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Aktuelles Frauenfrage - Kolumne Gesellschaft

„Frauenfrage“ macht mich mutiger

Ich bezweifle, dass dieser Post den klassichen entspricht, aber heute möchte ich euch erzählen, was mir meine Kolumne bringt und euch hoffentlich auch 🙂

„Frauenfrage“, eine Kolumne von Louisa Albrecht

Inzwischen schreibe ich diese Kolumne seit, lasst mich großzügig sein, bald einem Jahr. Davor habe ich mich tatsächlich gar nicht so schrecklich viel mit dem Thema Feminismus beschäftigt, aber seit ich schreibe, fallen mir Artikel in der Zeitung auf, die ich vorher übersehen hätte, ich denke im Alltag mehr nach, auch über mein eigenes Verhalten und meine Wortwahl und ich beschäftige mich aktiv mit dem Thema.
Das führt dazu, dass ich mich mehr damit beschäftige, was es in der heutigen Gesellschaft bedeutet, eine junge Frau zu sein, was erwartet wird und wieso das vielleicht nicht immer richtig ist. Ich lerne so, mein eigenes Verhalten auch durch die Augen anderer zu sehen und wenn ich Reaktionen auf die Blogbeiträge kriege weiß ich, dass ich nicht allein bin. Ich weiß, dass es da draußen leute gibt, die sich ebenfalls für das Thema interessieren und die auch einiges nicht richtig finden, so wie es läuft.

Außerdem gibt mir die Kolumne Mut. Mut, ich zu sein und Mut, neue Dinge auszuprobieren.
Vielleicht erinnert sich jemand an das Buch „Freiheit von der Pille“? Ich habe es hier vorgestellt und wisst ihr was- vor einigen Wochen habe ich die Pille abgesetzt. Bisher fühle ich mich ganz gut damit, aber es sind auch noch keine Absetzerscheinungen spürbar oder so etwas.
Außerdem bin ich von Tampons auf eine Menstruationstasse umgestiegen, weil ich mich mehr damit beschäftige, was es eben sonst so für Frauen gibt. Da Google brav alle Daten frisst, kriege ich jetzt auch öfter Beiträge vorgeschlagen, die mich weiter auf meinem weg führen.
Eine meiner Lieblingsblogs/ Facebookseiten ist „Bored Panda“ geworden. Die sind feministisch, kritisch und zugleich lustig. Sie veröffentlichen manchmal Comics über die Probleme des Frauenlebens (beim Nachhause kommen erst mal den BH ausziehen, man hat ungleich große Brüste, die Werbung lebt einen total wahnsinnige Schönheitsideale vor und so weiter) und dann denk ich mir: Die Probleme die ich für individuelle hielt, sind eigentlich recht verbreitet- also sind es ja gar keine Probleme! Das macht mich ganz glücklich und zeigt mir, dass uns die Werbung isoliert, obwohl das nicht so sein muss.
Und ich hoffe, dass euch meine Kolumne auch etwas bringt, wenigstens Unterhaltung, wenn sonst nichts.
Lasst es mich doch wissen.

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