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	<title>MEDIENBLICK BONN &#187; Cyber-Bullying</title>
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	<description>studentisches medienmagazin</description>
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		<title>Schluss mit lustig. Irgendwann hört der Spaß auf</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 11:03:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadine Fitzke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Februar 2011: Aufhören!]]></category>
		<category><![CDATA[Online&co.]]></category>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Social Networks machen Spaß. Meistens jedenfalls. Denn leider gibt es auch negative Aspekte. Diese musste Taylor Audette, Studentin aus Kalifornien, auf unschöne Art und Weise kennenlernen. Anstatt das Cyber-Mobbing über sich ergehen zu lassen, rief sie jedoch die Kampagne „Say it 2 my face“ ins Leben – denn sie ist nicht alleine mit <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/thema/schluss-mit-lustig-irgendwann-hort-der-spas-auf">Schluss mit lustig. Irgendwann hört der Spaß auf</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/02/taylor-1.jpg"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/thema/schluss-mit-lustig-irgendwann-hort-der-spas-auf"><img class="aligncenter size-full wp-image-11983" title="say it 2 my face - Kampagne gegen Cyber-Mobbing" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/02/taylor-1.jpg" alt="" width="434" height="317" /></a></a>Social Networks machen Spaß. Meistens jedenfalls. Denn leider gibt es auch negative Aspekte. Diese musste Taylor Audette, Studentin aus Kalifornien, auf unschöne Art und Weise kennenlernen. Anstatt das <a href="http://www.gew.de/Binaries/Binary31974/GEW%20Brosch%FCre%20mit%20Tipps%20und%20Hinweisen.pdf" target="_blank">Cyber-Mobbing</a> über sich ergehen zu lassen, rief sie jedoch die Kampagne <a href="http://www.sayit2myface.org/" target="_blank">„Say it 2 my face“</a> ins Leben – denn sie ist nicht alleine mit dem Problem.<span id="more-11982"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Klatsch und Tratsch auf Schul-und Uni-Fluren gab es schon immer, das sind keine neuen Phänomene. Überall gibt es die Clique mit den coolen Trendsettern, mit denen, die das Sagen haben und Meinungen beeinflussen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und immer wieder gibt es die Außenseiter, die Personen, die nicht so richtig dazugehören und dazu auch keine Chance bekommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch nun bahnt sich Mobbing einen neuen Weg und nimmt erschreckende Ausmaße an: das Social Web dient als breite Plattform für Cyber-Mobbing und <a href="http://www.stopcyberbullying.org/what_is_cyberbullying_exactly.html" target="_blank">Cyber-Bullying</a> wird bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auch als diese angenommen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Say it 2 my face!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_11984" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/02/taylor-2.gif"><img class="size-medium wp-image-11984" title="taylor audette" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/02/taylor-2-300x295.gif" alt="" width="300" height="295" /></a><p class="wp-caption-text">Taylor Audette</p></div>
<p>Die junge Studentin Taylor Audette musste am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, Opfer von Cyber-Mobbing zu werden. „Ich wurde online gemobbt und gestalkt und war mit dem Eindringen in mein Privatleben durch Social Networks und, schlimmer noch, anonyme Webseiten konfrontiert.“</p>
<p style="text-align: justify;">Doch anstatt sich zu verkriechen oder einschüchtern zu lassen, entschied sie sich dafür, offensiv gegen sogenannte „Cyber Bullies“ vorzugehen. Nach dem ihr die Idee zu der<a href="hhttp://www.sayit2myface.org/" target="_blank"> &#8220;Say it 2 my face&#8221;</a>- Kampagne kam, verpflichtete sie als erstes Gesicht dafür kurzerhand ihre Schwester, die sie noch in ihrem Kinderzimmer fotografierte (s. TopPicture). Die Farbe Lila wählte sie, weil diese als Symbol für gutes Urteilsvermögen steht.</p>
