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Aktuelles Alltag Studentenleben

Leben im Studentenwohnheim – Part 1

Geschrieben von Rahel & Ann-Kathrin 

Die Bewerbungsphase für das Wintersemester ist beendet und die Ersten begeben sich schon auf Wohnungssuche. Gerade in Bonn keine leichte Aufgabe, da der Wohnungsmarkt überrannt ist. Nun stellt sich für jeden (angehenden) Studi die Frage – ist ein Zimmer oder Appartement im Wohnheim eine echte Alternative? Die Antwort lautet JA! Und das können wir auch aus eigener Erfahrung sagen! #loveRöLa

Topic of the day: Wissenswertes zu Studentenwohnheimen in Bonn

Wenn du nicht gerade aus Köln oder Bonn und Umgebung stammst, musst du dich eines Tages mit dem unbequemen Thema der Wohnungssuche auseinandersetzen. Heute stellen wir dir ein paar wichtige Infos zum Thema Studentenwohnheim zusammen und bieten dir in einem zweiten Teil einen erstklassigen Erfahrungsbericht aus dem Römerlager (detailliert in Leben im Studentenwohnheim – Part 2 zu finden, der bald geschrieben wird :D). Mit am Start ist auch Rahel, die ebenfalls als Redakteurin beim Medienblick tätig ist und – als Kirsche auf dem Sahnehäubchen – meine Nachbarin im Studentenwohnheim! <3 (Wir wohnen tatsächlich Tür an Tür…)

Begrifflichkeiten

Wohnheim ist nicht gleich Wohnheim. Auf der Homepage vom Studentenwerk findest du eine Übersicht über alle Wohnheime in Bonn: http://www.studentenwerk-bonn.de/wohnen/wohnanlagen/uebersicht-der-wohnanlagen/. Dort kannst du dich in der Regel zwischen drei verschiedenen Wohnungstypen entscheiden:

1. Ein Appartement:

Du erhältst eine Wohnung mit eigener Kochnische und eigenem Bad (Dusche&Toilette). Sie ist grundmöbiliert, womit die Grundausstattung des Zimmers gemeint ist. In der Regel beinhaltet es: Mülleimer, Kühlschrank mit Kühlfach, zwei Schreibtische, eine kleinen Tisch, einen Stuhl, eine Sitzmöglichkeit und ein Bett mit Matratze. On top bekommt ihr sechs Regale, die bereits an der Wand montiert sind. Für einen TV und Internetanschluss ist ebenfalls gesorgt.

2. Ein Einzelzimmer:

Die Grundausstattung ist grundsätzlich dieselbe. ABER: Du musst dir die Küche (inkl. Herd und Kühlschrank) und die Duschvorrichtungen mit mehreren Personen, wenn nicht sogar der ganzen Etage, teilen. Aber keine Sorge, dein kleines oder großes Geschäft kannst du selbstverständlich auf deiner eigenen Toilette vollrichten, die ist im Zimmer enthalten! 😉 Der große Vorteil ist natürlich, dass ihr die geringsten Mieten von allen Wohnungstypen bezahlen müsst. Für Leute mit kleinem Budget also eine sehr gute Alternative, um auch mit weniger „Luxus“ gut und zentral in Bonn wohnen zu können.

3. Ein Doppelappartment

Dieser Wohnungstyp unterscheidet sich von einem normalen Appartment in drei Dingen: Zum einen ist er für mindestens zwei Personen ausgerichtet. Zum anderen ist die Wohnung dementsprechend größer. Zu guter letzt: Die Miete fällt höher aus und die Wartezeiten für solche Appartments belaufen sich… auf gefühlt ein ganzes Studium (BA&MA zusammen)! Junge Familien und Ehepaare werden hier bevorzugt.

Wissenswertes zur Bewerbung und Miete

Wir empfehlen dir dich nicht auf deiner Online-Bewerbung auszuruhen, da es häufig Probleme mit der sogenannten „Bestätigungsmail“ gibt (vor drei Jahren war das noch so, vielleicht hat sich ja bis dahin etwas getan…). Die erhältst du, wenn deine Bewerbung einen Monat zurückliegt, du aber noch kein Wohnungsangebot erhalten hast. Damit will sich das Studentenwerk rückversichern, dass du immer noch auf der Suche bist und Interesse hast.

Bei mir ist diese Mail jedoch nie eingegangen, sodass ich nach einigen Monaten erfahren musste, dass ich gar nicht mehr im System erfasst bin. Auch Rahel hatte ihre Probleme mit der Online Bewerbung und der Warteliste. Dies hatte eine große Ladung Frust und eine Neuanmeldung zur Folge, die wir aber im Studentenwerk vorgenommen haben! Deshalb solltest du direkt zum Studentenwerk hingehen und vor Ort Wohnheime benennen und Rahmenbedingungen abklären!!!

