Gabriel "HeroMarine" Segat (Foto: Pierre Yves Laroche, DreamHack)
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Interview mit Gabriel „HeroMarine“ Segat

Wenn es um die Themen electronic sports und Gaming geht, dann weiß er, wovon er redet – eSports Profi-Spieler Gabriel Segat, in der Szene besser bekannt als „HeroMarine“. Im Interview verrät er, warum der Weg zum Profi eSportler in Deutschland sehr steinig ist, äußert sich kritisch zu Übernahmen von eSport Teams durch Fußballvereine wie Schalke 04 und erklärt, wo sich Deutschland im internationalen Vergleich beim Thema elektronischer Sport positioniert.

Geschrieben von Jana Bärenwaldt

Gabriel "HeroMarine" Segat (Foto: DreamHack)
Gabriel „HeroMarine“ Segat (Foto: DreamHack)

Bereits mit 14 Jahren wurde Gabriels Talent von der deutschen eSports Organisation mousesports entdeckt. Von 2013-2016 konnte er sich durchgehend für die deutsche Meisterschaft in StarCraft II qualifizieren und bereits viermal den Titel gewinnen. Sein bisher gewonnenes Preisgeld beläuft sich auch über 50.000 Dollar. Trotzdem hat man es als professioneller eSportler gerade in Deutschland oft nicht leicht, denn es fehlt die Anerkennung des Berufsbildes sowohl von offizieller als auch von gesellschaftlicher Seite.

Jana: Die Frage bekommst du vermutlich oft gestellt, aber könntest du den Lesern trotzdem eine kurze Definition von eSports geben?

Gabriel „HeroMarine“ Segat: eSports ist die Kurzform von electronic sports, also im deutschen elektronischer Sport, und bezeichnet das professionelle, wettbewerbsmäßige Spielen von Videogames auf dem PC oder auf Konsolen.

Jana: Wie und wann bist du zum eSports gekommen?

Gabriel „HeroMarine“ Segat: Bei mir hat das Ganze damit angefangen, dass ich ziemlich jung einen Computer bekommen und darauf Blizzard Spiele gespielt habe. Und dann ist es zuerst einmal wichtig, dass man das passende Spiel spielt, was auch für den eSports geeignet ist, (es gibt ja auch viele Spiele, die keine eSports-Spiele sind). Wenn man dann immer besser wird und auch immer mehr von der eSports Szene drum herum mitbekommt und darin involviert wird, dann ergibt sich der Rest fast von allein. Das ist das Wichtigste: Gut genug zu sein und die Szene zu kennen. Das hat bei mir aber auch ein bis zwei Jahre in Anspruch genommen.

Jana: Was war das erste Spiel, das du damals gespielt hast?

Gabriel „HeroMarine“ Segat: Ich spiele StarCraft II, damals noch StarCraft, seit ich angefangen habe mich mit eSports zu beschäftigen. Das war und ist immer noch mein Spiel.

Jana: War eSportler je dein “Beruf” oder nur eher ein Nebenverdienst?

Gabriel „HeroMarine“ Segat: Für viele junge Spieler, die gerade ganz am Anfang stehen, ist es erst mal nur ein Hobby, weil sie es nicht Vollzeit machen. Während meiner Schulzeit war das Ganze eher hobbymäßig und ein Nebenverdienst. Aber mittlerweile ist es für mich kein reines Hobby mehr, weil ich die Schule abgeschlossen habe und jetzt wirklich angefangen habe professionell zu spielen.

Jana: Du hast bereits viermal die deutsche ESL Meisterschaft in StarCraft II gewonnen und es gibt Leute die sagen, wenn du von Anfang an schon Full-time gespielt hättest, dann hättest du der beste Spieler Europas werden können. Siehst du das ähnlich?

