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Aktuelles Alltag Studentenleben

Hot, Hotter, Bonn

Ich kann mich tatsächlich nicht daran erinnern, welcher Sommer genauso heiß und beständig war wie in diesem Jahr – und er ist ja noch lange nicht vorbei! Seit mehreren Wochen strahlt die Sonne pausenlos auf unsere Häupter und erhitzt dabei nicht nur unsere Gemüter, sondern auch unsere Wohnungen. Da ich also täglich das Haus verlassen muss, um dieser Hitze zu entkommen, habe ich ein paar „Geheimtipps“ für euch zusammengestellt, wo es sich am besten aushalten lässt. 

von Ann-Kathrin

Poppelsdorf

Als ich hier in Bonn angefangen habe zu studieren, war der Hofgarten the place to be im Sommer! Doch mittlerweile hat der Ort seinen Charme verloren! Das könnte an der tollen Baustelle liegen, die man mitten ins 200-jährige Jubiläumsjahr der Uni Bonn gelegt hat, oder an den nicht mehr zu übersehenden vollbesetzten Bänken mit Drogendealern, die die große Wiese quasi umzingeln. Jedenfalls ist der Hofgarten in diesen Tagen menschenleer und da stellt sich doch die Frage, wo die ganzen Bonner Studis neuerdings abhängen? Die Antwort lautet: Am Poppelsdorfer Schloss. Es gibt keinen Sommertag, an dem diese Wiese nicht vollbesetzt ist – und das auch völlig zurecht! Denn im Gegensatz zum Hofgarten gibt es dort ein kleines Café, in dem man nicht nur kostenfrei auf dem Klo erleichtern kann. Es bietet auch die Möglichkeit sich mit diversen (nicht)alkoholischen Getränken zu versorgen. Viel bedeutender ist jedoch, dass man innerhalb von 5 Minuten im Poppelsdorfer Zentrum ist, wo man die Qual der Wahl an Bars, Cafés und Restaurants hat. Wer also ein Schattenplätzchen erwischt, kann es hier den ganzen Tag aushalten!

Richtig abkühlen kann man sich in Poppelsdorf ebenfalls, da das Viertel über ein Freibad verfügt. Die Rede ist natürlich vom Melbbad, das viel Platz zum Schwimmen bietet und eine kleine grüne Oase auf der Strecke zwischen Zentrum und Röttgen darstellt. Ich mag das Freibad sehr gerne, da es dort nicht nach Chlor stinkt (wie in manch anderen Bonner Bädern) und viele entspannte Leute abhängen. Und es gibt saubere Toiletten, was leider keine Selbstverständlichkeit in Freibädern ist!

Endenich

Bevor ich in die Weststadt gezogen bin, war die einzige Endenicher Institution, die ich kannte, das Fiddlers. Jetzt weiß ich aber, dass dieses Viertel viel größere Schätze zu bieten hat! Im Brews Lee Café bekommt ihr neben sehr gutem Kaffee (auch in gekühlter Version) richtig guten und selbstgemachten Kuchen. Außerdem bieten sie verschiedene Kaffeesorten zum Ausprobieren an – von süßlich bis herb könnt ihr euch dort durchkosten. Einen Katzensprung vom Fiddlers entfernt könnt ihr euch also für den Nachmittag stärken!

Ab 17 Uhr werden die Pforten in dem gemütlichen Biergarten Harmonie geöffnet. Dort bekommt ihr gescheites Bier vom Fass und deftiges Essen in der mittleren Preisklasse. Da sich der Biergarten vorrangig im Schatten befindet, lässt es sich da sehr gut aushalten. Und was gibt es Besseres als seinen Durst mit kühlem Bier zu löschen?! 😉

Beuel

Wenn die 30 Grad-Marke geknackt wird, gibt es für mich allerdings nur einen Ort, an dem es sich in Bonn wirklich gut aushalten lässt – und zwar an der Sieg! Um dorthin zu gelangen, muss man eine 20- minütige Busfahrt vom Hbf aus überstehen (ohne funktionsfähige Klimaanlage kann das durchaus zu Nahtoderfahrungen führen). Aber wenn man diese Hürde überstanden hat, braucht ihr keine 5 Minuten von der Haltestelle Bergheim Fährgasse, bis ihr euch am Ufer ausbreiten und dort ordentlich entspannen könnt. Das Wasser hat eine ausgezeichnete Temperatur und in diesem Naturschutzgebiet kann man einfach mal die Seele baumeln lassen! Bitte denkt daran, dass ihr euren Müll wieder mitnehmt, damit jeder dort seinen Spaß haben kann!

Kommt weiterhin gut durch die Hitze und bis zum nächsten Mal!

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