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Kunst, Glamour, Party

Studierende des Instituts für Kommunikationswissenschaft (IfK) der Uni Bonn nutzten die vorlesungsfreie Zeit für eine aufregende, hochinteressante und durchaus auch aus Studiumsperspektive gewinnbringende Exkursion nach Berlin. In Begleitung filmwissenschaftlich kompetenter Dozenten und Dozentinnen durften sich rund 20 Studis auf den internationalen Filmfestspielen austoben. Es warteten aber auch noch einige inoffizielle Highlights…

In erster Linie bedeutet ein Besuch auf der Berlinale, zu der dieses Jahr über 300.000 Besucher kamen, sich in einer der vielen Spielstätten in Berlin die neuesten und besten Kinofilme anzusehen. Insgesamt werden jedes Jahr um die 400 Filme gezeigt, viele davon sind Weltpremieren.  Natürlich ist der Filmwettbewerb, bei dem die besten Filme mit dem Goldenen oder Silbernen Bären ausgezeichnet werden, der Mittelpunkt des 10-tägigen Festivals. Die Wettbewerbsfilme dürfen dabei nicht älter als ein Jahr und noch nicht außerhalb ihres Ursprungslandes aufgeführt worden sein.

“Teilweise primitive Dialoge”

Bild: magazine-deutschland.de

Auch die Bonner Studis waren fleißige Cineasten und zeigten sich von vielen der Gewinnerfilme beeindruckt. Mahelia fand vor allem bildliche Realisation von How I ended this summer überwältigend (zur Filmkritik >>). Shahada beeindruckte sie auch, “trotz teilweise primitiver Dialoge”.  Bei Neukölln Unlimited ist die Studentin ebenfalls mit der Juryentscheidung einverstanden: “Dieser Film ist eine einzige wunderbare Choreografie, die uns die Worte raubt und uns doch nicht schweigen lässt.” Linda gefiel besonders der Streifen Alle meine Väter von Jan Raiber (zur Filmkritik >>). Aber auch Jud Süß sei ein guter Film, wobei sie die Geschichte hier zwar nicht als unbedingt originell empfand, aber Bleibtreu als Goebbels sei auf jeden Fall ein Kinobesuch wert.

Nicht so gut fanden die Medienwissenschaftler den französische Film L’autre Dumas (“die Story ist nett aber zu absehbar”), die Kurzfilmsektion Shorts 1 (“sehr künstlerisch angehaucht und zu abstrakt”) oder die drei Stunden Videoinstallationen mit “verstörenden stroboskopartigen Montagen am Stück”.

“Der Enthusiasmus dieser Filmemacher war sehr inspirierend”

Bild: Carolin Gattermann

Doch gemütlich Film gucken allein ist auch irgendwie langweilig. Erst die filmschaffenden Stars und Akteure hinter den Kulissen machen das Kribbeln der Berlinale aus. Bei verschieden Veranstaltungen, zum Beispiel in der Retrospektive oder auf dem Talent Campus, konnten sich die Bonner Besucher von den Gedanken und Inspirationen namhafter Regisseure oder Schauspielerinnen beeindrucken lassen. Sophie faszinierte besonders das Gespräch mit Hanna Schygulla, die nicht nur rückblickend über ihre Rollen sprach, sondern auch einen feministischen Einblick in ihr Leben bot. Die Diskussion mit Regisseur Tom Tykwer nannten viele als Highlight der Veranstaltung.

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