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Das Pendeln ist des Studis Last

Des einen Freud – des anderen Leid. Endlich mal wieder nach Hause in die Heimat. Während die Deutsche Bahn sich wohl ein goldenes Näschen an den hart ersparten Euros der Studenten verdienen dürfte, können diese nur leise stöhnen. Schon wieder eine Fahrpreiserhöhung. Und die Sitzplatzreservierung ist auch teurer geworden! So manch einer wünscht sich da den Freifahrtschein von Germanwings. Oder wenigstens ein BahnCard 100.DPP_1625

Nicht jedem gelingt es einen Studienplatz im Wunschort zu bekommen. Dann heißt es schonmal von Buxtehude nach Castrop-Rauxel ziehen. Oder von Köln nach München. Die Familie ist dann meist weiter weg als einem lieb ist. Wer kennt sie nicht – die großen traurigen Kulleraugen von Mama, die nach jedem Besuch am liebsten schreien würden “geh nicht!” Aber wir kommen ja wieder. Nur wie?

Um in solchen Fällen von A nach B zu kommen stehen dem gemeinen Studenten mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Manch Glücklicher hat ein Auto. Der fährt dann auf vier Rädern zu Opas 70em oder zur Silberhochzeit von Mama und Papa. Dank der 360 Baustellen auf Deutschlands Straßen heißt das dann meist: Stau! Endlich mal wieder Zeit für ein gutes Hörbuch. Immer das Positive sehen!

Hauptsache man kommt an

Wer nicht selber fahren will kann auch in eine Mitfahrgelegenheit einsteigen. Allerding bleibt man auch hier nicht von Schneesturm oder Staus verschont. Jeder, der sich auf dieses Abenteuer schon mal begeben hat, weiß wovon die Rede ist. Ob kiffender VW-Büssle-Fahrer, überdrehter Jurastudent im 2. Semester mit Papas Benz unterm Ar*** oder die Ernährungswissenschaftlerin im Smart. Man kann sich eben nicht aussuchen bei wem man da im Auto sitzt. Hauptsache man kommt an. Hoffentlich!

Oder man entscheidet sich für die Königsdisziplin im Pendeln: Der Deutschen Bahn. Ruhe.

Und woran denkst Du grad? Was geht Dir bei dem Stichwort “Deutsche Bahn” durch den Kopf? Freundliche Schaffner, die einem erklären wie man zum Gleis zehn kommt? Nette Servicemitarbeiter, die einem bereitwillig die nächste Zugverbindung nennen, weil der eigentliche Zug 120 Minuten Verspätung hat? Oder ein pünktlicher ICE von Köln nach Berlin? Sicher nicht. “Senk ju vor träwelling wis Deutsche Bahn.” Das verbinden viele Pendler wohl eher damit. Dieses geflügelte Wort ist sogar so bekannt, dass 2008 im Herder Verlag ein gleichnamiges Buch erschienen ist.

Frustrierte Schaffner und schlechtes Englisch

Aber mit schlechtem Englisch können wir ja leben. Mit frustrierten Schaffnern schon weniger. Vor allem dann nicht, wenn sie uns in einem restlos überbuchten ICE zurechtweisen, weil man im Gang sitzt. Genau wie ca. 30 andere Fahrgäste, die 80 € für die Fahrt gezahlt haben um dann auf dem Boden vorm Klo zu sitzen.

Noch lustiger wird es, wenn der Zug dann “auf unbestimmte Zeit Verspätung” hat. Von 10 bis 180 Minuten ist da alles drin. Ok, oft kann die Bahn ja nichts für ihre Verspätung. Aber für unfreundliches Zugpersonal und überfüllte Züge schon! Und das nervt, wenn man einfach nur nach Hause will. Dann, zu Hause angekommen, hat man endlich Zeit sich von der Zugfahrt zu entspannen. Bis es am Sonntag wieder heißt “Senk ju vor träwelling wis Deutsche Bahn.”

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