Von Laura Eickert
Endlich geschafft! Mit dem Abi in der Tasche und dem Studienführer in der Hand geht es ab zur Uni. Doch wo bleibt der Freund? Wenn Distanz auf einmal zur Reifeprüfung wird. So lange hat man darauf gewartet. Eine neue Stadt, eine eigene Wohnung, neue Leute und endlich an dem berühmt- berüchtigte Studentenleben teilnehmen.Doch dieses aufregende neue Leben mit dem alten Leben zu kombinieren ist gar nicht so einfach.
Viele Beziehungen formen sich bereits in der Schulzeit. Man besucht eine Schule, gehört demselben Freundeskreis an, geht gemeinsam auf Parties und bewältigt mit vereinten Kräften die Oberstufe. Man ist es gewohnt sich jeden Tag zu sehen und viel Zeit miteinander zu verbringen. Doch spätestens nach dem Abitur stehen dann Entscheidungen an, die getroffen werden müssen. Und es ist nicht selten, dass sich diese –geographisch gesehen- nicht vereinbaren lassen.
Die ersten gemeinsamen Herausforderungen
Die ersten Komplikationen ergeben sich wohl bei den Entscheidungen des zukünftigen Werdegangs eines jeden Einzelnen. Ob nun Studium oder Ausbildung, die Wahl des Standortes sollte nicht von dem Partner abhängig gemacht werden, da gerade dies berufliche Einschränkungen mit sich bringen könnte. Somit führt die eventuelle Distanz der jeweiligen Ausbildungs- bzw. Studienorte vermehrt zu Fernbeziehungen, eine ganz neue Situation mit der sich eine Beziehung konfrontiert sieht.
Einmal an der Universität angelangt, geht es direkt los mit Erstiparties, Referaten und Protokollen. Auch eine Ausbildung bringt einiges an Arbeit mit sich. Da jede Minute nun Gold wert ist, ergibt das Wochenende zunächst eine ideale Gelegenheit, die angesammelte Arbeit zu erledigen. Allerdings ist gerade das Wochenende die einzige Möglichkeit den Partner zu sehen und mit ihm Zeit zu verbringen. Nun ist es besonders wichtig eine gewisse Balance zwischen der Ausbildung bzw. dem Studium und der Partnerschaft zu finden. Das Erstellen von Zeitplänen oder „To Do“- Listen ermöglicht es das Arbeitspensum aufzuteilen und somit zu organisieren.
Ein neuer Freundeskreis- Grund zur Eifersucht?
Sicherlich stellt die Distanz die Beziehung vor viele Probleme. Vor allem die Tatsache, dass man nun nicht mehr einen Teil des alltäglichen Lebens des Partners darstellt macht es schwierig das angemessene Vertrauen zu schenken. Doch gerade das ist wichtig um den Weiterbestand der Beziehung zu sichern.
Um die Eifersucht zu hemmen ist es von großer Bedeutung dem Partner das Gefühl zu geben, trotz seiner Abwesenheit präsent zu sein. Das heißt, ihm am Wochenenden mit dem neuen Freundeskreis in Kontakt zu bringen oder ihm einfach über die wöchentlichen Ereignisse zu berichten. Auf diese Weise lernt er ihren neuen Umgang kennen und kann sich etwas unter ihrem „neuen“ Leben vorstellen.
Fazit: Vertrauen ist die Grundvoraussetzung
Das nötige Vertrauen zu haben ist somit Grundvoraussetzung für den Bestand der Reifeprüfung. Dazu zählt nicht nur das Vertrauen in den Partner an sich, sondern besonders auch das Vertrauen in die Beziehung und die Absicht diese Herausforderung anzunehmen. Auch wenn schnell Zeiten des Zweifelns entstehen, so ist der Durchhalt auf jeden Fall lohnenswert. Denn wer weiß, vielleicht wird die alte Liebe durch diese ungewohnte Umstellung aufs Neue belebt…
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Ein großartiger Beitrag!
Es ist toll zu sehen, dass es noch Leute gibt die in eine Beziehung investieren, und nicht schon bei der kleinsten Herausforderung die Segel streichen !