Schon wieder Winter. Es wird nicht hell, es ist kalt und wenn man Pech hat, ist die Poppelsdorfer Allee wieder komplett zugefroren. In Bergen, Norwegen, gibt es zwar keine Poppeldorfer Allee und man muss sich nicht bei Wind und Wetter zur Sternwarte durchkämpfen, aber auch hier ist es kalt und dunkel.
Gerade Norwegen trägt das Vorurteil, dass es das ganze Jahr über nicht hell wird. Zwar ist das hier in Bergen nicht der Fall, aber trotzdem wird an jeder Ecke gegen die winterliche Dunkelheit angekämpft: mit Lysfest(Lichterfest) und Peppekakeby(Pfefferkuchenstadt).
Das Lichterfest ist mittlerweile zu einer Bergenser Tradition geworden und eröffnet feierlich die Adventszeit. Auch wenn der Regen in diesem Jahr gerade an dem Tag sowohl senkrecht als auch waagerecht vom Himmel kam, ließen sich die Bergenser getreu ihrem Motto “Det finnes ikke dårlig vær men bare dårlig klær!” (Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung!) natürlich nicht abhalten, bei diesem Event dabei zu sein.
Und sie wurden belohnt. Mit Musik von Kinderchören und echten Bergenser Größen, einer kleinen Ansprache der Bürgermeisterin und dem großen Abschlussfeuerwerk ließ sich der Regen gut aushalten.
Vom Wetter geschützt ist die Pfefferkuchenstadt in der Fußgängerzone. Diese in der Welt einmalige kleine Stadt gibt es bereits seit Anfang der 90er und erhellt nun in jeder Adventszeit die norwegische Dunkelheit.
Kindergärten, Schulen, Firmen und Privatpersonen haben fleißig gebastelt und einen kleinen Teil zur Pepperkakeby beigetragen.
Und pünktlich zum 1. Dezember kam dann auch der Schnee und hüllte Norwegen in eine weiße Hülle. Auch das ist dann noch ein kleiner Beitrag zum Kampf gegen die Dunkelheit.
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