Die Juli-Umfrage zur Sonderedition

Die internationalen Studis, die sich für diese Ausgabe des Medienblick ins Zeug gelegt haben, waren sogar für uns im Tonstudio und haben Jingles produziert. Doch welcher Jingle ist der beste? Welcher passt zu uns? Hört rein und stimmt mit ab! "Which Jingle Rings Your Bell?"

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“Ich weiß noch, wie der erste Walkman kam”

von Justus Brockmann

Musik ist heutzutage allgegenwärtig. Man hört sie sowohl zu Hause, als auch unterwegs. Dabei ist es noch gar nich all zu lange her, dass die meisten Haushalte nur über ein Radio und vielleicht noch einen Plattenspieler oder ein Tonbandgerät verfügten. Die “eigene Musik” nach Belieben konnte man nur mithilfe der letzteren beiden hören. walkman-tps-l2

Nicht denkbar wäre es gewesen, neben einigen Schallplatten, auf einer PC-Festplatte noch über 1000 Musiktitel jederzeit auf kleinstem Raum verfügbar zu haben, geschweige denn, diese auf einen daumengroßen mp3-player zu übertragen und Musik zu hören wo auch immer man möchte. Walkman, Discman und schließlich mp3-player befreiten die Musik über die Jahre von der Gebundenheit an feste Orte. Das hat auch unangenehme Folgen, wenn man zum Beispiel unfreiwillig zum Zuhörer wird, weil der Sitznachbar in der Bahn seine Musik lieber ohne Kopfhörer von seinem Handy abspielt.

Aktives und passives Hören

Als weiterer Unterschied zum heutigen Konsum von Musik lässt sich vielleicht nennen, dass das Hören (abgesehen vom Radio) in den 70ern noch weitestgehend als aktiver Vorgang verbreitet war. Das ergab sich hauptsächlich aus der aufwändigen Benutzung der dazu notwendigen Geräte. Man nahm sich die Zeit, eine Platte aufzulegen und nichts anderes zu tun als zuzuhören.

Heute tut man das natürlich auch noch. Es findet jedoch eine deutliche Verschiebung hin zum passiven Hörvorgang statt. Nach einmaligem Start kann eine Musikwiedergabe stundenlang laufen gelassen werden. Dies ermöglicht es, die Musik über längere Zeiträume passiv aufzunehmen während man zum Beispiel Auto fährt. Dies bezieht sich speziell auf die gezielte Wiedergabe eigener Musik von digitalen Speichermedien und weniger auf das Radio, welches schon länger eher passiv wahrgenommen wurde.

Neue Dimensionen

Der rasante Fortschritt der Technik macht uns mediale Inhalte wie Bilder, Text, Film und eben auch Musik in immer größerem Umfang und immer schrellerer Form verfügbar. Über das Internet kann zum Beispiel auf nahezu jede beliebige Audiodatei durch einen einfachen Mausklick zugegriffen werden. Solche Entwicklungen haben  sowohl positive als auch negative Eigenschaften. Dem Konsumenten wird es einerseits erleichtert, das Produkt aufzunehmen und er kann dies in viel breiterem Umfang tun als noch vor 20 Jahren. Andererseits kommt es auch zu einer unkontrollierbaren Ausdehnung des Marktes, was der jeweilige Industrie zum Beispiel durch filesharing etc. erheblich schadet.

Insgesamt findet ein stetiger Anstieg von Produktion, Verfügbarkeit und Möglichkeiten des Konsums jeglicher Medien statt. Vom stationären Plattenspieler zum iPod.

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