Eine mit Filmen und Diskussionen angefüllte Woche des kulturellen Austauschs zwischen Ost und West verspricht das goEast Filmfestival, das nun zum zehnten Mal in Wiesbaden stattfindet. Vom 21. bis 27. April bieten verschiedene Schauplätze einen vielsagenden Querschnitt aus dem mittel- und osteuropäischen Film.
Der osteuropäische Film hat mittlerweile einen so unverkennbaren, individuellen Duktus, den selbst Nicht-Cineasten erkennen und zu schätzen gelernt haben. Das goEast Festival, das in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal stattfindet, präsentiert neue filmische Werke aus Mittel- und Osteuropa von jungen, teilweise unbekannten Künstlerinnen und Künstlern. 123 Filme aus 35 Ländern zeigen unterschiedlichste Blickwinkel auf vielschichtige Realitäten und regen zum Sinnieren an.

Vortreffliche Vorführstätte: Die Filmbühne Caligari in Wiesbaden
Das vom Deutschen Filminstitut (DIF) veranstaltete Festival lädt nicht nur zu den verschiedenen Filmvorführungen (die meisten übrigens als Originalfassungen mit englischen oder deutschen Untertiteln), sondern auch zu Gesprächen mit den Regisseuren einzelner Werke, die im Wettbewerb laufen. Zudem gibt es ein spezielles Kurzfilmprogramm, das im Rahmen des Hochschulwettbewerbs 28 Filme vorstellt, die im letzten Jahr an den Filmschulen von Moskau, Ljubljana oder Köln entstanden sind.
Filme und Gäste haben trotz Aschewolke nach Wiesbaden gefunden
GoEast fördert und begleitet junge Talente. Viele der ehemaligen goEast-Preisträger erfüllen in ihrem Heimatland eine Vorbildfunktion für die junge Generation der Filmschaffenden. So z.B. Alexej German jr., Boris Chlebnikow, Iwan Wyrypajew oder Kirill Serebrennikow, die längst das Gesicht der russischen Filmszene prägen. Gemeinsam mit Petr Buslow drehten sie den Eröffnungsfilm des Festivals “Kurzschluss”.
Sonntagsmatinee ohne Liselotte Pulver
Nur drei von mehr als 300 Gästen haben die Anreise nicht geschafft. So musste das goEast-Matinee am Sonntag ohne Liselotte Pulver stattfinden. Zu Ehren der Schauspielerin, die im vergangenen Jahr ihren 80. Geburtstag feierte, wurde Billy Wilders Filmklassiker “Eins, Zwei, Drei” (USA 1961) gezeigt. Zudem konnte man Schätze aus dem Privatarchiv von Liselotte Pulver bewundern, die sie dem Deutschen Filminstitut – DIF übergeben hat. Unter den erstmals ausgestellten Objekten befand sich auch eine Kopie des gepunkteten Kleids aus der legendären Fackeltanz-Szene.Programm, Hintergründe und Geschmack auf mehr gibt es auf der aussagekräftigen Homepage des goEast-Festivals.

[...] 2010 spricht sie über ihren Film (Video) >> Mehr zum zehnten goEast Filmfestival gibt es hier im Medienblick oder auf der offiziellen Festivalhompage. Einen Kommentar [...]