Gabriel "HeroMarine" Segat (Foto: Adela Sznajder, ESL)
Gabriel „HeroMarine“ Segat (Foto: Adela Sznajder, ESL)

Gabriel „HeroMarine“ Segat: Im eSports ist es sehr wichtig viel Zeit zu investieren. Je mehr Zeit man hat, desto besser wird man einfach. Damals hatte ich eher das Gefühl, dass ich bereits an meinem Höhepunkt angelangt bin, und ich nicht wirklich weiß, wie ich noch besser werden kann. Es kommt halt darauf an, wie man sich als als Spieler selbst fühlt und ob man denkt, dass man sich noch verbessern kann oder nicht. Aber mit mehr Zeit hätte ich definitiv noch besser werden können, und das Wichtigste, ich hätte mehr Turniere mitnehmen und damit durchaus mehr Erfolge erzielen können. Aber im eSports kommt es auch immer sehr stark darauf an, wie populär ein Spiel ist. Wenn ein Spiel nicht sehr beliebt ist, dann hat es keine großen Zukunftsaussichten. Und bei StarCraft II ist das so ein bisschen der Fall, da es zwar in den nächsten Jahren immer noch im eSports vertreten sein wird, aber wahrscheinlich nicht mehr so stark wie vorher, und dann lohnt es sich einfach nicht mehr Vollzeit zu spielen.

Jana: Hat dich denn je ein anderes Spiel außer StarCraft II gereizt, bzw. denkst du manchmal darüber nach auf ein anderes Spiel umzusteigen, in dem du mehr Zukunftspotenzial siehst?

Gabriel „HeroMarine“ Segat: Auf ein anderes Spiel umzusteigen ist immer sehr schwierig. Nur, weil man in einem Spiel gut ist, heißt das nicht, dass man auch in anderen auch gut ist, da jedes Spiel andere Voraussetzungen mitbringt. Demnach nein, da habe ich mir noch nie Gedanken drüber gemacht. Mit vielen anderen Spielen kann ich auch nichts anfangen, und die die ich gespielt habe, da war ich auch durchaus okay drin, aber nie auf dem Level, als dass ich die hätte professionell spielen können. Zu wechseln kommt in der Regel für keinen Spieler in Frage.

Jana: Würdest du erzählen, was du bisher mit eSports verdient hast oder aktuell damit verdienst? Kann man damit ein Leben führen?

Gabriel „HeroMarine“ Segat: Ja, ein Leben kann man damit auf jeden Fall führen. Der Verdienst ist immer sehr unterschiedlich, je nachdem was man für ein Turnier-Ergebnis hat, kann man auf einen Schlag sehr viel verdienen, aber auch sehr wenig natürlich, wenn man keine Erfolge hat. Neben den Turnier Gewinnen bekomme ich noch von Sponsoren und vom Team selber ein festes Gehalt, das ist immer konstant vierstellig. Davon abgesehen ist es aber sehr unterschiedlich: Letztes Jahr konnte ich z.B. in einem Turnier 10.000 Dollar auf einen Schlag gewinnen, aber die Monate danach war es dann wieder ruhiger.

Jana: Also würdest du sagen, dass die finanzielle Situation im eSports eher inkonstant ist, man zwar immer ein gewisses Level hat, aber dass es durchaus Höhen und Tiefen gibt?

Gabriel "HeroMarine" Segat (Foto: Pierre Yves Laroche, DreamHack)
Gabriel „HeroMarine“ Segat (Foto: Pierre Yves Laroche, DreamHack)

Gabriel „HeroMarine“ Segat: Höhen und Tiefen gibt es auf jeden Fall, insbesondere bei den kleineren Spielen. Viele Spiele, so wie StarCraft II, sind einfach nicht (mehr) so groß im eSports. Bei den größeren oder beliebteren Spielen bekommt man erstens konstant ein sehr hohes Gehalt, und zweitens gibt es dort Turniere im Übermaß, also auch konstant die Chance extra viel Geld zu verdienen.

Jana: Als eSportler verdient man ja nicht nur vor dem Bildschirm sein Geld. Mit dem Beruf geht ja auch noch mehr einher, z.B. arbeitest du dieses Jahr auf der ESL ONE Cologne, aber nicht als Spieler. Was ist dort deine Aufgabe?

Gabriel „HeroMarine“ Segat: Ja, ich arbeite dort für mein Team und repräsentiere einen unserer Sponsoren als Promoter. Einer unser Hauptsponsoren ist auch Sponsor bei der ESL ONE und hat einen eigenen Stand. Dort werde ich zusammen mit anderen Teamkollegen, die nicht bei dem Turnier spielen (dort wird ja Counterstrike gespielt, also nicht mein Spiel), als Promoter fungieren.

