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	<title>MEDIENBLICK BONN &#187; Blog</title>
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		<title>Blog gegen Print. Oder: Der Versuch eines Streitgesprächs</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 11:29:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daria Hufnagel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Durchblick]]></category>
		<category><![CDATA[Online&co.]]></category>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Im NRW-Wahlkampf oder in der Affäre um Rüttgers waren es Blogger, die mit ihrer kritischen Berichterstattung den klassischen Printmedien den Rang abliefen. Ob es sich hierbei um eine Ausnahmesituation oder einen Wegweiser in die Zukunft des Journalismus handelt, wurde im Juli in Bonn von fünf namenhaften Journalisten und Bloggern diskutiert.</p>
<p style="text-align: justify;">„Die Zeit <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/blog-gegen-print-oder-der-versuch-eines-streitgesprachs">Blog gegen Print. Oder: Der Versuch eines Streitgesprächs</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/07/Bildquelle-www.fes_.de_.jpg"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/blog-gegen-print-oder-der-versuch-eines-streitgesprachs"><img class="aligncenter size-medium wp-image-8612" title="Bildquelle www.fes.de" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/07/Bildquelle-www.fes_.de_-300x135.jpg" alt="" width="300" height="135" /></a></a>Im NRW-Wahlkampf oder in der Affäre um Rüttgers waren es Blogger, die mit ihrer kritischen Berichterstattung den klassischen Printmedien den Rang abliefen. Ob es sich hierbei um eine Ausnahmesituation oder einen Wegweiser in die Zukunft des Journalismus handelt, wurde im Juli in Bonn von fünf namenhaften Journalisten und Bloggern diskutiert.<span id="more-8605"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">„Die Zeit ist reif für einen kritischen Journalismus im Netz“. Vor diesem Hintergrund taucht man in die Welt des <a title="Wir-in-NRW" href="http://www.wir-in-nrw-blog.de/" target="_blank">„Wir-in-NRW“-Politblogs</a> ein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, politische Missstände in NRW aufzudecken und unabhängig zu kommentieren. Kopf hinter dem Projekt ist Alfons Pieper, ehemaliger Stellvertretender Chefredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ).</p>
<p style="text-align: justify;">Beim Streitgespräch zum Thema <a href="http://www.fes.de/medienpolitik/blog-gegen-print.php" target="_blank">„Blog gegen Print“ </a>bemängelt er an diesem Juliabend in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn die aktuellen Entwicklungen landespolitischer Berichterstattung. „Alles was in den Zeitungen zu lesen ist gefällt mir nicht, ist mir zu einseitig und weichgespült.“ Grund genug für den pensionierten Journalisten, einen Politblog ins Leben zu rufen und online die Medienlandschaft aufzumischen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Meinungsmache ohne Hierarchien</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Auch<strong> </strong><a title="Stefan Niggemeier" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/" target="_blank">Stefan Niggemeier</a><strong>,</strong> Medienjournalist und Blogger, treibt eine ganz ähnliche Motivation an. „Die klassischen Medien sagen schon lange nicht mehr das, was gesagt werden muss.“ Niggemeier ist heute einer der bekanntesten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Watchblog" target="_blank">Watchblogger</a> in seinen Reihen. Der 40-jährige FAZ-Journalist ist Begründer des <a href="http://www.bildblog.de/" target="_blank">Bildblog</a>, das seit 2004 besteht und bereits mit einem Grimme-Online-Award ausgezeichnet wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Für Niggemeier liegen die Vorteile des Blogging auf der Hand: „Die Umsetzung eines Blogs ist technisch einfach, zudem benötigt man kaum finanzielle Mittel.“ Daneben hat es für ihn einen ideologischen Charakter. „Man wird Blogger, weil man sich von den klassischen Medien nicht mehr vertreten fühlt.