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Berlinale-Filmkritik: Alle meine Väter

Studierende der Medienwissenschaft berichten im Medienblick von ihren Eindrücken auf der Berlinale.

Von Linda Fuhrich

Der Dokumentarfilm schockt mit seiner Authentizität, mit ergreifender Ehrlichkeit und mit dem Mut, den der junge Regisseur Jan Raiber aufbringt. Als Abschlussfilm für die Hochschule dreht Raiber eine Dokumentation über sich selbst, seine Familie und die Suche nach seinem leiblichen Vater. Diese Suche führt ihn zunächst zu Uwe, der ebenfalls jahrelang glaubte, dass Jan sein Sohn ist. Doch die Mutter hütet noch ein weiteres Geheimnis und so geht die Suche nach dem wahren Vater weiter.

Die Nähe zu den Protagonisten und der laienhafte Charakter geben dem Zuschauer das Gefühl ganz unmittelbar an einem Familiengeheimnis teilzuhaben. Raiber drehte mit nur einer Kamera und einer ungewöhnlichen emotionalen Nähe. Keine Szene wurde wiederholt, alles ist so, wie es sich tatsächlich abgespielt hat.

Alle meine Väter ist ein Film, der unter die Haut geht und zeigt, wie schwer es ist mit den Menschen zu sprechen, die einem am nächsten stehen.

1 comment to Berlinale-Filmkritik: Alle meine Väter

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