So bunt kann Weihnachten sein

Last christmas

So bunt kann Weihnachten sein
Bild: www.flickr.de

Wie sieht dein Weihnachten dieses Jahr aus? Hängt der Adventskalender schon? Und sehen wir hinter all den Geschenketürmen und in all unserem Kaufrausch überhaupt noch die eigentliche Bedeutung von Weihnachten? Wir wollten es von dir wissen!

Weihnachten war für mich persönlich immer ein Fest, an dem die Familie zusammenkommt, man Unmengen an Essen und Plätzchen isst, ohne sich Sorgen um die Figur zu machen und sich einfach wohlfühlt. Aber für mich gehört auch immer der Gang in die Kirche dazu, ein „Ritual“ oder auch ein Gedanke der scheinbar nur noch selten in unserer Gesellschaft vertreten ist. Beziehungsweise in dem Falle unserer Umfrage von 150 Befragten die zum großen Teil die Altergruppe zwischen 18 und 30 Jahren widerspiegeln und somit eher die aktuelle Meinung der jüngeren Generation aufzeigt. Hat sich Weihnachten wirklich so sehr verändert?

Weihnachten ist heute ganz anders

Bild: Weihnachten in der Schweiz www.flickr.de

Wenn ich ehrlich bin und mir die Generation meiner Eltern oder Großeltern ansehe, wird mir bewusst, dass wir heutzutage ein ganz anderes Fest erleben als es damals der Fall war. Es gab wenig bis gar keine Geschenke, der kirchliche Hintergrund stand mehr im Vordergrund, man aß und lachte zusammen im Kreis der Familie. Aber es wäre ja auch utopisch anzunehmen, dass sich bestimmte Dinge im Laufe der Zeit nicht einfach ändern oder ändern müssen, weil sie sonst nicht mehr in unsere Gesellschaft passen. Uns hat erst einmal interessiert, wie wichtig dir Weihnachten überhaupt noch ist und ob und wie sehr du dich freust. Die Antworten waren genauso bunt gemischt, wie unser Leitthema diesen Monat.

In der Umfrage stellte sich also heraus, dass über die Hälfte der Befragten sich sehr auf Weihnachten freuen und das bei ihnen auch jedes Jahr der Fall sei. Die restlichen Antworten  teilten sich dann in zwei „Gruppen“ auf, von denen eine lediglich Wert auf das Beisammensein mit der Familie legt und nicht auf das Fest an sich. Die dann noch restlichen 20% finden, dass zu viel Trubel um nichts gemacht wird und es bei Weihnachten leider gar nicht mehr um das eigentliche Fest geht.

Home is where your heart is

Aber hat sich wirklich in den letzten Jahren und Jahrzehnten so viel verändert? Sicherlich sind die Spielzeuge zum Teil elektronisch und viel teurer geworden. Das belegt auch das Ergebnis unserer Umfrage. Denn fast die Hälfte der Befragten gibt für ein Weihnachtsgeschenk durchschnittlich zwischen 10 und 20 Euro aus, weniger als ein Viertel zwischen 30 und 50 Euro und der Rest schenkt lieber etwas Persönliches.

Weiter wurde bestätigt, dass die Geschenke, auch wenn sie für die Kinder sind, sich immer mehr um den neuesten Stand der Technik drehen. Aber wie sieht es aus mit dem Fest an sich? Scheinbar hat sich der Ort und das Umfeld an Weihnachten ziemlich selten verändert, da über 90%  angegeben haben, dass sie in den letzten 5 Jahren Weihnachten eigentlich immer mit ihrer Familie zusammen verbracht haben. Nur selten scheint es, Heiligabend wirklich mit Freunden zu verbringen.

Warum feierst du Weihnachten?

Bild: Auswertung der Umfrage, Elena Sebening

Auch hier ist bei den Antworten eine bunte Mischung zu sehen. Trotzdem zeigt sich, dass es der klaren Mehrheit immer noch darum geht, mit der Familie zusammen zu sein und den Menschen, die man gern hat. Der Grundgedanke scheint also doch noch vorhanden zu sein und sich eben nicht, wie viele meinen könnten, nur um Geschenke und Essen drehen. Sondern um einen gemeinsamen Tag unterm Weihnachtsbaum. Dieser Tag beinhaltet sicherlich auch das Erhalten von allerlei Geschenken und manch einer legt seinen Schwerpunkt auf den religiösen Hintergrund aber eigentlich geht es “nur” um eine schöne gemeinsame Zeit.

Sie haben Post

Uns war es auch noch wichtig zu wissen, auf welchem Wege du deine Weihnachtsgrußkarten dieses Jahr verschickt. Man könnte ja meinen, im Zeitalter der Emails, SMS, online Grußkarten, Facebook und Twitter ist es unnötig, sich noch an den Schreibtisch zu sitzen und per Hand eine Karte für seine Freunde und Verwandten zu schreiben. Aber die Auswertung sah anders aus, als vielleicht vermutet.
Denn die meisten der Teilnehmer gaben an, dass sie doch noch den „ganz normalen“ Postweg nutzen, um anderen an Weihnachten eine Freude zu machen. Nur wenige Prozente ließen sich bei den online Grußkarten und Facebook finden. Außerdem waren über die Hälfte der Befragten der Ansicht, dass auch soziale Medien ihr Weihnachtsfest nicht verändert haben in den letzten Tagen.
Egal wie, Hauptsache ist, mit wem

Bild: Weihnachten in Chemnitz, www.flickr.de

Es ist also wirklich schön zu sehen, dass es an Weihnachten um mehr geht, als das Geld zum Fenster raus zu schmeißen und neue Technikgeräte in der Familie auszutauschen. Es geht vielmehr um das Beisammensein von Leuten, die man vielleicht selten aber sehr gern um sich herum hat. Es geht um die Vorfreude auf Weihnachten, auf das Zählen der Tage mit Hilfe des Adventskalenders und das Plätzchen backen. Ob und wie viel Geld man am Ende für dieses oder jenes Geschenk bei Karstadt oder Kaufhof lässt, sollte ja auch wirklich jedem selbst überlassen sein. Es ist also egal ob dieses Jahr oder „last christmas“, die Hauptsache ist, wir haben unsere Liebsten um uns herum.

 

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