Nun zu einem anderen, aber dennoch wichtigen Thema: Miete und ihre Leistungen! Für alle Wohnungstypen gilt, dass die Miete ein Fixpreis ist, der alle Nebenkosten sowie Internet umfasst. Es entstehen euch also keine Zusatzkosten, wie das in Privatwohnungen der Fall ist, wo separat für Strom, Wasser, u.U. Gas und Internet bezahlt werden muss.

Das „echte“ Wohnheimleben im Römerlager

Eigentlich unterscheidet sich das Wohnheimleben nicht sonderlich von einer Privatwohnung, wenn man nicht darauf aus ist neue soziale Kontakte zu knüpfen (no offense). Wer jedoch neu in Bonn ist und noch nicht so viele Leute kennt, für den ist das Wohnheim the place to be. Du wohnst Tür an Tür mit den verrücktesten und merkwüridgsten Leuten. Hier im Römerlager stehen rund 560 Appartments zur Verfügung, sodass hier keiner einsam vor sich hinvegetieren muss!

Wir haben das große Glück, dass wir eine hauseigene Bar besitzen, die von den Bewohnern betrieben wird. Das heißt, dass du mehrfach in der Woche sehr günstig dein Feierabendbier genießen kannst. Und auch wenn du über deinen Durst hinaus getrunken hast, stellt der Nachhauseweg gar kein Problem dar. Außerdem laden ein Kicker und Billardtisch zum entspannten Spielen und Kennenlernen ein! 😉

Und wem das alles noch nicht reicht, um einen Umzug ins Wohnheim ernsthaft in Betracht zu ziehen, dem sei gesagt, dass Bequemlichkeit GROß geschrieben wird! Du musst dich nicht um die Entsorgung deiner Möbel oder weiterer Gegenstände kümmern, da alle drei Monate der Sperrmüll bestellt wird. Elektrokleingeräte kannst du bei der Hausverwaltung abgeben und -großgeräte werden persönlich von einem Händler abgeholt. Das einzige, was Du jeweils leisten musst, ist die Dinge vor die Tür zu stellen. Selbst solche banalen Dinge werden hier einem unkompliziert abgenommen, weswegen wir beide unsere Zeit im Wohnheim lieben!

Einziges Manko: Reguläre Wohnzeit beträgt drei Jahre

Drei Jahre klingen erstmal viel, stellt ja ein ganzes Bachelorstudium dar. Aber wenn du hier neben deinem BA auch den MA machen möchtest oder schlichtweg rebellierst, was die Regelstudienzeit angeht (so eine Einstellung wird von mir =Ann-Kathrin äußerst supported!), dann geht die Zeit doch schnell um. Und dann kommt die große Frage auf: Wo soll ich unterkommen?

Obwohl das Römerlager ideal zwischen der Nord- und Kennedybrücke liegt, bieten diese beiden Spots keine wirkliche Alternative zu einem überdachten Bett in den eigenen vier Wänden. Und keine Sorge, auch hierfür hat sich das Studentenwerk etwas schlaues einfallen lassen! 😉 Du kannst beispielsweise eure Wohnzeit durch ein Amt im Wohnheim verlängern.

Im Prinzip führt ihr eine ehrenamtliche Tätigkeit im Wohnheim aus, wodurch sich deine Wohnzeit um je ein Semester verlängert. Innerhalb der Vorlesungszeit musst du eine bestimmte Anzahl an Veranstaltungen durchführen und an Hausversammlungen sowie dem Hausfest mitwirken. Dann hast du deinen Pflichtteil erfüllt und kannst länger wohnen bleiben zu den gleichen Konditionen.

Fazit

Wenn du nicht abgeschreckt wurdest von der Flut an Informationen und tatsächlich über einen Umzug nachdenkst, dann solltest du dich bereits in den nächsten Tagen bewerben, damit du zum Wintersemester auch eine Wohnung ergattern kannst. 🙂

Wir bereuen unsere Entscheidung jedenfalls nicht, vor allem, weil wir uns hier im Aufzug kennengelernt haben und seitdem unzertrennlich sind! 😀 Wie unsere Hausverwalterin einmal zu uns meinte „Da haben sich zwei aber wirklich gefunden“ – und das kann euch passieren, egal ob im Wohnheim, in der Bar oder am Bonner Loch. Wir verabschieden uns jetzt erst einmal und geben uns dem Wohnheimleben hin! Stay tuned for our next article – coming soon… 

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