Von Philine Lissner, am Mittwoch, 2. Juni 2010, 12:37 Uhr
von Marianne Seelmann und Philine Lissner
Die erste gedruckte Tageszeitung erschien am 1. Juli 1650 in Leipzig. Und die Letzte? Keine Angst, die Zeitung ist bisher nicht ausgestorben und wird es wohl sobald auch nicht tun. Doch sie ist eine bedrohte Spezies, das muss man offen zugeben. Der Sektor gedruckte Tageszeitungen hatte in den letzten Jahren starke finanzielle Einschnitte zu verzeichnen – nicht nur in den USA, auch bei uns. Der Grund dafür liegt im Netz.
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Von Marianne Seelmann, am Mittwoch, 2. Juni 2010, 0:36 Uhr
von Prof. Dr. Caja Thimm
Die Medienlandschaft verändert sich in kaum fassbarer Geschwindigkeit. Das Internet ist rasend schnell geworden, ubiquitär und dient zunehmend als soziale Plattform für Aktivitäten aller Art. Mehr und mehr übernehmen Onlinemedien „traditionelle“ Funktionen – besonders auch im Bereich der journalistischen Informationsmedien. Das Internet ist zwar nicht das Ende der gedruckten Zeitung – so zumindest meine These – aber es nimmt ihr (mindestens) eine Funktion ab, die sie bisher zu erfüllen versuchte – bei der “Vermeldung” von Ereignissen kommt die Zeitung immer zu spät, ein unumkehrbarer Prozess.
Die zeitliche Distanz zwischen Ereignis und Öffentlichkeit wird immer geringer. Heute erreichen die Nachrichten das Publikum im Idealfall in Echt-Zeit – ein Bedürfnis, das durch das mobile Internet -und insbesondere Twitter – nun auch ortsunabhängig gestillt werden kann.
Kein Zeitungs – oder Zeitschriftenverlag kann heute mehr darauf verzichten, seine Inhalte auf mehreren Kanälen anzubieten: Zum Printprodukt treten Websites hinzu, es gibt auf diesen Websites Audio- und Video-Elemente, und zunehmend gehören auch mobile Angebote zum Angebotsspektrum der Medienhäuser. Die Nutzer und Nutzerinnen verlangen, dass sie Medieninhalte jederzeit, überall und auf allen Kanälen abrufen können. Die rapide Entwicklung von Bandbreiten und Speicherkapazitäten und das Nutzerbedürfnis führen zu neuen technischen Möglichkeiten. Ein Meilenstein dabei ist das iPad – an dem Promo-Video von „wired“ kann man erste Applikationen und ihre Folgen für die Printmedien gut erkennen!
Die aktuelle Ausgabe des Medienblicks widmet sich aus verschiedenen Blickwinkeln diesem Thema – sind die Printmedien am Ende? Wenn nicht – wie geht es dann weiter? Und: was heißt in diesem Zusammenhang „Qualitätsjournalismus“, oder anders gefragt: Was ist denn Journalismus überhaupt in Zeiten neuer Onlinekulturen?
Mit Dank für die vielen interessanten Beiträge aus der ganzen Republik wünsche ich viel Spaß beim Lesen!
Von Jessica Einspänner, am Sonntag, 21. März 2010, 0:26 Uhr
Der 84-jährige Journalist und Sprachkritiker Wolf Schneider hat schon zwei Journalisten-Generationen erlebt. Seine Gedanken über Journalismus im Web 2.0, sein Mitleid für Blogger und die Qualität der Printmedien. Unser Blick des Tages vom 21. März 2010 >>
Von Marianne Seelmann, am Mittwoch, 6. Januar 2010, 20:01 Uhr
Studenten der Medienwissenschaften haben zuweilen einen eigenartigen Ruf. „Ich mach was mit Medien“ hört man da schonmal. Und dann fragt die Oma „Und was machst du dann später mal damit?“. Tja liebe Omas, uns stehen eben alle Türen offen und deswegen legen wir uns auch so ungern fest. Dank der universellen Ausrichtung des Studiengangs bietet er einen großartigen Einstieg in viele Bereiche. Obwohl die Filmwissenschaften noch immer das non plus ultra für die meisten Medienwissenschaftler zu sein scheint, ist ein neuer Zweig schon auf dem Vormarsch: der Onlinejournalismus.
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