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Ist Luisa hier?

Sexualisierte Gewalt ist und bleibt ein Problem. Um dies vorzubeugen wurde Luisa ins Leben gerufen. Sie soll helfen, wenn Mädchen und Frauen sich belästigt oder bedroht fühlen.

Von Maike Velden 

Mit der Codefrage „Ist Luisa hier?“ haben Mädchen und Frauen, die belästigt werden, die Möglichkeiten, sich an Bonner Lokale und Kneipen zu wenden. Diese sollen dann direkt wissen, worum es geht, und für Hilfe sorgen. Das Gute daran ist: Das Ganze passiert diskret, ohne viel Drum herum und Aufsehen.
Luisa wurde ins Leben gerufen, um Frauen und Mädchen ein sicheres Gefühl zu geben, wenn sie ausgehen und abends in Discos oder Kneipen unterwegs sind. Denn, wenn diese gut gefüllt sind, dann passieren viel zu schnell sexuelle Übergriffe und  unangenehme Situationen.

Luisa ist in Städten in ganz Deutschland unterwegs, vom Bodenseekreis bis Bonn über Münster und Hamburg können Betroffene nach ihr fragen. Auch in Österreich hat sich die Codefrage etabliert.

Geschultes Personal

Sobald dem Personal die Frage gestellt wird, soll diskret gehandelt werden. Gemeinsam wird überlegt, wie in dieser Situation gehandelt werden soll, egal ob es ein Taxi, ein Anruf bei Freunden oder Familie oder die Polizei ist. Laut dem Bonner Bürgermeister soll so an die Nulltoleranzgrenze bei sexualisierter Gewalt aus der Karnevalszeit angeknüpft werden. Grade in der jecken Zeit kann die Frage aus verschiedensten und unangenehmen Situationen helfen.

Das Projekt wurde in Münster ins Leben gerufen aufgrund einer Befragung, bei welcher 75 Prozent der befragten Frauen angaben, schon einmal sexuell belästigt worden zu sein, eine erschreckend Hohe Zahl, die Dunkelziffer ist wahrscheinlich höher. Als sexueller Übergriff kann schon ein unangenehmer Kommentar sein, bis hin zu ungewolltem Anfassen und Bedrängen. In der Geburtsstadt von Luisa nehmen mehr als 30 Lokale sowie Kinos und andere Veranstaltungsorte an der Aktion teil.

Wer als Veranstaltungsort bei der Kampagne gegen Sexualisierte Gewalt noch nicht dabei ist, und  mitmachen möchte, findet alle nötigen Informationen unter: www.luisa-ist-hier.de.

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