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	<title>MEDIENBLICK BONN &#187; Mobbing</title>
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		<title>Die Fama in uns: Von Gerüchten und Cybermobbing</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 09:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lili</dc:creator>
				<category><![CDATA[Durchblick]]></category>
		<category><![CDATA[November 2011: Cyberia]]></category>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Sie entstehen täglich auf der ganzen Welt und fast jeder hat mal eins verbreitet. Nicht selten dominieren sie außerdem die Medienberichterstattung: Gerüchte. Egal ob in der Schule, in der Politik, am Arbeitsplatz oder auf dem Campus, sie kursieren überall. Wie ein Fluch lasten sie oft auf unseren Gesprächsinhalten. </p>
<p style="text-align: justify;">Mal passiert es absichtlich, <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/die-fama-in-uns-von-geruchten-und-cybermobbing-2">Die Fama in uns: Von Gerüchten und Cybermobbing</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-16390" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/die-fama-in-uns-von-geruchten-und-cybermobbing-2/attachment/cyber-mobbing-opfer"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/die-fama-in-uns-von-geruchten-und-cybermobbing-2"><img class="size-full wp-image-16390 aligncenter" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/Cyber-Mobbing-Opfer.jpg" alt="" width="200" height="291" /></a></a><strong>Sie entstehen täglich auf der ganzen Welt und fast jeder hat mal eins verbreitet. Nicht selten dominieren sie außerdem die Medienberichterstattung: Gerüchte. Egal ob in der Schule, in der Politik, am Arbeitsplatz oder auf dem Campus, sie kursieren überall. Wie ein Fluch lasten sie oft auf unseren Gesprächsinhalten. <span id="more-16182"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mal passiert es absichtlich, mal unbewusst. Ohne den Wahrheitsgehalt überprüft zu haben, geben wir Informationen oft selbstverständlich weiter. Gerüchte sind schwer zu steuern. Wird einmal eins in die Welt gesetzt, so verbreitet es sich schnell. Manche verschwinden, doch einige können folgenreiche Konsequenzen auslösen. Massenmedien spielen dabei eine erhebliche Rolle, denn sie erreichen ein großes Publikum. Welche Auswirkungen sie haben können, wissen viele oft nicht. Und so werden falsche Inhalte ohne große Bedenken weitergegeben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fama</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Gerücht gab es bereits vor der Zeit der Massen- und Klatschmedien, als es noch per Mundpropaganda weitergegeben wurde. In der Antike wird <a href="http://www.sagengestalten.de/lex/grie_roem_F.html" target="_blank">Göttin Fama</a> zum personifizierten Gerücht. Fama hat tausende aufmerksame Augen und Ohren, sie schläft nie, ist immer wachsam und trägt alles was sie aufschnappt weiter. Und der Geist der Fama befindet sich scheinbar immer noch unter uns. Wir hungern nach Informationen und schlingen sie ins uns hinein. Überprüfung des Wahrheitsgehaltes? Keine Zeit, denn das nächste Gerücht überrollt uns schon.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Gerücht im Web</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In Zeiten der sozialen Medien erhält das Gerücht eine neue und noch unberechenbarere Form. Die Art und Weise, wie es in Umlauf gebracht wird, verändert sich. Durch das Internet und vor allem die neuen Medien lassen sich Gerüchte viel schneller verbreiten. Sie haben sich in die digitale Welt verlagert, mit schwerwiegenderen Konsequenzen für die Opfer. Mit einem Mausklick kann eine falsche Information an viele Menschen gleichzeitig kommuniziert werden. Das Web 2.0 hat sich schon längst zu einer Gerüchteküche entwickelt und zu einem Nährboden für die Entstehung falscher Inhalte. Die Möglichkeit der Anonymität im Netz senkt die Hemmschwelle.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Cybermobbing</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_16453" class="wp-caption aligncenter" style="width: 221px;">
