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	<title>MEDIENBLICK BONN &#187; Bachelor</title>
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	<description>studentisches medienmagazin</description>
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		<title>Neue Lehrer kommen bald wieder aus Bonn!</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 11:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadine Preibisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Durchblick]]></category>
		<category><![CDATA[Oktober 2011: Nachwuchs]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Es ist soweit: Nach zehn Jahren ohne Lehrerbildung begrüßt die Universität Bonn in diesem Semester wieder Lehramtsstudierende.</p>
<p style="text-align: justify;">Ab Oktober werden endlich wieder Lehramtsstudierende nervös über den Campus eilen, nach den Wegen fragen und viel zu früh – Typisch Erstis! – im Hörsaal sitzen. Seit vergangenem Montag ist die Einschreibung fürs Lehramtstudium in Bonn beendet <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/neue-lehrer-kommen-bald-wieder-aus-bonn">Neue Lehrer kommen bald wieder aus Bonn!</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist soweit: Nach zehn Jahren ohne Lehrerbildung begrüßt die Universität Bonn in diesem Semester wieder Lehramtsstudierende.<a rel="attachment wp-att-15800" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/neue-lehrer-kommen-bald-wieder-aus-bonn/attachment/uni_30_09_2008-10_lr"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/neue-lehrer-kommen-bald-wieder-aus-bonn"><img class="aligncenter size-medium wp-image-15800" title="Uni_30_09_2008-10_LR" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/09/Uni_30_09_2008-10_LR-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></a><span id="more-15786"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ab Oktober werden endlich wieder Lehramtsstudierende nervös über den Campus eilen, nach den Wegen fragen und viel zu früh – Typisch Erstis! – im Hörsaal sitzen. Seit vergangenem Montag ist die Einschreibung fürs Lehramtstudium in Bonn beendet und 360 junge Menschen haben sich eingeschieden. Davon streben 355 an, am Gymnasium oder an der Gesamtschule zu unterrichten, und fünf möchten Berufsschullehrer werden. Großer Beliebtheit erfreuen sich besonders die Lehramtsfächer Englisch, Geschichte und Mathematik.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Lehrerberuf ist attraktiv</strong></p>
<p style="text-align: justify;">„Lehrer zu werden ist aus finanzieller Perspektive durchaus attraktiv“, wirbt die Homepage des <a title="BZL" href="https://www3.uni-bonn.de/lehrerausbildung/" target="_blank">Bonner Zentrums für Lehrerbildung</a> (kurz: BZL), die vor einem Monat online gegangen ist. Es wird auf einen Artikel der „<a href="https://www3.uni-bonn.de/lehrerausbildung/resolveuid/d2e8feef43e3cf3885ba4f6ad4a127ef" target="_blank">Beiträge zur Hochschulforschung</a>“ hingewiesen, nach dem Gymnasiallehrer vergleichsweise hohe Nettostundenlöhne erreichen und einige Naturwissenschaftler sowie Geistes- und Sozialwissenschaftler im Lehrerberuf mehr als Beschäftigte gleicher Fachrichtungen in anderen Tätigkeitsbereichen verdienen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Studium ist jedoch kein Pappenstiel: Die Nachwuchslehrer studieren zwei Fächer parallel, jene, die sie später einmal selbst unterrichten wollen, und sie erwerben zusätzlich Kenntnisse in Fachdidaktik. In ihren Semesterferien, in denen andere Studierende an Hausarbeiten schreiben (oder verzweifeln) und für Prüfungen lernen, steht für Lehramtsstudierende eine zusätzliche Herausforderung an: Die Praktika. Bereits vor dem Studium leisten Lehrämtler ihr <a href="https://www.schulministerium.nrw.de/BP/ELISEAngebote" target="_blank">Eignungspraktikum</a> ab, bei dem sie sich ihrer Eignung als Lehrer bewusst werden sollen. Im ersten Studienjahr folgt das <a href="https://www3.uni-bonn.de/lehrerausbildung/studium/praxisphasen/orientierungspraktikum" target="_blank">Orientierungspraktikum</a>, das den Studierenden die Möglichkeit bietet, Theorieansätze des Lehrens in die Praxis umzusetzen und ausgehend von den gesammelten Erfahrungen das weitere Studium zu planen. An das Orientierungspraktikum schließt das <a href="https://www3.uni-bonn.de/lehrerausbildung/studium/praxisphasen/ausser-schulisches-berufsfeldpraktikum" target="_blank">(Außer-) Schulische Berufsfeldpraktikum</a> an, das konkrete berufliche Perspektiven eröffnen wird und das Master-Studium sieht ein komplettes <a href="https://www3.uni-bonn.de/lehrerausbildung/studium/praxisphasen/praxissemester" target="_blank">Praxissemester</a> vor. Nach Abschluss des Bachelor- und Master-Studiums folgt der einjährige <a href="http://www.schulministerium.nrw.de/ZBL/Wege/Vorbereitungsdienst/index.html" target="_blank">Vorbereitungsdienst</a>, nach dessen Abschluss die jungen Leute als Lehrer eingestellt werden können.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Universität will Lehramtsstudierende intensiv betreuen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Nervosität der Studierenden, die als erste Lehramtsstudierende im doppelten Sinne Erstis sind, will die Universität mit viel Betreuung auffangen, denn eine <em>Fachschaft Lehramt</em> existiert noch nicht: In einer <a href="https://www3.uni-bonn.de/lehrerausbildung/copy_of_informationsveranstaltung-fuer-lehramtsstudierende" target="_blank">Info-Veranstaltung</a> am 4. Oktober werden die Lehramtsstudierenden mit ihrem Studium und den Ansprechpartnern vertraut gemacht, ein Info-Ordner fasst die wichtigsten Informationen des Studiums zusammen ebenso wie die oben erwähnte Homepage und neben Fachberatung bietet die Uni Bonn auch eine spezielle <a href="https://www3.uni-bonn.de/lehrerausbildung/studium/kontakt-beratung-lehrende/studienberatung" target="_blank">Lehramtsberatung</a> an. Somit sind die Studierenden rundum betreut und auf dem richtigen Weg hier in Bonn <em>gute Lehrer</em> zu werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir wünschen allen Erstis des Lehramtsstudienganges einen guten Start ins Studium!</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
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		<title>Ein Herz für Unikinder</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 11:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philine Lissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Durchblick]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Oktober 2011: Nachwuchs]]></category>
