Seit der 2.0-Wende werden User in der ganzen Welt ständig mit Neuheiten überrascht, die ihre Erfahrung im Internet zweifellos anreichern. Die Internetsurfer empfangen, teilen und generieren Inhalte und stellen sie der ganzen Welt zur Verfügung. Einen neuen Stein in diesem Mosaik hat Google nun veröffentlicht.
Die Rolle der Suchmaschinen in diesem Ozean von Informationen ist wie die eines Kompasses, der die richtige und beste Richtung zum Ziel zeigt. Welchen Preis hat diese große, anscheinend harmlose, Hilfe? Die Macht der search engines wurde in weniger Zeit immer größer. Um die Suchergebnisse noch gezielter und die Suchprozesse noch effizienter zu machen, wurden schon andere Dienste angeboten, die aber auch zum Protokollieren der Netzaktivitäten führten.
Mit seinem jüngsten Service will der Internetriese Google eine neue Dimension der Kommunikation erreichen. Google Wave ermöglicht Echtzeit Onlinediskussionen, in denen auch Videos, Bilder und viele andere Dokumente eingebettet werden können. Nach der ersten Testphase, in der man nur über Einladung ein Benutzerkonto erstellen konnte, ist seit dem 21.06. die innovative Plattform für alle zugänglich.
Tippfehler und ihre Korrektur live mitlesen
Mit der Erstellung einer neuen “Welle” können die Benutzer eine Diskussion starten und diese mit anderen Personen teilen. Der Gesprächspartner sieht live was man gerade eintippt, Tippfehler und deren Berichtigung bekommt er also auch mit.
Man kann hauptsächlich zwischen folgenden Wave-Typologien wählen: blank wave, discussion, task tracking, meeting, document und brainstorm aber der Kreativität und Eigeninitiative ist keine Grenze gesetzt.
Die vielen Erweiterungspakete vergrößern die Möglichkeiten der User. “When do we meet?” zum Beispiel zeigt den Kontakten in der Wave an, an welchen Tagen ein für alle passender Termin gefunden werden kann. Die Erweiterung “Hostel WithMe” lässt einen Freundeskreis das Urlaubsziel ganz schnell und gemeinsam finden. Wenn man eine Entscheidung treffen will, der Wunsch nach Anonymität aber groß ist, kann man das Paket Decing Gadget installieren. Damit kann jeder seine Stimme abgeben, ohne sich dabei erkenntlich zu geben.
Wie bei jedem Start muss natürlich noch was verbessert werden. So wird zum Beispiel das Einführungsvideo in Mac-Browsern noch nicht wiedergegeben. Das größte Hindernis bleibt aber ein anderes: Da schon alle einen Facebook-, StudiVZ-, Twitter-, MSN- und Skype- Account haben, werden meine Freunde die Einladung zur Wavecommunity vielleicht unnötig finden.
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Ich würde Google Wave gerne ausprobieren um gemeinsam an Projekten zu arbeiten, aber niemand ist wirklich begeistert und möchte sich anmelden- was ich auch verstehen kann, da man schon bei so vielem eingetragen ist…
Obwohl der Hype irgendwie nicht (mehr) in diesem Maße da ist, interessant ist Google Wave auf jeden Fall und ich hätte schon Interesse, es auszuprobieren.
Übrigens kann man die “Echtzeit”-Tippübertragung auch ausstellen, daher kann das kein negativer Punkt an Google Wave sein.