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Studium: Ein neues Leben?

von Markus Leschinski

Wer kennt es nicht dieses Gefühl, dass sich mal wieder etwas verändern muss? Weg mit dem alten Kram, her mit dem neuen. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Gestern erst das Abi in der Tasche, heute schon eifrig am Studieren. Auf in eine neue Stadt! Neue Wohnung suchen, renovieren, umziehen, sich einleben. Vor allem wir Erstis machen zur Zeit intensivere Erfahrungen damit, vielleicht sogar zum allerersten Mal.

Sicherlich kommt auch ein wenig „Altes“ mit ins neue Domizil. Wer will schon die Einrichtung einer ganzen Wohnung neu kaufen müssen? Und das als Student. So kommt das eine oder andere Möbelstück mit, schließlich haben uns einige davon jahrelang treue Dienste geleistet: der gute Schreibtisch, das bequeme Bett, der schöne Kleiderschrank oder auch das kleine Nachtischchen und die Leselampe, die uns bei nicht wenigen gemütlichen Abenden die Seiten gut beleuchtete. Wir können aber natürlich nicht alles mitnehmen, anderes bleibt, wo es ist.

Unsere Lieben in der alten Heimat

Zurück gelassen haben wir natürlich auch unsere alte Stadt. Ebenso blieben Freunde und Familie in der alten Heimat. Aber neue Bekanntschaften sind an der Uni schnell gemacht. Aus einigen werde sich Freundschaften entwickeln, Weggefährten auf dem Weg zum Abschluss und vielleicht sogar darüber hinaus. Vergessen dürfen wir aber nicht unsere bisherigen Freunde, auf die wir bisher immer bauen konnten und dies trotz der räumlichen Trennung immer können werden. Wenn man das Neue zulässt, ist das also nicht gleich eine Abkehr vom Alten. Unser Leben vor dem Studium und das „alte“ soziale Umfeld prägen und begleiten uns natürlich auch hier. Und wessen Eltern stehen einem nicht mit Rat und Tat zur Seite, wenn es mal brenzlig wird? Die besten Freunde, denen man alles anvertrauen kann, sind natürlich auch nicht zu vergessen.

Alt vs. Neu?

Man kann nicht von vorn herein sagen, dass alles Neue gleich gut ist und das Alte immer schlechter oder dass Veränderungen nicht gut seien. Das Alte prägt uns und bereitet uns immer auf das Neue vor. So kommt man nach dem Studium auch als ein anderer oder „neuer“ Mensch in die Heimatstadt zurück, ob man nun will oder nicht. Die Jahre werden garantiert nicht spurlos an uns vorbei ziehen. Alt gegen neu? Garantiert nicht! Beides geht Hand in Hand, das eine kann ohne das andere nicht sein.

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