In unserer Reihe “Blick des Tages Spezial” für die Juni-Ausgabe diskutieren Persönlichkeiten aus Journalismus, Medien, Online und Offline unser Leitthema “Print-am-Ende?” Heute: Journalist Marvin Oppong.
“Print am Ende?
Ich persönlich glaube nicht, dass Print „am Ende“ ist. Zeitungen wird es meiner Einschätzung nach noch einige Jahre geben. Wie lange, kann niemand vorhersagen. Jedoch werden immer mehr Medieninhalte über das Internet konsumiert werden. Dies führt dazu, dass Zeitungen zu “langsam” werden, weil niemand am nächsten Tag das in der Zeitung lesen möchte, was er am Tag zuvor schon einmal im Fernsehen gehört und einmal im Internet gelesen hat.
Printmedien werden eher die Rolle des Hintergrundmediums einnehmen, was möglicherweise auch an der aktuellen Auflagenzunahme von Zeitschriften im Vergleich zu Tageszeitungen abzulesen ist. Der verstärkte Konsum von Onlinemedien macht allerdings Onlinejournalismus immer rentabler und führt dazu, dass sich immer mehr auf das Internet verlagert.”
Marvin Oppong studierte Jura in Bonn, Paris und Berlin. Seit mehreren Jahren arbeitet er als investigativer Journalist. Bisher war Oppong u.a. für die Berliner Zeitung, den Spiegel, die taz, die Frankfurter Rundschau oder die Süddeutsche Zeitung tätig. Seinen Themenschwerpunkte sind Misswirtschaft, Lobbyismus, Korruption sowie Medien.

[...] eine rosige Zukunft scheint nicht anzustehen. So prognostizieren zum Beispiel Leander Wattig und Marvin Oppong eine Marginalisierung der Printmedien, die bald eher einen Nischen- oder Hintergrundcharakter [...]