Es ging ganz schnell in Neustadt in Sachsen: Wasser trat über die Ufer, Wiesen, Gärten, Höfe und Straßen wurden überschwemmt, Keller liefen voll und wurden ausgepumpt. Menschen versuchten ihre Häuser mit Sandsäcken zu schützen, Kinder wurden eilig herein gerufen und die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun. Der Blick des Tages in die Hochwasserregion
Gunter Wenzel aus dem Ortsteil Langburkersdorf staunte über die langanhaltenden Regenfälle: “Sowas habe ich hier noch nicht erlebt.” Sein Grundstück war von den Fluten ganz und gar überschwemmt worden; aber er hatte Glück: Das Wasser stoppte an der Haustür und bahnte sich nicht ins Innere des Hauses.
Anders im Zentrum der Stadt: Zwischen einem Supermarkt, einer Schule und einem kleinen Laden hatte sich mitten auf der Kreuzung ein See gebildet. Autos mussten kehrt machen, ein Durchkommen war lediglich für LKWs möglich oder für Wagemütige zu Fuß.
Die Sperrung der Kreuzung hielt bis spät in die Nacht an, aber auch aus Langburkersdorf konnte man nicht herausfahren. Die Dorfstraße war an mehreren Stellen überflutet. Ebenso erging es den anderen Ortsteilen.
Die größten Schäden im Umkreis erlitt Sebnitz – hier trieben sogar Autos in den Wassermassen. Viele Geschäfte mussten am Montag geschlossen bleiben.



