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Die Telekom Baskets Bonn - ein Verein,ein Unternehmen,eine Stadt

Magenta nicht Pink – das ist die Farbe der Telekom Baskets Bonn. Es ist das Magenta der Deutschen Telekom, dem Haupt-und Namenssponsor der Baskets und das seit nunmehr 15 Jahren. Der Teammanager der Telekom Baskets, Andreas Boettcher, über Trainerphilosophie, die Beziehung zur Deutschen Telekom und den Bonner Telekom Dome als Veranstaltungshalle >>

Herr Boettcher, was macht für Sie persönlich den Reiz an Basketball und den Telekom Baskets im Besonderen aus?

Ich bin grundsätzlich Sportler vom Herzen her und Basketball ist meine Lieblingssportart, die Sportart überhaupt für mich. An den Baskets insbesondere reizt mich das gesamte Projekt, also an der Zukunftsgestaltung dieser Sportart in der Stadt, gemeinsam mit diesem Verein und dieser Halle mitzuwirken.

2003 hatten Sie ihre Premiere als Hallensprecher bei den Telekom Baskets Bonn – heute sind Sie dort Teammanager. Wie sind Sie zu den Baskets gekommen?

Vor der Zeit als Hallensprecher gab es schon eine Ära, die sich im Hintergrund abspielte, wo ich den Verein insbesondere bei sportlichen Sachen unterstützt habe.

Dann haben wir angefangen mit dem sogenannten Net-Radio, das heißt wir haben die Auswärtsspiele im Internet live unter Radio Bedingungen übertragen.

Das haben wir sieben oder acht Jahre lang gemacht, Bernd Schulte und ich zusammen und daraus wuchs dann eine nähere Beziehung zu dem Verein. Dann hat mich schließlich das Projekt des Gesamtvereins interessiert, sprich in dieser Stadt, in dieser Sportart etwas zu bewegen und dann schließlich auch das Hallenprojekt des Telekom Domes, was die Grundlage ist für den wirklichen Gedeih dieser Sportart in der Zukunft.

Was sind die Hauptarbeitsfelder von Ihnen als Teammanager der Telekom Baskets?

Die Hauptarbeit fängt eigentlich in der Off-Saison an, wo es darum geht, eine neue Mannschaft zusammen zu stellen. Da ist insbesondere der Trainer gefragt und ich unterstütze ihn bei Verhandlungen mit Agenten oder mit Spielern die Verträge machen.

Während der Saison ist die Arbeit bedeutend weniger, da läuft ein Apparat ab, der funktioniert, da gibt es hier und da etwas wo ich eingreife, aber im Prinzip ist die Zeit nach der Saison und vor der Saison die schwierige – wo wir zur Zeit mitten drin stecken.

Die Mannschaft für die kommende Saison der Baskets ist mittlerweile fast komplett. Wer entscheidet im Verein, wenn es nach jeder Saison darum geht, eine neues Team zusammen zu stellen?

Das ist allein eine Entscheidung zwischen dem Trainer und mir, da redet uns auch keiner rein. Wir haben einen Etat, also eine Geldsumme, die uns für die Mannschaft zur Verfügung steht und diese Summe verteilen wir entsprechend auf die Positionen und die Spielertypen, die wir suchen.

Nach welchen Gesichtspunkten wird eine Mannschaft zusammengestellt?

Jeder Trainer hat eine bestimmte Philosophie, wie er spielen will. Unsere Philosophie ist eine möglichst große Rotation, also möglichst viele Spieler mit hohen Minutenzahlen. Es gibt außerdem eine Regel, die besagt, dass in jedem Jahr eine bestimmte Zahl deutscher Spieler im Team sein muss. Das waren im letzen Jahr vier, im nächsten Jahr sind es fünf Deutsche in der Mannschaft. Wir wollen keine deutschen Spieler die nur auf der Bank sitzen – bei uns soll auch wirklich jeder spielen der im Team ist und danach richten wir uns bei der Planung der neuen Mannschaft.

Die Deutsche Telekom ist bereits seit 1995 der Haupt-und Namenssponsor der Telekom Baskets Bonn. Hat das Unternehmen dadurch besondere Mitbestimmungsrechte gegenüber Co-Sponsoren wie beispielsweise dem Bonner General-Anzeiger oder der Sparkasse?

Wir sind natürlich sehr froh, dass wir die Deutsche Telekom als Sponsor haben, insbesondere über die vielen Jahre hinweg. Wenn man sich nur einmal ansieht, wie sich die Namen der anderen Vereine in der Liga über die Jahre verändert haben, wie beispielsweise in Trier, Braunschweig oder Gießen, dann sind wir wahrscheinlich neben Alba Berlin diejenigen mit dem langjährigsten Namen.

Das Verhältnis zur Deutschen Telekom als Hauptsponsor zeichnet sich besonders dadurch aus, dass sie sich keinerlei Rechte herausnimmt und nicht darauf einwirkt welche Spieler verpflichtet werden, wie lange sie spielen sollen oder ähnliches. Wir arbeiten da wirklich wie Partner zusammen. Es ist im Grunde wie eine Ehe – wenn jeder seinen Teil beiträgt, dann funktioniert es.

Warum sponsert die Deutsche Telekom überhaupt den Basketball hier in Bonn?

Was Bonn angeht, betreibt die Telekom Standortmarketing. Weil die Zentrale der Telekom in Bonn ist, unterstützt sie innerhalb der Stadt Bonn verschiedene Projekte, im Kulturbereich, im Sportbereich und uns eben im Spitzensport Basketball. Es hat nichts zu tun mit der Telekom als Sponsor beispielsweise der Nationalmannschaft oder von Bayern München. Das ist klassisches Sponsoring, wo auch mehr Geld reinfließt als bei uns.

Sie sprachen den Telekom Dome an, als Grundstein für den Gedeih der Sportart Basketball hier in Bonn. Der Bau des Telekom Domes wurde von den Telekom Baskets selbst mit Hilfe von Sponsoren und der Stadt Bonn finanziert. Als Halle, die bis zu 6000 Zuschauer fasst, war geplant, dort auch andere Veranstaltung stattfinden zu lassen. Das ist bisher kaum geschehen – mangelt es an der Erlaubnis der Stadt Bonn oder woran liegt das?

Wir müssen natürlich Rücksicht nehmen. Zum einen gibt es natürlich Anlieger und Nachbarn die nicht erfreut sind, wenn jeden Abend dort Veranstaltungen wären, die mit viel Lautstärke und Schmutz verbunden sind. Deswegen gibt es in Deutschland Regeln in denen festgeschrieben ist, wie viele Veranstaltungen wo stattfinden können.

Wir stehen im Moment unmittelbar vor einem Abschluss mit der Stadt Bonn wo wir die Zahl und die Art der Veranstaltungen definieren, die im Telekom Dome ausgerichtet werden können. Wir hatten ja bisher auch ein paar andere Veranstaltungen, manche waren halböffentlich, weil es Themenbereiche waren, die eben nicht so im Mittelpunkt stehen, aber mit Boris Becker der dort gespielt ha – das ist ungefähr die Größenordnung wo es hingehen soll. Da sind wir also im Grunde schon auf einem richtigen Weg.

Aber es muss natürlich alles passen – es muss im Einklang mit der Gesetzgebung sein und es soll uns natürlich auch bei der Abarbeitung der Schuldenlast helfen, die wir natürlich auf uns genommen haben, um dieses Projekt einer eigenen Halle auch durchzuziehen.

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