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		<category><![CDATA[studieren mit Kind]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#160;</p>
<p style="text-align: center;"></p>
<p style="text-align: justify;">Windeln wechseln, Hausarbeiten schreiben, Babysitter auftreiben, im Hörsaal sitzen. Die Balance zwischen Familie und Studium ist oft verflixt schwierig. Das muss sie aber scheinbar nicht sein, wenn man auf ein paar Vorbilder schaut. Denn die gibt es auch &#8211; Unis mit einem Herz für Kinder. Es ist schon fast <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/ein-herz-fur-unikinder">Ein Herz für Unikinder</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/ein-herz-fur-unikinder"><img class="aligncenter" title="Achtung Kinder" src="http://mrg.bz/eGY3SR" alt="" width="322" height="241" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Windeln wechseln, Hausarbeiten schreiben, Babysitter auftreiben, im Hörsaal sitzen. Die Balance zwischen Familie und Studium ist oft verflixt schwierig. Das muss sie aber scheinbar nicht sein, wenn man auf ein paar Vorbilder schaut. Denn die gibt es auch &#8211; Unis mit einem Herz für Kinder. </strong><span id="more-16028"></span>Es ist schon fast zwei Jahre her, dass wir einen Erfahrungsbericht über das <a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/bachelor-mit-kind" target="_blank">Studieren mit Kind</a> veröffentlicht haben. Seitdem hat das Thema nichts von seiner Dringlichkeit verloren: Laut den Sozialerhebungen des <a href="http://www.studentenwerke.de/" target="_blank">Deutschen Studentenwerks</a> liegt der Anteil der Studierenden mit Kind seit Jahren konstant zwischen 6 und 7 Prozent. Genug, damit Kinderbetreuung ein wichtiges Thema an deutschen Unis sein sollte. Oft wird das Thema noch nicht ernst genug genommen &#8211; es gibt aber Vorreiter.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir werden das Kind schon schaukeln</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Vorbildlich eingerichtet sind hier interessanterweise am häufigsten Unis in Ostdeutschland. In den neuen Bundesländern sind die studentischen Eltern auch viel optimistischer, was ihre schwierige Balance angeht: 72 % von ihnen glauben, Kind und Studium vereinbaren zu können, in den neuen Bundesländern sind es laut Studentenwerk nur 58 %.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist also offensichtlich, dass ein solcher Optimismus mit der Betreuungssituation vor Ort zusammenhängt. Und obwohl sich die Studentenwerke durchaus ins Zeug legen, können sie nur ein Vierzehntel der benötigten Betreuungsplätze stellen, wie die <a href="http://www.faz.net/artikel/C30901/studieren-mit-kind-zwischen-flaeschchen-und-vorlesung-30334235.html" target="_blank">FAZ </a>feststellte. Selbst wenn man andere Möglichkeiten der Kinderbetreuung hinzunimmt, fehlt noch der Hälfte aller studentischen Eltern ein Betreuungsplatz. Da müssen Abendveranstaltungen häufig einfach mal geschwänzt werden. Hier müssen die Univeristäten selbst ans Werk.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Fazit stellt die Sozialerhebung der Studentenwerke fest, dass eine Unterstützung von Studierenden mit Kind auf vielfältigen Ebenen ausgebaut werden müsste. So sollten zuerst Beratung und die Möglichkeit finanzieller Hilfen zur Verfügung stehen, außerdem müssten Wohnungs- und Betreuungslösungen geschaffen werden und nicht zuletzt zeitliche Konflikte zwischen Studium und Kind vermieden werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ostdeutsches Unikinder-Paradies<br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ein ostdeutsches Vorbild ist die Universitätsstadt <a href="http://www.studentenparadies-jena.de/Perspektiven/Studieren+mit+Kind-p-25.html" target="_blank">Jena</a>. Wickel- und Aufenthaltsräume sind auf dem Campus vorhanden &#8211; und, aufgepasst, die Wickeltische sind auch nicht nur in den Damentoiletten vorhanden! Es gibt ja auch Studentenpapas. Kinderbetreuung wird auch kurzzeitig für den Rahmen einer Vorlesung angeboten, die Kleinen sind auf der Mensa-Speisekarte berücksichtigt und Wohnlösungen sind ebenfalls vorhanden. Seit 2008 werden neugeborene Unikinder sogar mit einem Willkommenspaket begrüßt &#8211; Jena findet, &#8220;dass das Studium eine gute Zeit ist, Kinder zu bekommen&#8221;. Kommt eben nur darauf an, wo.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch in Bonn unterhält das Studentenwerk übrigens eine <a href="http://www.studentenwerk-bonn.de/wohnen/wohnanlagen/jagdweg-18-22/" target="_blank">Familienwohnanlage</a> sowie vier <a href="http://www.studentenwerk-bonn.de/kitas/kita-koordination/" target="_blank">Kindertagesstätten</a>. Wenn diese jetzt noch etwas näher am Campus lägen&#8230; Und die Anwesenheitspflicht endgültig abgeschafft wäre&#8230; Informationen zum Studieren mit Kind an der Uni Bonn gibt es übrigens in diesem <a href="http://www.gleichstellung.uni-bonn.de/elternbuero/studieren-mit-kind" target="_blank">Flyer</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
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		<title>Studentenleben: Ein erster Bonner Sommer</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 04:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah-Lena Kiel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bonn]]></category>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: center;"></p>
<p style="text-align: justify;">Seit der Bologna-Reform studieren wir (wenn wir nicht gerade Medizin oder Jura studieren) nicht mehr auf Diplom, sondern werden erst Bachelor oder Bacherlorinnen. Aber: Was bedeutet es eigentlich den Abschluss &#8220;Bachelor&#8221; zu erlangen? Was für Qualifikationen bringt der Abschluss mit sich?</p>
