Es ist schon passiert, dass man bei einem Jobinterview oder gar bei der Bewerbung um ein Stipendium zum eigenen sozialen Engagement gefragt wurde. Joaaah…! Theater spielen oder die Nachbarskinder in Musik unterrichten reicht da manchmal nicht aus. Es gibt aber auch Leute, die neben ihrem Studium ganze Konferenzen an den Start bringen und so den wichtigen Mehrwert in ihr Studienleben bringen. So wie die Studis der WHU. Die Konferenz SensAbility bietet allen Interessierten eine Plattform für Projekte zu gesellschaftlich relevanten Fragestellungen.
Zum Studium gehören Freundschaften, Unmengen an Büchern, Kneipen- und DVD-Abende. Aber manchmal ist es auch ganz gut, die Augen offen zu halten und über den eigenen Tellerrand zu blicken.
Studierende der WHU (Otto Beisheim School of Management) in Vallendar tun das offiziell schon seit 2010. Unter dem Motto „Mehr Verstand als Herz?“ fand damals zum ersten Mal die SensAbility statt und stieß sogleich auf große Resonanz.
Gewusst wie: Ein Social Enterprise gründen
Dieses Jahr geht die Konferenz in die dritte Runde. Der jüngste studentische Kongress der WHU will seine Teilnehmer zu sozial nachhaltigem Handeln inspirieren und dabei unter anderem die Idee des Social Business vorantragen. Am 16. und 17. März findet die SensAbility 2012 auf dem Campus der WHU unter dem Motto “Mehr Ideen mit Wert – Unternehmen mit Mehrwert” statt.
Ziel der Konferenz ist es, konkrete Wege aufzuzeigen, wie soziale Missstände unserer Gesellschaft wirksam angegangen werden können und wie sich das eigene (spätere) Berufsleben im Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung gestalten lässt.
„Werdet selbst aktiv!“
…appellieren die WHUler. Denn es geht nicht nur um Diskussionen, sondern auch um konkretes Handeln. In der Podiumsdiskussion mit dem Thema „Deutsche Unternehmen in Entwicklungsländern – Neuzeitimperialismus oder effektive Armutsbekämpfung?“ werden mit dem Rektor der WHU, Prof. Dr. Michael Frenkel und dem Social Entrepreneur Sebastian Fellhauer, einem Alumnus der WHU, Fragen zur sozialen Verantwortung deutscher Unternehmen im Ausland diskutiert.
Weitere interessante Redner, wie beispielsweise der ehemalige Vorstandsvorsitzende von tegut, Wolfgang Gutberlet, oder Andy Goldstein, Vorstand der Social Entrepreneurship Akademie, konnten die Studis der WHU für ihren Kongress gewinnen. Außerdem werden verschiedene Workshops angeboten, die von Unternehmensvertretern erfolgreicher Social Businesses geleitet werden. Hier wird es Hilfestellungen und Tipps geben, um selbst an der “Gründung, Weiterentwicklung und Durchführung eines nachhaltigen Social Enterprise mitzuwirken”.
Wie kann ich an der Konferenz teilnehmen?
Auf der Kongress-Website kannst du dich problemlos anmelden und dich noch einmal ausführlich über das Programm informieren. Für Studierende beträgt der Teilnahmepreis nur 35 Euro, für Berufstätige sind es 50 Euro.
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Es wäre sehr schön, bei der Frage der Nachhaltigkeit die Wachstumsdoktrin genauer unter die Lupe zu nehmen. Ein besonders krasses Beispiel sind Sonderwirtschaftszonen (Special Economic Zones)in Indien, wo das Wirtschaftswachstum zum nationalen Interesse erklärt wurde, und schon mehrfach der Ausnahmezustand erklärt wurde, um lokalen Widerstand mit Waffengewalt zu brechen (u.a. in Nandigram, West Bengalen, wo der Ausnahmezustand für mehr als 200 Tage nach dem 14.März 2007 anhielt). In dem Special Economic Zones Act (2005) heißt es, dass in den SEZs verfassungsmäßige Hürden für das Wirtschaftswachstum ausser Kraft gesetzt werden. Zu diesen “Hürden” gehören Arbeitsrecht, oder das Recht der Ureinwohner auf ihr Land. Es stellt sich natürlich die Frage, was da noch zu der Bevölkerung heruntersickert.