v.l.) Nadja, Gerriet, Nadine, Greta und Louisa waren neulich im Voyager - einem Spielcafé, kennt ihr das?
Aktuelles Gesellschaftsleben

Ich bin ein Spielkind!

Ob Pokémon Go, Hogwarts Mystery oder vergleichsweise stumpfe Spiele wie Hill Climb Racing – das Angebot an digitaler Unterhaltung ist riesig… und das nervt. Ich spiele viel lieber Carcassonne, Mensch ärger dich nicht oder ein mir noch unbekanntes Spiel. Offline.

von Louisa Albrecht

Zugegebenermaßen komme ich nicht aus einer Spielefamilie, meistens nervt es mich sogar, weil es nie so richtig friedlich bei uns zugeht, wenn wir Mensch ärger dich nicht oder Monopoly herausholen. Doch seit ich meinen Freund vor vier Jahren kennen gelernt habe, gehören Brettspiele fest zu meinen Wochenenden dazu. Ganz egal, ob Backgammon zu zweit, Quacksalber mit meinem Freund und seinen Eltern oder lange Spielrunden an Sylvester, spielen ist toll!

Natürlich gibt es Spiele, die ich nicht so mag, das sind aber vor allem Glücksspiele (Rage, Kniffel, usw… geht mir bloß weg mit Kniffel!), eher strategische Spiele find ich hingegen richtig gut, auch wenn ich verliere (Transamerica beispielsweise, da gewinne ich… nie!). Denn eines steht fest: Beim Spielen lernt man seine MitspielerInnen gut kennen. Wer spielt fair, wer schummelt vielleicht? Aber auch über sich selbst kann man einiges lernen: Bin ich frustanfällig? Geduldig? Kann ich gut verlieren? Manche Erkenntnisse sind vielleicht nicht so schön, mein Freund und ich sind beispielsweise beide sowohl schlechte Gewinner als auch Verlierer. Verlieren frustriert uns und wenn wir gewinnen genießen wir das so richtig, auch mal auf Kosten des anderen. Aber keine Sorge, die Beziehung hält das aus 😉 .

Letztendlich glaube ich jedoch, dass wir alle wieder mehr spielen sollten. Brettspiele bringen uns zusammen! Und ganz egal, wie umständlich lang die Anleitung von Dominion auch sein mag- insgesamt dürften analoge Spiele wesentlich entspannter für unser armes Gehirn sein, das jeden Tag mit zigmillionen Infos geflutet wird, oft in Werbeanzeigen irgendwo am Rande des Blickfeldes versteckt. Brettspiele sind besser für unsere Augen, unsere Konzentration, unsere Geduld und unsere Frusttoleranz (jedenfalls theoretisch) als digitale Spiele. Vor allem aber geben sie uns etwas ganz wichtiges: Echte menschliche Interaktion ohne die wir, dramatisch ausgedrückt, irgendwann sterben.
Versteht mich nicht falsch- ich spiele auch wahnsinnig gerne Harry Potter Lego an der Playstation, Hogwarts Mystery auf dem Handy oder auch einfach mal eine stumpfe Runde Online Solitär. Einen Spieleabend mit dem Redaktionsteam wie neulich im Voyager kann das jedoch nicht ersetzen.

Wie seht ihr das? Was für Spiele spielt ihr gerne?

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