<p style="text-align: justify;">Befriedigend kann das scheinbar niemand so richtig erklären. &#8220;Ein <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/studentenleben-ein-erster-bonner-sommer">Studentenleben: Ein erster Bonner Sommer</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/studentenleben-ein-erster-bonner-sommer"><img class="aligncenter" src="http://www.weltwirtschaft.net/hopo/bologna-ini.JPG" alt="" width="294" height="265" /></a></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Seit der Bologna-Reform studieren wir (wenn wir nicht gerade Medizin oder Jura studieren) nicht mehr auf Diplom, sondern werden erst Bachelor oder Bacherlorinnen. Aber: Was bedeutet es eigentlich den Abschluss &#8220;Bachelor&#8221; zu erlangen? Was für Qualifikationen bringt der Abschluss mit sich?</strong><span id="more-13061"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Befriedigend kann das scheinbar niemand so richtig erklären. &#8220;Ein erster berufsqualifizierender Abschluss&#8221; wird der Bachelor genannt. Drei Jahre Studium, in denem man alles angeschnitten, aber nichts richtig vertieft hat, sollen einen für das Berufsleben qualifizieren. Auch die freie Wirtschaft weiß bis jetzt noch nicht so richtig viel mit den Bacheloretten anzufangen. Ihnen mangelt es ja auch schließlich an Berufserfahrung und ein Profil sei nachdem &#8220;Kurzstudium&#8221; auch noch nicht erkennbar. Aus diesem &#8211; und vielen weiteren Gründen, schließlich macht es ja auch irgendwie Spaß zu studieren &#8211; entscheiden sich viele Studenten nachdem Bachelor für ein Aufbaustudium, kurz: Für den Master.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>&#8220;Neues Studium&#8221; = Neue Stadt?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Bachelor-/Master-System hat einen großen Vorteil (zumindest empfinde ich es als Vorteil): Man kann das Masterstudium an einer anderen Universität, ergo in einer anderen Stadt fortsetzen. Während in Diplomstudiengängen ein Studienortswechsel an etliche Formalia &#8211; man muss z.B. an der präferierten Universität einen anderen Studenten finden, der bereit ist, in der Stadt, in der man bis dato studieren (muss), zu studieren, der also bereit ist, den Studienplatz zu tauschen &#8211; gebunden ist, kann man sich als Bachelor an Wunschuniversitäten um einen Masterstudienplatz bewerben.</p>
<p style="text-align: justify;">Hinzuzufügen ist, dass man sich natürlich auch an der Universität, an der man bereits seit Bachelorstudium absolviert hat, für einen Masterstudienplatz bewerben. Nun wird es persönlicher: Dagegen habe ich mich ganz bewusst entschieden.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin nämlich der festen Überzeugung, dass es nie wieder so einfach sein wird wie im Studium, neue Menschen kennenzulernen und sich auf neue Orte einzulassen. Zudem habe ich meine Bachelorzeit an der Paderborner Uni verbracht. Und Paderborn ist nun nicht gerade, was man den Nabel der Welt nennt. Drei Jahre &#8211; obwohl wie ich nun gemerkt habe eine Campus-Uni viele Vorteile hat &#8211; haben einfach gereicht und die Sehnsucht nach einer neuen Stadt geweckt.</p>
<p><strong>Next Station: Bonn</strong></p>
<p><strong><img class="alignright" src="http://www.rheno-borussia.de/Rubrik_3/unileben.jpg" alt="" width="375" height="241" /></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Dabei muss ich zugeben, dass ich Bonn als neue Heimat nicht gerade präferiert habe und bis zum Abschluss meines Bachelorstudiums nicht als neue Studienstadt (bzw. überhaupt einen Ahnung davon hatte, dass man hier Medienwissenschaften studieren kann) ins Auge gefasst hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Mein Herz schlug für Hamburg. So wie scheinbar das sämtlicher Studenten, die im Jahr 2010 ihren Abschluss erlangt hatten. Da die Universität als einzige meine Fähigkeiten verschmähte und von den anderen Unis, an denen ich mich beworben hatte, Zusagen kamen, der Masterstudiengang in Bonn mit meinen Wünschen, die ich an ein Masterstudium hegte, die größte Übereinstimmung aufwies, beschloss ich meine &#8220;zweite Studienkarriere&#8221; im Winter 2010 in Bonn zu starten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ohne jemals vorher in Bonn gewesen zu sein</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe zum einen festgestellt, dass die Sommer in Bonn deutlich früher anfangen als im Norden, er ist deutlich wärmer (ich kann auf Erfahrungsberichte aus Hamburg zurückgreifen, da  hier etliche meiner Freunde nach dem Bachelor in Paderborn gelandet sind). Zum anderen bin ich irgendwie froh im Bachelor-/Master-System zu stecken und noch einmal die Möglichkeit bekommen zu haben, neue Menschen kennenzulernen, neue Eindrücke zu sammeln, neue Theorien und Aspekte meines Studienfachs zu entdecken und das Rheinland als neue Heimat zu haben und mit seinen &#8211; für mich als Norddeutsche &#8211; kuriosen Festivitäten wie Karneval lieben zu lernen.</p>
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		<item>
		<title>&#8220;Es gibt viele, die knapp bei Kasse sind&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 22:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessica Einspänner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blick des Tages - Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>
		<category><![CDATA[Bafög]]></category>
		<category><![CDATA[Studium finanzieren]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Studieren und Leben geht nicht immer gut nebenher. Wer sein Studium selbst finanzieren muss, um zu leben, hat weniger Zeit zu solchem. Doch auch Bafög-Empfänger haben es deswegen noch nicht immer besser. Das reicht nämlich auch nicht für den ganzen Unterhalt, hier muss eine Mischfinanzierung her &#8211; also ein Mix aus Bafög, jobben und möglicherweise <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/blick-des-tages-archiv/es-gibt-viele-die-knapp-bei-kasse-sind">&#8220;Es gibt viele, die knapp bei Kasse sind&#8221;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Studieren und Leben geht nicht immer gut nebenher. Wer sein Studium selbst finanzieren muss, um zu leben, hat weniger Zeit zu solchem. Doch auch Bafög-Empfänger haben es deswegen noch nicht immer besser. Das reicht nämlich auch nicht für den ganzen Unterhalt, hier muss eine Mischfinanzierung her &#8211; also ein Mix aus Bafög, jobben und möglicherweise noch Elternunterstützung. Das große Problem: Dank verschultem Bachelorsystem bleibt den meisten oft gar keine Zeit zum Geld verdienen&#8230; Unser <a href="http://www.zeit.de/wissen/2010-03/was-studenten-verdienen" target="_blank">Blick des Tages vom 11. März 2010 &gt;&gt; </a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ich habe keine Hobbys. Ich studiere auf Bachelor.</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/ich-habe-keine-hobbys-ich-studiere-auf-bachelor</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 18:32:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadine Preibisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[März 2010: Das Bachelorstudium]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeitdruck]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist soweit. Ab diesem Jahr soll durch die Einführung eines zweistufigen Abschlusssystems ein einheitlicher, europäischer Hochschulraum geschaffen werden, dem sich mittlerweile 47 Nationen angeschlossen haben. Die Bachelor-Studenten müssen schneller lernen, effektiver arbeiten und starten früher ins Berufsleben als ihre Diplom-Kollegen. Welchen Vorteil bringt die Verkürzung der Regelstudienzeit? </p>
