“Ein Mann namens Ove”: Der Blick hinter die raue Schale

Ove ist ein grummeliger, unfreundlicher, alter Mann, der seiner Nachbarschaft die Hölle heiß macht. Doch er ist auch von vielen Schicksalsschlägen gezeichnet. Mit viel trockenem Humor, ohne jedoch die Tragik der Geschichte aus den Augen zu verlieren, erzählt Hannes Holm vom Schicksal des Rentners. Unsere Kritik zu “Ein Mann namens Ove”:

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April 2016: Humor

“Wer den Tag mit einem lächeln beginnt, der hat ihn bereits gewonnen” wusste schon Cicero. Und er hat wohl recht: Was gibt es schöneres, als gemeinsam mit Freunden lachen zu können? So wollen auch wir uns in dieser Ausgabe ganz dem Thema Humor verschreiben und Dir, liebem Leser, ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

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Anomalisa

Grotesk, verstörend aber auch tief melancholisch ist die kurze Beziehungsgeschichte die Kaufman diesmal in einem Miniatur-Puppenhotel aufbaut. In dieser anomalen und doch irgendwie vertraut wirkenden Welt trifft unser einsamer Hauptcharakter Michael auf Lisa. 

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Ich bin dann mal weg – Hape Kerkelings Erfolgsroman kommt auf die Kinoleinwand

Pünktlich zum Weihnachtsfest startet „Ich bin dann mal weg“ am 24.12. in den deutschen Kinos. Die Buchvorlage hat sich über fünf Millionen Mal verkauft. Wie bei jeder Buchverfilmung stellt sich jetzt die Frage: Kann der Film da mithalten? Wir haben ihn uns schon mal angeschaut. Ich bin dann mal weg – Hape Kerkelings Erfolgsroman kommt auf die Kinoleinwand weiterlesen

„Boyhood“ – Der lange Weg zum Erwachsenwerden

Es dauerte zwölf Jahre bis Regisseur Richard Linklater sein Projekt „Boyhood“ fertigstellte. In dem als bester Film 2014 gelobten Werk verfolgt der Zuschauer das Leben des Jungen Mason, der sich vom gedankenverlorenen Kind zum eigenwilligen Mann entwickelt. „Boyhood“ — Der lange Weg zum Erwachsenwerden weiterlesen

In Schrecken versetzt? Kritik zu „The Gallows“

Foto: mlhradio / flickr.com unter CC-BY-NC 2.0
Foto: mlhradio / flickr.com unter CC-BY-NC 2.0

Als Youtubevideo begonnen, präsentiert Newline Cinema nun den Low-Budget Horrorstreifen „The Gallows“. Kinostart ist der 27. August 2015. Doch kann sich der Film wirklich als mitreißendes Kinoerlebnis durchsetzen?
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Magic Mike XXL – Tanga-Tänzer on Tour

Die "Male Entertainer" bei ihrer letzten Show
Die “Male Entertainer” bei ihrer letzten Show (Foto: Warner Bros.)

Mit “Magic Mike XXL” kam am 23. Juli der zweite Teil der erfolgreichen Stripper-Komödie von Steven Soderbergh in die deutschen Kinos. Ein bloßes Testosteron-Spektakel? Softporno? Oder schafft es der Film doch, mit Humor und Handlung zu überzeugen?

Einige Jahre nachdem Mike (Channing Tatum) seine Stripper-Karriere an den Nagel gehängt hat, betreibt er nun, wie immer erträumt, sein eigenes Möbelunternehmen. Während eines Auftrages erhält er einen Anruf von Tarzan (Kevin Nash), der ihm von Dallas’ (Matthew McConaughey) Tod berichtet. Bei der vermeintlichen Trauerfeier angelangt, welche sich als Poolparty herausstellt, bemerkt Mike, dass ihn seine alten Freunden nur auf den Arm genommen haben. Hierbei fällt auf, dass der Film sich selbst nicht ernst nimmt und auch über sich selbst, wie auch die Filmszene an sich, lachen kann. Der Ausstieg eines Hauptdarstellers wird hierbei selbstironisch durch den Tod angedeutet, jedoch nachher durch das Verschwinden von Dallas nach Macau erklärt.

Magic Mike XXL Werbeplakat
Magic Mike XXL Werbeplakat (Foto: Waner Bros.)

Bei der Party erklären die alten Bühnen-Kollegen Mike, dass sie auf dem Weg nach Myrtle Beach sind, um dort bei einer Stripper Conventionen ihre Karriere zu beenden. Zunächst zeigt sich Mike nicht interessiert an diesem Vorhaben. Zur Freude der Frauen bleibt es jedoch nicht dabei. Als ein alter Song im Radio gespielt wird, legt er in seiner Werkstatt einen Solo-Striptease hin und scheint nun wieder Blut geleckt zu haben. Zusammen mit Ken (Matt Bomer), Richie (Joe Manganiello), Tobias (Gabriel Iglesias), Tarzan und Tito (Adam Rodriguez) macht sich Mike auf nach South Carolina. Damit wäre die Rahmenhandlung leider auch schon ausreichend beschrieben.

Elizabeth Banks
Elizabeth Banks (Foto: Reuters)

Starke Frauen als weibliche Konterparts?