<dt class="wp-caption-dt"><strong><a rel="attachment wp-att-16453" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/die-fama-in-uns-von-geruchten-und-cybermobbing-2/attachment/483880_r_k_b_by_gerd-altmann_pixelio-de"><img class="size-medium wp-image-16453" title="483880_R_K_B_by_Gerd Altmann_pixelio.de" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/483880_R_K_B_by_Gerd-Altmann_pixelio.de_-211x300.jpg" alt="" width="211" height="300" /></a></strong></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Bild: Gerd Altmann, www.pixelio.de</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Aus dieser hemmungslosen und raschen Verbreitung von Gerüchten resultiert das Cybermobbing. Darunter versteht man absichtliches Beleidigen und Bloßstellen anderer mit Hilfe moderner Kommunikationstechniken. Auch Gewaltandrohungen sind nicht selten. Der Begriff Mobbing stammt ursprünglich aus der Tierwelt und wurde vom Verhaltensforscher <a href="http://www.dieterwunderlich.de/Konrad_Lorenz.htm" target="_blank">Konrad Lorenz</a> geprägt. Damit beschreibt er die Angriffe von Tieren auf einen Fressfeind und andere überlegene Gegner. Heute taucht Mobbing insbesondere im Zusammenhang mit der digitalen Welt immer öfters auf. Beim modernen Mobbing werden neue Techniken, wie Soziale Netzwerke, Handys, Instant Messaging (z.B. ICQ) oder E- Mails, eingesetzt. Die Kommunikation wird im Internet beschleunigt und auch das Mobbing kennt keine Grenzen mehr. Demütigende Fotos oder Videos können hochgeladen und veröffentlich werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mobbing in den eigenen vier Wänden</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Konnte man früher von den Mobbingattacken auf dem Pausenhof nach Hause flüchten, so ist man heute nicht mal mehr in seinen privaten Räumen geschützt. Orts- oder Arbeitsplatzwechsel ist oft zwecklos. Mobbing rund um die Uhr, das ist die besondere Eigenschaft von Cybermobbing. Ein großer Teil unseres Lebens hat sich in die digitale Welt übertragen, soziale Netzwerke haben sich zu einem neuen sozialen und öffentlichen Raum und Ort der Interaktion entwickelt, hier findet ein großer Teil der Kommunikation statt. Soziale Interaktionen aus dem realen Leben übertragen sich auf Internet- Plattformen. Bedrohungen und Beleidigungen machen hier nicht Halt, im Gegenteil. Die Konflikte finden nicht mehr nur unter einer bestimmten Anzahl von Personen oder innerhalb einer sozialen Gruppe statt. Längst kann eine breite Öffentlichkeit Einblick in privat geteilte Inhalte erhalten, die Opfer müssen sich der Häme einer größeren Masse stellen. Sie sind den Attacken hilflos ausgesetzt. Werden Inhalte im Internet einmal veröffentlich und geteilt, so lassen sie sich schwer wieder löschen, denn sie können kopiert  und weiter verteilt werden. Ein tragisches Beispiel dafür biete die Geschichte der <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-79652690.html">Familie Bögerl</a>.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Kehrseite der neuen Kommunikationsmittel</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_16455" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><strong><a rel="attachment wp-att-16455" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/die-fama-in-uns-von-geruchten-und-cybermobbing-2/attachment/477153_r_by_erich-westendarp_pixelio-de"><img class="size-medium wp-image-16455" title="477153_R_by_Erich Westendarp_pixelio.de" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/477153_R_by_Erich-Westendarp_pixelio.de_-300x243.jpg" alt="" width="300" height="243" /></a></strong></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Bild: Erich Westendarp, www.pixelio.de</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Attacken und Diffamierung im Web sind etwas Alltägliches geworden. Das Ausmaß ist viel größer als beim direkten Mobbing. Da keine direkte Reaktion auf die Attacken folgt, ist es schwer für Täter ihre Grenzen zu erkennen. Gerüchte gab es schon immer. Jedoch waren sie nach einer Zeit oft schnell wieder vergessen. Das ist heute nicht mehr möglich. Das Internet vergisst nicht. Es ist die andere Seite der Goldmedaille der neuen Kommunikationsmittel. Nicht nur im Straßenverkehr, auch in der digitalen Welt sollte es heißen: Vorbeugend surfen. Erst denken und dann teilen oder kommentieren. Die Internetplattformen sind kein Ventil für Aggressionen und Wut. Schon am nächsten Tag könnte man seine digitale Rache bereits bereuen.<br />
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		<title>Gegen das Aufhören vom Aufhören</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 08:40:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kerstin Siegburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Februar 2011: Aufhören!]]></category>
		<category><![CDATA[Amy Chua]]></category>
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		<category><![CDATA[Veronika beschließt zu sterben]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Miriam muss aufhören. Veronika beschließt, aufzuhören. Mathilde will nicht aufhören. Amy kennt das Wort nicht. Vier Bücher, die sich direkt oder indirekt mit dem Thema beschäftigen. Gegen das Aufhören vom Aufhören.</p>