<p style="text-align: justify;">Am 16. März startet <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/ich-habe-keine-hobbys-ich-studiere-auf-bachelor">Ich habe keine Hobbys. Ich studiere auf Bachelor.</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/ich-habe-keine-hobbys-ich-studiere-auf-bachelor"><img class="alignright size-medium wp-image-4824" title="Nadine_Bachelor" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/03/Nadine_Bachelor-249x300.jpg" alt="" width="199" height="240" /></a>Es ist soweit. Ab diesem Jahr soll durch die Einführung eines zweistufigen Abschlusssystems ein einheitlicher, europäischer Hochschulraum geschaffen werden, dem sich mittlerweile 47 Nationen angeschlossen haben. Die Bachelor-Studenten müssen schneller lernen, effektiver arbeiten und starten früher ins Berufsleben als ihre Diplom-Kollegen. Welchen Vorteil bringt die Verkürzung der Regelstudienzeit?<span id="more-4573"></span><span style="font-weight: normal;"><em> </em></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Am 16. März startet die erste Anmeldephase für das Sommersemesters 2010 an der Universität Bonn. Die BA-Studenten erfahren im „Bonner Aktuellen Studien-Informations-System“ (kurz: <a href="https://basis.uni-bonn.de/qisserver/rds?state=user&amp;type=0" target="_blank">BASIS</a>) welche Veranstaltungen sie belegen können - und dann wird gerechnet. Ihr Studium wurde auf sechs Semester verkürzt, was 6.000 zu erbringenden Arbeitsstunden entsprechen soll.</p>
<p style="text-align: justify;">Gerade den Erstsemesterstudis unterläuft bei ihrer Rechnung manchmal ein Fehler. Rechtzeitig erkannt, kann er in der zweiten Anmeldephase korrigiert werden, aber in einigen Fällen verlängert er das Studium. Daher herrscht jedes Semester wieder – auch bei älteren Studierenden – ein gewisses Grauen vor den Anmeldungen in BASIS. Niemand möchte länger studieren müssen. In der Kürze liegt die Würze. Das wissen alle.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Realitätsfremder Fachidiot versus &#8220;Bätscheler&#8221;<span style="font-weight: normal;"> </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zum Erwerb des Diploms musste ein Student früher acht bis zehn Semester studieren und war danach als „realitätsfremder Fachidiot“ verschrien. Heute ist die Studienzeit verkürzt, die Berufsqualifizierung verbessert worden, Studierende sind mobiler und können dank des vereinheitlichten Abschlusses leichter im Ausland studieren. Wir sollten uns freuen. Dennoch sind die beliebtesten StudiVz-Gruppen ums Thema „Bachelor“ Folgende:</p>
<p style="text-align: justify;">– <a href="http://www.studivz.net/Groups/Overview/5b499461fd0ec62a" target="_blank">„Diplom macht sexy! was bitte ist ein Bätscheler?!“</a> <em>(Gruppe nur sichtbar  nach StudiVz-Log-In)</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em><span style="font-style: normal;">– <a href="http://www.studivz.net/Groups/Overview/c94c5972b77aed30" target="_blank">„Hobbies? Halt&#8217;s Maul ich studier auf Bachelor!“</a> </span>(same same)</em></p>
<p style="text-align: justify;">– <a href="http://www.studivz.net/Groups/Overview/e83abb151b2b1a94" target="_blank">„Bachelor – Ich schreibe gerne 37 Klausuren pro Semester an 5 Tagen“</a> <em>(same same)<span style="font-style: normal;"> </span></em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Studieren war gestern.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Gründe hierfür sind zum einen, dass der Bachelor ein engmaschiges System bestehend aus Modulen und Prüfungen ist, die fest im Stundenplan verankert sind. Hinzu kommt zum anderen eine Anwesenheitspflicht, die gerade Studierenden mit Kindern oder einem Nebenjob zu schaffen macht. Das Konzept des kurzen Studiums verwandelt sich von einem Vorteil in einen Nachteil.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer das „B.A.“ am Ende seines Namens tragen will, muss trotz Zeitmangel Leistung erbringen. Aber Studierende sind keine Maschinen. Jeder fünfte Student verlässt die Hochschule ohne Abschluss. Ein Drittel der Studienabbrecher nennt Überforderung als Grund. Insgesamt haben laut Studierendenbefragung der Universität Bonn aus dem Wintersemester 2008/2009 rund <a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&amp;itemid=10004&amp;detailid=707272" target="_blank">35 Prozent der Befragten schon einmal ernsthaft über einen Studienabbruch nachgedacht.</a></p>
<p style="text-align: justify;">Die bleibenden Studierenden werden in einem verschulten System ausgebildet. Im Gespräch mit einem Diplom-Biologen erfuhr ich, dass er sein Studium auf Diplom sehr schätzt. Er kennt Bachelor-Studis seines Fachs und beobachtet, wie sie von einer Pflichtveranstaltung zur nächsten hetzen, den Stoff irgendwann gut auswendig hervorbeten können, eigenständiges Denken jedoch auf der Strecke bleibt.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Abschluss nennt sich „berufsqualifizierend“, tauge für den Arbeitsmarkt jedoch weniger als die Ausbildung zum biotechnischen Assistenten, da diese mehr praktische Erfahrung haben. Besonders negativ findet er, dass für alles die Zeit fehle. Bei der Bachelorarbeit könnten sich die Studierenden kaum mit einem komplexen Problem auseinander setzen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Heute ist Zeitsparen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ein BA-Student hat kaum freie Wahlmöglichkeiten. Er lernt auswendig, was von ihm verlangt wird und zusätzliche Module belegt er nicht, denn sie bringen keine Leistungspunkte. Die Module, die er belegt, sucht er sich auch nicht selbst aus. Sie werden ihm via BASIS zugewiesen. Er kann nur Prioritäten setzen und hoffen. Unser Freiraum zum Denken geht verloren, da die Strukturen der unterschiedlichen Module weitgehend vorgegeben sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich sprach mit 17 BA-Studenten, von denen lediglich zwei zufrieden mit dem Bachelor-Studium waren. Von den restlichen Studenten klagte etwa die Hälfte über zu hohen Druck während des Studiums. Der viele Stoff, die kurze Zeit und die vielen Prüfungen bereiten viele Probleme und das Interesse fürs Studium ginge dadurch verloren.