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Drei gute Gründe, warum du den Social Media-Accounts von Politikern folgen solltest

Du verfolgst auf Snapchat, wie Kylie Jenner ihre Lippenstifte promotet? Du siehst bei Instagram, wie jetzt auch der letzte Blogger einen Rabattcode für eine Uhr raushaut? Und du liest bei Twitter, was Präsident Trump über Fake News zu berichten weiß? Wahrscheinlich aber folgst du nur wenigen deutschen Politikern auf diesen Plattformen. Hier kommen drei Gründe, warum du das ändern solltest.

Von Britta Meurer

1, 2, oder 3

1         Nicht nur „Influencer“ wollen in den sozialen Medien überzeugen, sondern auch Politiker. Plattformen wie Instagram, Twitter und Facebook sind für sie interessante Kanäle, um sich selbst zu vermarkten. Zeitgleich tauchen sie damit in das natürliche Umfeld der Generation Y ein und können so sowohl ein breites als auch oftmals junges Publikum ansprechen. Da sie selbst entscheiden können, wie sie sich auf ihren Social Media-Accounts inszenieren, ist es interessant zu sehen, was sie von sich preisgeben.

2         Durch ihre Beiträge in sozialen Netzwerken eröffnen Politiker wie Lars Klingbeil, SPD-Bundestagsabgeordneter und netzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, einen Einblick in ihre Arbeit als Politiker. Auf seinem Instagram-Profil @larsklingbeil postet er beispielsweise nicht nur, dass er für die Einführung des Gesetzes der Ehe für alle gestimmt hat, sondern auch wie er Termine in seinem Wahlkreis wahrnimmt. Zeitgleich zeigt er aber auch durch das Nutzen von Hashtags und Aufnahmen, die seinen Besuch eines Coldplay-Konzerts zeigen, dass er die Kommunikation auf der Plattform verstanden hat. Denn Pressefotos und reine Informationen reizen auf Instagram wohl niemanden, sondern man folgt Profilen, die eine gute Geschichte erzählen, besonders authentisch oder ästhetisch ansprechend sind. Natürlich kommunizieren Politiker die dort veröffentlichten Inhalte genauso bewusst wie jeder Blogger. Dennoch sind Instagram oder Facebook gute Mittel, um z.B. über die Arbeit der Politiker des eigenen Wahlkreises auf dem Laufenden zu bleiben. Dann sieht man sie auf den Plakaten vor der nächsten Wahl auch nicht zum ersten Mal.

3         Der Wahlkampf vor der Bundestagswahl im September lässt sich im Moment auf den Social Media-Profilen von Politikern leicht mitverfolgen. Vor allem bei Twitter kommunizieren Politiker wie Lars Klingbeil nicht nur die eigenen Ziele, sondern kommentieren bzw. kritisieren auch die Tweets von Mitgliedern anderer Parteien. Ohne aktiv danach suchen zu müssen, finden auf diese Weise die wichtigen gesellschaftlichen Themen für die Wahl und die unterschiedlichen Lösungsansätze der Parteien sowie deren Kritik aneinander ihren Weg in den persönlichen Feed. Dennoch lohnt es sich hier Politikern verschiedener Parteien zu folgen, um nicht im Strom der Inhalte einer Partei unterzugehen.

Wenn man im Hinterkopf behält, dass all diese Inhalte immer auch als politische Kommunikation zu verstehen sind, sind die Profile von Politikern in den sozialen Medien ein gutes erstes Mittel, um sich frühzeitig über kommende Wahlen, aber auch die einzelnen Parteiprogramme und die Arbeit von Politikern im Allgemeinen zu informieren.

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