Wasserfall Gulfoss, Island. Foto: Alexandra Mölleken
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Island – Hype, Huh! und trotzdem schön.

Eine kleine Insel mitten im Nordatlantik. Berühmt geworden durch die Fußball EM 2016. Und aktuell ein sehr beliebtes Reiseziel. Was hat Island wirklich zu bieten? Ist es den Hype wert?

Küste Island. Foto: Alexandra Mölleken

Asien, Australien und Amerika sind mir zu Mainstream. Also ich mache dieses Jahr lieber eine ganz außergewöhnliche Reise: Island. Das denken sich viele, wenn sie einen Flug auf die Insel im hohen Norden buchen. Im letzten Sommer bin ich mit einer Freundin auch kurz dort gewesen. Jedoch nicht, um dem Hype zu folgen, sondern eher aus Zufall. Auf dem Weg nach Kanada machten wir einen Zwischenstopp in Reykjavík. Die Airline bietet an, diesen Aufenthalt auf bis zu sieben Tage auszuweiten, um den isländischen Tourismus zu fördern. Warum nicht, dachten wir uns und verbrachten ein paar Tage im Südwesten der Insel.

Die erste Nacht schliefen wir am Flughafen, da uns ein Hostel zu teuer war. Gemeinsam mit vielen anderen Reisenden machten wir es uns in einer Ecke gemütlich. Erst am frühen Morgen wurden wir weggeschickt, vorher durften wir ganz ungestört nächtigen. Gespannt und voller Energie auf dem ersten Stopp unserer Reise mieteten wir uns ein Auto. Nicht nur zur Fortbewegung, sondern auch als Schlafplatz diente uns der kleine Golf für die nächsten Tage. Das würden wir immer wieder so machen, denn allein das Fahren durch die ewigen Weiten und beeindruckende Natur ist es wert gewesen. Außerdem waren wir flexibel und preislich war es auch absolut in Ordnung.

Eine Alternative zum eigenen Auto ist das Trampen. Das wurde uns alternativ von jedem – sogar von der Polizei – ans Herz gelegt. Denn es gilt als absolut ungefährlich. Außerdem sind die Isländer so hilfsbereit und menschenoffen, dass man sofort eine Mitfahrgelegenheit findet. An unserem letzten Tag haben wir das auch probiert. Klappt!

Dampfendes Island. Foto: Alexandra Mölleken

Ein paar Tage cruisten wir über die Insel. Grob folgten wir der Golden Circle Tour, die sich für einen kurzen Island-Aufenthalt anbietet und zu Highlights in der Region um Reykjavík führt. Hier wartet Natur jeglicher Art, die unterschiedlicher nicht sein kann.

Wir starteten vom Flughafen Keflavík aus in Richtung Osten und fuhren die Tour gegen den Uhrzeigersinn. Entlang an steilen, knall grünen Küsten, wie man aus Irland kennt, durch Mondlandschaften bis hin zu dampfenden Geysir-Gebieten.

Gulfoss Island. Foto: Alexandra Mölleken

In der Ferne ist in einer der Himmelsrichtungen immer Gebirge zu erkennen, die Gipfel mit Schnee bedeckt und darauf hindeutend, dass rieisge Gletscher dahinter warten.

Am ersten Abend schliefen wir im Auto am Gulfoss. Dass es eine Steigerung von Dunkel gibt und Sterne so klar leuchten können, haben wir dank dieser Nacht herausgefunden. Einschlafen und aufwachen an Islands größtem Wasserfall ist sehr zu empfehlen. Denn trotz des großen Touristenaufkommens am Tag, konnten wir am Abend und frühen Morgen das Naturspektakel ganz allein genießen. Das Rauschen der in die Tiefe stürzenden Wassermassen bleibt ewig in Erinnerung.

Geysir Strokkur Island. Foto: Alexandra Mölleken

Am nächsten Tag machten wir Halt beim Geysír Strokkur, der alle zehn Minuten kochend heißes Wasser in Form einer Fontäne aus der Erde pustet. Zwar tummeln sich hier die Touristen, dennoch ist es lustig anzusehen, wir die Hälfte der Zuschauer nass gespritzt wird. Also immer so positionieren, dass der Wind von hinten kommt. Und Nase zu, denn der Schwefelgeruch ist recht intensiv.

Þingvellir Island. Foto: Alexandra Mölleken

Weiter ging es nach Þingvellir. Hier konnten wir mit eigenen Augen das Zusammentreffen bzw. Auseinanderklaffen der beiden Erdplatten sehen: Wir liefen dort entlang, wo sich die Eurasische und Nordamerikanische Platte treffen. Ein komisches, aber atemberaubendes Gefühl. Von hier aus hatten wir einen wunderbaren Blick auf die umliegende Landschaft und konnten auch den Sommersitz des isländischen Premierministers sehen: Kein großer Palast, sondern lediglich kleine weiße Häuschen inmitten der grünen Landschaft. Nicht zu übersehen die isländische Flagge, die fast überall im Wind weht.

Sonnenuntergang Island. Foto: Alexandra Mölleken.

Dann begaben wir uns in Richtung der Hauptstadt, wo wir die letzte Nacht und den nächsten Tag verbrachten. Reykjavík zählt rund 120.000 Einwohner. Klein, übersichtlich und am Meer gelegen lässt sich alles super zu Fuß erkunden. Überall hingen Plakate der Fußball-Nationalmannschaft, die nur wenige Zeit vor unserer Reise durch die EM berühmt geworden ist.

Wir kommen auf jeden Fall wieder, um diese wahnsinnige Insel mit ihren netten Bewohnern weiter kennenzulernen. Ein Huh! auf Island. Der Hype ist berechtigt und eine Reise – ob extra oder zufällig – in den hohen Norden wert.

2 thoughts on “Island – Hype, Huh! und trotzdem schön.

    1. diegn:Amaziss! This blog looks just like my old one! It’s on a entirely different topic but it has pretty much the same layout and design. Wonderful choice of colors!

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