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Aktuelles Alltag

Leben im Studentenwohnheim Part 2

Geschrieben von Ann-Kathrin & Rahel

Im ersten Teil habt ihr schon einen Einblick über die verschiedenen Optionen eines Wohnheims kennengelernt. Nun wollen wir euch, am Beispiel des Römerlagers, das Gefühl vom Wohnheimleben ein wenig näher bringen. Viele Studenten fragen sich: Wie fühlt es sich eigentlich an, in einem Studentenwohnheim zu leben? Da wir beide jetzt schon seit einiger Zeit das Römerlager belagern (höhö Wortwitz), können wir euch aus erster Hand von unseren Erfahrungen berichten und euch eines schon vorab mit auf den Weg geben: Einmal im Aufzug, ist das Glück nicht mehr weit.#MostRomanticAtmosphereEver

Topic of the day: Geschichten aus dem Römerlager

Bevor man in ein Studentenwohnheim zieht, kommen einem von allen Richtungen Bemerkungen entgegen, wie etwa: Oh, wie schön, dann hast du ja die Möglichkeit neue Studenten kennen zu lernen. Das hat sich mir damals nicht direkt erschlossen. Im Grunde genommen lebt man, wie ihr in Part 1 schon lesen konntet, allein. Wen also soll man kennen lernen, wenn man letztlich – allein – in seiner Wohnung sitzt?

Der Neueingezogenen-Abend

Das Wohnheim bietet jedoch so viele unterschiedliche Möglichkeiten neue Menschen zu treffen und mit ihnen in Kontakt zu treten. So findet beispielsweise immer zum Beginn des neuen Semesters ein Neueingezogenen-Abend statt, zu dem alle in dem Semester neu eingezogenen Studenten zusammenkommen. Auch schon länger im Wohnheim lebende Studenten haben die Möglichkeit an diesen Treffen teilzunehmen. Einfacher geht es eigentlich nicht. Dort lernt ihr zum einen die Tutoren kennen, die das Wohnheimleben durch Veranstaltungen oder dem Umgang mit Müll aktiv mitgestalten. Zum anderen wisst ihr, welche Bewohner zu den Frischlingen gehören und vielleicht habt ihr ja dasselbe Studium angefangen oder macht dieselbe Sportart, in jedem Fall verbindet euch euer neugeborenes Selbst als Wohnheimbewohner! 😀

Die Römerbar

Wenn man auf solch formelle Treffen keine Lust hat, gibt es eine durchaus amüsantere Art neue Studenten zu treffen: Die Römerbar. Die Römerbar befindet sich im Keller des Römerlagers und ist regelmäßig geöffnet. Für wenig Geld gibt’s viel Alkohol – genau das, was man als Student ersehnt. Die Bar wird immer unter einem bestimmten Motto eröffnet – von Turtle Bar bis Electro zu Karaoke Bar – für jeden ist etwas dabei. Das schöne an der Römerbar ist aber auch – es ist überhaupt nicht merkwürdig sich einfach mal allein an den Tresen zu setzen oder an den Kicker Tisch zu stellen. Innerhalb von fünf Minuten hat man erste Kontakte zu anderen Studenten geknüpft und findet sich in einer netten Unterhaltung wieder (meistens jedenfalls). Beim Dart werfen, jemandem einen Dartpfeil an den Hinterkopf werfen oder jemandem unabsichtlich beim Pool-Billard den Billardstock ins Gesicht rammen – schon ist man im Gespräch! Eigene Musikwünsche unterbreiten ist natürlich ein Muss! So kann ein kurzes Vorbeischauen schon mal zu einer durchzechten Nacht mit vielen lustigen Erinnerungen führen! Und sturzbetrunken braucht es auch nur fünf Minuten bis man zu Hause ist. Ihr merkt schon – die Römerbar hat etwas vom MacLaren’s Pub aus HIMYM – zumindest, was die Zeit für den Heimweg betrifft. Sonst ist sie eigentlich in jeder Hinsicht anders...

