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Pop-Oratorium: "Die 10 Gebote" - Ein Mammutprojekt, das Grenzen überwindet

Pünktlich zum Auftakt des Projekts RUHR.2010, bei dem die Städte des Ruhrgebiets sich als gemeinsame Kulturmetropole Europas präsentieren, begeistert das Pop-Oratorium “Die 10 Gebote” ein breites Publikum. Das ambitionierte musikalische Projekt von Dieter Falk (Musik, Produktion) und Michael Kunze (Text) feierte am 17. Januar vor circa 9000 Zuschauern seine Uraufführung in der Dortmunder Westfalenhalle und hat seither großen Erfolg.

Das Stück erzählt die Exodus-Geschichte des Volkes Israel, das in Ägypten in der Sklaverei lebt. Die Geschichte von Moses und seiner Frau Zipporah wird von Michael Eisenburger und Bahar Kizil, von der Popband Monrose, interpretiert. Außerdem wird die Geschichte von Gott (Otto Sander) und  seinen in Steintafeln gemeißelten zehn Geboten aufgegriffen.

Der Komponist Dieter Falk sieht in dieser bekannten, facettenreichen Geschichte eine mitreißende, explosive Story, die das Potential hat, “großes Kino für Auge und Ohr” zu bieten. Es geht um Liebe, Mut, Zwietracht, Schmerz und  Berufung. Auf der Bühne fungieren zwei Kinder als Erzähler (Paul Falk und Yosefin Buohler), die das Publikum durch die Handlung führen. In etwa zwanzig Rock- und Popsongs werden die Etappen der großen Befreiungsaktion, die Höhen und Tiefen in Moses’ Leben und die Liebe zu seiner Frau und seinem Volk farbenfroh und eindrucksvoll präsentiert.

Ein Stück mit rekordverdächtigen Dimensionen

“Die 10 Gebote” ist ein Projekt, das Grenzen überwindet. Da sind zunächst die beeindruckenden Dimensionen zu nennen, die das Ursprungsensemble bietet. 2500 Sänger bilden eine gewaltige akustische Kraft und stärken mit hallenfüllenden Gospelklängen den Hauptdarstellern den Rücken. Über 100 Musiker verschiedener Orchester, 15 Solisten und drei Dirigenten beteiligen sich an der Show.

Schon während der Entstehung des Werkes wurden Barrieren überwunden. Das Konzept des Projektes ist vor allem eines: integrativ. Während bei anderen Musicals nur einige Wenige die Lorbeeren ernten, ist “Die 10 Gebote” der Versuch, eine möglichst große Anzahl und Vielfalt von Menschen, Organisationen und Initiativen an einem Projekt zu beteiligen.

Und so ist es schließlich auch gekommen: Falks und Kunzes Werk ist das Ergebnis einer langen Vorbereitung und Zusammenarbeit zwischen allen möglichen kirchlichen und künstlerischen Gruppierungen. So wirkten zum Beispiel das “Junge Orchester NRW” und die Evangelische Kirche Rheinland & Westfalen mit. Auf eine Besetzung voller berühmter Musicalstars à la Uwe Kröger wurde verzichtet.

Zwar sind einige der Hauptdarsteller nicht unbekannt, doch wird das Pop-Oratorium vor allem vom überwältigenden Klang der 90 Amateurchöre aus ganz Nordrheinwestfalen getragen. Jeder Chor probte zunächst ein halbes Jahr lang in der eigenen Stadt. Vor der Uraufführung kamen nur ein einziges Mal alle Mitwirkenden zu einer Probe zusammen.

Das Alte Testament als musikalisches und visuelles Ereignis für jedermann

Menschen zusammenzuführen ist eine große Idee. Gemeinsam etwas Einzigartiges zu schaffen eine noch größere. Dies ist den Schöpfern von “Die 10 Gebote” gelungen – und noch mehr. Entstanden ist ein musikalisches Ereignis, das inspiriert, beeindruckt, den Atem verschlägt und Menschen jeden Alters anspricht. Seit Oktober 2009 gibt es eine CD mit den Studioaufnahmen aller Songs. Eine Live-DVD mit den Aufnahmen der Uraufführung in der Dortmunder Westfalenhalle soll ab März 2010 im Handel erhältlich sein.

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