von Liv Odenthal
Neben dem neusten iPhone und riesigen Flatscreens werden dieses Jahr auch einige E-Book Reader ihren Weg unter den Weihnachtsbaum finden. Läutet der elektronische Bruder des guten alten Buchs nun bald dessen Ende ein?
In den USA schreibt das Internetkaufhaus Amazon schon seit Jahren schwarze Zahlen mit seinem Modell Kindle 2. Auch in Europa ist das Lesegerät seit einiger Zeit zu haben. Hierzulande scheinen sich die Leser allerdings noch nicht wirklich mit den Readern anfreunden zu können. Dies könnte zum einen daran liegen, dass die digitalen Buchkopien in deutscher Sprache genauso viel kosten, wie die gedruckten Versionen. Schuld daran ist die Buchpreisbindung, die in Deutschland herrscht. Zum anderen lassen sich deutsche Titel im Epup-Format meist nur auf einem einzigen Gerät speichern. Man kann sie folglich nicht verschenken oder nach dem Lesen an einen Freund verleihen.
Lesefutter
Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Reader zuzulegen, sollte mit Preisen zwischen 150 und 270 Euro rechnen. Doch mit dem Gerät allein ist es natürlich nicht getan, denn schließlich gilt es ihn noch mit Lesestoff zu füllen. Entscheidet man sich für das Modell von Amazon sollte man gute Englischkenntnisse mitbringen. Das Internetkaufhaus bietet zwar über 300.000 verschiedene Titel an, doch nur wenige von ihnen auf Deutsch.
Wer keine Lust darauf hat sein Englisch aufzupolieren, muss jedoch nicht auf das elektronische Leseerlebnis verzichten. Nachdem Sony seinen E-Book Reader PRS-505 auf der diesjährigen Buchmesse vorstellte, folgten viele renommierte Verlage dem wachsenden E-Book-Trend. Mittlerweile bieten einige von ihnen zahlreiche Bestseller in digitaler Form an. Den größten Teil des Sortiments machen allerdings Sachbücher aus.
Auch Sparfüchse kommen auf ihre Kosten
Neben Google Books gibt es einige Seiten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, legal kostenloses Lesematerial zur Verfügung zu stellen. Ein weiterer Tipp ist das Projekt Gutenberg-DE, an dem vor allem Germanistikstudenten ihre Freude haben werden. Die hier angebotenen Texte sind zum größten Teil Klassiker von Autoren, die bereits seit mehr als 70 Jahren verstorben sind.
Darüber hinaus bietet Onleihe.net Kunden von vielen Stadtbibliotheken die Möglichkeit E-Books auszuleihen. Das praktische daran ist, dass man die Bücher nach dem Lesen nicht wieder zurück bringen muss. Der Zugang zu dem digitalen Lesestoff wird automatisch gesperrt. Ein weiterer Vorteil ist, dass neben den E-Books auch E-Magazine wie zum Beispiel der Spiegel zur Verfügung stehen. So spart man nicht nur Geld, sondern auch den Gang zum Kiosk.
Vor- und Nachteile der E-Book Reader
Gerade als Student hat man öfters mit E-Books zu tun, denn besonders Fachliteratur wird häufig auch in digitaler Form als PDF-Datei veröffentlicht. Dies bietet nicht nur den Vorteil, dass man den Text gezielt nach bestimmten Wörtern durchsuchen kann. Ein E-Book Reader ist zudem um einiges leichter als die meisten Fachbücher, die sich nicht gerade durch ihr bescheidenes Format und Gewicht auszeichnen. Natürlich kann man E-Books auch auf dem Notebook oder Laptop lesen, doch die speziellen Reader sind um einiges handlicher. Ein weiterer Vorteil der E-Books ist, dass sie jede Menge Platz sparen, wofür die Freunde beim nächsten Umzug garantiert sehr dankbar sein werden.
Dies zeigt jedoch gleichzeitig den Nachteil der elektronischen Lesegeräte: Bei Fachpublikationen kommt es nämlich nicht auf das Aussehen oder das Anfühlen an. Im Bereich der Belletristik spielen diese Kriterien für uns Leser allerdings eine wichtige Rolle. Schließlich verleitet ein ansprechender Einband uns genauso oft zum Kauf, wie ein spannender Klappentext. Und seien wir mal ehrlich: Ist es nicht ein tolles Gefühl zahlreichen Bücher großer Autoren im Regal stehen zu haben? Auch auf diesen Angeber-Faktor muss man beim E-Book leider verzichten.
Was meint Ihr? Können die neuen E-Book Reader dem guten alten Buch Konkurrenz machen?
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Ich muss ein Referat über genau dieselbe Frage halten, aber dazu bräuchte ich zuerst einige Informationen:
Wann kam das Erste Ebook auf den Markt?
Wie Hieß es?
Hatte es schon touch-screen?