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Das internationale Währungsbuffet

Euro, Dollar, britische Pfund, der Yen, Norwegische Kronen und Schweizer Franken fallen mir spontan ein. Aus Urlaubserinnerungen grabe ich die vietnamesische Währung, den Dong, aus und in Kindertagen habe ich für mein Eis schon italienische Lira hergegeben. Fern von den wichtigen Währungen, in Ländern, die ich noch nicht besucht habe, wächst Geld, das ich nicht kenne. Die Exoten heißen Vatu, Kyat und Balboa.

Der Hauptgang

Zu 194 offiziell anerkannten Ländern unterhält das Deutsche Auswärtige Amt derzeit Beziehungen. Nicht jeder Staat ist bekannt für seine eigene Währung, 16 von 27 Mitgliedsstaaten der EU haben bekanntlich den Euro. Der Euro gehört neben dem Dollar zum Hauptgericht im internationalen Währungsbuffet.

Der US-Dollar ist die Währungseinheit der Vereinigten Staaten von Amerika, und gesetzliches und amtliches Zahlungsmittel in Ländern wie zum Beispiel Ecuador, Mikronesien und den britischen Jungferninseln. Wer nicht weiß, wo Antigua und Barbuda, Monserrat oder Saint Lucia liegen, dem verrät es das liebe Geld. In diesen Ländern gedeiht der Ostkaribische Dollar. Der Währungsrechner spuckt die Zahl 2, 6850 OK-Dollar für einen US-Dollar aus. Den Dollar gibt es noch in australischer und kanadischer Ausführung, Hongkong und Guyana haben auch einen.

Die Vorspeise

Um das Spielchen mit dem Währungsmenü weiter zu treiben, werfe ich alles, was nicht Leitwährung ist, in eine große Schüssel. Die Ingredienzen sind selten auf dem heimischen Geldmarkt zu finden. Die eine oder andere Münze verirrt sich manchmal in das vielgereisten Portemonnaie

In Lettland rollt seit Oktober 1993 der Lats, seine Münzen heißen Santīmu und die Banknoten Latu. In Botswana sprießt trotz des sehr heißen und trockenen Klimas der botsuanische Pula, von denen einer 100 Thebe-Münzen wert ist. „Pula“ heißt in der afrikanischen Sprache Tswana „es möge Regen geben“. Es ist auch das Motto der botsuanische Nationalflagge. Für Erdunkundige, im Landesinneren von Botswana liegt die Kalahari-Wüste.

Riyal Yamani oder Jemen Rial wiederum ist die offizielle Landeswährung des Jemen. Für 100 Jemen Rial bekommt man umgerechnet um die 0,34 EUR. Zu der sehr kleinen, unsortierten Auflistung gehört auch der Tugrik, die Bewohner der Mongolei nennen ihn Tögrög. Alles unter dem Wert der 20- Tugrik-Geldscheine, und dazu zählen die Untereinheiten Möngö, ist wegen der hohen Inflation in der Mongolei nicht mehr genießbar und ein Fall für Münzsammlung.

Um noch auf Vatu, Kyat und Balboa zurückzukommen, ersteres ist Zahlungsmittel im Vanuatu. Wo? Das ist ein Inselstaat im Südpazifik. In Pyidaungsu Thamada Myanmar Naing-Ngan-Daw, man kennt es vielleicht eher unter Myanmar, Birma oder Burma herrscht der Ryat. Und Balboa kann man zu zweit tanzen oder gegen Waren in Panama auf den Tisch legen. Ihr Namensgeber ist der spanische Eroberer und Entdecker Panamas, mit Namen Vasco Núñez de Balboa. Und war da nicht noch Rocky?

Der Nachtisch

Gern gesehene, aber nicht mehr konsumierte Klassiker sind einige europäischen Währungen.

Für wen der Wert eines Euros eine diffuse Größe bleibt, dieser jener kann sich auf der Homepage der Europäischen Zentraldatenbank behelfen. Der Euro ist im Moment umgerechnet 1,95583 Deutsche Mark wert, das sind 1936,27 Italienische Lire  oder 6,55957 Französische Francs. Gerne erinnern diese Währungen an die verwirrenden Wechselspielchen im Urlaub.

Wie mit der Nahrungsmittelindustrie so verhält es sich auch mit den Währungen. Was im Weltwährungstopf drin ist, das weiß keiner so genau. Der Wert einer Währung tickt dagegen exakt. Auf mehrere Stellen nach dem Komma lässt sich der Wechselkurs verrechnen. Momentane Schätzungen liegen bei über 150 Währungen im Welthandel. Als Abgang eines gelungenen fünf Sterne Menüs empfehle ich Andorranische Peseta. Sie stammen aus dem Kleinstaat Andorra mit nur 72.300 Einwohnern. Als kleinste eigenständige Währung im europäischen Raum sind diese Peseta gewiss ein exquisiter Leckerbissen.

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2 comments to Das internationale Währungsbuffet

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