Wie im ersten Teil werden die meisten Frauen als kreischender Haufen lüsterner Groupies dargestellt. Die Tatsache, dass diese in jeglichen Formen, Farben und Größen auftauchen, ändert daran nichts. Dem setzen die Macher jedoch auch einige – dem Anschein nach – charakterstarke Frauen entgegen. So zum Beispiel Jada Pinkett Smith als extravagante Stripclub-Besitzerin Rome, Amber Heard als rebellische Fotografin Zoe, Andie MacDowell als heiße Familienmutter Nancy und Elizabeth Banks als Moderatorin Paris, welche sich bereits in den Panem und den Pitch Perfect Filmen als überzeugende Moderatorin beweisen konnte. Obwohl sie sich Anfangs alle als selbstbewusst darstellen, werden auch sie leider schlussendlich von der Stripperbande um den Finger gewickelt.

Weniger Handlung, mehr Tanz

Wer den ersten Teil gesehen hat, rechnet vermutlich auch beim zweiten Teil mit einem Funken Tiefgründigkeit und Dramaturgie. Enttäuschenderweise wird der Film dem nicht gerecht. Nicht nur die Tänzer, nein auch die Handlung zieht förmlich blank. Bis auf die grobe Rahmenhandlung und verschiedene Stationen auf dem Weg zur Stripper Convention spielt sich nicht viel ab. Mangels zu spielender Emotionen bleibt die beste Leistung der Schauspieler nicht die Schauspielerische, sondern die Tänzerische.

Einzig hervorhebenswert bleibt der auf zweierlei Arten beschrittene Weg der Male Entertainer. Denn der tatsächlich beschrittene Weg hin nach South Carolina steht bloß metaphorisch für die Entwicklung, die jeder Einzelne bei seiner Selbstfindung vollzieht.

Zielgruppen und Marketing

Bei einer Fortsetzung eines Filmes mit diesem Charakter kommt auch ohne den Film gesehen zu haben der Beigeschmack der Kommerzgeilheit auf. Im Film werden die typischen, schönen Frauen angesprochen, aber auch die Mädchen und Frauen die nicht in 90-60-90 Schublade passen. Zudem werden durch die Szenen mit Andy MacDowell auch ältere Frauen aus gehobeneren Schichten angesprochen. Dabei scheint es egal, ob single, vergeben, verlobt oder verheiratet.

Aber auch außerhalb des Kinosaals schaffen es die Stars von “Magic Mike XXL”, mit nackter Haut und geschickt ausgewählten Fernsehauftritten (z.B. bei target=”_blank”>Ellen DeGeneres) ihre Zielgruppe zu erreichen.

Fazit

Wer gefallen an tanzenden, muskelbepackten, nackten Oberkörpern hat und dafür ein Weniger an guter Handlung in Kauf nimmt und zudem gespannt ist, wie eine Striptease-Aufführung von Twilight aussieht, für den lohnt sich der Gang zur Kinokasse allemal. Spektakuläre Tänze mit einer guten Prise Humor sorgen schließlich auch für einen gewissen Unterhaltungsfaktor. Dennoch bleibt “Magic Mike XXL” am Ende leider eher eine Lehrstunde in Zielgruppen-Targeting und wirtschaftlicher Vermarktung als ein tiefgründiger Film, der ein realitätsgetreues Bild des Stripper-Daseins aufzuzeigen versucht.

“Mad Max” ist wieder da!

Foto: Warner Bros.
Foto: Warner Bros.

Unglaubliche 36 Jahre nach seinem Riesenerfolg und Kultfilm “Mad Max” (1979) inszeniert der mittlerweile 70-jährige George Miller mit “Mad Max – Fury Road” das mittlerweile dritte Sequel des Franchise. Eine bombastische Materialschlacht.

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Kurzkritik: “The Imitation Game”

Am 22. Januar kommt „The Imitiation Game – Ein streng geheimes Leben“ in die deutschen Kinos. Aufmerksamkeit zieht der Film alleine durch seine acht Oscarnominierungen auf sich, darunter auch jene für den besten Film.

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Spaßiger Weltraum-Culture-Clash

Müssen die Galaxie vor dem Bösen retten: Die Guardians of the Galaxy Bild: BagoGames / flickr.com unter CC BY 2.0
Die Guardians of the Galaxy: Eine Gruppe ungewöhnlicher Helden
Bild: BagoGames / flickr.com unter CC BY 2.0

Neue Helden, ein recht unbekannter Regisseur, wenig Starpower – Marvel geht mit seinem neuen Big-Budget-Blockbuster ein hohes Risiko ein: doch nicht nur der bisherige Erfolg gibt dem Studio Recht. Marvel macht fast alles richtig und präsentiert mit „Guardians of the Galaxy“ Unterhaltungskino in seiner Reinform. Spaßiger Weltraum-Culture-Clash weiterlesen

Das Spiel zur Schau

Die Lust am (Schau-)Spiel: Im Kino begegnen uns Schauspieler in unterschiedlichsten Rollen - oder sind es doch immer dieselben? Bild: Monique Autrey / WikimediaCommons unter CC BY 2.0
Die Lust am (Schau-)Spiel: Im Kino begegnen uns Angelina und Co. in unterschiedlichsten Rollen – oder sind es doch immer dieselben?
Bild: Monique Autrey / WikimediaCommons unter CC BY 2.0

Gamen, daddeln und zocken, aufführen, darstellen und nachahmen – Spielen gilt als älteste Kulturtechnik der Menschheit. Und sie erfasst sämtliche Generationen. Die Freude am Spiel oder an Spielen geht weit über die Kindheit hinaus, entwickelt sich weiter, verschiebt sich vielleicht auf andere Spiele oder Spielarten. Nicht immer muss man dabei selbst aktiver Spieler sein, nicht immer braucht man Gesellschaft, um der Spielleidenschaft zu frönen – manchmal verleiht man der Lust am Spiel allein durch einen Kinobesuch Ausdruck. Das Spiel zur Schau weiterlesen