<p></p>
<p style="text-align: justify;">„I’ve come to an end.“ Ich bin am Ende &#8211; was muss alles passieren, damit man sich diesen Satz  eingesteht? Im <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/februar-2011-aufhoren/gegen-das-aufhoren-vom-aufhoren">Gegen das Aufhören vom Aufhören</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/02/burn-out.jpg"><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/februar-2011-aufhoren/gegen-das-aufhoren-vom-aufhoren"><img class="size-medium wp-image-12028 aligncenter" title="burn-out" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/02/burn-out-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a></a>Miriam muss aufhören. Veronika beschließt, aufzuhören. Mathilde will nicht aufhören. Amy kennt das Wort nicht. Vier Bücher, die sich direkt oder indirekt mit dem Thema beschäftigen. </strong><strong>Gegen das Aufhören vom Aufhören.</strong></p>
<p><span id="more-12019"></span></p>
<p style="text-align: justify;">„I’ve come to an end.“ Ich bin am Ende &#8211; was muss alles passieren, damit man sich diesen Satz  eingesteht? Im 1960 erschienen Roman „A Burn-Out Case“ vom Graham Greenes bekennt sich der Protagonist zu diesem Satz. 50 Jahre später müssen immer mehr Menschen genau dies ebenfalls einsehen. Im 21. Jahrhundert ist der Begriff Burn-out, hinter dem die Diagnose „schwerer Erschöpfungszustand“ steht, ein über unserer Gesellschaft schwebendes Damokles Schwert, von dem jeder hofft, verschont zu bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn am Ende zu sein, hieße ja, zumindest für einen bestimmten Zeitraum, aufhören zu müssen. Sich Überforderung einzugestehen. Schwäche zeigen. Wer möchte oder kann sich das aber leisten?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Verrückten der Gesellschaft</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Bei <a href="http://www.miriammeckel.de/" target="_blank">Miriam Meckel</a> kam der Punkt, an dem sie keine Wahl mehr hatte und aufhören musste. Die Professorin für Kommunikationswissenschaften und Lebensgefährtin von Anne Will ließ sich Ende 2008 in eine Klinik im Allgäu einliefern. Anstatt sich nur zu erholen, hat sie während ihres Klinikaufenthaltes ihre persönlichen Erfahrungen mit dem „Ausgebrannt sein“ aufgeschrieben. „Brief an mein Leben“ erscheint im März neu als Taschenbuchausgabe.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Roman &#8220;Veronika beschließt zu sterben&#8221; von Paulo Coelho ist schon etwas älter, aber zeitlos. Veronika möchte mit ihrem Leben nicht aufhören, weil ihr alles zu viel ist. Im Gegenteil – mit 24 Jahren hat sich das Gefühl, schon alles erlebt zu haben und beschließt zu sterben, um ihrem vorhersehbaren Leben zuvorzukommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber aufhören ist eben nicht so einfach, ihr Selbstmordversuch mit Schlaftabletten klappt nicht. Die Serbin wird in eine Klinik für Verrückte eingeliefert. Die Insassen verhalten sich komisch – keiner verstellt sich, um es anderen recht zu machen, jeder hat den Freiraum zu sein wie er ist. Sind das wirklich die Verrückten der Gesellschaft?</p>
<p style="text-align: justify;">Veronikas Herz hat durch den Suizidversuch stark gelitten, ihr bleiben nur noch wenige Tage zu leben. Deshalb probiert sie das mit dem Verrückt sein auch mal aus. Und bereut nach und nach, dass sie so überstürzt aufhören wollte, zu leben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wenn andere dich zum aufhören zwingen wollen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wie kommt es, dass man als stellvertretende Marketingleiterin plötzlich in einem kleinen Büro neben der Toilette sitzt? In einem Raum ohne Computer? Genau wie Miriam, kann Mathilde nicht mehr. Eine der beiden Hauptfiguren in Delphine de Vigans Roman „Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin“, weiß nicht, wie ihr geschieht.</p>
<p style="text-align: justify;">Das neue „Büro“ ist die Spitze einer Reihe von Ausgrenzungen, mit der sie von ihren Kollegen bedacht wurde. Es begann schleichend mit Mails, die ihr nicht weitergeleitet wurden, weiter über Meetings, die ohne sie stattfanden, bis Mathilde schließlich von allen in der Firma gemieden wird. Plötzlich steht die einst selbstbewusste Frau als Mobbing Opfer vor den Scherben ihres Berufslebens und fragt sich, wie das passieren konnte. Und wie soll es weiter gehen? Eine Wahrsagerin prophezeit ihr eine besondere Begegnung und Mathilde fasst Hoffnung…</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Was meine Töchter Sophia und Louisa zum Beispiel niemals durften: &#8230;“</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Schon zu Beginn des ersten Kapitels mit dem Titel „Die chinesische Mutter“ muss man schlucken. Wenn man sieht, was Louisa und Sophia alles nicht durften, fragt man sich, ob es nicht kürzer gewesen wäre, aufzuschreiben, was den beiden Kindern erlaubt war. Anscheinend nichts, was Spaß gemacht hätte.</p>