<p style="text-align: justify;">Taylors wichtigstes Ziel ist es, auf die Probleme und Folgen des Cyber-Bullying aufmerksam zu machen, vor allem aber möchte sie, dass man darüber nachdenkt, welches Gewicht die eigenen Worte haben können, die man im Internet veröffentlicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Seit der Gründung ihrer Kampagne hat sie zahlreiche freiwillige Unterstützer gefunden, die ihr helfen, auf die Mobbing-Probleme an Schulen und Universitäten aufmerksam zu machen – denn Cyber-Mobbing ist durchaus nicht nur ein Problem von Teenies, sondern auch zahlreich unter Studierenden zu finden.</p>
<p style="text-align: justify;">„Eines der größten Probleme, dass Cyber-Bullying begleitet, ist die Tatsache, dass die Opfer sich schlichtweg alleine gelassen fühlen“, sagt Taylor, selbst ein Opfer von Online-Bedrohung. Sie musste feststellen, dass es nicht einfach ist, sich Eltern oder Freunden anzuvertrauen und um Hilfe zu bitten. „Ich weiß, wie sich die Verlegenheit anfühlt, wenn man gemobbt wird und das letzte, was ich getan hätte, wäre, mich meinen Eltern anzuvertrauen.“</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir alle können zu Rihanna oder George Michael werden</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<p>Wenn peinliche und demütigende Fotos von Prominenten an die Öffentlichkeit gelangen, kennt die Schadenfreue vieler keine Grenzen. Diese Promis haben aber auch ein Team von Publizisten um sich, die Schadensbegrenzung vornehmen oder gar auf Schadensersatz klagen.</p>
<p style="text-align: justify;">Cyber-Bullying kann jedem von uns passieren &#8211; und für die Schadensbegrenzung sind wir dann selbst zuständig. Fotos sind schnell hochgeladen, was privat gemeint ist, ist schnell öffentlich gemacht – ob man dazu bereit ist oder nicht.  Schüler und Studenten müssen im Gegensatz zu Promis alleine mit den Anschuldigungen klarkommen und mit den Folgen leben. Die Täter tauchen oft in der Anonymität der Gruppe oder des Internets ab.</p>
<p style="text-align: justify;">Die aktuelle <a href="http://www.bitkom.org/66700_66689.aspx" target="_blank">Bitkom-Studie 2.0</a> zeigt, dass bereits 98 Prozent der 10- bis 18-Jährigen das Internet nutzen. Aktuellen Schätzungen zufolge haben aber auch zwischen 30 und 40 Prozent der Jugendlichen schon Erfahrungen mit unterschiedlichen Formen des Cyber-Mobbing gemacht. Die extremsten Folgen wie Suizidversuche sind bis jetzt nur aus England und Amerika bekannt, tragische Berühmtheit erlangte <a href="http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,720737,00.html" target="_blank">Tyler Clementi</a>, der Selbstmord beging, nachdem er von einem Kommilitonen auf Facebook geoutet wurde.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Eis brechen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Besonders in den USA gewinnt die Anti-Cyber-Mobbing-Bewegung immer mehr an Beachtung. Sogar Promi-Blogger <a href="http://perezhilton.com/" target="_blank">Perez Hilton</a>, der seine Berühmtheit damit erlangte, sich gemeine Spitznamen für Promis auszudenken, sie auf seiner Webseite zu outen oder ihre Fotos mit Sperma- oder Kokain-Spuren zu versehen, hat mittlerweile öffentlich <a href="http://www.telegraph.co.uk/news/newstopics/celebritynews/8065511/Perez-Hilton-pledges-to-stop-bullying-celebrities.html" target="_blank">versprochen</a>, von diesem Verhalten Abstand zu nehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Taylor Audette will aufrütteln. Obwohl sie ihre Kampagne in den USA startete, wünscht sie sich nichts mehr, als Jugendliche und junge Erwachsene auf der ganzen Welt mit ihrer Botschaft zu erreichen. „Da das Internet eine weltweite Erscheinung ist, existiert leider auch Cyber-Bullying überall.“ Say it 2 my face möchte Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und Betroffenen als Plattform dienen. „In erster Linie möchte ich erstmal Diskussionen anstoßen“, wünscht sich Taylor.</p>
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		<title>Ist der Ruf erst ruiniert&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 16:31:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ellen Ivits</dc:creator>
