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Aktuelles Studentenleben

How to get a real job

Heute richtet sich mein Artikel an all diejenigen, die Medienwissenschaften, Soziologie, Human-, Geistes- und Kulturwissenschaften studieren, und deren Abschluss in greifbare Nähe gerückt ist. Denn obwohl die Abschlussarbeit schon der blanke Horror ist, ist die Frage nach dem Leben danach noch nervtötender. Deswegen ist es umso besser, wenn man sich früh genug damit auseinandersetzt.

topic of the day: Studium vorbei, und nun?

So schön das Studentenleben auch ist, leider endet diese – wie jede andere – Phase im Leben irgendwann einmal für jeden von uns. Und dann kommt nicht bei wenigen die alles auf den Kopf stellende Frage: Was nun?! Das ist eine äußerst unangenehme Auseinandersetzung, wenn kein fester Berufsstand aus dem Studium hervorgeht, wie das bei Juristen oder Medizinern der Fall ist. Aber das macht uns noch lange nicht zu hoffnungslosen Fällen! Es gibt nämlich Gesellschaften, in denen über Kultur- und Geisteswissenschaftler nicht gespottet wird, sondern ihnen tatsächlich Respekt und Anerkennung entgegenkommt. Diese Erfahrung durfte ich zum Glück in Prag machen! <3

Was ich sagen will: Unser Weg ist vielleicht nicht einfacher, aber trotzdem bedeutsam – sogar für Spießer-Deutschland. Im Gegensatz zu unseren politischen Repräsentanten haben sich bspw. Medienwissenschaftler sehr wohl mit Digitalisierung und seinen Folgen auseinandergesetzt. Wir haben eine Vorstellung davon, wie das künftige Leben mit Robotern und Automatisierten Autos aussehen wird – wie sieht es da mit Euch aus?! Dass wir also die Zukunft unserer Gesellschaft mitgestalten sollten, müssen wir aber nicht nur unseren fachfremden Mitstudierenden immer wieder klarmachen, sondern auch dem Arbeitsmarkt…

Qualifikation im Studium

Ich bin jetzt seit vielen Jahren neben dem Studium berufstätig, und trotzdem habe auch ich Schwierigkeiten damit als qualifizierte Arbeitskraft seitens der Arbeitswelt wahrgenommen zu werden. Viele Arbeitgeber erwarten neben einem abgeschlossenen Studium mit guten Noten natürlich auch intensive Berufserfahrung, die selbstverständlich über zwei Jahre hinausgehen soll – und zwar nicht als Student. Daneben sind auch eine Bandbreite an Qualifikationen erwünscht, die ich wahrscheinlich nicht mal besäße, wenn ich zwei Studiengänge parallel studiert hätte. Wer dann noch jünger als 25 Jahre ist, hat echt gute Chancen…

Den wahnsinnigen Ansprüchen mancher Unternehmen kann niemand gerecht werden und deswegen solltet Ihr da wirklich genau hinauschauen und abwägen:  Was könnt Ihr dem Arbeitgeber bieten und was bietet der Euch im Gegenzug dafür an, dass Ihr einen Großteil Eures Lebens am Arbeitsplatz verbringt?. Da sich die Welt aber nicht von heute auf morgen ändern wird, empfehle ich Euch jede einzelne Chance an der Uni wahrzunehmen, um neue Techniken zu erlernen oder neue Arbeitsbereiche auszuprobieren. Das könnt Ihr beispielsweise im Rahmen von Veranstaltungen wie next stop: job oder Workshops am Hochschulrechenzentrum tun. Die Devise lautet bei solchen Zertifikaten und Erfahrungen nämlich: More is more!

Abschlussarbeiten nicht an der Uni schreiben

Wenn ich am Anfang meines Masters gewusst hätte, dass es neben meinen Prüfern wirklich Menschen gibt, die sich für das, was ich da in Haus- und Abschlussarbeiten herausarbeite, wirklich interessieren, dann hätte ich mir dabei vermutlich etwas mehr Mühe gegeben. Spätestens im Master lässt die Motivation an künstlich herbeigerufenen Hausarbeiten zu werkeln definitiv nach, wenn sie sich überhaupt noch aufbaut. Auch die Abschlussarbeit bleibt davon nicht verschont…

Kürzlich bin ich im Rahmen einer Veranstaltungsreihe, die ich für mein *aufgepasst* Zertifikat für Internationale Kompetenz besucht habe, mit dem Bonner Science Shop aka Wissenschaftsladen in Berührung gekommen. Sie bilden eine Schnittstelle zwischen der Zivilgesellschaft und Wissenschaft, sodass Studierende dort die Möglichkeit haben ihre Abschlussarbeiten mithilfe von anderen Unternehmen und Organisationen zu gestalten (networking at its best sozusagen). Gleichzeitig bekommt die Arbeit einen anderen Stellenwert – ich möchte fast sagen einen wirklichen Sinn -, da ihre Ergebnisse direkt der Zivilgesellschaft zur Verfügung gestellt werden und nicht in einem Uniarchiv verstauben. Für mehr Infos: https://www.wilabonn.de/ueber-uns.html .

Online Jobsuche

Digitalisierung macht auch vor der Jobsuche nicht halt! Deswegen brauche ich Euch hoffentlich nicht zu erzählen, dass Ihr bei jedem Arbeitgeber den Online Auftritt abchecken solltet. Darüber hinaus haben sich bei mir Initiativbewerbungen immer ausgezahlt, sodass Ihr nicht auf das passende Stellenangebot warten solltet, wenn Ihr einen Arbeitgeber gefunden habt, der Euch zusagt. Für alle anderen habe ich hier noch einen kleinen Geheimtipp, der wohl gleich nicht mehr so geheim sein wird :D. Schaut Euch mal auf dieser Plattform um, da sie Stellenangebote gezielt für unsere Fachrichtung bereitstellt: https://dasauge.de/.

In diesem Sinne drücke ich Euch allen die Daumen, dass Ihr über kurz oder lang an den Job herankommt, der Euch sinnstiftend erscheint und nicht nur den Lebensunterhalt sichert. Da wir bei einer Vollzeitstelle unglaublich viel Lebenszeit in der Arbeitswelt investieren werden, wäre es schade, wenn es keinen persönlichen Mehrwert hätte. Dafür hat man doch letztendlich studiert!

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