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Zeitalter des Halbwissens.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Bachelor in sechs Semestern – Ein kürzeres Studium hat weniger Inhalte zur Folge, was zu Oberflächlichkeit führt. Es war nur eine Frage der Zeit, bis unser „modernes Leben“ die Universität erreicht. Wir leben in einer schnellen Welt, bewegen uns schneller fort, kommen schneller an Informationen heran und können uns schneller mit neuen Leuten austauschen. Gut Ding will Weile haben? Das war gestern.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Bachelor-Studium führt uns auf ein modernes Gleis in Richtung Halbwissen. Der Zug ist losgefahren und gewinnt immer mehr an Fahrt. Verbesserungen werden vorgenommen. Das bedeutet: Neue Schrauben, andere Räder, glänzende Schienen – Irgendwann sind alle vom neuen Funkeln betört. Es wird sich trotz momentaner Diskussionen niemand wieder in die Kutsche setzen, die sich Diplom nannte. Die Zeit ist vorbei.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Bologna kommt 100 Jahre zu spät</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/ruckblick/marz-2010/bologna-kommt-100-jahre-zu-spat</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 18:32:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marianne Seelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[März 2010: Das Bachelorstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>
		<category><![CDATA[Bologna-Reform]]></category>
		<category><![CDATA[Die bedingte Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Schmetterling Verlag]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die anhaltenden Proteste der Studierenden gegen die schlechten Studienbedingungen zeigen, dass sich das deutsche Hochschulwesen in einer Krise befindet. Der Sammelband &#8220;Die bedingte Universität. Die Institution der Wissenschaft zwischen Sachzwang und Bildungsauftrag&#8221; setzt sich kritisch mit dem aktuellen Zustand des deutschen und europäischen Hochschulwesens auseinander. Im Fokus steht die Identitätskrise der Universität als Institution akademischer <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/marz-2010/bologna-kommt-100-jahre-zu-spat">Bologna kommt 100 Jahre zu spät</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die anhaltenden Proteste der Studierenden gegen die schlechten Studienbedingungen zeigen, dass sich das deutsche Hochschulwesen in einer Krise befindet. Der Sammelband &#8220;Die bedingte Universität. Die Institution der Wissenschaft zwischen Sachzwang und Bildungsauftrag&#8221; setzt sich kritisch mit dem aktuellen Zustand des deutschen und europäischen Hochschulwesens auseinander. Im Fokus steht die Identitätskrise der Universität als Institution akademischer Freiheit einerseits und ihre Bedingtheit durch die momentanen Umstrukturierungsprozesse andererseits.<span id="more-4181"></span></strong></p>
<p>Das Buch aus dem <a href="http://neu.schmevlg.de/start.htm" target="_blank">Schmetterling Verlag </a>beinhaltet zehn Artikel rund um die Themen Hochschulpolitik, Kommerzialisierung von Forschung und Wissenschaft oder aber Taylorismus in der Hochschulreform. Diesem Thema widmet sich Tilman Reitz in seinem Beitrag &#8220;Bologna kommt 100 Jahre zu spät&#8221;. Diese zunächst sehr provokant anmutende Aussage relativiert sich beim Lesen jedoch schnell. Der Untertitel von Reitz’ Artikel lautet „Taylorismus und Verwaltungsrationalität in der Hochschulreform“. Hier lässt sich bereits vermuten worum es Reitz tatsächlich geht.</p>
<p>Statt die <a href="http://www.bmbf.de/de/3336.php" target="_blank">Bologna-Reform </a>lediglich stumpfer Kritik zu unterziehen, beleuchtet Reitz Fehler und Tücken des Systems genauer. Er zeigt die Widersprüche zwischen Autonomie- und Mobilitätsversprechen auf der einen und dem Hineinregieren und Provinzilismus auf der anderen Seite.</p>
<p><strong>Autonomie versus Normierung im deutschen Hochschulwesen</strong></p>
<p>Diese besonders augenfälligen Diskrepanzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit der Bologna-Reform machen sie zu einer ständigen Baustelle. Der Erfolg der Reform scheint darin zu bestehen, Normierungen zu verdichten und Spielräume abzubauen, sodass kreative Einzellösungen undenkbar geworden sind.</p>
<p>Um diese Maßnahmen adäquat durchsetzen zu können sieht Reitz Techniken angewendet, die an einen modernen <a href="http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/taylorismus/taylorismus.htm" target="_blank">Taylorismus</a> erinnern. Taylorismus bezeichnet eine Form der wissenschaftlichen Betriebsführung, die Ende des 19. Jahrhunderts durch den US-Amerikaner Frederick Winslow Taylor geprägt wurde. Dieses Management-System zeichnet sich durch extrem zerlegte Arbeitsaufgaben, eine exakte Fixierung des Leistungsortes, detaillierte Zielvorgaben sowie externer Leistungskontrolle aus. <strong> </strong>Es herrschen Standardisierung und ein zentralistisches Organisationssystem über Ideen, Kreativität und Innovation. In diesem Sinne kommt Bologna, wie Reitz zu zeigen hofft, 100 Jahre zu spät.</p>
<p>Leider hat der Taylorismus von vor 100 Jahren wenig mit dem zu tun, was heute in der Berufswelt nötig ist. Denn in einer immer stärker technisierten Ökonomie werden eben gerade Ideen, Kreativität und Innovationen stärker benötigt denn je. Die Rationalisierungstendenz der Bolognareform wird also bald eine Reform der Reform nach sich ziehen, meint Reitz.</p>
<p><strong>&#8220;Es wird eine Reform der Reform geben&#8221;</strong></p>
<p>Was aus der langen europäischen universitären Tradition in die Moderne gewachsen ist, wird unweigerlich durch die Bologna-Reform totorganisiert- und optimiert. Wenn die Entwicklungen, die Bologna hervergerufen hat sich fortsetzen, werden die Proteste weitergehen und Taylor wird irgendwann den Kürzeren ziehen.</p>