Fairteiler-Gruppe

Einen Ratschlag, den wir euch mit auf den Weg geben wollen, ist folgender: Sprecht Menschen im Aufzug an! Das Schicksal wartet dort auf euch! Es war nicht nur die Fairteiler-Gruppe, die im Aufzug entdeckt wurde, sondern auch die Freundschaft zwischen meiner reizenden Nachbarin & Co-Autorin dieses Textes und mir, die im Aufzug ihren Anfang genommen hat. <3 (Eine intensive Bromance folgte, aber dafür seid ihr noch nicht bereit).

Die Fairteiler Gruppe ist eine WhatsApp Gruppe, in der Lebensmittel verteilt werden. Einige wenige Studenten sind in Organisationen, die von Supermärkten/Bäckereien Lebensmittel bekommen, die am Tag übrig geblieben sind. Und die werden dann in unserem Wohnheim verteilt. Fast täglich werden wir also mit Brot, Obst, Gemüse und was sonst noch so anfällt versorgt! Top Qualität – ganz umsonst! Und wie haben wir diese Gruppe entdeckt? Durch den Aufzug! Ergo – sprecht Menschen im Aufzug an – dort können sie euch nicht entkommen! #creepy #buttrue #höhöshesaidbutt

Mentorate und Veranstaltungen

Nun wieder zu den etwas formelleren Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen. Schließlich tendiert nicht jeder dazu, einfach fremde Menschen anzuquatschen. Im Wohnheim gibt es sogenannte Mentorenämter. Mentor kann jeder Hausbewohner werden, man muss sich dazu einfach nur bei der Hausvollversammlung zur Wahl stellen- und mit ein bisschen Glück hat man es geschafft und darf sich Mentor nennen. Es gibt feste Mentorenämter, die immer besetzt werden, bspw. den Ausländermentor, der vor allem für die Erasmus Studenten zuständig ist, oder den Netzmentor, der für Fragen rund um den Internetanschluss zu belästigen ist. Und es gibt die freien Mentorate, die werden jedes Semester neu ausgelegt – von Kochmentor bis Fahrradmentor ist alles dabei. Wir sind beispielsweise Mentoren für Kunst und fürs kreative Schreiben (ganz richtig, wir schreiben aus der Insiderposition eines Mentoren, fühlt euch geehrt). Jeder Mentor gibt im Semester neun Veranstaltungen zu seinem Thema – und an diesen kann jeder Hausbewohner teilnehmen. Eine tolle Möglichkeit neue Gesichter zu sehen und das mit einer Aktivität zu verbinden, die einen im Optimalfall sogar noch interessiert.

Die Hausfeste

Wem das an bonding time noch nicht reicht, der kann zwei Mal im Semester in den Genuss eines Hausfestes kommen! Unter einem vorgegebeben Motto findet sich das gesamte Wohnheim inklusive Special Guests aus der Nachbarschaft ein, um gemeinsam das Leben und die Erfindung des Alkohols zu feiern. Als Mentor ist man dann für die organisatorischen Abläufe zuständig, aber als Hausbewohner seid ihr einfach nur zum chillen und twerken zuständig. Neben guten Drinks gibt’s auch eine fette Anlage, die schon so manches Trommelfell zerfetzt und uns einige Besuche seitens der Ordnungshüter beschert hat…

Fazit

Ihr seid jetzt hoffentlich an den Punkt angekommen, dass ihr das Epische und Erhabene an dem Leben eines Wohnheimbewohners erkennen und bewundern könnt! Wenn nicht, dann haben wir euch jetzt nichts mehr zu sagen! Wir lassen uns unser Wohnheimleben von Studis, die noch im Elternhaus abhängen, nicht schlecht reden! 😛 #justsaying

PS: Für ein wenig Exotik ist auch gesorgt, wie man am Wellensichtich sehr gut sehen kann. Sie fliegen umher und pflanzen sich manchmal direkt auf Ann-Kathrins Fensterbank. Wer braucht da noch Urlaub!

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