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	<title>MEDIENBLICK BONN &#187; Online-Kommunikation</title>
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		<title>Medien machen Politik &#8211; und Politik macht Medien!</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 20:46:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lena Ruessing</dc:creator>
				<category><![CDATA[November 2009: Politik im Web]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Kanzlerin hat vor dem US-Kongress gesprochen. Dazu meinte sie im Vorfeld: &#8220;In der nächsten Woche werde ich in die Vereinigten Staaten von Amerika reisen, es ist eine große Ehre für mich, dass ich als deutsche Bundeskanzlerin vor beiden Häusern des Amerikanischen Kongresses sprechen darf und zwar über 50 Jahre nach der Rede <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/november-2009/medien-machen-politik-und-politik-macht-medien">Medien machen Politik &#8211; und Politik macht Medien!</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Die Kanzlerin hat vor dem US-Kongress gesprochen. Dazu meinte sie im Vorfeld: &#8220;In der nächsten Woche werde ich in die Vereinigten Staaten von Amerika reisen, es ist eine große Ehre für mich, dass ich als deutsche Bundeskanzlerin vor beiden Häusern des Amerikanischen Kongresses sprechen darf und zwar über 50 Jahre nach der Rede von Konrad Adenauer. Der Zeitpunkt könnte aus meiner Sicht nicht besser gewählt sein, denn am 9. November blicken wir auf 20 Jahre Mauerfall zurück. Mir ist natürlich, aus persönlicher Erfahrung, diese Zeit noch bestens in Erinnerung!&#8221;<span id="more-2188"></span></strong><br />
Mit diesen Worten wandte sich die wieder zur Kanzlerin gewählte Angela Merkel per Videobotschaft an die Bürgerinnen und Bürger. <a href="http://www.bundeskanzlerin.de">www.bundeskanzlerin.de</a>, sprich das Internet, macht&#8217;s möglich. Die Politik ist längst im Zeitalter der Online-Kommunikation angekommen. Die Parteien bloggen, twittern, chatten im Netz und dies ganz im Sinne einer bürgernahen Politik. Auch die Bürger selber diskutieren in den unterschiedlichsten Online-Foren über alle möglichen politischen Themen. Die Parteien-Profile sind ein fester Bestandteil in den social networks wie &#8220;studiVZ&#8221; oder &#8220;wer-kennt-wen&#8221; geworden. Die Medienkommunikation der Politik ist also längst real!</p>
<p style="text-align: justify;">Medien machen Politik. Sie beeinflussen die Arbeit von Parteien, Verbänden, der Regierung und wirken auf die Meinungsbildung der Bürger/innen und Wähler/innen ein. Politiker, Regierung und Verbände nutzen die Medien als Bühne für ihre Interessen und setzen sie strategisch geschickt im Machtkampf ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt eine immer stärker zunehmende Einbeziehung der Medien in den Wahlkampf. Der Versuch, die Bevölkerung in ihrer politischen Meinung durch die Medien zu beeinflussen, wird auch dem Bürger zunehmend bewusst.  Besonders deutlich wurde dies vor dem Hintergrund der vergangenen Bundestagswahl. Das TV-Duell zwischen Kanzlerin Merkel und dem SPD-Kanzlerkandidaten Steinmeier, sowie die in der &#8220;heißen Wahlkampfphase&#8221; schon fast täglichen Polit-Talkrunden &#8220;Anne Will&#8221; oder &#8220;Maybrit Illner&#8221;, haben das noch verstärkt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Können Massenmedien potentielle Wähler wirklich beeinflussen? Die Antwort ist &#8220;ja&#8221;!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Politische Akteure sind in einer Demokratie von ihrem Erscheinungsbild in den Massenmedien bzw. von der öffentlichen Meinung abhängig. Eine Demokratie lebt von der Zustimmung und Beteiligung ihrer Bürgerinnen und Bürger. Deshalb ist die Kommunikation das Feld, auf dem sich jede Politik, sei es die einer Regierung oder die einer Opposition, zu bewähren hat oder aber scheitert. Die Online-Kommunikation mit all ihren Formen (Blogs, Podcasts etc.) ist ein gutes Beispiel für die zusätzlichen Kommunikationswege, die Parteien heute mit bedienen müssen. Auch wenn daran gezweifelt werden kann, ob ein gelungener Online-Auftritt oder aufwendig produzierte Podcasts zusätzliche Stimmen oder Mitglieder bringen, kann keine Partei darauf verzichten. Sie müsste sonst mit dem Vorwurf rechnen, unmodern zu sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Da die Massenmedien die wichtigsten Informationsquellen der Bevölkerung sind, sind die politischen Akteure in gewisser Weise von den Medien abhängig. Damit die Medien über politische Aktivitäten, vor allem in der Wahlkampfzeit, berichten, versuchen die politischen Akteure die Themenauswahl in der Berichterstattung auf sich zu beziehen, sie wollen schlichtweg auf der Agenda stehen. Sie wollen Themen besetzen, politische Identität schaffen, Sachkompetenz darstellen und Bürgernähe demonstrieren. Die Massenmedien haben neben der Faktenvermittlung also auch noch eine Interpretations- und Bewertungsfunktion, sie wirken somit direkt auf den Meinungsbildungsprozess ein.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ohne die Medien kommt Politik bei den Menschen nicht an</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Politische Organisationen wie Parteien reagieren auf die steigende Bedeutung der Medien, indem sie ihre Organisationsstrukturen verändern. Sie schaffen mehr Ressourcen für Public Relations, Kampagnen und politische Werbung und erhöhen ihre Kommunikationsleistungen. Die Tatsache, dass sich fast die gesamte Bevölkerung durch die Medien über Politik informiert bzw. die Medien die einzige Informationsquelle darstellen, spricht für eine starke Beeinflussung durch die Medien. Politik muss sich um Aufmerksamkeit bemühen und die Medien haben ihr gegenüber einen Bildungsauftrag, so dass ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis besteht.</p>
<p style="text-align: justify;">Ohne Medien kommt Politik bei den Menschen nicht an. Ohne Politik haben die Medien wenig Inhalte. Und so wird die politische Bühne auch weiterhin vor allem ihre Möglichkeiten der medialen Kommunikation nutzen, um mit den Bürgern volksnah zu plaudern, zu chatten und zu zwitschern! Angela Merkels neuste Videobotschaft ist sicher schon in Arbeit.</p>
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