<p>Die in dem Buch zusammengestellten Artikel gehen auf Beiträge einer interdisziplinären Ringvorlesung zum Thema &#8220;Hochschule&#8221; am Institut für Philosophie der Philipps-Universität in Marburg zurück. Die Autoren nehmen Aspekte wie Evaluationsprozesse, Wettbewerbslogik und Elitenbildung ebenso wie die Kommerzialisierung von Forschung, Wissenschaft und die Transformation der Idee Universität kritisch unter die Lupe.</p>
<p>Alle  Beiträge verdeutlichen die tiefgreifenden Konsequenzen der gegenwärtigen Entwicklungen und geben Denkanstöße zu der Frage nach der Aufgabe der Universität als gesellschaftliche Institution. Der Sammelband liefert Argumente und Hintergründe zur aktuellen Diskussion und wendet sich nicht nur an Studenten und Akademiker, sondern auch an alle politische oder kulturellgeschichtlich Interessierte.</p>
<p>Durch den Bologna-Prozess und andere Reformen hat sich in den letzten Jahren die Hochschullandschaft grundlegend gewandelt. Finanzielle Miseren, prekäre Arbeitsverhältnisse und die Forderung nach mehr Ausbildung und Praxisbezug haben die Bedingungen für Forschung und Lehre, mithin die Möglichkeit der Institution selbst verändert. Die Universität sieht sich dadurch mit den Fragen konfrontiert, welche Funktion sie als gesellschaftliche Institution wahrnehmen kann und welche Auswirkungen veränderte materielle und politische Voraussetzungen auf das Treiben von Wissenschaft haben.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Die-bedingte-Universit%C3%A4t-Wissenschaft-Bildungsauftrag/dp/3896574736/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1266488057&amp;sr=8-1" target="_blank">Hier kann das Buch bestellt werden &gt;&gt;</a></p>
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		<title>Bachelor ist nicht gleich Bachelor</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/bachelor-ist-nicht-gleich-bachelor</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 18:32:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philine Lissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[März 2010: Das Bachelorstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor international]]></category>
		<category><![CDATA[ECTS]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mit dem Beitritt zum Bologna-Prozess haben sich bisher 46 europäische Staaten daran gemacht, die internationale Vergleichbarkeit von Studiengängen und Abschlüssen zu verbessern. Als Schlüsselinstrumente dienen hier das ECTS-Leistungspunktesystem, die Gliederung in ein insgesamt 10-semestriges Bachelor- und Masterstudium und die Strukturierung in einzelne Module. De facto sind aber Klagen zu hören: zum Beispiel sind die einzelnen <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/bachelor-ist-nicht-gleich-bachelor">Bachelor ist nicht gleich Bachelor</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit dem Beitritt zum Bologna-Prozess haben sich bisher 46 europäische Staaten daran gemacht, die internationale Vergleichbarkeit von Studiengängen und Abschlüssen zu verbessern. Als Schlüsselinstrumente dienen hier das ECTS-Leistungspunktesystem, die Gliederung in ein insgesamt 10-semestriges Bachelor- und Masterstudium und die Strukturierung in einzelne Module. De facto sind aber Klagen zu hören: zum Beispiel sind die einzelnen Module oft so universitätsspezifisch, dass es sogar beim Hochschulwechsel innerhalb eines Bundeslands Schwierigkeiten gibt . Die wirklich interessante Frage muss also lauten: Wie sieht das neue europäische Studiensystem im interkontinentalen Vergleich aus?<span id="more-4413"></span></strong></p>
<p>Vom Grundprinzip her wurden Bachelor und Master vom angelsächsischen System übernommen, welches in England, den USA, Kanada und Australien Tradition hat. Sowohl innerhalb dieser Länder als auch zwischen angelsächsischem und europäischem Prinzip bestehen aber immer noch große Unterschiede.</p>
<p>So umfasst der US-amerikanische Bachelor vier Jahre, der deutsche Abschluss nach drei Jahren wird dort weitgehend nicht anerkannt. Ein neu auftauchender Grund hierfuer ist, dass die schulische Bildung in Deutschland auf zwölf Jahre verkürzt wurde. Das 13. Schuljahr sollte nämlich zum BA-Studium hinzugezählt werden und somit vier Jahre ergeben &#8211; dieser Plan wurde aber anscheinend übersehen, als die Oberstufe verkürzt wurde.</p>
<p><strong>Studieren im Rest der Welt</strong></p>
<p>Um in den USA einen Master zu absolvieren, muss oft bereits ein europäischer Masterabschluss vorgewiesen werden. Ähnliche Probleme ergeben sich auch in anderen Teilen der Erde. In Brasilien etwa, dem größten Land Südamerikas, wurde das Bildungssystem schon früher dem amerikanischen angepasst. Die Studienzeit bis zum Bachelor-Abschlusss beträgt hier ebenfalls mehr als drei Jahre. Gleiches gilt etwa für China und Suedafrika. Undurchschaubar sind teilweise aber auch die Unterschiede innerhalb der EU.</p>
<p>In Grossbritannien wird die Bologna-Erklärung nicht als verbindlich angesehen, weswegen parallel zum neuen Bachelor-System noch ein anderes existiert. Ähnlich auch in Schweden: hier ist es sogar je nach Universität verschieden, ob nach ECTS-System oder schwedischen Zensurskalen benotet wird. Wer also in die weite Welt ziehen und das Studium anderswo absolvieren möchte, sollte sich vorher genauestens informieren, welche Punkte der Bologna-Reform dort bereits umgesetzt wurden &#8211; wenn überhaupt.</p>
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		</item>
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		<title>Der Bachelor &#8211; Ein Zwischenfazit.</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/der-bachelor-ein-zwischenfazit</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 18:32:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marianne Seelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[März 2010: Das Bachelorstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>
		<category><![CDATA[Bologna]]></category>
