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Aktuelles Alltag Studentenleben

Kult41 – Secret Hotspot der Bonner Kunstszene

Seit knapp drei Jahren weile ich nun in meiner zweiten Heimat Bonn.  Trotzdem bin ich erst am Donnerstag in den Genuss eines ziemlich coolen Hotspots gekommen, und zwar dem Kult41 direkt an der Viktoriabrücke. Die Welt aus dem Blickwinkel echter Bönnscher Menschen zu sehen und zu erleben ist wirklich eine willkommene Abwechslung zur, wenn auch sehr vielfältigen, Kneipenszene und dem Woki, aus denen mein Nachtleben sonst so besteht. Und warum das so ist, erfahrt ihr hier!

Kult41 – wie viel Kultcharakter steckt drin?

Obwohl ich schon hundertfach an der Viktoriabrücke vorbeigesaust bin, sind mir erst Donnerstag Nacht die krassen loftartigen Wohnungen aufgefallen, die sich direkt an der Hauptstraße tummeln. Bei Nacht gibt es dort moderne Lichtspiele zu sehen, was einen guten Vorgeschmack auf unser Ziel des Abends, das Kult41, gibt. Von außen wird man auch hier von einer Lichtinstallation der etwas anderen Art begrüßt und der Innenhof lässt bereits vermuten, dass hier mal nicht alles so blitzeblank poliert und aufgehübscht ist, wie wir das von der Poppelsdorfer Allee und der Südstadt her gewohnt sind. Hier herrschen andere Regeln, und diese lauten bloß nicht spießig und konservativ durchs Leben schreiten, sondern einfach mal Sein, man selbst sein. Und welcher Ort bietet sich dafür besser an als ein unscheinbarer Innenhof inklusive altem Fabrikgebäude am Hochstadenring?!

Hier warten eine Mischung aus Bar & Lounge in Form eines SWB-Busses, ein kleiner Ausstellungsraum mit frischem Putz an den Wänden und leuchtenden LEDs an der Decke sowie ein Konzertsaal mit integrierter Bar darauf von uns allen unsicher gemacht zu werden! Neben dem urbanen Flair sind es vor allem die Menschen, die diesen Ort so besonders machen. Seit 1999 bekommen hier nämlich die kreativen Köpfe der ehemaligen Bundeshauptstadt die Möglichkeit ihre Sicht auf die Welt in Form von Kunst, also Bildern, Fotografien oder Plastiken, ihren Nachbarn, Freunden und Fremden näher zu bringen. Ganz normale Menschen wie du und ich gestalten hier also die Bonner Kulturszene aktiv mit! Und was besonders reizvoll für uns Studis ist: Die Ausstellungen gibt es for free zu haben und auch die äußerst geldbeutelfreundlichen Preise für Bier und Co. laden zum Entdecken und anschließendem Verweilen ein!

Aktuelle Ausstellung: wo:anders

Falls ihr euch fragt, warum es mich dorthin verschlagen hat, verrate ich euch jetzt, dass ich der Einladung zu meiner allerersten Vernissage gefolgt bin, und diese fand eben im Kult41 statt! Dort könnt auch ihr bis zum 12.11. in Biancas Fotografien eintauchen, die euch nicht nur einzigartige Wohn(t)räume, sondern auch nahezu mystische Gassen und Dächer zeigen. 44 Eindrücke aus den letzten acht Jahren beweisen, dass gewisse Orte und Räumlichkeiten nicht nur durch das menschliche Dekorationsvermögen eine fesselnde Ausstrahlung erhalten, sondern auch durch ihren Verfall und ihre Abgeschiedenheit zu etwas Besonderem werden, die Bianca mit ihrer Kamera eingefangen hat.

Die verschiedenen Bildwelten, mal sind es Wohnungen, mal Stadtbezirke, werden immer wieder durch geballte Farbexplosionen unterbrochen, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Für PopArt Liebhaber gibt es einiges auf die Augen, aber auch Freunde der zeitlosen Schwarz-Weiß Kunst werden auf ihre Kosten kommen. Der Clou hieran ist übrigens, dass ihr die Fotografien nicht nur bewundern, sondern auch gegen einen kleinen Obolus Nachhause bestellen könnt. Mehr dazu findet ihr hier: https://biancareiss.de/2017/09/04/woanders-vernissage-kult41-bonn/.

Mein persönliches Highlight bei der gestrigen Eröffnung war übrigens ein Besucher, der das Konzert von Sign in Rossa durch ein eigenwilliges Jammen bestehend aus seinen Drumsticks, der Heizung im Atelier, der Rauchmeldervorrichtung sowie der Wand unterstützt hat… Musik der etwas anderen Art quasi! Mein Lieblingsfoto ist übrigens die Nummer 10 und wenn ihr wissen wollt, was sich dahinter verbirgt, müsst ihr wohl vorbeischauen. 😉 Mehr zum Kult41 gibt es hier auf einen Blick: http://www.kult41.net/kult41-home/.

Fazit

Nicht nur im Hinblick auf die jetzt laufende Ausstellung lohnt es sich ab und an mal aus seiner Kneipen-Komfort Zone auszubrechen und sich auf die bunte und alternative Bönnscher Kunst einzulassen! Es tut nämlich verdammt gut den Alltagstrott hinter sich zu lassen und die Welt aus der Blickrichtung anderer Menschen wahrhaftig zu sehen. Dann wird einem endlich wieder bewusst, dass unsere Welt nicht so trist und eindimensional ist, obwohl uns die Nachrichten täglich das Gegenteil vor Augen führen. In diesem Sinne, viel Spaß bei der Ausstellung wo:anders im Kult41!

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