
Studierende der Medienwissenschaft berichten im Medienblick von ihren Eindrücken auf der Berlinale.
Von Carolin Gattermann
Kiffen, stehlen, schlagen, pöbeln – so sieht die Welt der fünf Jugendlichen aus, deren Geschichte in dem Dokumentarfilm gezeigt wird. Die jungen Männer stehen vor einer wichtigen Entscheidung: Gefängnis oder Maßnahmenprogramm, die letzte Chance?
Und so boxen sich die Problemfälle im wahrsten Sinne des Wortes durch ein hartes Jahr voller Erfolge, Rückschläge und Einsichten. Immer an ihrer Seite sind die beiden Coaches der Work and Box Company. Mit viel Einfühlungsvermögen, aber zuweilen auch einem rauhen Ton, begleiten sie ihre Schützlinge durch das straffe Programm. Werden sie den wichtigsten Kampf, den gegen sich selbst, gewinnen?
Bereits Ende der Neunziger Jahre befasst sich der Regisseur und Kameramann Gerado Milzstein intensiv mit dem Thema Jugendgewalt. Zur Realisierung seines Herzensprojektes kommt es 2005 in Zusammenarbeit mit den Initiatoren der Work and Box Company. Wem beim Lesen der Zusammenfassung die Bilder vom Bändigen fluchender aggresiver Teenies in diversen Doku-Soaps in den Sinn kommen, der sei beruhigt. Geflucht und provoziert wird zwar auch hier, jedoch sorgt der emotionale, sehr direkte und überraschend humorvolle Umgang aller Protagonisten miteinander für große Empathie beim Zuschauer.