		<category><![CDATA[GEW]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mit dem bundesweit ersten Bachelor-Studiengang Wirtschaftsjournalismus startete vor rund vier Jahren die Business and Information Technology School (BiTS) in das Sommersemester 2006. Viel hat man sich von den neuen Studiengängen Bachelor und Master versprochen, die im Rahmen des Bologna-Prozesses entwickelt wurden. Doch wie sieht es heute an den deutschen Universitäten und Hochschulen aus? Sind die <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/der-bachelor-ein-zwischenfazit">Der Bachelor &#8211; Ein Zwischenfazit.</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit dem bundesweit ersten Bachelor-Studiengang Wirtschaftsjournalismus startete vor rund vier Jahren die <em>Business and Information Technology School</em> (BiTS) in das Sommersemester 2006. Viel hat man sich von den neuen Studiengängen Bachelor und Master versprochen, die im Rahmen des Bologna-Prozesses entwickelt wurden. Doch wie sieht es heute an den deutschen Universitäten und Hochschulen aus? Sind die einst von der Politik so vielversprechend bebilderten Szenarien auch Wirklichkeit geworden? Ein Zwischenfazit scheint angebracht.<span id="more-4605"></span></strong></p>
<p><em>von Ellen Ivits</em></p>
<p>1999 startete der Bologna-Prozess, und der war nicht bloß eine Reform, sondern gleich ein ganzes Reformpaket. Im Kern besteht dieses Paket in der Gestaltung zweier unterschiedlicher Studienstufen (Bachelor und Master), daneben in der neuen besseren Bemessung der Lernleistungen von Studierenden  in Form von Leistungspunkten sowie die Steigerung der nationalen und internationalen Mobilität im Hochschulbereich und effizienteren Anbindung an den Arbeitsmarkt.</p>
<p><strong>Bachelor und Master</strong></p>
<p>Das neue Hochschulsystem sollte nach dem US-amerikanischen oder britischen Modell gestaltet werden. Dieses System ist dergestalt strukturiert, dass der erste berufsqualifizierende Abschluss nach drei bis vier Jahren mit dem Bachelor (<em>Undergraduate Degree</em>) und der zweite Abschluss mit einer Regelstudienzeit von ein bis zwei Jahren<em> </em>mit dem Master (<em>Graduate Degree</em>) erworben wird.</p>
<p>Die deutschen Hochschulen bieten mittlerweile <a href="http://studieren.de/studiengangsliste.0.html" target="_blank">10.405 Bachelor- und Masterstudiengänge </a>an. Somit führen nunmehr 79 % aller Studiengänge an deutschen Hochschulen zu den Abschlüssen Bachelor oder Master. Nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes immatrikulierten sich zum Wintersemester 2008/2009 fast drei Viertel aller Erstsemester in einem Bachelor- oder Masterstudiengang (73,8 %). Knapp 43 % der Studierenden an deutschen Hochschulen sind bereits in einem der neuen Studiengänge eingeschrieben.</p>
<p>Die Diskussion, ob man die rechtswissenschaftlichen und medizinischen Staatsexamensstudiengänge auch nach dem Bachelor/Master-System gestalten soll, dauert weiterhin an. Insgesamt 2. 726 Studiengänge sind noch nicht umgestellt. Davon sind 1.922 (71 %) staatliche und kirchliche Abschlüsse. Die Umstellung dieser Prüfungsgruppe obliegt allerdings nicht den Hochschulen. Es müssen also noch 804 traditionelle Studiengänge umgestellt werden. In der Lehrerbildung haben sich mit Ausnahme des Saarlandes und Sachsen-Anhalts alle Länder für eine Einführung einer gestuften Studienstruktur ausgesprochen.</p>
<p>In Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen werden Bachelor- und Masterstudiengänge allerdings nur in begrenzter Anzahl angeboten, sei es als Pilotversuche, sei es begrenzt auf einen Schultyp (insbesondere berufsbildende Schulen) oder eine Hochschule (Universität Erfurt in Thüringen). Die Länder Rheinland- Pfalz, Hamburg und Nordrhein-Westfalen sind auf dem Weg zur flächendeckenden Umstellung. Vollständig umgestellt haben bereits Berlin, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Sachsen und Schleswig-Holstein.</p>
<p>Der Prozess der Umstrukturierung des Hochschulsystems ist also weit vorgeschritten. Aber erfüllen die neuen Studiengänge die Zielsetzungen nach höherer Transparenz und Durchlässigkeit? Die <a href="http://www.gew.de/Startseite.html" target="_blank">Bildungsgewerkschaft GEW </a>kritisiert die Umsetzung der Bologna-Reform in Deutschland. Mehr als zehn Jahre nach dem Auftakt des Bologna-Prozesses werde das Potential der Reform nicht genutzt, es seien sogar Rückschritte zu verzeichnen, so GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller. Kritisiert wird vor allem, dass durch Zulassungsbeschränkungen der Übergang vom Bachelor-Abschluss zu einem Master-Studium oft nicht möglich sei. Die GEW fordert in erster Linie das Recht aller Bachelor-Absolventen, bei entsprechendem Wunsch auch ein Master-Studium aufnehmen zu können.</p>
<p><strong>Lernleistungsbemessung</strong></p>
<p>Die Studienstrukturen sollten mit einem neuen Bewertungssystem übersichtlicher und planbarer werden. Hierfür wurden Leistungspunkte analog dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/European_Credit_Transfer_System" target="_blank"><em>European Credit Transfer System </em>(ECTS) </a>eingeführt. Für jedes abgeschlossene Modul erhält man demnach eine bestimmte Punktanzahl. Im Hinblick auf flexible Lehr- und Prüfungsformen und deren zeitliche Verteilung sollten die gestuften Studiengänge dadurch eine Wertsicherungsfunktion erhalten, da der Wert für eine einmal erbrachte Leistung nicht verloren geht. Damit werde die Flexibilität im Erwerb und in der Nutzung bereits erworbener Qualifikationen erhöht und individuelle Studienstrategien ermöglicht.</p>
<p>Doch von vielen wird dieses System heftig kritisiert. Denn das Punktesystem erzeugt viel Druck auf die Studierenden.  Sie sind von Anfang ihres Studiums an in Sorge, nicht für das weiterführende Masterstudium zugelassen zu werden. Die Zulassungsbeschränkungen und Auswahlverfahren für die weiterführenden Master-Studiengänge an den Hochschulen haben nach Aussage von Tino Bargel, Hochschulforscher im Auftrag des Bundesbildungsministeriums, bei vielen Studenten zu einem Klima der Verunsicherung geführt.</p>
<p>Die Studenten fürchteten Ungerechtigkeiten und soziale Selektion. Der Druck, im Bachelorstudium möglichst gut abzuschneiden und damit eine Chance auf einen Masterplatz zu sichern, verursache gesundheitliche Folgen wie Nervenkrankheiten. Laut Studien leiden 20 bis 25 Prozent der Hochschüler unter psychischen Schwierigkeiten, die sie in ihrer Arbeit beeinträchtigen. Dazu gehören depressive Verstimmungen genauso wie Selbstwertprobleme.</p>
<p>Die Stundenpläne sehen für ein Jahr 1.800 Arbeitsstunden vor. Das sind 40 Stunden pro Woche in 45 Wochen das Jahres. Im Semester sind so 30 ECTS-Leistungspunkte zu erbringen für jeden Leistungspunkt sind 30 Arbeitsstunden aufzuwenden, die sich auf Präsenzzeiten, Prüfungszeiten, Selbststudium und Praktika aufteilen. Doch erfahrungsgemäß kommt man mit den 40 Wochenstunden nicht hin, da Vor- und Nachbereitungszeiten nicht einbedacht werden. Gegenüber früheren Diplom- oder Magisterstudiengängen hat sich die Prüfungsbelastung vervielfacht und in vielen Bachelor-Studiengängen ergeben sich Verdoppelungen der Arbeitsbelastung.</p>