Jana: Gibt es überhaupt so etwas wie einen typischen Arbeitstag, den du beschreiben könntest?

Gabriel „HeroMarine“ Segat: Als reiner Profispieler ist ein typischer Arbeitstag eigentlich sehr monoton. Man investiert all seine Freizeit in das Spiel. Die meisten, vor allem die sehr guten, machen das tatsächlich so, dass die morgens aufstehen und damit anfangen, sich Turniere und andere bzw. bessere Spieler anzugucken, um die zu studieren. Mittags geht dann das Gaming an sich los, also dass man selber spielt und trainiert. Und das geht dann schon acht Stunden lang teilweise. Manche Spieler trainieren auch bis zu 14 Stunden am Tag für ein Turnier, aber viel von dem Training ist auch das Angucken von besseren Spielern und anderen Matches. Das ist so der typische Tagesablauf eines Profispielers und die meisten haben da auch kaum Abwechslung. Arbeiten auf Events wie auf der ESL ONE ist auch eher selten. Dazu habe ich im Jahr nur ein paar mal die Gelegenheit.

Jana: eSports hat laut Presseberichten und Statistiken in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum erlebt. Siehst du das ähnlich? Beschränkt sich dieses Wachstum eventuell nur auf einzelne Disziplinen?

Gabriel "HeroMarine" Segat (Foto: mousesports)
Gabriel „HeroMarine“ Segat (Foto: mousesports)

Gabriel „HeroMarine“ Segat: Generell ist der eSports Markt auf jeden Fall deutlich größer geworden. Das hängt auch damit zusammen, dass immer neue Spiele kommen und es nicht nur bei den bisherigen bleibt. In den letzten Jahren ist einfach sehr viel dazu gekommen, auch wenn es in meinem Bereich nicht besser geworden ist, ist es immer noch so, dass mehr dazu kommt und die beliebten Spiele auch noch beliebter werden und damit z.B. die Preisgelder immer noch steigen.

Jana: Wie steht der eSport in Deutschland deiner Meinung nach im internationalen Vergleich da? Sind wir Vorreiter, Mitläufer oder hängen wir hinterher?

Gabriel „HeroMarine“ Segat: Deutschlands Rolle im eSports ist sehr speziell. Auf der einen Seite haben wir nicht die Top Spieler, bzw. sind in keiner eSports Disziplin international gesehen die stärkste Nation, aber auf der anderen Seite ist der eSports Markt hier trotzdem sehr groß. In Deutschland gibt es sehr viele Leute, die sich gut mit eSports auskennen, das täglich gucken und auch sehr viele, die das unterstützen. Im internationalen Vergleich ist Deutschland da also nicht unbedingt hinterher, aber wir haben hier kaum eine nationale Szene. In anderen Ländern hat man eher eine nationale Szene, wo man beispielsweise in Frankreich dann auch die Spielübertragungen auf den französischen Stream guckt, während in Deutschland viele auf das internationale zurückgreifen, also in dem Fall auf den englischen Stream z.B. oder internationale Teams anfeuern anstatt deutsche Teams anzufeuern. Das hängt aber natürlich auch damit zusammen, dass Deutschland vergleichsweise keine starken Teams oder Star-Spieler hat.

Jana: Unter den Top 100 der bestverdienenden eSportler weltweit befinden sich nur zwei deutsche Spieler, deren Preisgelder zum größten Teil bei nicht-deutschen Teams erspielt wurden. SK Gaming und mousesports können als einzige deutsche eSports-Organisationen internationale Erfolge vorweisen, allerdings hauptsächlich mit nicht-deutschen Spielern. Warum denkst du ist das so?