“ Dass sich dabei mittlerweile jeder selbst veröffentlichen kann, führt laut Niggemeier zu einer problematischeren Form journalistischen Arbeitens. „Journalismus wird insgesamt demokratischer, aber das ist natürlich nicht in allen Fällen eine positive Entwicklung, gerade wenn es um Politik geht.“</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zeitungen müssen Leserangebot erweitern</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Eine andere Meinung zum <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/juni-2010-print-am-ende/burgerjournalisten-vs-profis-ende-mit-dem-entweder-oder-paradigma" target="_blank">Thema „Blog gegen Print“</a> hat Thomas Seim. Der Chefredakteur der Neuen Westfälischen wirkt entspannt: „Blogs stellen keine Konkurrenz für die Zeitungen dar, sie sind bisher lediglich eine Ergänzung“ Laut Seim hat der klassische Printbereich eine entscheidende Zukunftschance. „Wir können das, was das Internet nicht leisten kann. Nämlich Orientierung bieten.“ Trotzdem räumt er ein, dass die Zeitungen als Meinungsführer der Nation abgelöst worden sind und nun neue Bereiche erschließen müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Zustimmung bekommt Seim von Paul Elmar Jöris, landespolitischer Korrespondent des WDR in Düsseldorf. „Es ist die Auswertung und Bewertung von Inhalten, die die Zeitungen im Gegensatz zum Internet leisten können“, meint Jöris und fügt hinzu „es ist doch positiv, wenn man sich von der Konkurrenz antreiben lässt.“</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Streitgespräch ohne neue Erkenntnisse</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Man diskutiert die Auswirkungen auf die Qualität und die Arbeitsweise des Journalismus, stellt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gatekeeper_%28Nachrichtenforschung%29" target="_blank">Gatekeeper</a>-Funktionen in Frage, fachsimpelt über Fernseheinschaltquoten und empört sich über die Recherchearbeit moderner Journalisten. Das alles passiert allerdings zaghaft, man lässt einander brav ausreden und dümpelt lediglich an der Oberfläche der Problematik. Ein bisschen hitzig wird es im wohltemperierten Raum erst, als sich das Publikum zu Wort meldet und die modernen Arbeitsbedingungen journalistischen Arbeitens beklagt.</p>
<p style="text-align: justify;">„Blog gegen Print“. Ein Streitgespräch sollte es werden an diesem Dienstagabend in der Friedrich Ebert Stiftung. Zu einem zaghaften „Impulsgespräch“, wie Moderator Dirk J. Müller vom Deutschlandfunk witzelt, verkommt es schließlich. Irgendwann zieht Seim sein ganz persönliches, vorsichtiges Fazit: „Was wir machen, wird auf Dauer nicht mehr ausreichen.“ In diesem Punkt sind sich alle wohl schon etwas länger einig.</p>
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		<title>Der Blog dein Freund und Helfer</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 07:57:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marianne Seelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Oktober 2009: Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[edelight]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In den meisten Blogs kann man sich über die abenteuerliche Dschungeltour der verrückten Freundin auf Weltreise informieren. An bloggende PR-Manegerinnen denkt da niemand! Auch wenn Deutschland sich in Sachen Bloggen äußerst schwer tut, gibt es doch einige pfiffige Unternehmen, die dieses PR-Insrument für sich entdeckt haben. Jana Ullsperger von der Geschenke-Plattform edelight erzählt uns, wie <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/der-blog-dein-freund-und-helfer">Der Blog dein Freund und Helfer</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/der-blog-dein-freund-und-helfer"><img class="alignright size-full wp-image-1124" title="138x138_jana-edelight" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/07/138x138_jana-edelight.jpg" alt="138x138_jana-edelight" width="156" height="156" /></a>In den meisten Blogs kann man sich über die abenteuerliche Dschungeltour der verrückten Freundin auf Weltreise informieren. An bloggende PR-Manegerinnen denkt da niemand! Auch wenn Deutschland sich in Sachen Bloggen äußerst schwer tut, gibt es doch einige pfiffige Unternehmen, die dieses PR-Insrument für sich entdeckt haben. Jana Ullsperger von der Geschenke-Plattform <em>edelight </em>erzählt uns, wie sie zum Bloggen kam und wie der Blog mit ihrem Unternehmen vernetzt ist.</strong></p>
