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Celebrities als Paparazzi

TastatursperreBritney Spears tut es. Steve Jobs auch. Selbst Barack Obama scheint seinen Spaß daran zu haben. Diese und andere Berühmtheiten twittern. Und das natürlich viel in eigener Sache! Aber wenn ich meine Urlaubsfotos nicht twittere, warum tun es dann bekannte Menschen, die sich doch so oft darüber beklagen, dass sie kein Privatleben hätten?

Während viele private Nutzer Twitter nur dazu brauchen um ihren Freunden mitzuteilen, was sie gerade machen, haben Celebrities Twitter als optimale Selbstdarstellungsplattform erkannt. Hier können sie ihre Seite der Geschichte erzählen – ihren Standpunkt, ihre Meinung.

Aber nicht nur das: Sie veröffentlichen eigene Fotos und selbstgedrehte Videos. Sie  hoffen darauf, dass der öffentliche Hunger nach dem ‚unerwünschten‘ Material, das sie in allzu privaten Situationen zeigt, nachlässt. „Deshalb gibt es ab sofort Boris Becker-TV“, so der Ex-Wimbledongewinner über seinen eigenen Videokanal im Internet.

Twitter als Mittel zum Selbstschutz

Selbst wenn er nicht twittert – auch Becker hat einen Weg gefunden, zumindest zu versuchen, das öffentliche Interesse zu zügeln. „Ob ich will oder nicht, ich bin eine öffentliche Person. Es wird ohnehin permanent über mein Privatleben berichtet.“ Da hat er schon Recht. Doch seine Hochzeit an RTL Exclusiv zu verkaufen, macht das sicherlich auch nicht besser…

Okay, okay, dass berühmte Menschen (und vor allem die in den USA lebenden, denn dort ist das Phänomen der Paparazzi noch etwas extremer als in Europa) keine Lust haben von Fotografen verfolgt und belagert zu werden, ist verständlich. Auch, dass sie nicht von Fremden in persönlichen Momenten gestört werden möchten.

Aber wenn Ashton Kutcher in seinen Tweeds nicht nur normale Urlaubsbilder, sondern Fotos präsentiert, auf denen seine Frau Demi Moore in Unterwäsche zu sehen ist, macht es die Situation dann nicht genauso unangenehm?

An der Grenze zum Geschmack

Seine halbnackte Rückseite auf allen möglichen Sendern und Websites wiederzuentdecken, egal ob ein Paparazzo oder der Ehemann diese Fotos gemacht hat, erscheint mir jetzt nicht jedermanns Traum zu sein. Ist es nicht eigentlich noch viel unangenehmer, wenn der eigene Partner so was in den Umlauf bringt?

Max Mustermann würde das wahrscheinlich denken. Und Lieschen Müller sowieso. Aber genau das ist der Punkt: Celebrities scheinen sich gar nicht an den privaten Bildern an sich zu stören, nein, die sollen natürlich nach wie vor in allen Medien präsent sein! Nur soll bitte bloß kein Paparazzo in die Nähe der Kinder. Ja ne, ist klar…

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