Like or dislike?

Bild: www.flickr.com

Wir leben in einer Gesellschaft, in der es kaum noch möglich ist, sich einen gemütlichen Abend mit Freunden zu machen ohne direkt bei Facebook verlinkt zu werden. Da fällt es einem manchmal schwer zu glauben, dass die sozialen Medien und Netzwerke nicht die Überhand gewinnen. Deine Meinung war gefragt.

Ist ein Leben ohne Internet für dich noch vorstellbar? Eine recht einfache und doch sehr aussagekräftige Frage. Denn wenn ein Leben ohne Internet nicht mehr denkbar ist, sind wir davon vielleicht abhängiger als wir es gern wären. Trotzdem haben bei unserer Befragung, zu der du in den letzten Woche via Facebook und Twitter eingeladen wurdest, 82% zugegeben, dass in ihrer Vorstellung nur noch ein Leben mit Internet existiert. Wie sollte es  auch anders sein, wenn der erste Schritt den wir morgens tätigen, meist der zum Computer ist. Ein Blick auf eines der meist genutzten sozialen Medien der heutigen Zeit scheint unvermeidbar.

Die neue Weltmacht: Facebook

Mittlerweile sind über 800 Millionen Menschen auf Facebook. Facebook hat damit eine größer Nutzerschaft als Europa und Russland Einwohner. Immer mehr Menschen erstellen sich einen Facebook-Account, um mit Freunden, Familie und Bekannten in Kontakt zu bleiben oder neue Kontakte zu knüpfen.

Doch die Kritik an Facebook wird immer lauter. Die Breite der Datenspeicherung und die daraus folgenden Gefahren des Datenmissbrauchs könnten unterschätzt werden. Besonders ist die bald erscheinende Facebook Timeline in den Fokus der Medien gerückt. Mit ihr wird es möglich sein, das Leben eines Users von seiner Geburt an zu verfolgen und es minütlich mit Verlinkungen und Beiträgen auf der Pinnwand zu ergänzen.

Everyday i’m facebooking

Wir wollten von dir wissen, was dir das Internet, soziale Netzwerke und hier besonders Facebook bedeuten. Insgesamt haben über 200 Personen an unserer Onlinbefragung teilgenommen. Etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer war zwischen und 18 und 25 Jahr alt, ein Fünftel der restlichen Teilnehmer zwischen 25 und 50 Jahren.

Es zeigt sich, dass die klare Mehrheit der Befragten regelmäßig Facebook nutzt. SchülerVZ, StudiVZ, MySpace, Twitter und Google+ scheinen (noch) nicht so beliebt zu sein, wie das „Vorzeigemedium“ der sozialen Netzwerke. Im Hinblick auf die drohenden Gefahren ist die Mehrzahl der Befragten dann doch lieber optimistisch und plädiert dafür, “auch die positiven Aspekte von Facebook zu sehen”.

Nichtsdestotrotz ist ein beachtlicher Teil der Befragten nicht ganz happy über die Gefahren, die bei der digitalen Kontaktpflege drohen. Fünf Prozent der Befragten sieht in Facebook sogar eine “neue unaufhaltsame Weltmacht”.

Was hältst du von der rapiden Verbreitung von Facebook?

Auch die weiteren Ergebnisse der Umfrage stellen heraus, dass es niemandem so richtig wohl damit geht, wenn all seine Daten gespeichert werden und dann auch noch von Facebook an Dritte weitergegeben werden dürfen um mehrere Millionen, ach was: Milliarden, damit zu verdienen. Unvorstellbar scheint auch die Tatsache, dass jeder „Like“, jeder Post und jede andere Aktivität von Facebook gespeichert werden und es offenbar kaum rechtliche Schritte gibt, dagegen vorzugehen.

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner ist sogar in die USA geflogen, um bei Facebook persönlich mal nach dem Rechten zu sehen. Allerdings mit eher mäßigem Erfolg. Vielleicht machst du es ja auch wie der Jurastudent Max Schrems und verschaffst dir selbst einen Überblick über die Daten, die Facebook von dir seit immer sammelt. Aber auch bei diesem Vorhaben musst du eine Menge Daten eingeben und abschicken.

Konkurrenz für Zuckerbergs Imperium?

Google+, ein relativ neues soziales Netzwerk der heutigen Zeit, scheint wie eine gelungene Kombination aus Twitter und Facebook. Nutzer können hier zusätzlich eigene „Kreise“ einrichten und Posts nur für bestimmte Freunde zugänglich machen. Allerdings braucht Google+ noch eine Weile, um an die Beliebtheit von Facebook heranzukommen. Bei unserer Befragung zeigt sich allerdings, dass es gut möglich wäre, dass G+ das Zeug zu einem neuen Favoriten hat.

Reale Freunde, wer braucht die schon?

Zum Glück konnte diese Aussage in unserer Befragung kaum Befürworter finden. Trotz der scheinbar größer werdenden Angst vor Internetsucht sind fast alle Befragten der Meinung, dass man persönlichen Kontakt zu Bekannten und Freunden einfach nicht durch soziale Netzwerke ersetzen kann. Trotz alledem verbringen 70% fast oder mehr als die Hälfte ihrer „Surf-zeit“ auf Seiten sozialer Netzwerke. Dabei verbringen weitaus weniger als die Hälfte der Teilnehmer „nur“ eine bis drei Stunden täglich im Internet.

Ob und wie gefährlich das Internet, soziale Netzwerke und Facebook nun tatsächlich sind, sollte weiter jeder für sich selbst entscheiden und auch, wie viel er von sich selbst im Netz preisgeben will. Denn auch wenn Facebook, Google und sämtliche Internetseiten unsere Daten speichern, liegt es doch an uns, mit welchen Informationen wir das Netz überhaupt füttern. Also sollte man nicht einfach nur auf die neuen Möglichkeiten der heutigen Zeit schimpfen, sondern ihre Vorteile anerkennen und die negativen Aspekte so gut es eben geht zu umgehen versuchen.

Den Blick weiten

Bild: Gerd Altmann

Auch wenn die bekanntesten sozialen Netzwerke viele Gesprächsthemen füllen, scheint es wichtig sich auch den weniger populären Bewegungen zu widmen. Wie sieht es beispielsweise mit Online-Dating aus? Gibt es tatsächlich soziale Netzwerke für Haustiere? Welche Online-spiele dominieren das Netz? Wie entwickeln sich die beruflichen sozialen Netzwerke linkedin und xing? All diesen Fragen werden wir uns diesen Monat widmen.

Auch wenn die bekanntesten sozialen Netzwerke viele Gesprächsthemen füllen, scheint es wichtig sich auch den weniger populären Bewegungen zu widmen. Wie sieht es beispielsweise mit Online-Dating aus? Gibt es tatsächlich soziale Netzwerke für Haustiere? Welche Online-spiele dominieren das Netz? Wie entwickeln sich die beruflichen sozialen Netzwerke linkedin und xing? All diesen Fragen werden wir uns diesen Monat widmen.

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