<p><span id="more-1119"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wer oder was ist edelight und was hat das mit einem Blog zu tun?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Edelight ist im Herbst 2006 mit der Empfehlungsplattform <a href="http://www.edelight.de/">edelight.de</a> gestartet. Die Idee war es, Besuchern durch persönliche Tipps anderer Besucher, bei der Geschenksuche zu helfen. Mit der Zeit hat sich die Plattform vom Schenken, hin zum Shoppen entwickelt. Um zu den Produkten noch mehr Infos zu liefern, haben wir im Januar 2008 unseren ersten Modeblog gelauncht.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Mai 2008 folgten dann meine beiden Blogs <a href="http://taschenqueen.de/">taschenqueen.de</a> und <a href="http://www.shinyshoes.de/">shinyshoes.de</a>, die sich speziell mit Taschen und Schuhen beschäftigen. Mittlerweile haben wir 33 Blogs! Unsere Blogger sind hauptsächlich weiblich. Über Babys schreibt eine dreifache Mutter, über Wohnideen eine Studentin für Innenarchitektur, überdie Shopping-Metropole schreibt die gebürtige New Yorkerin Susan… und so weiter.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Welche Aufgaben übernimmst Du bei der Erstellung der Blogs und was überlässt Du lieber Anderen? </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Bei meinen eigenen Blogs bin ich für die Themenrecherche, das Schreiben der Artikel und das Bearbeiten der Kommentare zuständig. Die technische Umsetzung, also dasEinrichten des Blogs, übernimmt unser Entwickler Basti. Für das Design ist Mirko zuständig, ein Frontendentwickler.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Man sagt in Deutschland kann man vom Bloggen allein nicht leben.  Stimmt das wirklich?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin übermeinen eigentlichen Job als PR Managerin bei edelight zum Bloggen gekommen. Bei edelight ist es üblich, dass jeder der Mitarbeiter einen Blog zu einem Thema führt, das ihn interessiert. Das Thema muss nur irgendwie mit Shopping zu tun haben. Also habe ich mir Schuhe und dann Taschen ausgesucht.</p>
<p style="text-align: justify;">Die absolute Mehrheit der Blogger betreibt den Blog nicht hauptberuflich, bzw. komplett als Hobby. In Deutschland kann man die Blogger, die davon leben können wohl an zwei Händen abzählen. Ausnahmen sind z.B. Journalisten wie Dr. Holger Schmidt, der als Netzökonom fürdie FAZ bloggt oder die Mädels von Les Mads, die vonBurda fürs Bloggen bezahlt werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kriegt man auch mal was umsonst ;) ?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wie die Presse an sich bekommen auch wir immer mal wieder was geschenkt. Bei Veranstaltungen wie derFashion Week, gibtes Give-away Tüten oder man schickt uns mal ein Testexemplar. Allerdings trifft das nur auf Blogger zu, die eine gewisse Professionalität erreicht haben und die wissen in der Regel dann auch wie man mit so etwas umzugehen hat. „Gratis-Produkt gegen positiven Artikel“ ist bei Bloggern genauso verpönt wie im Journalismus, wenn nicht sogar noch mehr.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Worin, soweit Du dasbeurteilen kannst, liegen die Unterschiede und Vorteile gegenüber dem „normalen“ Journalismus?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Einen Blog kann sich praktisch jeder aufbauen und dann einfach drauflos schreiben. Es gibt einen groben Verhaltenskodex und bei unsachlichen oder falschen Beiträgen bekommt man böse Kommentare. Aber es gibt keine prüfende Instanz, wie der Presserat der Journalisten oderÄhnliches. Deshalb muss auch ich als Bloggerin sagen: nicht alles für bare Münze nehmen, was ihr in einem Blog lest! Es empfiehlt sich daher immer, die Person hinter dem Blog besser kennen zu lernen. Blogs sind sehr persönlich. Über die Person hinter dem Blog kann man gut einschätzen, was man von einem Blog zu halten hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Vorteil von Blogs gegenüber dem Journalismus ist eindeutig die Authentizität, die mit dem persönlichen Aspekt der Blogs zusammen hängt. Ein Blogger schreibt in der Regel offener und unvoreingenommener als ein Journalist. Am ehesten ist ein Blogbeitrag mit einer Kolumne oder einer Glosse im Journalismus zu vergleichen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wer entscheidet eigentlich über die Themen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das entscheidet der Blogger selbst. Wir haben allerdings eine zentrale Redaktion in der neben mir noch zwei weitere Kollegen sitzen. Wir versorgen unserer Blogger mit aktuellen Infos, Artikeln, Pressemeldungen und Eintrittskarten zuEvents. Das ist aber eher als Inspiration zu sehen und soll die Recherche verkürzen, daunsere Blogger ja auch nur nebenher bloggen. Letztendlich entscheidet jederselbst worüber er schreiben möchte. In der Regel fällt die Entscheidung nach eigenem Interesse.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hast Du noch ein paar Tipps für Blogger oder solche die es mal werden wollen?</strong><strong></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zu den Don’t gehört eindeutig: Spam Kommentare auf anderen Blogs! Einträge wie „Super, schau auch mal auf meinem Blog“ gehen echt gar nicht. Oderunter jeden Blog ein „nice post“ zu setzen, nur um die eigene URL zu hinterlassen. Auch Bilderklau istein No Go.</p>
<p style="text-align: justify;">Was eigentlich selbstverständlich ist: Man schreibt nicht bei einem anderen Blog ab ohne diesen als Quelle zu nennen und zuverlinken. Man sollte auch nicht einfach Pressemeldungen abschreiben oder allzu werbliche Artikel schreiben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Und zu guter Letzt eine Kuriosität aus dem Leben eines gemeinen Bloggers. Bitteschön:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Eine typische Art der Blogger-Vernetzung ist das Stöckchenwerfen. Das bedeutet, dass man sich ein Thema weitergibt. Ich schreibe also z.B. über meine neuen Schuhe undwerfe ein Stöckcken an zwei andere Blogs. Ich werfe aber nichtwirklich ein Stöckchen! (wieauch…?!) Ich verlinke lediglich die anderen zwei Blogs in meinem Beitrag und fordere sie damit auf, auch über ihre Lieblingsschuhe zu schreiben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Danke Jana!</strong></p>
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		<title>Blog sei Dank.</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 08:32:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daria Hufnagel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify">Ines ist 19, lebt in Köln und studiert an der Uni Bonn Kommunikations- und Medienwisschaften im mittlerweile 5. Semester. Sie liebt Musik, Reisen, Webdesign und die einfachen Freuden des Lebens. Darum geht es auch in ihrem Blog. Und auf Twitter.</p>
<p></p>
<p style="text-align: justify">Medienblick: Ich habe vor kurzem in einer Glosse der Zeit folgendes Zitat gelesen: <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/blog-sei-dank">Blog sei Dank.</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Ines ist 19, lebt in Köln und studiert an der Uni Bonn Kommunikations- und Medienwisschaften im mittlerweile 5. Semester. Sie liebt Musik, Reisen, Webdesign und die einfachen Freuden des Lebens. <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/blog-sei-dank"><img class="alignright size-full wp-image-1238" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/08/polaroid.jpg" alt="polaroid_ines" width="160" height="189" /></a>Darum geht es auch in ihrem Blog. Und auf Twitter.</strong></p>
<p><span id="more-1237"></span></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Medienblick:</strong> Ich habe vor kurzem in einer Glosse der <em>Zeit</em> folgendes Zitat gelesen: „Über Twitter versenden Millionen Menschen Belanglosigkeiten. Das nervt.“ Eine zunehmend  populäre Meinung. Was sagst Du dazu?<br />