<p style="text-align: justify;">Amy Chua hat in den letzten Wochen mit ihrem Buch „Die Mutter des Erfolgs – wie ich meinen Kinder das Siegen beibrachte“, sowie einigen Interviews <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704111504576059713528698754.html" target="_blank">für Aufsehen gesorgt</a>. So fremd sind diese chinesischen Erziehungsmethoden für uns Europäer – wer käme auf die Idee, Kuscheltiere zu verbrennen, um Lernanreize zu setzten? Amy Chua ist selbst Yale-Professorin und treibt ihre Kinder mit Drill und Disziplin zu Höchstleistungen an.</p>
<p style="text-align: justify;">In ihrem Tagebuchroman, der bereits auf der Bestsellerliste steht, beschreibt sie ihre chinesische Erziehungsphilosophie. Aufhören scheint für Chua ein Fremdwort zu sein. Doch zeigt sie sich zeilenweise sogar selbstkritisch. Die Töchter sind heute keine Kinder mehr, sondern im Teenageralter und ihre Mutter ist mit ihnen gewachsen. So hat Sie Louisa mit 13 Jahren schweren Herzens erlaubt, mit dem Geige spielen aufzuhören und stattdessen Tennis zu lernen. Auch wenn sie im <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,741314,00.html" target="_blank">Spiegel-Interview</a> feststellt, dass man keine erfolgreiche Tennisspielerin mehr werden kann, wenn man erst mit 13 Jahren anfängt. Aber vielleicht eine glückliche.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Schluss mit lustig. Irgendwann hört der Spaß auf</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 11:03:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadine Fitzke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Februar 2011: Aufhören!]]></category>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Social Networks machen Spaß. Meistens jedenfalls. Denn leider gibt es auch negative Aspekte. Diese musste Taylor Audette, Studentin aus Kalifornien, auf unschöne Art und Weise kennenlernen. Anstatt das Cyber-Mobbing über sich ergehen zu lassen, rief sie jedoch die Kampagne „Say it 2 my face“ ins Leben – denn sie ist nicht alleine mit <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/thema/schluss-mit-lustig-irgendwann-hort-der-spas-auf">Schluss mit lustig. Irgendwann hört der Spaß auf</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/02/taylor-1.jpg"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/thema/schluss-mit-lustig-irgendwann-hort-der-spas-auf"><img class="aligncenter size-full wp-image-11983" title="say it 2 my face - Kampagne gegen Cyber-Mobbing" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/02/taylor-1.jpg" alt="" width="434" height="317" /></a></a>Social Networks machen Spaß. Meistens jedenfalls. Denn leider gibt es auch negative Aspekte. Diese musste Taylor Audette, Studentin aus Kalifornien, auf unschöne Art und Weise kennenlernen. Anstatt das <a href="http://www.gew.de/Binaries/Binary31974/GEW%20Brosch%FCre%20mit%20Tipps%20und%20Hinweisen.pdf" target="_blank">Cyber-Mobbing</a> über sich ergehen zu lassen, rief sie jedoch die Kampagne <a href="http://www.sayit2myface.org/" target="_blank">„Say it 2 my face“</a> ins Leben – denn sie ist nicht alleine mit dem Problem.<span id="more-11982"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Klatsch und Tratsch auf Schul-und Uni-Fluren gab es schon immer, das sind keine neuen Phänomene. Überall gibt es die Clique mit den coolen Trendsettern, mit denen, die das Sagen haben und Meinungen beeinflussen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und immer wieder gibt es die Außenseiter, die Personen, die nicht so richtig dazugehören und dazu auch keine Chance bekommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch nun bahnt sich Mobbing einen neuen Weg und nimmt erschreckende Ausmaße an: das Social Web dient als breite Plattform für Cyber-Mobbing und <a href="http://www.stopcyberbullying.org/what_is_cyberbullying_exactly.html" target="_blank">Cyber-Bullying</a> wird bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auch als diese angenommen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Say it 2 my face!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_11984" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/02/taylor-2.gif"><img class="size-medium wp-image-11984" title="taylor audette" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/02/taylor-2-300x295.gif" alt="" width="300" height="295" /></a><p class="wp-caption-text">Taylor Audette</p></div>