				<category><![CDATA[Oktober 2009: Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Cyber-Bullying]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Zu große Nase, zu dick, zu dünn, zu klein, zu groß. Es wird um die Wette getuschelt, gelästert und gemobbt. Was früher auf dem Schulhof stattfand, wird heute mit digitalen Waffen in den Weiten des World Wide Web ausgetragen. Plattformen wie SchülerVZ oder Facebook, Blogs und Chatrooms bieten den idealen Nährboden für jegliche <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/ist-der-ruf-erst-ruiniert">Ist der Ruf erst ruiniert&#8230;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Zu große Nase, zu dick, zu dünn, zu klein, zu groß. Es wird um die Wette getuschelt, gelästert und gemobbt. Was früher auf dem Schulhof stattfand, wird heute mit digitalen Waffen in den Weiten des World Wide Web ausgetragen. Plattformen wie SchülerVZ oder Facebook, Blogs und Chatrooms bieten den idealen Nährboden für jegliche Rachgelüste und perfide Späßchen. Sicher, Beleidigungen und brodelnde Gerüchteküche gab es auf dem Pausenhof schon immer, doch die neue Online-Variante des Mobbings ist gravierender als die herkömmliche Version.</strong><span id="more-1371"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Es hat sich fast so etwas wie ein neuer Schulsport entwickelt: Cyber-Mobbing. Die Unsitten des Cyber-Mobbings, oder Cyber-Bullyings, bieten eine reiche Palette an Spielarten. Von Rufmord, Beleidigung, Identitätsklau, Verhöhnung bis hin zu Psychoterror - es ist alles dabei.</p>
<p style="text-align: justify;">Neue Techniken wie Email, Chat, Instant Messaging Systeme oder auch Handy werden eingesetzt, um immer wieder und mit voller Absicht Andere zu verletzen, sie zu bedrohen und ihnen Angst zu machen. In diskriminierenden und gehässigen Texten, Bildern oder Filmen werden die Opfer öffentlich zur Schau gestellt und verspottet.</p>
<p style="text-align: justify;">Generell beschränkt sich das Cyber-Mobbing nicht nur auf Jugendliche. Diese Altersgruppe ist aber besonders auffällig, denn für die Online-Generation gibt es wohl nichts Selbstverständlicheres als das vermeintlich anonyme Surfen durch das Netz.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Bis zu ein Fünftel aller Jugendlichen betroffen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Laut einer neuen Jugendstudie, der  JIM des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest, sind bereits fast 20 % der befragten Jugendlichen zum Opfer von Cyber-Mobbing geworden. Die Stichprobe sei nach eigenen Angaben des Instituts zwar nicht repräsentativ, gebe jedoch einen guten Einblick in das Phänomen der Internet-Hasstiraden.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Verhängnisvolle an diesem Psychokrieg: Er hört nie auf. Wer früher in der Schule gemobbt wurde, konnte wenigstens nach Schulschluss eine terrorfreie Welt vorfinden. Doch nun finden die Schmähattacken auch zu Hause statt. Es gibt für die Betroffenen keinen Rückzugsraum mehr.</p>
<p style="text-align: justify;">Zudem verbreiten sich die Inhalte mit Höchstgeschwindigkeit an ein unüberschaubar großes Publikum. Eine „Hass-Gruppe“ ist schnell gegründet und peinliche Fotos sind mit zwei Klicks hochgeladen. Bis man sich wehren kann, hat es längst die ganze Welt gesehen. Und was einmal im Netz ist, wird wohl in diesem Gedächtnis der Welt auch bleiben, denn der Große Bruder vergisst nie.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Brisanz des Cyber-Mobbings ergibt sich aus der unkontrollierbaren Reproduktion der Inhalte. Selbst wer einen Profi mit der Löschung des betroffenen Materials beauftragt, weiß nicht, wer sich das peinliche Filmchen schon alles runtergeladen hat. Den meisten ist es nicht bewusst ,wie gläsern der User im Internet ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Unrechtsbewusstsein fehlt</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ohne Bedenken stellen Jugendliche persönliche Informationen und Bilder online. Doch jede Nachricht, jedes Foto und jedes Gruscheln wird protokolliert und auch noch zu Schleuderpreisen weiterverscherbelt. Der aktuelle Preis für ein StudiVZ-Profil: Kein Cent. So findet jeder Interessierte genug Material für seine Gehässigkeiten.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch nicht einmal die Bedenkenlosigkeit der Opfer ist Voraussetzung für den Terror. Schließlich ist es mit moderner Technik ein Leichtes, Fotos oder Videos zu manipulieren oder auch zu fälschen. Zudem genießen die Täter dabei auch noch Anonymität. Man melde sich einfach mit einer falschen E-Mail-Adresse unter einem Pseudonym in einem Netzwerk oder Forum an und schon kann man sich sein Hassobjekt in aller Seelenruhe vornehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Gerade diese Anonymität ist es, die alle Hemmungen schwinden lässt. Unerkannt und nicht konfrontiert mit dem Leiden seines Opfers kann man sich ein Benehmen leisten, zu dem man in einer Face-to-Face- Auseinandersetzung gar nicht fähig wäre.</p>