<strong>Ines:</strong> Grundsätzlich geht es gar nicht darum, Belanglosigkeiten zu verbreiten. Es geht viel mehr um kurze, knappe Inhalte, die niemals in einer E-Mail oder auf einem Blog erscheinen würden. Kurze Statusnachrichten dienen eher einer schnellen Kommunikation, bei der zwei Partner zum Beispiel feststellen, dass sie etwas gemeinsam haben, etwa die Vorliebe für ein neues Musikalbum. Davon abgesehen bleibe ich „up-to-date“ und weiß was gerade bei Freunden passiert. Ich denke, dass es nicht darum geht, was genau kommuniziert wird, sondern nur auf welche Art. The medium is the message!</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Medienblick:</strong> Was genau bloggst Du?<br />
<strong>Ines:</strong> Das muss man erst einmal trennen. Ich habe einerseits einen <a href="http://www.klammerauf.org" target="_blank">privaten Blog </a>, auf dem ich über Dinge schreibe, die mir gerade passieren, die ich schön finde, die mich beschäftigen. Davon abgesehen besitze ich einen <a href="http://www.theheadhoops.org" target="_blank">Musikblog</a>, den ich gemeinsam mit einer Freundin betreibe. Dort schreiben wir Konzert- und Festivalberichte.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Medienblick:</strong> Welche Onlinedienste nutzt Du außerdem?<br />
<strong>Ines:</strong> Oh je, das sind viele. Ich nutzte am meisten Twitter und Facebook. Daneben besitze ich Profile auf studivz.de, MySpace, last.fm und tumblr. Ich habe schon viel ausprobiert.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Medienblick:</strong> Ist es nicht manchmal beängstigend, so „durchsichtig“ zu sein?<br />
<strong>Ines:</strong> Man sollte sich immer darüber bewusst sein, was man online stellt und von sich preisgibt. Ich weiß, dass sowohl meine Kommilitonen, Professoren, als auch meine Eltern immer alles mitverfolgen können. Ich mache mich nur soweit „durchsichtig“, wie ich das möchte. Es ist für mich einfach eine Art mit dem Leben umzugehen. Trotzdem gibt es immer noch intime Details, die ich niemals publizieren würde.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Medienblick:</strong> Welche Ergebnisse erhält man, wenn man Dich googelt?<br />
<strong>Ines:</strong> (lacht) Mein Portfolio zu allererst. Das ist wahrscheinlich sehr anmaßend, aber ich besitze meinen Namen als Domain.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Medienblick:</strong> Was ist Dein Antrieb das alles zu tun?<br />
<strong>Ines:</strong> Das werde ich in der Tat sehr oft gefragt. Zum einen mag ich die Idee, dass man sich selbst veröffentlichen kann. Es ist eine interessante Tatsache, dass ich niemanden mehr brauche der für mich veröffentlicht. Zum anderen ist das Internet heute so umfassend und vielschichtig, dass man das Angebot längst nicht mehr überschauen kann. Jeder Blogger ist eine Art Filter. So verstehe ich mich auch.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Medienblick:</strong> Was hältst Du von den Diskussionen über die zunehmende Kommerzialisierung von<strong> </strong>Blogs?<br />
<strong>Ines:</strong> Es gibt heute über viele Bloggen die Diskussion, woher diese ihr Geld nehmen und ob sie nur Marionetten von irgendwelchen PR-Agenturen sind. Ich finde man sollte damit offen umgehen und Bezüge transparent machen, damit Menschen keine falschen Vorstellungen bekommen. Es gibt besonders in Amerika Blogger, die das Gefühl vermitteln, man kann so einfach ohne weiteres davon leben. Man kündigt seinen Job, schreibt eine Website und schaltet ein paar Anzeigen. Dem ist einfach nicht so. Um solche Illusionen zu vermeiden, sollte man alles offen legen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Medienblick:</strong> Was denkst Du über Entwicklungen wie Twitter? Oft stehen sie in einem eher negativen Fokus. Nimmt man dann als Beispiel die Ausschreitungen im Iran, gewinnen diese Neuerungen sogar an politischer Bedeutung.<br />