<p>Die junge Studentin Taylor Audette musste am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, Opfer von Cyber-Mobbing zu werden. „Ich wurde online gemobbt und gestalkt und war mit dem Eindringen in mein Privatleben durch Social Networks und, schlimmer noch, anonyme Webseiten konfrontiert.“</p>
<p style="text-align: justify;">Doch anstatt sich zu verkriechen oder einschüchtern zu lassen, entschied sie sich dafür, offensiv gegen sogenannte „Cyber Bullies“ vorzugehen. Nach dem ihr die Idee zu der<a href="hhttp://www.sayit2myface.org/" target="_blank"> &#8220;Say it 2 my face&#8221;</a>- Kampagne kam, verpflichtete sie als erstes Gesicht dafür kurzerhand ihre Schwester, die sie noch in ihrem Kinderzimmer fotografierte (s. TopPicture). Die Farbe Lila wählte sie, weil diese als Symbol für gutes Urteilsvermögen steht.</p>
<p style="text-align: justify;">Taylors wichtigstes Ziel ist es, auf die Probleme und Folgen des Cyber-Bullying aufmerksam zu machen, vor allem aber möchte sie, dass man darüber nachdenkt, welches Gewicht die eigenen Worte haben können, die man im Internet veröffentlicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Seit der Gründung ihrer Kampagne hat sie zahlreiche freiwillige Unterstützer gefunden, die ihr helfen, auf die Mobbing-Probleme an Schulen und Universitäten aufmerksam zu machen – denn Cyber-Mobbing ist durchaus nicht nur ein Problem von Teenies, sondern auch zahlreich unter Studierenden zu finden.</p>
<p style="text-align: justify;">„Eines der größten Probleme, dass Cyber-Bullying begleitet, ist die Tatsache, dass die Opfer sich schlichtweg alleine gelassen fühlen“, sagt Taylor, selbst ein Opfer von Online-Bedrohung. Sie musste feststellen, dass es nicht einfach ist, sich Eltern oder Freunden anzuvertrauen und um Hilfe zu bitten. „Ich weiß, wie sich die Verlegenheit anfühlt, wenn man gemobbt wird und das letzte, was ich getan hätte, wäre, mich meinen Eltern anzuvertrauen.“</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir alle können zu Rihanna oder George Michael werden</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<p>Wenn peinliche und demütigende Fotos von Prominenten an die Öffentlichkeit gelangen, kennt die Schadenfreue vieler keine Grenzen. Diese Promis haben aber auch ein Team von Publizisten um sich, die Schadensbegrenzung vornehmen oder gar auf Schadensersatz klagen.</p>
<p style="text-align: justify;">Cyber-Bullying kann jedem von uns passieren &#8211; und für die Schadensbegrenzung sind wir dann selbst zuständig. Fotos sind schnell hochgeladen, was privat gemeint ist, ist schnell öffentlich gemacht – ob man dazu bereit ist oder nicht.  Schüler und Studenten müssen im Gegensatz zu Promis alleine mit den Anschuldigungen klarkommen und mit den Folgen leben. Die Täter tauchen oft in der Anonymität der Gruppe oder des Internets ab.</p>
<p style="text-align: justify;">Die aktuelle <a href="http://www.bitkom.org/66700_66689.aspx" target="_blank">Bitkom-Studie 2.0</a> zeigt, dass bereits 98 Prozent der 10- bis 18-Jährigen das Internet nutzen. Aktuellen Schätzungen zufolge haben aber auch zwischen 30 und 40 Prozent der Jugendlichen schon Erfahrungen mit unterschiedlichen Formen des Cyber-Mobbing gemacht. Die extremsten Folgen wie Suizidversuche sind bis jetzt nur aus England und Amerika bekannt, tragische Berühmtheit erlangte <a href="http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,720737,00.html" target="_blank">Tyler Clementi</a>, der Selbstmord beging, nachdem er von einem Kommilitonen auf Facebook geoutet wurde.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Eis brechen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Besonders in den USA gewinnt die Anti-Cyber-Mobbing-Bewegung immer mehr an Beachtung. Sogar Promi-Blogger <a href="http://perezhilton.com/" target="_blank">Perez Hilton</a>, der seine Berühmtheit damit erlangte, sich gemeine Spitznamen für Promis auszudenken, sie auf seiner Webseite zu outen oder ihre Fotos mit Sperma- oder Kokain-Spuren zu versehen, hat mittlerweile öffentlich <a href="http://www.telegraph.co.uk/news/newstopics/celebritynews/8065511/Perez-Hilton-pledges-to-stop-bullying-celebrities.html" target="_blank">versprochen</a>, von diesem Verhalten Abstand zu nehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Taylor Audette will aufrütteln. Obwohl sie ihre Kampagne in den USA startete, wünscht sie sich nichts mehr, als Jugendliche und junge Erwachsene auf der ganzen Welt mit ihrer Botschaft zu erreichen. „Da das Internet eine weltweite Erscheinung ist, existiert leider auch Cyber-Bullying überall.“ Say it 2 my face möchte Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und Betroffenen als Plattform dienen. „In erster Linie möchte ich erstmal Diskussionen anstoßen“, wünscht sich Taylor.</p>