Die ESL One Cologne 2017 in der Lanxess Arena (Foto: Jana Bärenwaldt)
Die ESL One Cologne 2017 in der Lanxess Arena (Foto: Jana Bärenwaldt)

Gabriel „HeroMarine“ Segat: Ich glaube Deutschland ist dem eSports gegenüber einfach voreingenommen. Ein Hauptproblem ist, dass eSports hier nicht offiziell anerkannt ist. Und wenn es nicht anerkannt ist, dann wird es in der Bevölkerung nicht ernst genommen. Profispieler zu sein ist hier kein wirklicher Beruf, während in anderen Ländern der eSports mehr Anerkennung genießt und Spieler wirklich darauf hinarbeiten, Profis zu werden. Das kennt man besonders aus Korea, aber generell haben Spieler fast in jedem Land außer Deutschland bessere Startvoraussetzungen, weil in Deutschland das Thema Videospiele und eSports eher vorurteilsbehaftet ist und das ist ein starkes Problem. Es gibt hier auch keine Infrastruktur die den eSports in Deutschland vorantreibt, während in anderen Ländern wirklich Top-Spieler produziert werden und international auch viel mehr eSports Organisationen vertreten sind.

Jana: Hast du auch schon persönlich die Unterschiede der verschiedenen nationalen Szenen erlebt?

Gabriel „HeroMarine“ Segat: Ich selber bekomme oft mit wie das in anderen Szenen läuft. Ich rede natürlich auch viel mit anderen Spielern. Oft ist es auch einfach abhängig davon, wie günstig ein Land ist. Finanziell abgesichert zu sein ist eins der wichtigsten Dinge, und das ist man nicht, wenn man in Deutschland Pro-Gamer ist, ganz einfach. Sagen wir es mal so, dafür muss man sich in Deutschland schon sehr stark verpflichten um das Ganze in Vollzeit machen zu können, während das in anderen Ländern oft einfacher ist. Viele gute eSports Länder sind auch eher im Osten, da ist es teilweise auch tatsächlich die vernünftige Wahl eSports zu machen. Das höre ich auch von vielen Spielern, dass sie das machen, weil es sich in dem Land halt anbietet oder weil der eSports da sehr groß ist. Wie vorhin schon erwähnt kommen aus den Ländern ja auch viele Star-Spieler, die in Deutschland eher nicht vorhanden sind.

Jana: Kannst du Beispiele dafür nennen, warum genau es in Deutschland schwieriger ist, eSportler zu werden als beispielsweise in osteuropäischen Ländern?

Gabriel „HeroMarine“ Segat: Die Ausbildung zum eSportler hier gibt es im Prinzip nicht. Gerade das Thema Ausbildung und Karriere wird in Deutschland auch eher strikt betrachtet, also Schule, Ausbildung und Studium haben in Deutschland höchste Priorität, während das in anderen Ländern, insbesondere auch in osteuropäischen Ländern, nicht der Fall ist und eSports dort tatsächlich eine echte Alternative ist.

Jana: Was sollte deiner Meinung nach getan werden um dem eSports in Deutschland mehr Anerkennung zu verschaffen?

Gabriel "HeroMarine" Segat (l.) auf der DreamHack 2016 (Foto: Pierre Yves Laroche, DreamHack)
Gabriel „HeroMarine“ Segat (l.) auf der DreamHack 2016 (Foto: Pierre Yves Laroche, DreamHack)

Gabriel „HeroMarine“ Segat: Ein wichtiger Schritt wäre es den Ruf von Videospielen allgemein zu verbessern. Solange der Ruf von Videospielen in Deutschland schlecht ist, kann auch der Ruf von eSports in Deutschland nicht gut sein. Insbesondere die oft sehr negative Berichterstattung durch die Medien in Bezug auf Ego-Shooter hat zu diesem Ruf beigetragen. Das schreckt auch etwaige Sponsoren ab solche Spiele zu unterstützen, obwohl gerade solche Spiele mit die beliebtesten und erfolgreichsten eSports Disziplinen sind. Durch Projekte wie das Meltdown Franchise wird gezeigt, dass Gaming auch einen abwechslungsreichen und sozialen Aspekt haben kann und durch so etwas kann der Ruf von Gaming auch insgesamt verbessert werden.

Jana: In anderen Ländern wie Bulgarien oder China ist eSport mittlerweile offiziell als Sport anerkannt bzw. in den USA gibt es immerhin ein Athleten Visum für internationale Spieler. Findest du das ist ein wichtiger Schritt, den auch Deutschland machen sollte?