<strong>Ines:</strong> Es stimmt natürlich, dass Einrichtungen wie Twitter auch massiv Persönlichkeitsrechte verletzen können. Und würden sich Journalisten nur auf Informationen von Twitter  stützen, wäre das dem Qualitätsjournalismus auch nicht dienlich. Andererseits kann so eine Plattform auch zum wichtigen Medium werden. Ich habe gelesen, dass die Twitter-Wartungsarbeiten wegen der akuten Situation im Iran verschoben worden sind. Da zeigen sich Ansätze von gesellschaftlicher und politischer Beeinflussung. Am Ende ist es doch immer noch jedem selbst überlassen, was er liest. Was man immer vergisst ist, dass sich jeder Nutzer über Twitter seinen eigenen Nachrichtenkanal zusammenstellen kann. Das alles erfordert immer auch eine gewisse Medienkompetenz.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Medienblick:</strong>  Was sind die Vorteile von Twitter in so einem Kontext?<br />
<strong>Ines:</strong> Es geht um Schnelligkeit, Mobilität und Prägnanz.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Medienblick:</strong> Sind das Eigenschaften, die dem klassischen (Print-) Journalismus vorauseilen?<br />
<strong>Ines:</strong> Man muss unterscheiden. Qualitätsjournalismus sollte immer Qualitätsjournalismus bleiben. Und konventionelle Journalisten beschweren sich vielleicht auch oft zu Recht über das, was im Internet passiert. Aber auf der anderen Seite ähnelt der Journalismus der Musikindustrie: die haben das Internet auch nicht verstanden.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Medienblick:</strong> Eine vielleicht plakative Frage. Was sind für Dich die Chancen des Web 2.0?<br />
<strong>Ines:</strong> Der Begriff Web 2.0 ist immer noch schwammig. Ich halte es für schwierig, darüber genau zu reflektieren. Wir gehören einfach schon einer Generation an, die mit diesen Gegenständen groß geworden ist. Wir werden sehen, wohin es uns führt.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Medienblick:</strong> Was sind die wichtigsten Blogs für Dich?<br />
<strong>Ines:</strong> Ich mache mir da nicht viel aus Hitlisten und Charts. Wie oft ein Blog verlinkt wurde sagt nichts darüber aus, wie erfolgreich er tatsächlich ist. Man muss sich überlegen, wie Menschen heute das Internet nutzen. Das passiert rein fragmentarisch. Die meisten Menschen besitzen heute einen Feedreader und überfliegen Dinge wahllos. Niemand mehr hat seinen absoluten Favoriten. Das Angebot ist zu groß geworden. Auch wenn es natürlich immer wichtigere und weniger wichtige Blogs gibt. Richtige Journalisten haben da einfach ganz andere Möglichkeiten.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Medienblick:</strong> Wie viel Zeit täglich nutzt Du fürs Bloggen?<br />
<strong>Ines:</strong> Das kann ich nicht sagen. Es ist mit meinem Leben mittlerweile komplett verknüpft. Eine schnelle SMS an Twitter von unterwegs oder die Emails über das Handy. Eines sollte man immer bedenken: Ich mache es, weil es mir Spaß macht, nicht weil ich es muss.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Medienblick:</strong> Warum funktionieren Blogs Deiner Meinung nach?<br />
<strong>Ines:</strong> Aus den oben genannten Gründen. Private Blogs funktionieren hingegen, weil in jedem von uns ein Voyeur steckt. Deshalb sind Social Networks auch so beliebt. Sind wir mal ehrlich: Jeder beschwert sich über Twitter, aber gelesen wird es ja doch.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Medienblick:</strong> Wie sehr geht es dabei immer auch um Inszenierung?<br />
<strong>Ines:</strong> Wenn man das Internet richtig nutzt, kann man sich wunderbar selbst inszenieren. In den meisten Fällen geht es aber wohl eher um gewisse Aspekte eines Menschen, die mehr hervorgehoben werden als andere.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Medienblick:</strong> Ist das alles nicht schrecklich oberflächlich?<br />
<strong>Ines:</strong> Gute Frage. So wird das Internet wohl aber immer funktionieren. Mehr geht nicht auf 140 Zeichen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Medienblick:</strong> Ein gut gemeinter Tipp zum Schluss?<br />
<strong>Ines:</strong> Das was man macht, sollte einen immer bereichern. Wenn es das Bloggen ist, sehr gut. Wenn nicht, dann auch. Man sollte nur bewusst damit umgehen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Medienblick:</strong> Eine letzte Frage. Erscheint unser Treffen gerade im Internet?<br />
<strong>Ines:</strong> (lacht und holt ihr Handy aus der Tasche) Nein, aber ich werde jetzt schnell darüber twittern.</p>
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