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		<title>Ist der Ruf erst ruiniert&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 16:31:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ellen Ivits</dc:creator>
				<category><![CDATA[Oktober 2009: Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Cyber-Bullying]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Zu große Nase, zu dick, zu dünn, zu klein, zu groß. Es wird um die Wette getuschelt, gelästert und gemobbt. Was früher auf dem Schulhof stattfand, wird heute mit digitalen Waffen in den Weiten des World Wide Web ausgetragen. Plattformen wie SchülerVZ oder Facebook, Blogs und Chatrooms bieten den idealen Nährboden für jegliche <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/ist-der-ruf-erst-ruiniert">Ist der Ruf erst ruiniert&#8230;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Zu große Nase, zu dick, zu dünn, zu klein, zu groß. Es wird um die Wette getuschelt, gelästert und gemobbt. Was früher auf dem Schulhof stattfand, wird heute mit digitalen Waffen in den Weiten des World Wide Web ausgetragen. Plattformen wie SchülerVZ oder Facebook, Blogs und Chatrooms bieten den idealen Nährboden für jegliche Rachgelüste und perfide Späßchen. Sicher, Beleidigungen und brodelnde Gerüchteküche gab es auf dem Pausenhof schon immer, doch die neue Online-Variante des Mobbings ist gravierender als die herkömmliche Version.</strong><span id="more-1371"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Es hat sich fast so etwas wie ein neuer Schulsport entwickelt: Cyber-Mobbing. Die Unsitten des Cyber-Mobbings, oder Cyber-Bullyings, bieten eine reiche Palette an Spielarten. Von Rufmord, Beleidigung, Identitätsklau, Verhöhnung bis hin zu Psychoterror - es ist alles dabei.</p>
<p style="text-align: justify;">Neue Techniken wie Email, Chat, Instant Messaging Systeme oder auch Handy werden eingesetzt, um immer wieder und mit voller Absicht Andere zu verletzen, sie zu bedrohen und ihnen Angst zu machen. In diskriminierenden und gehässigen Texten, Bildern oder Filmen werden die Opfer öffentlich zur Schau gestellt und verspottet.</p>
<p style="text-align: justify;">Generell beschränkt sich das Cyber-Mobbing nicht nur auf Jugendliche. Diese Altersgruppe ist aber besonders auffällig, denn für die Online-Generation gibt es wohl nichts Selbstverständlicheres als das vermeintlich anonyme Surfen durch das Netz.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Bis zu ein Fünftel aller Jugendlichen betroffen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Laut einer neuen Jugendstudie, der  JIM des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest, sind bereits fast 20 % der befragten Jugendlichen zum Opfer von Cyber-Mobbing geworden. Die Stichprobe sei nach eigenen Angaben des Instituts zwar nicht repräsentativ, gebe jedoch einen guten Einblick in das Phänomen der Internet-Hasstiraden.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Verhängnisvolle an diesem Psychokrieg: Er hört nie auf. Wer früher in der Schule gemobbt wurde, konnte wenigstens nach Schulschluss eine terrorfreie Welt vorfinden. Doch nun finden die Schmähattacken auch zu Hause statt. Es gibt für die Betroffenen keinen Rückzugsraum mehr.</p>
<p style="text-align: justify;">Zudem verbreiten sich die Inhalte mit Höchstgeschwindigkeit an ein unüberschaubar großes Publikum. Eine „Hass-Gruppe“ ist schnell gegründet und peinliche Fotos sind mit zwei Klicks hochgeladen. Bis man sich wehren kann, hat es längst die ganze Welt gesehen. Und was einmal im Netz ist, wird wohl in diesem Gedächtnis der Welt auch bleiben, denn der Große Bruder vergisst nie.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Brisanz des Cyber-Mobbings ergibt sich aus der unkontrollierbaren Reproduktion der Inhalte. Selbst wer einen Profi mit der Löschung des betroffenen Materials beauftragt, weiß nicht, wer sich das peinliche Filmchen schon alles runtergeladen hat. Den meisten ist es nicht bewusst ,wie gläsern der User im Internet ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Unrechtsbewusstsein fehlt</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ohne Bedenken stellen Jugendliche persönliche Informationen und Bilder online. Doch jede Nachricht, jedes Foto und jedes Gruscheln wird protokolliert und auch noch zu Schleuderpreisen weiterverscherbelt. Der aktuelle Preis für ein StudiVZ-Profil: Kein Cent. So findet jeder Interessierte genug Material für seine Gehässigkeiten.