<p>Dichte Stundenpläne mit Anwesenheitspflicht sowie die Fülle von Praktika und Klausuren lassen vielerorts keine Zeit fürs Jobben, um die Studiengebühren zu bezahlen. Bei der Berechnung des Arbeitspensums wird davon ausgegangen, dass Studierende weder erwerbstätig sind noch gesellschaftlich, sozial oder politisch aktiv sind.</p>
<p>Zudem wird kritisiert, dass durch die straffe Planung der Stundenpläne jede Kreativität verloren geht, da es den Bachelor-Studierenden es einfach an Zeit mangelt, um sich mit Forschungsbereichen zu beschäftigen, die außerhalb des vorgeschriebenen Kanons liegen. Individuelle Studienstrategien werden durch den modularen Aufbau ebenso unmöglich wie Kreativität. Denn es wird von Studienordnungen vorgeschrieben, wann welches Modul zu belegen ist. Und wenn man den Abschluss innerhalb der Regelstudierzeit erreichen möchte, bleibt einem nichts anderes übrig, als peinlich genau diesem Plan zu folgen. „‘Der Bachelor macht dumm‘, konstatierte der Politikwissenschaftler Peter Grottian […]. Fachidiotie und Karrieredenken träten an die Stelle des freien Geistes“ (<a href="http://www.sueddeutsche.de/" target="_blank">http://www.sueddeutsche.de/</a>).</p>
<p>BA-Studiengänge sind außerdem untereinander weit verschiedener und weit weniger kompatibel als es Magister-Studiengänge je waren. Flexibilität und Transparenz bleiben da wohl auf der Strecke. Außerdem sind die Studienbedingungen nicht verbessert worden. GWE spricht von neuen Studiengängen, die in vielen Fällen schlicht nicht zu schaffen seien. Hier seien um 30 Prozent höhere Studienabbrecherquoten zu verzeichnen als bei Diplom- und Magisterstudiengängen.</p>
<p><strong>Mobilität</strong></p>
<p>Die Entwicklungen der Internationalisierung zu fördern war eins der wichtigsten Ziele des Bologna-Prozesses, wie z. B. durch internationale Kontakte der Lehrbeauftragten, Mobilität der Studierenden, Einführung international kompatibler Studienstrukturen, Internationalisierung der Lehre und des Lernens (z. B. englischsprachige Lehrveranstaltungen). Wie gestaltet sich also nun die Internationalisierung der neuen Studiengänge?</p>
<p>Auch da haben die Experten nur wenig Gutes zu berichten. Politisches Ziel war es, dass 50% der Studierenden studienbezogen ins Ausland gehen und 20% der deutschen Studierenden wenigstens ein Semester ihres Studiums im Ausland absolvieren. Die Bildungsgewerkschaft GEW diagnostiziert, dass auch im Bereich der Mobilität von Studenten im europäischen Hochschulraum Deutschland keine positive Bilanz vorlegen könne. „Bachelor-Studierende gingen demnach seltener ins Ausland als zu Zeiten von Diplom und Magister. Und dies sei mehr denn je vom Geldbeutel der Eltern abhängig“ (www.sueddeutsche .de).</p>
<p>Laut Hochschul-Informations-System (HIS) machen nur 15 % ein Auslandssemester. Im Diplomstudium sind es 24, im Magisterstudium sogar 34. Das System mit den Leistungspunkten sollte Auslandssemester einfacher machen<strong>,</strong> doch in der Realität<strong> </strong>erkennen viele Unis die Punkte anderer Hochschulen nicht an, mit dem Argument, die Leistungsanforderungen seien zu unterschiedlich. Zudem sind die Lehrpläne so eng geplant, dass keine Auslandsaufenthalte möglich sind.</p>
<p>Auch im Ausland wird der Bachelor mit Argwohn beäugt. 56% der befragten US-Hochschulen wollen die Aufnahme von Bewerbern mit „Bologna degrees“ zumindest ernsthaft prüfen. Allgemeingültige Aussagen bezüglich der Kompatibilität von US-Bachelor und Bologna-Bachelor sind nicht möglich. Die Zulassung ist und bleibt eine Einzelfallprüfung.</p>
<p>Nicht einmal die Hälfte (46 %) der Bachelor-Studiengänge unterhält internationale Kooperationsbeziehungen. Nur 13 % beteiligen sich an ausländischen Forschungsprojekten. Kann man bei solchen Zahlen von einer Internationalisierung des Hochschulwesens sprechen?</p>
<p><strong>Anbindung an den Arbeitsmarkt</strong></p>
<p>Bessere Berufschancen durch mehr Praxisbezug wurden den Bachelor-Studenten versprochen. Auf dem Arbeitsmarkt allerdings hat nur ein Masterabschluss denselben Stellenwert wie früher ein Diplom. In einer Umfrage der Universität Freiburg sagte nur rund die Hälfte von 627 Unternehmen, dass Bachelor-Absolventen bei ihnen gleiche Chancen hätten wie bisherige Akademiker. Wenn alle Absolventen nach ihrem Bachelorstudium ein Masterplatz zur Verfügung stünde, wäre das unproblematisch. Die Hochschulen lassen aber oft nur ein Drittel der Absolventen zum Masterstudium zu.</p>
<p>Bachelor-Absolventen erfreuen sich auf dem Arbeitsmarkt keiner großen Beliebtheit. Sie brauchen mehr Unterstützung beim Berufseinstieg. Dies kostet die Unternehmen jedoch Zeit und Geld. 2007 hatten  94 Prozent der Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) keine speziellen Einstiegsmöglichkeiten für Bachelor-Absolventen geschafft. Die GEW befürchtet, dass demnach viele Absolventen mit einem unbrauchbaren Abschluss auf den Arbeitsmarkt geschickt werden. Vor allem kleine Unternehmen akzeptieren den Bachelor-Abschluss noch nicht.</p>
<p>Die Bologna-Reform -  ein missglücktes Experiment der deutschen Bildungspolitik also? Angesichts solcher Fakten, muss man da zustimmen. Die Zeitungen titelten mit Überschriften wie: <em>Der Bachelor-Bluff (taz), Die Mogelpackung (Süddeutsche Zeitung), Erst nur schlucken, gedacht wird später (FAZ). </em>Im StudiVZ hat die Gruppe » Bachelor &#8211; Ich schreibe gerne 37 Klausuren in fünf Tagen« schon 14 664 Mitglieder (Stand 4.03.1010).</p>
<p>Aber die Studenten selbst haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben. 80 Prozent der Studierenden unterstützen die Ziele des Bologna-Prozesses, der vor zehn Jahren eingeleitet wurde. Jedoch lasse eben die Umsetzung zu wünschen übrig. Auch die Bildungsgewerkschaft GEW hofft noch: „Nicht Bologna ist gescheitert, sondern Bonn – der deutsche Weg der Umsetzung der Bologna-Reform durch Kultusministerkonferenz (KMK), Bundesbildungsministerium, Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und Akkreditierungsrat“.</p>
<p>Bleibt also zu hoffen, dass wir alle nicht die ewig Hoffenden bleiben.</p>
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