<p style="text-align: justify;">Cyber-Mobbing kann dramatischste Folgen annehmen, wie der Fall der dreizehnjährigen Megan Meyer zeigt. Das US-amerikanische Mädchen nahm sich nach einem niederträchtigen Cyber-Mobbing das Leben. Eine ehemalige Freundin hatte mit Hilfe ihrer Mutter und deren Arbeitskollegen bei Facebook das Profil des Josh Evans erstellt. Zu dritt manipulierten sie die Gefühle des übergewichtigen Mädchens, das als freundlich, aber depressiongefährdet galt. Megan verliebte sich in die Internet-Bekanntschaft. Doch als der vermeintliche Freund sie mit Beleidigungen, Demütigungen und Anschuldigungen überzog, erhängte sich das Mädchen in dem Keller ihres Elternhauses. Erklärung der Mobber: man wollte sehen, ob Megan schlecht über ihre ehemalige Freundin rede. Keine Spur von Reue oder Schuldgefühlen, Meyer sei ja sowieso depressiv gewesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Strafe zu befürchten haben die Täter nicht. Denn sie bewegten sich in einem gesetzlosen Raum. Erst nach zwei Jahren seit diesem Vorfall wurden 2008, erstmals im US-Bundesstaat Missouri Bösartigkeiten im Internet zum Straftatenbestand.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nicht nur Jugendliche können boshaft sein</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Aber natürlich werden nicht nur Jugendliche und Schüler Opfer von Cyber-Mobbing. Verschmähte Liebhaber zaubern pikante Photos ins Netz &#8211; inklusive Adresse und Telefonnummer. Auch Lehrer werden immer öfter dem öffentlichen Spott und Aggressionsabbau ausgesetzt. So findet man bei YouTube ganze Mordszenarien und Hinrichtungen bayerischer Lateinlehrer. Auf der Seite Rottenneighbor.com kann man ungeliebte Nachbarn verunglimpfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Studenten und Arbeitskollegen benutzen Betriebsfeiern und Ausflüge, um peinliche Aufnahmen zu machen und stellen die &#8220;witzigsten Aufnahmen&#8221; ins Internet. Häufig mit Nennung des Namens und Adresse. Es sind Fälle bekannt geworden, in denen diffamierende Veröffentlichungen ganz bewusst zur Karriereschädigung eingesetzt wurden. Geschäftsschädigung durch Cybermobbing ist ebenfalls eine „ganz tolle Idee“ um seine Konkurrenten loszuwerden.</p>
<p style="text-align: justify;">In nur wenigen Fällen gelingt ein rechtliches Vorgehen gegen die Täter, denn die agieren unter Pseudonymen. Viele ausländische Foren machen sich nicht einmal die Mühe, auf eine Beschwerde zu reagieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Anfang dieses Jahres haben auf Druck der Europäischen Union große Anbieter sozialer Netzwerke wie Facebook und SchülerVZ eine Verpflichtungserklärung unterschrieben. Demnach sollen kritische Inhalte über einen Alarmknopf sofort gemeldet werden. Doch viele zögern, den Knopf zu benutzen &#8211; schließlich wolle keiner gern als Petze dastehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Da bleibt wohl fürs Erste das berühmte Wilhelm Busch-Zitat „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich&#8217;s völlig ungeniert“ das einzige kleine Trostpflaster.</p>
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		<title>Cybermobbing &#8211; hört die Moral im Netz auf?</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 16:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lena Ruessing</dc:creator>