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch nicht einmal die Bedenkenlosigkeit der Opfer ist Voraussetzung für den Terror. Schließlich ist es mit moderner Technik ein Leichtes, Fotos oder Videos zu manipulieren oder auch zu fälschen. Zudem genießen die Täter dabei auch noch Anonymität. Man melde sich einfach mit einer falschen E-Mail-Adresse unter einem Pseudonym in einem Netzwerk oder Forum an und schon kann man sich sein Hassobjekt in aller Seelenruhe vornehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Gerade diese Anonymität ist es, die alle Hemmungen schwinden lässt. Unerkannt und nicht konfrontiert mit dem Leiden seines Opfers kann man sich ein Benehmen leisten, zu dem man in einer Face-to-Face- Auseinandersetzung gar nicht fähig wäre.</p>
<p style="text-align: justify;">Cyber-Mobbing kann dramatischste Folgen annehmen, wie der Fall der dreizehnjährigen Megan Meyer zeigt. Das US-amerikanische Mädchen nahm sich nach einem niederträchtigen Cyber-Mobbing das Leben. Eine ehemalige Freundin hatte mit Hilfe ihrer Mutter und deren Arbeitskollegen bei Facebook das Profil des Josh Evans erstellt. Zu dritt manipulierten sie die Gefühle des übergewichtigen Mädchens, das als freundlich, aber depressiongefährdet galt. Megan verliebte sich in die Internet-Bekanntschaft. Doch als der vermeintliche Freund sie mit Beleidigungen, Demütigungen und Anschuldigungen überzog, erhängte sich das Mädchen in dem Keller ihres Elternhauses. Erklärung der Mobber: man wollte sehen, ob Megan schlecht über ihre ehemalige Freundin rede. Keine Spur von Reue oder Schuldgefühlen, Meyer sei ja sowieso depressiv gewesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Strafe zu befürchten haben die Täter nicht. Denn sie bewegten sich in einem gesetzlosen Raum. Erst nach zwei Jahren seit diesem Vorfall wurden 2008, erstmals im US-Bundesstaat Missouri Bösartigkeiten im Internet zum Straftatenbestand.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nicht nur Jugendliche können boshaft sein</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Aber natürlich werden nicht nur Jugendliche und Schüler Opfer von Cyber-Mobbing. Verschmähte Liebhaber zaubern pikante Photos ins Netz &#8211; inklusive Adresse und Telefonnummer. Auch Lehrer werden immer öfter dem öffentlichen Spott und Aggressionsabbau ausgesetzt. So findet man bei YouTube ganze Mordszenarien und Hinrichtungen bayerischer Lateinlehrer. Auf der Seite Rottenneighbor.com kann man ungeliebte Nachbarn verunglimpfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Studenten und Arbeitskollegen benutzen Betriebsfeiern und Ausflüge, um peinliche Aufnahmen zu machen und stellen die &#8220;witzigsten Aufnahmen&#8221; ins Internet. Häufig mit Nennung des Namens und Adresse. Es sind Fälle bekannt geworden, in denen diffamierende Veröffentlichungen ganz bewusst zur Karriereschädigung eingesetzt wurden. Geschäftsschädigung durch Cybermobbing ist ebenfalls eine „ganz tolle Idee“ um seine Konkurrenten loszuwerden.</p>
<p style="text-align: justify;">In nur wenigen Fällen gelingt ein rechtliches Vorgehen gegen die Täter, denn die agieren unter Pseudonymen. Viele ausländische Foren machen sich nicht einmal die Mühe, auf eine Beschwerde zu reagieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Anfang dieses Jahres haben auf Druck der Europäischen Union große Anbieter sozialer Netzwerke wie Facebook und SchülerVZ eine Verpflichtungserklärung unterschrieben. Demnach sollen kritische Inhalte über einen Alarmknopf sofort gemeldet werden. Doch viele zögern, den Knopf zu benutzen &#8211; schließlich wolle keiner gern als Petze dastehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Da bleibt wohl fürs Erste das berühmte Wilhelm Busch-Zitat „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich&#8217;s völlig ungeniert“ das einzige kleine Trostpflaster.</p>
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		<title>Cybermobbing &#8211; hört die Moral im Netz auf?</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 16:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lena Ruessing</dc:creator>
