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Aktuelles Gesellschaftsleben

Plastik sparen leicht gemacht

Wer sich umschaut, wird merken, dass die Debatte um den Verzicht auf Plastik und Müll größer und größer wird. Zu Recht müssen wir uns Gedanken machen, wie wir sparen wollen und können, um die Meere, Wälder und Tiere zu schützen, die darin beheimatet sind. Im Folgenden ein paar einfache Tipps, wie ihr dazu beitragen könnt, Plastik zu vermeiden und ein bewussteres Kauf-und Konsumverhalten zu entwickeln.

von Maike Velden

Jutebeutel statt Plastiktaschen

Der ultimative Tipp oder auch nicht-Tipp ist wohl der Jutebeutel beziehungsweise einfach eigene Taschen und Beutel einpacken, wenn ihr in Kaufrausch seid oder euren Kühlschrank befüllen wollt. Das Praktische an Stofftaschen ist die Stabilität, sie können gewaschen werden, und solltet ihr sie doch nicht brauchen, nehmen sie in euren Taschen oder Rucksäcken kaum Platz ein, schwer sind sie auch nicht. Schlussfolgerung: Es gibt nichts auszusetzen, ihr spart Plastik und wem die Taschen zu langweilig sind, der kann sie schön bunt bemalen oder batiken.

Festes Shampoo und Seifen

Anstatt Flüssigseifen in Plastikverpackungen zu kaufen, bieten Stückseifen eine gut riechende Alternative. Sie halten länger, es geht nichts bar-bath-clean-773252verloren und die Stückseifen von beispielsweise Balea, der DM Hausmarke sind mit 30 Cent pro Stück auf jeden Fall billiger, als Flüssigseife. Seifen können nicht nur für die Hände genutzt werden, sie können  auch als Duschgel eingesetzt werden. Wer jetzt im Seifenwahn angekommen ist, kann auch anstelle von Shampoo aus der Plastikverpackung auf Haarseife oder festes Shampoo umsteigen. Im Schnitt sind solche Haarseifen zwar etwas teurer als Shampoo, allerdings halten sie lange. Ein Pluspunkt: Statt Chemikalien und Mikroplastik sind in Haarseifen nur biologische Öle und Naturprodukte enthalten. Empfehlenswert sind die Seifen von Savion. Im Schnitt kosten die Stücke zwischen vier und sechs Euro. Es gibt verschiedene Seifen für verschiedene Haartypen und auch Rasierseifen für die Herren der Schöpfung. Die Savionseifen bekommt ihr auf der Internetseite der Seifenmanufaktur oder bei diversen Unverpackt Läden.

Bambusbecher statt Coffe-to-go

Seien wir doch mal ehrlich? Wem schmeckt der Kaffee aus dem Plastikdeckel? Bambusbecher sind eine gute Alternative, in schönen Designs

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und Mustern sehen sie super aus. Außerdem sind die Becher spülmaschinenfest. Es bleibt natürlich noch immer die Option den Kaffee einfach in einem Café zu genießen, sich eine Auszeit zu nehmen und danach wieder in den Alltagsstress einzutauchen. Denn am Besten schmeckt Kaffee immer noch aus Tassen in der Gesellschaft von guten Freunden.

Second-Hand

Heutzutage gibt es fast alles gebraucht und das ist auch gut so. Ob Flohmärkte oder im Internet, es gibt genug Möglichkeiten, gebrauchte Ware zu kaufen. Ob Kleidung, Elektronik oder beispielsweise Bücher: Wer gebraucht kauft, schont die Umwelt und ihre Ressourcen. Wem Flohmärkte zu anstrengend sind, der kann auch auf Plattformen wie Kleiderkreisel, Mamikreisel oder Mädchenflohmarkt umsteigen. Hier kann gezielt nach Teilen gesucht werden, ob nur Basics oder besondere Markenteile.

Thema Papier: Recyclingpapier

Zwar strahlt es nicht so schön weiß, erfüllt aber die gleiche Funktion. Man kann darauf schreiben, darauf kommt es an. Bäume werden geschont, wenn man Recyclingpapier benutzt, außerdem ist es für den Geldbeutel ebenso schonend. Generell ist Papier ein wichtiges Thema beim Sparen von Müll und Ressourcen. Vorlesungen für die Uni ausdrucken bedeutet viel, viel Papier. Da schadet es nicht, doppelseitig auszudrucken und mehr auf eine Seite zu packen.

Lebensmittel und Co.

Unverpacktläden bieten Lebensmittel wie Nüsse, Nudeln oder Reis lose zum abfüllen an. Jetzt gibt es aber nicht überall solch einen Laden. Was kann man dann tun? Oft gibt es Nudeln anstatt in Plastiktüten auch in Pappkartons, das ist weitaus schonender. Ebenso sieht es mit dem Reis aus. Auch Müsli kann in Pappkartons gekauft werden. Obst und Gemüse gibt es eigentlich in jedem Supermarkt lose, wer dann noch drauf achtet, regional und lokal einzukaufen, hat alles richtig gemacht. Ob die Tomaten nämlich so viel geschützter sind, wenn ein Hauch von Plastik sie umgibt? Wahrscheinlich nicht. Brot beim Bäcker wird übrigens nicht in Plastik sondern in Papier eingepackt, das super zum Transportieren von Butterbrot weiterverwendet werden kann. Auch Käse an der Käsetheke wird nicht in Plastik, sondern in Papier eingewickelt.

Trinken, Trinken, Trinken

Mehrwegflaschen und Glasflaschen sind eine gute Sache, um die Einwegflaschen los zu werden. Wem Wasser aus der Leitung genügt, der bottles-container-daylight-802221kann auch wieder auffüllbare Flaschen kaufen. Die gibt es in jeder erdenklichen Form und Farbe, aus Glas oder Aluminium und auch aus Plastik. Da sie aber oft verwendet werden und nicht nach einmaligem Benutzen weg kommen, ist das auch vertretbar.

Unverpacktläden: alles für den täglichen Bedarf

Nach Bonn soll bald ein solcher Laden in die Innenstadt einziehen, aber teilweise könnt ihr auch schon unverpackt in Biomärkten oder Reformhäusern einkaufen. Vor allem Hygieneartikel wie Wattestäbchen etc. sind dort aus Bambus und Holz anstatt aus Plastik zu erwerben.

 

2 thoughts on “Plastik sparen leicht gemacht

    1. Hallo Lena,
      noch nicht, gerne hören wir uns um und informieren dich dann !

      Schön, dass Dir der Artikel gefällt!

      LG

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