht mehr interessieren. Aber dass ich auf einem Fußballspiel bin, ich mir gerade eine CD gekauft habe oder gerade auf einem Konzert bin, das denke ich, ist ok.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>&#8216;Ganz ok&#8217; ist das natürlich auch, weil Sie damit Ihr Image in der Öffentlichkeit beeinfussen können.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich mache ich das nicht, weil ich sonstwas zu tun habe. Es macht mir Spass. Aber trotzdem habe ich auch einen Nutzen davon. Ich treffe Leute im Wahlkreis, die mir sagen, dass sie endlich wissen, was ein Abgeordneter so macht – weil wir bei Facebook befreundet sind. Da entstehen Bindungen und das ist natürlich ein super Mehrwert für meine Arbeit. Ich finde es hilft auch einfach die Distanz zwischen Bürger und Politiker zu verringern. Ich habe glaube ich ca. 160.000 Leute in <a href="http://www.lars-klingbeil.de/wahlkreis/" target="_blank">meinem Wahlkreis</a>, die kann ich ja nie wirklich alle treffen. Wenn dadurch aber eine Kommunikation entsteht und es ist eine Kommunikation in beide Richtungen, dann ist das ein wunderbares Instrument und wird noch viel zu wenig benutzt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Denken Sie, dass Sie durch diese neuen Kommunikationsmittel auch neue Zielgruppen erreichen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt da ein Beispiel, das ich in dem Zusammenhang gerne erzähle. Ich hatte eine Schulklasse aus meinem Wahlkreis hier, Hauptschule, neunte oder zehnte Klasse. Denen habe ich gesagt, dass sie gerne auch über Facebook auf mich zukommen können, wenn ich ihnen bei irgendetwas helfen soll oder kann. Ein paar Wochen später bekam ich von sieben oder acht Schülern davon an einem Freitag Nachmittag eine Nachricht, dass sie ihre Zeugnisse noch nicht bekommen haben, obwohl sie diese dringend brauchten, um sich zu bewerben. Das fand ich für Hauptschüler nicht so das typische Verhalten, dass sie auf einen Bundestagsabgeordneten zugehen. Ich meine das überhaupt nicht arrogant oder so. Das fand ich schon erstaunlich, weil ich glaube, dass sie nicht in meine Bürgersprechstunde gekommen wären, mir einen Brief geschrieben hätten, vielleicht noch nicht einmal eine E-Mail. Aber über Facebook bin ich deren Freund und das Angebot so niedrigschwellig, dass ich dem mal eben schreibe. Das ist jetzt aber ein Fall. Ob das repräsentativ ist, kann ich jetzt noch nicht sagen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Pflegen Sie diesen direkten Austausch, wie er für Soziale Netzwerke typisch ist, auch in anderen Bereichen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wir versuchen gezielt in unseren Kommunikationsformen den Wandel zu machen. Ich habe einen Newsletter, den ich sehr auf Feedback ausgerichtet formuliere. Bei 1.200 Leuten kriegt man circa zehn bis fünfzehn E-Mails zurück. Das funktioniert schon und die kriegen dann auch wieder alle eine Antwort. Diese Kommunikationsform lässt sich nicht nur in den sozialen Netzwerken praktizieren. Bei der Entscheidung über die Präimplantationsdiagnostik im Deutschen Bundestag beispielsweise. Da habe ich eine Veranstaltung zu gemacht. Wir haben 600 Einladungen an alle möglichen Gruppen geschickt und gesagt ‚ich habe noch keine Meinung zur PID, bitte kommen sie und diskutieren mit mir darüber‘. Da kamen sehr viele Leute aus der Praxis, die das diskutiert haben. Einmal klingelte sogar mein Handy, meine Handynummer steht auch auf meiner Homepage, und es rief eine Dame an, die in der Zeitung gelesen hatte, dass die Entscheidung dazu bald ansteht und mir noch schnell ihre Meinung dazu sagen wollte.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Spätestens seit dem Superwahljahr 2009 sind die meisten Parteien – mehr oder weniger – aktiv in sozialen Netzwerken, dennoch gibt es bei vielen noch Vorbehalte. Wie ist die Haltung der SPD? </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das ist auch ein Kampf. Also ich habe jetzt gehört, dass der Pressesprecher von Gabriel auf einem Podium geäußert hat, dass das mit Twitter alles Quatsch sei. Auf der anderen Seite hat Andrea Nahles als Generalsekretärin im Willy Brandt Haus einen News Desk eingerichtet, wo auch sechs oder sieben Leute geholt wurden, die vorher bei anderen Medien waren, Online gemacht haben und teilweise nicht Mitglieder der Partei sind. Die heizen jetzt Debatten an, bedienen die Sozialen Netzwerke und haben das alles verstanden. Das finde ich super, dass man das macht, wenn kein Wahlkampf ist und nicht drei Wochen vorher mit einer neuen Homepage kommt. Man hat schon verstanden, dass sich Kommunikation ändert.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Dazu passt natürlich der Vorstoß Ihres Parteivorsitzenden, Sigmar Gabriel. Im Mai regte dieser zusammen mit Andrea Nahles in ihren Vorschlägen zur Parteireform an, man solle den Kanzlerkandidaten demnächst nicht mehr parteiintern, sondern öffentlich wählen. Was halten Sie davon?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich gehöre glaube ich zu den wenigen Abgeordneten, die richtig gut finden, was Gabriel dort gemacht hat. Es muss eine radikale Veränderung öffentlicher Politik geben und Transparenz und Beteiligung sind für mich die Schlagworte. Ich kann natürlich verstehen, wenn Leute sagen, ein Parteibuch ist ein Privileg und es ist etwas anderes, ob ich in einen Verein eintrete oder für die Werte einer Partei kämpfe. Meine Wahrnehmung ist eben, dass Parteien nicht sexy sind. Aber derjenige, der die Möglichkeit hat mitzuarbeiten, macht auch irgendwann den Schritt einzutreten. Ich glaube da muss man einfach mal experimentieren. Es ist nicht so, dass es da den Königsweg gibt, aber wenn Parteien bleiben, wie sie sind, dann werden sie sicher irgendwann an die Grenzen ihrer Legitimität stoßen, weil sich immer mehr Menschen abwenden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie beurteilen Sie also abschließend die Veränderung, die durch die neuen Kommunikationsformen stattfindet und die Folgen für die Politik?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es ist eine Chance, aber natürlich verändert es auch die Politik. Es ist eine Machtverschiebung die auch über Social Media stattfindet und auf der anderen Seite ermöglicht es auch eine größere Transparenz. Ich glaube insgesamt besteht darin für Politik und Demokratie eine große Chance.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Herr Klingbeil, wir danken Ihnen für das Gespräch!</strong></p>
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