				<category><![CDATA[Oktober 2009: Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Cyber-Bullying]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Schüler filmen das Dekolletee ihrer Lehrerin, ziehen ihrem Lehrer die Hose runter und nach kurzer Zeit stehen die Videos öffentlich im Internet. Schüler werden von ihren Mitschülern belästigt, bloßgestellt und sind Opfer von Verleumdungen, persönlichen Angriffen und Drohungen. Üble Nachrede, offene Lügen, gefälschte Fotos. Das Internet bietet viele neue Möglichkeiten zum Mobben und <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/cybermobbing-hort-die-moral-im-netz-auf">Cybermobbing &#8211; hört die Moral im Netz auf?</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/cybermobbing-hort-die-moral-im-netz-auf"><img class="alignright size-medium wp-image-1891" title="joke" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/09/joke-300x199.jpg" alt="joke" width="300" height="205" /></a>Schüler filmen das Dekolletee ihrer Lehrerin, ziehen ihrem Lehrer die Hose runter und nach kurzer Zeit stehen die Videos öffentlich im Internet. Schüler werden von ihren Mitschülern belästigt, bloßgestellt und sind Opfer von Verleumdungen, persönlichen Angriffen und Drohungen. Üble Nachrede, offene Lügen, gefälschte Fotos. Das Internet bietet viele neue Möglichkeiten zum Mobben und sie werden eifrig genutzt.<span id="more-1373"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Kein einziges Forum oder Netzwerk, kein einziger Blog kommt ohne Schmähungen aus. Handymitschnitte geschmackloser Streiche werden ins Netz gestellt, pornografische Fotomontagen werden erstellt oder anonyme Drohungen über SMS und E-Mail verschickt. Ist das die schöne, neue Welt des Web 2.0, des Mitmachnetzes, die wir uns gewünscht haben? Bedeutet Mitmachen zwangsläufig auch das anonyme Mobben anderer?</p>
<p style="text-align: justify;">Im Grundgesetz steht es Schwarz auf Weiß: &#8220;Die Würde des Menschen ist unantastbar.&#8221; Im Internet scheint dieser Grundsatz nicht zu gelten. Viele Internetforen berufen sich auf das Grundrecht auf Meinungsfreiheit, das in Artikel fünf des Grundgesetzes festgelegt ist. Gerade die Meinungen über die Bewertungsportale wie &#8220;Spickmich&#8221; oder &#8220;MeinProf&#8221; sind geteilt. Hier können Schüler und Studenten anonym die Arbeit ihrer Lehrer und Professoren beurteilen. Während die einen sie lediglich als Rückmeldung der Betroffenen empfinden, fühlen sich andere durch anonyme Kritik gemobbt.</p>
<p style="text-align: justify;">Cybermobbing ist an sich keine neue Erscheinung, aber es unterscheidet sich in einigen Punkten von &#8220;einfachem&#8221; Mobbing. Rund um die Uhr kann in das Privatleben von anderen eingegriffen werden. Cybermobbing endet Dank des Internets nicht nach der Schule oder Arbeit. Hinzu kommt, dass Cyber-Täter anonym agieren können, so dass das Opfer nicht weiß, wer es belästigt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Würde des Menschen ist unantastbar</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Und das Publikum ist unüberschaubar groß, elektronische Inhalte sind, wenn sie einmal online sind, nur schwer zu kontrollieren. Der Spielraum von Cybermobbing ist also unermesslich. Doch wie weit darf dieser Spielraum gehen? Moralischen Grundsätzen unterliegt er nicht mehr.</p>
<p style="text-align: justify;">Zumindest ist ein Teil der Gesellschaft aufgewacht und damit verbindet sich die Hoffnung, den Trend &#8220;Cybermobbing&#8221; zumindest teilweise einzuschränken. Mittlerweile ist Unterrichtsmaterial für Lehrer zum Thema &#8220;Was tun bei Cybermobbing?&#8221; erhältlich. Immer mehr Fälle von Cybermobbing tauchen in den Medien auf. Cybermobbing-Attacken gegen Lehrer sind Thema deutscher Gesamtlehrerkonferenzen und auf Anti-Mobbing-Pages ist von einer Zunahme an Mobbing mittels Neuer Medien zu lesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Es steht demnach nicht die Frage der freien Meinungsäußerung im Vordergrund. Es wird auf die Dauer zu klären sein, wie man auch im Internet zu einem moralischen, sozialen Miteinander finden kann, damit auch Soziale Netzwerke wie &#8220;SchülerVZ&#8221; oder Videoportale wie &#8220;YouTube&#8221; ihre Legitimation behalten können. Dies wird nicht nur neue Herausforderungen an alle Internetnutzer stellen, sondern vor allem wird es eine neue Herausforderung für die Justiz bedeuten, damit der Grundsatz &#8220;Die Würde des Menschen ist unantastbar&#8221; allgemeingültig bestehen bleibt, auch im virtuellen Raum.</p>
<a href="http://twitter.com/share" class="twitter-share-button" data-url="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/cybermobbing-hort-die-moral-im-netz-auf" data-text="Cybermobbing - hört die Moral im Netz auf?" data-count="horizontal">Tweet</a>]]></content:encoded>
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