Gabriel „HeroMarine“ Segat: Ja, das ist mit am Wichtigsten. Wenn es vom Land anerkannt ist, dann hat man besonders gegenüber Leuten die nicht so viel Ahnung vom Thema eSports haben, ein wirkliches Argument warum Profispieler ein echter Beruf ist. Wenn es vom Land anerkannt ist, dann kann man sich selbst tatsächlich auch offiziell als Sportler bezeichnen, weil dann ist es so wie bei jeder anderen Sportart. Also das wäre tatsächlich sehr wichtig, dass in dem Bereich etwas passiert.

Jana: Apropos Sport: In den letzten zwei Jahren haben Fußballvereine wie der VfL Wolfsburg und letztes Jahr vor allem der FC Schalke 04 mit der Verpflichtung von eSport Spielern und Teams für großes Aufsehen in der Szene gesorgt. Um das Thema gab es kontroverse Diskussionen. Die einen haben gesagt, dass das der nächste Schritt für den eSports auf dem Weg zu mehr Akzeptanz und Anerkennung ist, die anderen meinten, dass Fußball und eSports einfach nicht zusammen passen. Wie würdest du dich hierbei positionieren?

Gabriel "HeroMarine" Segat (Foto: mousesports)
Gabriel „HeroMarine“ Segat (Foto: mousesports)

Gabriel „HeroMarine“ Segat: Ich finde es gut, dass vor allem sehr professionelle Organisationen sich entscheiden in den eSports einzusteigen. Ich persönlich hab damit eher weniger zu tun, aber ich hab das natürlich auch mitbekommen und mich intensiv damit beschäftigt. Ich selber sehe eher die Art und Weise wie die Fußballvereine an das Ganze herangehen kritisch. eSports ist kein normaler Sport und wenn dann Organisationen in den eSports eintreten, die wie Schalke oder Wolfsburg eigentlich vom klassischen Sport her kommen, dann ziehen die das Ganze nicht so auf, wie man es wahrscheinlich aufziehen sollte. Das merkt man auch an den Resultaten, letztes Jahr ist das Projekt von Schalke insgesamt eher schief gelaufen bzw. das lief gar nicht. Ich würde sagen, das hat damit zu tun, dass die da teilweise einfach falsch dran herangegangen sind. Ein Beispiel wäre der Sportcoach, den Schalke für ihr eSports Team eingestellt hatte, der aber keine Ahnung von electronic sports hat. Das ist nicht die richtige Person um eSportler zu coachen, weil eSports einfach kein klassischer Sport ist. Da gibt es enorme Unterschiede und diese Unterschiede haben solche Organisationen noch nicht wirklich raus, weil die gerade erst neu in die Szene einsteigen und das nicht schon seit zehn Jahren machen.

Jana: Wo siehst du den eSports in 10 Jahren bzw. wie wird sich die eSports Szene deiner Meinung nach weiterentwickeln, vor allem auch in Bezug auf Deutschland im internationalen Vergleich?

Gabriel „HeroMarine“ Segat: Ich glaube, dass noch mehr Teams auch von anderen Sportarten in den eSports einsteigen werden, weil der eSports Markt immer weiter wächst und somit immer attraktiver wird, da bin ich mir ziemlich sicher. Ich bezweifle, dass es in den nächsten Jahren gute deutsche Spieler bzw- Star-Spieler geben wird, sondern Deutschland vom Level her weiterhin eher im Mittelfeld spielen wird und der eSports auch weiterhin nicht wirklich anerkannt wird. Aber ich glaube, dass eSports irgendwann in fünf bis zehn Jahren auch in Deutschland deutlich anerkannter sein wird, insbesondere weil der Markt so stark wächst und das ist natürlich ein sehr wichtiger Punkt für viele Organisationen und Unternehmen.

Jana: Vielen Dank für das Interview und viel Glück für deine Teilnahme am HomeStory Cup!

Insgesamt also positive Aussichten für die Entwicklung des eSports in Deutschland, obwohl starke nationale Teams und Star-Spieler natürlich wünschenswert wären. Und wer weiß, vielleicht würde sich der electronic sport in Deutschland mit besseren nationalen Teams und Spielern auch einer größeren Beliebtheit erfreuen. Das Hauptargument für den eSports ist nichtsdestotrotz immer noch das enorme wirtschaftliche Potenzial, dass in dem Markt schlummert. Und hier sollte man sich tatsächlich gründlich überlegen auf den fahrenden Zug aufzuspringen, solange man noch die Gelegenheit dazu hat.

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