				<category><![CDATA[Oktober 2009: Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Cyber-Bullying]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Schüler filmen das Dekolletee ihrer Lehrerin, ziehen ihrem Lehrer die Hose runter und nach kurzer Zeit stehen die Videos öffentlich im Internet. Schüler werden von ihren Mitschülern belästigt, bloßgestellt und sind Opfer von Verleumdungen, persönlichen Angriffen und Drohungen. Üble Nachrede, offene Lügen, gefälschte Fotos. Das Internet bietet viele neue Möglichkeiten zum Mobben und <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/cybermobbing-hort-die-moral-im-netz-auf">Cybermobbing &#8211; hört die Moral im Netz auf?</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/cybermobbing-hort-die-moral-im-netz-auf"><img class="alignright size-medium wp-image-1891" title="joke" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/09/joke-300x199.jpg" alt="joke" width="300" height="205" /></a>Schüler filmen das Dekolletee ihrer Lehrerin, ziehen ihrem Lehrer die Hose runter und nach kurzer Zeit stehen die Videos öffentlich im Internet. Schüler werden von ihren Mitschülern belästigt, bloßgestellt und sind Opfer von Verleumdungen, persönlichen Angriffen und Drohungen. Üble Nachrede, offene Lügen, gefälschte Fotos. Das Internet bietet viele neue Möglichkeiten zum Mobben und sie werden eifrig genutzt.<span id="more-1373"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Kein einziges Forum oder Netzwerk, kein einziger Blog kommt ohne Schmähungen aus. Handymitschnitte geschmackloser Streiche werden ins Netz gestellt, pornografische Fotomontagen werden erstellt oder anonyme Drohungen über SMS und E-Mail verschickt. Ist das die schöne, neue Welt des Web 2.0, des Mitmachnetzes, die wir uns gewünscht haben? Bedeutet Mitmachen zwangsläufig auch das anonyme Mobben anderer?</p>
<p style="text-align: justify;">Im Grundgesetz steht es Schwarz auf Weiß: &#8220;Die Würde des Menschen ist unantastbar.&#8221; Im Internet scheint dieser Grundsatz nicht zu gelten. Viele Internetforen berufen sich auf das Grundrecht auf Meinungsfreiheit, das in Artikel fünf des Grundgesetzes festgelegt ist. Gerade die Meinungen über die Bewertungsportale wie &#8220;Spickmich&#8221; oder &#8220;MeinProf&#8221; sind geteilt. Hier können Schüler und Studenten anonym die Arbeit ihrer Lehrer und Professoren beurteilen. Während die einen sie lediglich als Rückmeldung der Betroffenen empfinden, fühlen sich andere durch anonyme Kritik gemobbt.</p>
<p style="text-align: justify;">Cybermobbing ist an sich keine neue Erscheinung, aber es unterscheidet sich in einigen Punkten von &#8220;einfachem&#8221; Mobbing. Rund um die Uhr kann in das Privatleben von anderen eingegriffen werden. Cybermobbing endet Dank des Internets nicht nach der Schule oder Arbeit. Hinzu kommt, dass Cyber-Täter anonym agieren können, so dass das Opfer nicht weiß, wer es belästigt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Würde des Menschen ist unantastbar</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Und das Publikum ist unüberschaubar groß, elektronische Inhalte sind, wenn sie einmal online sind, nur schwer zu kontrollieren. Der Spielraum von Cybermobbing ist also unermesslich. Doch wie weit darf dieser Spielraum gehen? Moralischen Grundsätzen unterliegt er nicht mehr.</p>
<p style="text-align: justify;">Zumindest ist ein Teil der Gesellschaft aufgewacht und damit verbindet sich die Hoffnung, den Trend &#8220;Cybermobbing&#8221; zumindest teilweise einzuschränken. Mittlerweile ist Unterrichtsmaterial für Lehrer zum Thema &#8220;Was tun bei Cybermobbing?&#8221; erhältlich. Immer mehr Fälle von Cybermobbing tauchen in den Medien auf. Cybermobbing-Attacken gegen Lehrer sind Thema deutscher Gesamtlehrerkonferenzen und auf Anti-Mobbing-Pages ist von einer Zunahme an Mobbing mittels Neuer Medien zu lesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Es steht demnach nicht die Frage der freien Meinungsäußerung im Vordergrund. Es wird auf die Dauer zu klären sein, wie man auch im Internet zu einem moralischen, sozialen Miteinander finden kann, damit auch Soziale Netzwerke wie &#8220;SchülerVZ&#8221; oder Videoportale wie &#8220;YouTube&#8221; ihre Legitimation behalten können. Dies wird nicht nur neue Herausforderungen an alle Internetnutzer stellen, sondern vor allem wird es eine neue Herausforderung für die Justiz bedeuten, damit der Grundsatz &#8220;Die Würde des Menschen ist unantastbar&#8221; allgemeingültig bestehen bleibt, auch im virtuellen Raum.</p>
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